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Das sogenannte "Frauenauto"

26.04.2012 | 16:37 |  von Timo Völker (Die Presse - Schaufenster)

Kaum ein Hersteller bekennt sich zu seiner weiblichen Kundschaft. Vielleicht, weil das sogenannte "Frauenauto" schlecht angeschrieben ist.

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Was genau soll der Begriff eigentlich sagen? Auf jeden Fall ist er nicht als Kompliment gedacht. Wenn vom Frauenauto die Rede ist, dann mit Häme im Unterton. Porsche Boxster, Mercedes SLK und VW Beetle waren zum Beispiel Autos, über die eine spaßige Herrenrunde gern witzelte. Die Hersteller hat das tief bekümmert. Sie fürchten, dass auch Frauen kein Auto wollen, das als Frauenauto kursiert. So wurden alle drei Modelle gründlich überarbeitet, auf dass sie nun, wie es heißt, „maskuliner“ wirken (in der Hauptsache sind sie einfach grundlegend besser geworden, und das hat nichts mit Mann oder Frau zu tun). Das Phänomen sollen Soziologen klären. Uns führt das Thema zur Frage, warum es so wenige Frauen im Motorsport gibt. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 wird es Damenskisprung geben, aber in der Formel 1 ist weit und breit keine Nicola Lauda zu sehen. Die paar, die es gegeben hat, kann man an einer Hand aufzählen. Als Rennfahrerin sollte man aber eine kennen: Die Französin Michelle Mouton wäre in der grimmigsten Epoche des Rallyesports, der entfesselten Gruppe B, um ein Haar Weltmeisterin geworden (nur ein Gigant wie Walter Röhrl konnte es verhindern). Beim berüchtigten Bergrennen Pikes Peak in Colorado hat sie 1985 die Ami-Machos furchtbar gedemütigt. Aber sie blieb ohne Nachfolgerin.

Dabei weiß man, dass Frauen weniger Unfälle haben. Vielleicht wirken hohe Geschwindigkeiten auf sie nicht rauschhaft, was den Einstieg ins Gewerbe des schnellen Autofahrens zumindest nicht erleichtert. Es gibt übrigens eine Ausnahme unter den Herstellern: Peugeot will mit dem neuen 208 ausdrücklich Frauen ansprechen. Die Franzosen haben die Zahlen richtig gedeutet: Der Vorgänger 207 verkaufte sich schlecht. Er hatte eine Frauenquote von 50 Prozent. Das Modell davor wiederum ist glänzend gelaufen – bei einem weiblichen Anteil unter der Käuferschaft von fast 70 Prozent. Peugeot ist absolut happy, wenn der 208 ein Frauenauto wird. 

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3 Kommentare
Gast: StatistikER
27.04.2012 17:09
1 0

Dabei weiß man, dass Frauen weniger Unfälle haben.

Das ist eine gezielte Falschinformation der Frauen.

Die Statistik auf die sich dieses Argument stützt sagt folgendes:

- Frauen fahren 1/4 aller gefahrenen Kilometer pro Jahr. Also bei 10 gefahrenen Kilometer sind 2,5 Kilometer von einem weiblichen Autofahrer, 7,5 von einem männlichen Autofahrer zurückgelegt worden.

- Die Zulassung von Fahrzeugen erfolgt noch immer zu 60 - 70 % an Männern. Und die Unfallstatistik wertet nur die Zulassung aus. Also wenn die Ehefrau mit dem auf den Ehemann angemeldeten Auto einen Unfall hat, wird es ihm zugeschrieben.

Was erkennt man aus diesen Daten? Nicht dass Frauen besser Autofahren, sondern dass sie weniger fahren als Männer. Klar, wenn ich nur 25 km pro Tag fahre bin ich auch zeitlich kürzer im Auto als jemand der 75 km pro Tag fahrt. Je länger ich in einem Auto sitze umso mehr steigert sich die Tendenz zu einem Unfall. Das ist aber überall so. Wenn ich seit einer Woche in einem Betrieb arbeite ist die wahrscheinlichkeit einen Arbeitsunfall zu haben geringer, als wenn ich schon Jahre dort arbeite. Die Zeit machts!

Mich zipfen schon diese Statistiklügen aus der Welt der Emanzipation (Gehaltsunterschied zu 25% zB) schon so an.


Antworten Gast: freund?
27.04.2012 18:21
0 1

bla bla

Die Unfallstatistik bezieht sich auf den Unfalllenker - oder eben die Lenkerin.

Re: bla bla

ändert nix daran. es gibt keine unfallstatistik, die die unfallhäufigkeit nach geschlecht pro gefahrenem km ausweist. zumindest kenn ich keine.