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Smartphone und Urlaub versöhnt

11.08.2012 | 18:01 |  von Sara Gross (Die Presse)

Immer online, ständig erreichbar – für viele ist das Smartphone Entspannungskiller Nummer eins. Soll es im Urlaub wirklich nicht mehr an Alltagsstress oder Arbeit erinnern, ist eine Umgestaltung angesagt.

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Das Smartphone ist zum Symbol für ständige Erreichbarkeit, Informationsflut und Arbeit in der Freizeit geworden. Kein Wunder also, dass einige Vorbehalte haben, iPhone, Blackberry und Co. in den Urlaub mitzunehmen. Eigentlich solle man es mal abdrehen, sich eine Pause vom digitalen Wahnsinn gönnen. Dabei kann das Smartphone ein praktischer Reisebegleiter sein. Vier Ideen, wie das gelingen kann.

Urlaubs-Ordnung. Soll das Smartphone im Urlaub wirklich nicht mehr an Alltagsstress oder Arbeit erinnern, ist eine Umgestaltung angesagt. Ist es im Alltag praktisch, am Startbildschirm schnell auf E-Mails, Facebook und den Kalender zugreifen zu können, haben im Urlaub ganz andere Apps und Funktionen Vorrang. Also: Alles Überflüssige einfach auf den hintersten Bildschirm verschieben oder in einem Ordner verstecken und Apps für Fotos, Musik, E-Books und Reise ganz vorne platzieren. Hartnäckige Workaholics könnten sicherheitshalber gleich auf ein anderes Smartphone umsteigen oder die SIM-Karte gegen eine Prepaid-Karte aus dem Urlaubsland tauschen. Letzteres hat den Vorteil, dass man eventuell günstige lokale Internet-Tarife nutzen kann.

Offline-Vorsorge. Ständig online zu sein bleibt im Urlaub trotz sinkender Roaming-Tarife und wachsender WLAN-Dichte Utopie. Kann man daheim schnell auf Google Maps eine Adresse nachschlagen oder im Internet fremdsprachige Phrasen googeln, funktioniert das im Urlaub oft genau dann nicht, wenn man es am dringendsten braucht. Bei Kartenmaterial sind Nokia-Windows-Phone-Besitzer klar im Vorteil, bei Android und Apples iOS ist in den meisten Fällen noch ein wenig Geduld für Offline-Karten angesagt. Dieses Manko lässt sich mit diversen Apps beheben (nicht vergessen, die Karten in der App noch daheim herunterzuladen!). Mit Google Maps und Co. kann man übrigens das inkludierte Datenvolumen so rasch schmelzen lassen, dass wohl kaum ein gängiger Roaming-Tarif mithalten kann. Im Notfall hilft es auch, im Hotel-WLAN noch rasch Screenshots von der Route in Google Maps anzufertigen.

Reise in Google Earth. Mit einem Smartphone kann man seinen Urlaub viel genauer dokumentieren als mit einer vergleichsweise primitiven, normalen Kamera. Praktisch sind hier klassische Sport-Tracker wie Endomondo oder Runtastic, die per GPS Routen aufzeichnen. Gerade Touren in Nationalparks, Zoos oder Vergnügungsparks können so für später archiviert werden. Feine Sache: Runtastic ermöglicht jetzt auch, die Route als Video in Google Earth abzuspielen. Noch einige Fotos einfügen und die Präsentation ist sicher spannender als ein Dia-Abend.

Neue Foto-Perspektive. Urlaub ist die Gelegenheit, neue Apps auszuprobieren. Gerade bei Fotos lohnt sich das – neue Perspektiven bringen neben dem Klassiker Instagram etwa Pudding Camera für Android oder Photosynth für das iPhone. Auch die Panorama-Funktion des Android-Smartphones und die Videokamera werden daheim oft vernachlässigt. Urlaub ist übrigens auch die beste Zeit, um den jungen Trend des „Foodspottings“ auszuprobieren – Hunger zügeln, vor dem ersten Bissen auf den Auslöser drücken und Freunde mit dem Leckerbissen vor Neid erblassen lassen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2012)

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7 Kommentare

iPhone im Urlaub

Im Urlaub wird mein iPhone 4S zu einem Offline-Gerät. Spitzen Schnappschusskamera, Musikplayer, eBook-Reader, Spielkonsole und Offline-Navi.

Da brauch ich keine Netz und keine Anrufe.

Gast: gdfgfdg
12.08.2012 16:32
2 0

ABSCHALTENq

danke für diese ach so tollen tipps, aber man möge es kaum glauben, auch ein smartphone hat einen AUSSCHALTKNOPF!!

Ich bin selbst ein handy-junkie und zu werktagen quasi tag und nacht erreichbar und emails natürlich sowieso.

aber wenn ich im URLAUB meine ruhe haben möchte und ein paar tage weg von all den quälgeistern, dann ihr liebe PRESSE, tja dann schalte ich mein handy einfach aus. so einfach ist das, und schon kann man entspannen ohne "wertvolle tipps" die weder fisch noch fleisch sind ;-)

sommloch das 300-ste lässt grüßen udn vermutlich schreiben nun nurmehr praktikanten irgendwelche sinnlosen artikeln.

4 0

Wenn man das alles liest ....

fragt man sich echt wie wir vor 20/30 Jahren ohne Handy noch einen Urlaub überleben konnten ;-)

Wie immer...

...kommt es einfach auf die richtige Nutzung an.

Ich habe etwa 3000 Bücher im Speicher, dazu etwa 2 Wochen Musik...das ist auch am Strand schon ganz angenehm und funktioniert völlig stessfrei, da vollkommen offline.

Die vorbereiteten Filme habe ich gar nicht gebraucht.

Gast: Klaus
12.08.2012 10:36
1 1

wie sind wir ...

wie sind wir blos vor 10 Jahren in den Urlaub und erholt wieder zurück gekommen? Was arbeiten da nur für Leute in der Redaktion? "Urlaub ist die Gelegenheit, neue Apps auszuprobieren." ... *wow*

3 0

unnötiger artikel

einzig sinnvoller tipp wäre gewesen, ein "retro-handy" mitzunehmen (mit physischer zahlentastatur), damit man für notfälle erreichbar ist bzw. selber telefonieren und smsen kann ;o)

Das alles entscheidet doch

der Bürger für sich. Da braucht man keine Obergescheiten Einsager. Wann merkt man sich das endlich?

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