Warum: Das Grazer Urviech von 1979, entstanden aus einer Kooperation von Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch, gehört zu den großen Klassikern unter den Geländewagen (daher das G), bei uns beharrlich-patriotisch als Puch G geführt. Niemand dachte in den frühen Tagen daran, dass das Auto im Jahr 2012 immer noch produziert würde, nämlich unverändert in Graz und hauptsächlich in Handarbeit. Tatsächlich kann sich die Nachfrage von mehr als 6600 Stück im Jahr 2011 sehen lassen. Der G ist ein Lifestyle-Objekt geworden, ein Auto für vermögende Fans vor allem in den USA. Man darf inzwischen getrost vom Mercedes G sprechen, denn der Hersteller hat die Baureihe über die Jahre gepflegt, sodass ihr noch ein langes Leben bevorsteht (der Vertrag mit Graz läuft bis 2020), anders als beim Defender, den Land Rover über die Jahrzehnte vergreisen ließ.
Bauzeit: 1979 bis heute
Was geblieben ist: Die G-Klasse wurde soeben einer Modellpflege unterzogen; das nun in höchstem Mercedes-Luxus schwelgende Cockpit ist mit früheren Jahrgängen nicht vergleichbar. Der auch preislich hohe Einstieg liegt bei 110.400 Euro (V6-Diesel). International gefragt sind die V8, gern wird auch der AMG-Biturbo-V12 mit 612 PS genommen (knapp 330.000 Euro). An Offroad-Zauberkünsten und der wunderbaren Kantigkeit hat sich indes nichts geändert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2012)
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