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Hycar 1: Wasserstoff-Auto aus Österreich

04.11.2009 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Der von der TU Graz entwickelte "Hycar 1" kann mit Benzin, Erdgas oder Wasserstoff betrieben werden. Rund 150 Kilometer kommt man im reinen Wasserstoffbetrieb weit.

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Fahrer des ersten Wasserstoffautos auf Österreichs Straßen haben an der Zapfsäule der Zukunft die Qual der Wahl: Benzin, Erdgas oder Wasserstoff. Alle drei Energieträger können in dem für den Verkehr zugelassenen Prototypen in Form einer umgebauten Mercedes E-Klasse von Wissenschaftern der Technischen Universität Graz eingesetzt werden. Zwei Jahre lang arbeiteten die Experten an dem "Hycar 1", am Mittwoch präsentierten sie es der Öffentlichkeit.

Das besondere an dem Fahrzeug ist die freie Wahl zwischen Wasserstoffbetrieb und Verbrennungsmotor. Sogar während der Fahrt kann der Lenker des Mercedes per Knopfdruck den Energieträger umstellen - "rucklos", wie Manfred Klell, Geschäftsführer vom Forschungszentrum Hydrogen Center Austria (Hycenta) der TU Graz, erklärte. Rund 150 Kilometer schafft das "Hycar 1" im reinen Wasserstoffbetrieb und stößt dabei weder Kohlenmonoxid oder -dioxid noch Kohlenwasserstoff aus. Die Emission von Stickoxiden sei "äußerst gering". Als Benziner kommt der Vierzylinder des "Hycar 1" auf 120 kW, im reinen Wasserstoffbetrieb kommt er auf noch rund 60 Prozent Leistung.

Brückentechnologie für den Übergang

Der Kombinationsantrieb aus fossilen Energieträgern und Wasserstoff ist für Helmut Eichlseder, Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik, eine "Brückentechnologie für den Übergang zu gänzlich CO2-freien Wasserstoffanwendungen". Die Kosten für das mit Wasserstoff betriebene Fahrzeug dürften zehn bis 20 Prozent über dem normalen Marktpreisen liegen, schätzten die Wissenschafter.

Die Experten räumten jedoch ein, dass das Problem bisweilen die Infrastruktur sei, denn die momentan einzige in Österreich öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle befinde sich im Hycenta bei der TU. Außerdem müssen die Gastanks wegen der Sicherheit in dichten Ummantelungen im Fahrzeug gelagert werden. Beim Prototypen nimmt der Tank daher den kompletten Kofferraum ein. Weiterentwicklungen würden aber vorsehen, dass die Flaschen am Fahrzeugboden montiert werden und so weniger Platz verbrauchen.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Lucky
10.11.2009 17:27
0 0

Bio-Wasserstoff

Klar, der Verbrennungsmotor gehört ins Museum.

Auf die Frage woher der Wasserstoff kommen soll:
Könnte euch den Verein ReGen.org aus dem Salzkammergut empfehlen.
http://www.biowasserstoff.org


Gast: gurki
05.11.2009 10:36
0 0

"freie Wahl zwischen Wasserstoffbetrieb und Verbrennungsmotor"

Der Wasserstoff wird ja auch im Verbrennungsmotor in mechanische Energie umgewandelt. Es gibt keinen Elektromotor! Was soll diese Aussage?
Und wo soll da die Innovation sein?
Wieder alles (vorwiegend) fossile Treibstoffe.

Gast: schemieschenie
04.11.2009 18:07
0 0

JUHU

Ein Motor der nur noch Wasserdampf als Verbrennungsprodukt erzeugt und halt ein bisschen NOx

Eine Frage woher kommt das H2 denn überhaupt, das kommt ja aufgrund seines geringen Masse und der dadurch schnellen Teilchengeschwindigkeit ja nicht in elementarer Form vor ?

Das muss man doch nicht etwas unter hohem Energieaufwand produzieren oder ??

Aber das Problem mit dem Treibhausgas hätten wir dann gelöst - JUHU, oder ?

http://www.atmo.arizona.edu/students/courselinks/spring04/atmo451b/pdf/RadiationBudget.pdf
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Ach NEIN, dass stärkste Treibhausgas ist ja Wasserdampf :-( ,


Gast: picard
04.11.2009 17:02
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nicht schlecht, aber

wir dürfen dann weiterhin in zukunft zur tankstellen fahren um wasserstoff zu tanken?! die ölmultis werden sich freuen. selbstverständlich werden sie dann wasserstoff dann öl anbieten und natürlich ebenfalls anhand des ominösen spotpreises in rotterdam die preise mehrmals täglich ändern!

nein danke! lieber her mit elektroautos für die steckdose. die ändern ihre preise in der regel nur 1-2x jährlich...

mit den kosten kann man dann auch kalkulieren.

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