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Gemütlicher Kitsch: Lena Hoschek zum Schlafen

11.09.2012 | 09:12 |   (DiePresse.com)

Die Grazer Modemacherin ist ihr erstes Wohnprojekt angegangen. Im Hotel Altstadt in Wien Neubau nächtigt man im Hoschek-Stil.

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Normalerweise kann man von ihr nur Kleider und Dirndln tragen. Ab sofort kann man allerdings auch ganz im Stil der Grazer Erfolgsdesignerin übernachten. Auf Einladung von Besitzer Otto E. Wiesenthal hat sie eine Suite in dessen Hotel Altstadt in Wien Neubau ausgestattet. Kennengelernt haben sich die beiden auf der Hochzeit von Wiesenthals Cousine, die Hoschek gestaltet hat. Das Künstlerhotel am Spittelberg kannte sie damals schon: „Mein Vater hat immer hier geschlafen.“

Wer Hoscheks Stil kennt, findet ihn in „ihrer“ Suite eindeutig wieder. Dabei, erzählt sie, wollte sie die drei Zimmer plus Bad „als großer Oscar-Wilde-Fan klassisch englisch“ einrichten. Erst ihre Praktikantin („Antonella Amesberger, sehr talentiert!“) habe sie auf die Idee gebracht, es Lena-Hoschek-typisch zu versuchen. Das Ergebnis sind dunkle Möbel, eine in England gefundene Bar, lila und rosa Wände und ein Mix aus Blumenmustern, „die Verbindung von klassischen Antiquitäten und Shabby Chic, Nostalgischem und ein bissl Verkitschtem.“

Mehr Glumpert verbessert das Gesamtbild

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Das alles sei „gar nicht so einfach“ gewesen, gesteht sie. „Bei Kollektionen habe ich die Stoffe vor mir, bevor ich mich festlege, da kann ich es mir leichter vorstellen.“ Das maßangefertigte Bett mit bordeauxrotem Samt und 800 Knöpfen zeichnete sie mit Bleistift an die Wand, jeder Stuhl bekam einen eigenen Stoff verpasst. „Der Tapezierer war anfangs sehr skeptisch. Es ist jedes Mal erstaunlich, aber je mehr Muster man mixt, je mehr Glumpert zusammenkommt, desto einheitlicher wird das Gesamtbild.“ Vervollständigt wird es durch gut 70 alte Fotos, die Hoschek und Assistentin bei Tandlern und auf Flohmärkten zusammengetragen haben. Und die die Hotelmitarbeiter nun ständig gerade richten müssen.

Privat ist Hoschek, die es „nicht als Fotokulisse, sondern gemütlich“ mag, dabei erst mit ihrem „allerersten eigenen Wohnprojekt“ beschäftigt, der gemeinsamen Wohnung mit ihrem Freund in Graz. „Da schaut's“, sagt sie, „noch ein bisschen lustig aus.

(tes.)

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