10.02.2012 00:11 | Meine Presse Merkliste0

Armenien: Das letzte Dorf am Musa Dagh

05.09.2009 | 18:28 |  von Thomas Schmidinger (Die Presse)

Ihre Vorfahren überlebten den Genozid im Ersten Weltkrieg. Kirchweihfest bei den letzten Armeniern am "Mosesberg".

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Zu Surp Asdvadzadzin, Maria Himmelfahrt, blüht Vak?fl? wieder auf. Hunderte Armenier aus aller Welt kommen zu diesem Anlass in das letzte armenische Dorf der Türkei und nehmen am Kirchweihfest der Gemeinde teil. Die Messe dauert mehrere Stunden – die meisten Gläubigen sind währenddessen aber auf dem Kirchplatz davor ins Gespräch mit Verwandten und Freunden vertieft.

Nach der Messe folgt schließlich basierend auf einem vorchristlichen Brauch die Weihe der Weintrauben. Am anderen Ende des Kirchplatzes kocht etwas in riesigen Töpfen vor sich hin: Harisa, ein Eintopf aus Getreide und Fleisch. Auch dieser wird von den Priestern gesegnet und dann an die Anwesenden verteilt.

Rückzug auf die Berggipfel. Hier leben Nachkommen jener Armenier und Armenierinnen, deren Überlebenskampf Franz Werfel in seinem Werk die „Vierzig Tage des Musa Dagh“ geschildert hat. Die Bewohner der sechs armenischen Dörfer um den „Mosesberg“ flüchteten 1915 auf den Gipfel des Gebirgsmassivs und wehrten sich gegen ihre Deportation.

Hier harrten sie unter katastrophalen Bedingungen und hohen Verlusten gegen die Angreifer aus. Die verzweifelte Bevölkerung rechnete schon mit ihrer Vernichtung, als französische Kriegsschiffe die Hilferufe der Verzweifelten vernahmen und zumindest jene aufnahmen, die jung und gesund genug waren, um über die Steilhänge des Berges zum Meer zu kommen. 4000 Überlebende wurden zunächst nach Port Said in Ägypten in Sicherheit gebracht.

Erneute Flucht. Im Unterschied zu anderen Regionen der heutigen Türkei kehrten die Vertriebenen nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg und dem Sturz der für den Genozid an den Armeniern verantwortlichen „Jungtürken“ 1919 in ihre Heimat zurück. Die heutige Provinz Hatay mit ihrer arabischsprachigen Mehrheitsbevölkerung und ihrer Hauptstadt Antakya war mittlerweile Teil des französischen Mandatsgebiets Syrien geworden. Mit den lokalen Arabern, die großteils der schiitischen Sekte der Nusairier angehörten, hatten die Armenier nie Probleme gehabt. Und so entschloss sich der Großteil der Überlebenden zur Rückkehr.

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges gab jedoch Frankreich dem Druck der Türkei nach und trat die Region 1938/39 an die Türkei ab. Die meisten Armenier flohen erneut nach Syrien und in den Libanon. Nur die Bevölkerung von Vak?fl? entschied sich zu bleiben. Im Winter leben hier 120 Menschen, im Sommer wächst die Bevölkerung auf 400 Menschen an.

Das Massaker überlebt. Die Geschichte des Dorfes und die Ereignisse von 1915 sind hier immer noch sehr präsent. Avedis Demirci, der 95 Jahre alte Dorfälteste, hat das Drama auf dem Musa Dagh noch persönlich als Kleinkind erlebt. Sein Name bedeutet „Frohe Botschaft“ und steht symbolisch für das Überleben der Armenier am Musa Dagh. Einer seiner Enkel erzählt, dass auf dem Gipfel des Berges, auf dem sich die Armenier vor 94 Jahren verschanzt hatten, einst ein Denkmal in Form des rettenden Schiffes errichtet wurde. Die Überlebenden erbauten es nach ihrer Rückkehr, die türkische Armee zerstörte es 1980 nach ihrem Militärputsch.

Kein Konflikt mit Muslimen. Das Verhältnis zum Staat und zur türkischen Bevölkerung der Region bleibt schwierig. Die Dorfbewohner bedauern, dass die Kinder in der Schule keine Möglichkeit haben, Armenisch zu lernen. Einige berichten von Provokationen türkischer Siedler in der Region. Dafür ist das Verhältnis zu den lokalen Arabern umso herzlicher.

Wenn Avedis Demirci mit seinen arabischen Freunden aus einem der Nachbardörfer auf der Terrasse vor seinem Haus sitzt, wird deutlich, dass es sich hier um keinen Konflikt zwischen Christen und Muslimen handelt. Nicht die lokalen Muslime, sondern der Nationalismus der Jahrhundertwende zerstörte das Zusammenleben.

Die jüngste Annäherung zwischen der Türkei und Armenien befürworten hier alle.

Die in einer biologisch wirtschaftenden Kooperative zusammengeschlossenen Bauern des Dorfes ganz besonders. Bürgermeister Berc Kartun hofft durch den Export von Orangen, Mandarinen und Zitronen nach Armenien, die krisenbedingten Exportrückgänge nach Europa wettmachen zu können. Wenn tatsächlich in den nächsten Wochen die Grenzbalken zwischen Armenien und der Türkei hochgehen sollten, würde die armenische Minderheit in der Türkei sicher zu den großen Gewinnern zählen.

Für eine wirkliche Aussöhnung zwischen Türken und Armeniern und eine Aufarbeitung der Geschichte wäre dies jedoch erst der Beginn.

Der Musa Dagh wird auch in Zukunft ein wichtiger Ort des Gedenkens bleiben. Mit dem Buch des österreichischen Juden Franz Werfel, der im Genozid an den Armeniern Parallelen zum nationalsozialistischen Antisemitismus erkannte, wurde dem Widerstand am Musa Dagh ein universelles Denkmal gesetzt.

„Die Armenier wehrten sich.“ Ani De?irmencio?lu, eine in Wien lebende Armenierin aus Istanbul, die im heurigen August ebenfalls das Fest von Asdvadzadzin in Vak?fl? besuchte, fasst die Bedeutung dieses Widerstands in einem Vergleich zusammen: „Der Musa Dagh hat eine ähnliche Bedeutung wie das Warschauer Ghetto, in dem sich die Juden gegen ihre Vernichtung wehrten. Auch die Armenier ließen sich nicht wehrlos abschlachten. Dass es dieses Dorf heute noch gibt, ist ein Resultat dieses Widerstands.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2009)

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31 Kommentare
 
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Gast: David
13.09.2009 18:32
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Klar

gab es ein Genozid...jeder redet von den Armeniern aber was ist mit den Aramäern da sind auch 500.000 abgemezelt worden.2 MIO: christliche tote..Wo sind die ganzen Häuser wo ist das ganze HABE¿?Und ganz speziell die frage::jeder meint sich mit diesem Thema auszukennen...wo sind die ganzen Menschen??OHH ja da gibts ein kleines Wort namens GENOZID hmm was ist denn das?DAS ist doch pure Lüge:::meinen alle .Es gibt nur 10 mio. Armenier auf der ERDE.Das ist der BEWEIS dafür das es ein GENOZID gab..Aus den 1,5mio konnten wiederum 10mio werden und aus den 10mio. das doppelt und dreifache. Und zum Thema "ARSCHIVE"...es gibt vertraute deutsche Quellen.Armin T. Wegner hat ein Fotoarchiv und viele Telegramme die es bestätigen..Und natürlich die überlebenden Augenzeugen... www.theforgotten.org/

Gast: Jürgen
07.09.2009 09:19
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Interessant...

scheint zu sein, dass die Türken und Armenier die Geschichte bereits aufgearbeitet haben und die Türken wohl kritischer mit ihrer Vergangenheit umgegangen sind als die Armenier.

Habe bisher ständig von den Medien eingetrichtert bekommen, dass ohne erdenklichen Grund ein Genozid an den Armeniern stattgefunden hat und das habe man nicht zu hinterfragen.
Jetzt wo ich mir die Beiträge anschaue?... Man spricht von angriffen der Armenischen Bevölkerung auf türkische Einheiten mitten im ersten Weltkrieg. Und dies scheint wahr zu sein. Dann bestätigt hier auch noch einer mit dem Gastnamen Historiker, dass die Amenier gar keine Arschive hätten die irgendwelche Geschehnisse dokumentieren könnten. Das haben die Türken doch ständig gesagt, dass die Armenier gar keine Arschive haben und man hat ihnen gesagt, dass sie sowas nicht sagen dürften, weil sie sonst leunger seien.

Na die Türken geben wenigstens zu, dass es armenische Opfer gab. Die Armenier scheinen sich da noch wehemend zu verschließen, dass sie wohl vorher auch Morde auf der anderen Seite verübt haben...

Ich werde auf jeden Fall mal kritischer mit den Medieninformationen umgehen. Denn wenn es war ist, dass die Armenier mitten im Weltkrieg einen Aufstand angezettelt haben ist schon mal ein Vergleich mit den Verbrechen an den Juden nicht gegeben die keinerlei anstaltend gemacht haben in irgendeiner weise gegen Deutschland vorgehen zu wollen....

Antworten Gast: Gast
08.09.2009 12:36
0 0

Re: Interessant...

Sie sind der erste Jürgen, der mir unterkommt und konsequent- Arschive-schreibt. Wohl eher kein Jürgen, nehme ich an.

Antworten Antworten Gast: Blitzky
10.10.2009 08:12
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Re: Re: Interessant...

Das türkische Außenministerium scheint tatsächlich einen ganze Menge Leute mit pro-türkischer Desinformation in ausländischen Medien zu beschäftigen.

Antworten Antworten Gast: Gast
10.10.2009 01:17
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Re: Re: Interessant...

Sehr Interessant Ihre Logik. Wen ich Sie richtig verstehe meinen Sie das alle Jürgens der Welt am PC oder sonst wo Archiv immer richtig schreiben, sonst sind es keine Jürgens? Nehme mal an das Sie das wirklich denken, interessant.

Antworten Gast: Historiker
07.09.2009 14:40
0 0

Re: Interessant...

.....
-Die Türken müssen erst die Frage beantworten, warum überhaupt die Türkei in den Krieg gezogen ist. Und, ob , der Kriegseintritt der Türkei vom osmanischen Parlament gebilligt war ? Oder die regierende Partei - der Jungtürken - doch NICHT die osmanische Regierung schlicht durch Parteigremien ersetzt! Was auch der Fall war!

-Des Weiteren lebten im russischen Armenien – Ost Armenien- lnicht weniger Armenier, als im West Armenien „Türkisch Armenien. Welchen Zweck verflogenen die türkische Nationalisten, wenn im Geheim Kriegspläne schmiedeten und das Herzstück des armenischen Hochlandes in einem Kriegsfeld umwandelten, wo kurz vor dem Kriegseintritt der Türkei mit der Implementierung der international Zugesagten Reformen für Türkisch Armenien begonnen wurde- und zwar unter Beobachtung Diplomanten aus Schweden? Die Türken – im osmanischen Reich zwar „Staatsvolk jedoch selbst eine Minderheit- hatten Balkan verloren, sahen die türkische Nationalisten eine evtl. erfolgreiche Implementierung der Reformen für „Türkisch Armenien“ und weitere „Emanzipation“ der Armenier als überhaupt den ersten Schritt der Unabhängigkeit von Armenien, und somit vertust der heutigen Türkei? Eine Gefahr, die zu eliminieren galt? Letztendlich, wenn es keine Armenier mehr in Anatolien „beliebe, um Reformen anzufordern, muss sich so eine Türkei, keine Angst haben, dass „Türkisch Armenien“ (heute Ost-türkei) sich wie Balkanländer seine Unabhängigkeit erkämpft...

Antworten Gast: Historiker
07.09.2009 14:36
0 0

Re: Interessant...

hmmm ... „jürgen" ? Einen vergleichbaren Beitrag habe ich mal in einem andern Forum gelesen

Vereinzelter armenische Widerstand hat sich nach Beginn der offiziellen Deportation formiert. Aber was haben Sie erwartet? Haben Sie erwartet, dass sich die Armenier aus ihrer historischen Heimat Hilflos zum Schlachthof hätten abtransportieren lassen? Über die gezielt Provokation und Manipulation der Türken vor und während der Deportation ist auch gut dokumentiert..
Wie komme es, dass nach dem Ende des Kriegs, die Türkei systematisch die Spur der Armenier in Anatolien vernichtet hat? Ortschaften umbenannt, mehr als 2500 armenischen Kirchen und Kloster entweder zerstört oder in Morschen umgewandelt und alles getan, damit das armenische Leben in deren historischer Heimat nie mehr zum Leben erweckt wird! Damit alles schon Türkisch beleibt! Als ob es die Armenier nie gab! Ein Staat bzw. ein „Staatsvolk“ – wie die Türken- wurde anders vorgehen, wenn es keine Absicht bestand, ein Volk systematisch zu vernichten und seine Heimat zu entziehen!

Gab es etwa keine „jüdischen“ Verbände, die auf die Seite England gegen die Deutschen gekämpft haben? Wenn keine „bewaffneten Jüdische Gruppierungen“ gab, wie haben denn die Juden geschafft, in Palästina einen „Befreiungskrieg““ zu führen?

Antworten Antworten Gast: türk
08.09.2009 19:31
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Re: Re: Interessant... an alle

Habe für die Lügen der Diaospora eine interessante Quelle Herr "Historiker" und alle ANDEREN die den Lügen dieser Armenien-Lobby einfach folgen und NICHT NACHDENKEN WOLLEN.

http://www.turkishpress.de/content/die-türkei-ist-die-siegermacht-folge-314547

Bin gespannt auf die Rektionen

Antworten Antworten Antworten Gast: ich
22.09.2009 12:27
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Re: Re: Re: Interessant... an alle

anscheinend haben sie sich selber eine "Rektion" schreiben mussen da sich kein schwein für Türkische propaganda interessiert...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
10.10.2009 01:24
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Re: Re: Re: Re: Interessant... an alle

"Mussen" wir Sie verstehen?
Schweine? Wenn Sie damit wohl meinen, also da Türken sich durchaus für die türk. Sicht intressieren können Sie nur andere als "schwein" bezeichnen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
09.09.2009 10:59
0 0

Re: Re: Re: Interessant... an alle

Schrecklich, dass man uns so getäuscht hat. Ich werde den Armenier Dartstellungen nicht mehr glauben schenken. Also alles Fälschungen was uns vorserviert wurde.

tier
07.09.2009 08:55
0 0

Das Buch-zweimal gelesen-

Ich habe das Buch von Werfel zweimal gelesen, als Jungerwachsener und als
Mittelalter.

Beim ersten Mal habe ich eine Heldengeschichte von strahlenden
Siegern im Untergang erwartet, und war
über geschilderten "Dummköpfe, Spießer, Schwächlinge" usw. enttäuscht.

Erst beim zweitenmal lesen habe ich erkannt, daß eine Tragödie und das Verbrechen über Menschen hereinbrechen kann, die universell nun einmal so sind, wie sie sind (mich eingeschlossen). Tragödie und Verbrechen
bleiben immer gleich groß

Antworten Gast: "EU-kandidat"
07.09.2009 09:15
0 0

Re: Das Buch-zweimal gelesen-

Wie ich erfahren habe, hat bedauerlicherweise die türkische Regierung alles getan, um Hollywood die Verfilmung des Romans zu verbitten.

Gute Regesure werden wegen angeblicher „Türkenbeleidigung “ und „Verletzung der türkischen Ehre“ bedroht und massive unter druck gesetzt!

Gast: lollipop
06.09.2009 20:50
0 1

Nachdenklich stimmt

wenn ich mir hier einige Zeilen von Historikern lese, die schlüssig alles erklären können, Frage ich mich wirklich, wieso es nach dem Weltkrieg abertausende Armenier bzw. Christen es in der Türkei immer noch gab, insbesondere nach dem die "Nationalistische" Nation gegründet wurde? Da faselt man von Adana und sieht einen Zusammenhang mit dem gleichen Nationalismus, der eben nicht von den Jungtürken ausging und auch nicht durch Nationalismus ausgebrochen ist, sondern einzig vom Sultan ausging, der doch auch von den Jungtürken "bekämpft" wurde und die bei den armenischen Notabeln unterschlupf fanden.
Manche meinen, die Deportation sei nicht zu gerechtfertigen gewesen, die Armee aber schon, die Anweisung erhielt, alle Dörfer umzusiedeln, die sich gegen die Wehrpflicht und Abgabe von Lebensmittel sowie einigen anderen Pflichten zu entziehen versuchten. Und das passierte wohl doch erst, als in Van und in anderen Städten bereits ein Flächenbrand entfacht wurde, durch eben diejenigen, die sich heute als Opfer des Systems darstellen. "Sus yoksa ermeniler gelir" war lange Zeit ein Schreckgespenst der muslimischen Türken, die ältesten wussten schon damals, was ihnen und anderen blühte, wenn sie vor den Russen noch, von armenischen Milizen heimgesucht wurden. Ob das etwas rechtfertigt, was letztendlich vielen das Leben gekostet hat? Wer weis, vielleicht hätte man nichts unternehmen sollen, dann wären die Opfer auf der anderen Seite zu verzeichnen gewesen.....

Antworten Gast: Historiker
07.09.2009 09:05
0 0

Re: Nachdenklich stimmt

... Sie meinen das Regime der Jungtürken hat auf eine Nummer sicher gehen wollen, und somit die Ausrottung beschlossen.... Genauso hätte sich das Jungtürkische Regime ohne Anwendung von Tricks und ohne auf Zeit zu spielen, die international zugesagten Reformen oder Autonomievereinbarungen für Türkisch Armeinen umsetzen können. Anstatt sich im Geheim auf einen Krieg vorzubreiten und bei der erst besten Möglichkeit die Ausrottung, eines Volkes, das für mehr Rechte und Reformen – ja ein Teil sogar für die Unabhängigkeit- kämpfte, in die Wege zu leiten..


Der Völkermord geht auf das Konto der Jungtürken. Wäre es nicht zu dem Zusammenbruch der Kriegsfront gekommen...., und wäre somit das Regime der Jungtürken nur noch 1 oder 2 Jahre länge an die Macht geblieben, gäbe es mit Sicherheit heute weder in der Türkei noch im Kaukasus Christen oder Armenier mehr. D.h. wäre somit den türkischen Nationalisten mit 99% -iger Wahrscheinlichkeit die totale Ausrottung der Armenier nicht nur in der Türkei selbst, sondern auch im gesamten Kaukausus gelungen. Es darf nicht außeracht gelassen werden, dass letztendlich die türkische Arme den Armeniern auch im Nord Iran und im Kaukasus massakrierte !


Gast: gast
06.09.2009 19:22
4 0

täter opfer umkehr

Man kann gar nicht so viel fressen wie man kotzen möchte, wenn man sich die genozid-leugnenden Kommentare hier durchliest...

Ich mag nicht wissen, wie es den Angehörigen der Opfer des Genozid, den Überlebenden und deren Nachkommen geht, wenn sie permanent mit der Verleugnung ihres Leids konfrontiert sind. Und noch schlimmer: wie aus den Opfern Täter gemacht werden. (wenn man einen starken Magen hat, sollte man das Museum in Van besuchen: dort werden Knochen der hingeschlachteten Armenier ausgestellt. Jedoch auf den Tafeln steht: "Überreste der von Armeniern massakrierten Türken aus Van" (!!!!!)

Also da sind ja sogar die Ösis mit ihrem Opfermythus ("die deutschen waren's!") ein Lercherlschaas gegen die türkisc hen Nationalisten mit ihrer Version der Geschichte des Genozids ("es wurden türken massakriert! 1 million massakrierte armenier gab es nie!")...

Eigentlich wollte ich einen Filmtip posten:

ARARAT - http://de.wikipedia.org/wiki/Ararat_(Film)

und:

„Das Haus der Lerchen“
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Haus_der_Lerchen

tolle Filme, unbedingt ansehen!!!

Antworten Gast: türk
06.09.2009 20:08
0 3

Re: täter opfer umkehr

Es gibt nichts zu leugnen! Meine Frage ist sehr konstruktiv. Was ist mit den ermordeten türkischen Familien durch armenische Nationalisten, denen die Russische Armee im gegenzug ein unabhängiges Armenien versprochen hat?
Einzige Aufgabe der armenischen Überleufer : tötet türkische Menschen wo immer Ihr Sie vorfindet.

Über Ihre Darstellung sollten Sie wirklich kotzen . Oder gibt es in Ihrer Welt für die Begriffe wie Mord und Mord eine andere Bedeutungen Herr " Gast" mit Filmtip.

Ich brauche wohl nicht zu fragen wer die Produzenten und Förderer dieser Filmtips sind oder ?


Gast: Historiker
06.09.2009 14:55
3 0

...damit alles in Anatolien Türkisch wird...

Sicherlich gab es kleine bewaffnete armenische Gruppen, aber deswegen deportiert doch eine Regierung ein ganzes Volk nicht, um es zu vernichten , damit danach alles Türkisch wird und es auch für immer Türkisch beleibt! .

Es gab keinen Völkermord in Anatolien, da gab es, laut türkischer Geschichtsschreibung, offenbar nur eine zweite Sintflut in 1915, bei der nur die Armenier in Anatolien ausgelöscht wurden! Zu behaupten die osmanische Türkei hätte keinen Völkermord an den Armeniern begangen, ist das gleich, als zu behaupten, KZ Auschwitz hätte es nie gegeben.

Die osmanische Türkei war laut internationaler Vereinbarungen verpflichtet in armenischen Provinzen des osmanischen Reiches – heute Ost Türkei- für Sicherheit und Reformen zu sorgen , und die Armenier von Übergriffen und Diskriminierung zu schütze. Mit anderen Worten, war die osmanische Türkei verpflichtet, die Armenier-Frage mit Gewährung von Autonomie friedlich zu lösen. Die Türkei hat jedoch das Lösen der Armenier-Frage mit dem Löschen des Volkes seiner tausendjährigen Heimat schlicht verwechselt!

Sicherlich gab es kleine bewaffnete armenische Gruppen, aber deswegen deportiert doch eine Regierung ein ganzes Volk nicht, um es zu vernichten, damit danach alles Türkisch wird und es auch für immer Türkisch beleibt!

Gast: Türk
06.09.2009 12:06
0 3

warum diese einseitigen Textberichte? -

wellchen Sinn haben diese Worte? Der aufsteigenende Nationalismus in ganz Europa und insbesondere die der Staaten England, Frankreich,Russland, Italien, Deutschland, und Österreich-Ungarn waren die Quelle der "großen Katastrophe". Die Armenier wurden durch die Russen und Franzosen gegen die Türken benutzt. Alle Historiker wissen das... - durch diese Mächte haben sich einige Kreise der Armenier zu grauenhaften Taten gegenüber der türkischen Bevölkerung schuldig gemacht.
Den Armenen gelang es in der Türkei, unter der Zivilbevölkerung durch ausüben von Überfällen und Massakern soviel Angst zu schüren, dass der Spruch " sussun yoksa Ermeniler gelir" - "seit still sonst kommen die Arminier" geprägt wurde.

Die grauenhaften Überfälle mit hunderten und tausenden Massakern an den Türken durch die Armenier war die Ursache für die Vertreibung und den Tod von so vielen unschuldigen Armeniern. War das in Ordnung - NEIN ! Die türkische Armee hätte die Armenier schützen müssen.

Die Frage ist, konnte die türkische Armee die Armenier schützen mitten im 1.Weltkrieg? Und waren es Soldaten, die die Armenier bei der Deportation aushungern liesen? Oder hatten Sie einfach keine Lebensmittel für die Armenier weil keine Lebensmittel mehr da waren?

Wurden Armenier aktiv getötet ? Wenn ja durch wenn? Viele Fragen, die die Toten nicht wieder lebendig machen werden. Aber vielleicht kann durch eine Historien-Kommission der Frieden bei den Nachkommen und Nachbarn entstehen.

Antworten Gast: Historiker
06.09.2009 15:12
1 0

Re: warum diese einseitigen Textberichte? -

Was für Bücher lesen Sie denn?
Womit denn ? Mit Messer und Gabeln? Die Armenier wurden doch aufgefordert alle ihren Waffen abzugeben…

Ihnen geht es leider nicht um die historische Wahrheit, sondern viel mehr um Agitation und um die Rechtsfertigung eines Verbrechens, Wofür mehr als genüg Beweise gibt!

Schaffen Sie in die Türkei alle Paragraphen ab, welche die bloße Erwähnung dieses Völkermordes durch fortschrittlichen Türken unter straffe stellt!

0 0

Re: Re: warum diese einseitigen Textberichte? -

türkischer chauvinismus und islam sind eine tödliche mischung. als türke kann man nie etwas falsch machen, daher auch die leugnung des armeniergenozids.

mfg
mc

Antworten Antworten Gast: türk
06.09.2009 17:00
0 2

Re: welche Bücher ich lese.....?

Meine Bücher kenne ich gut und welche Quellen haben Sie Herr "Historiker"?

Habe die Möglichkeit genutzt mit Familien zu sprechen, deren Großfamilien durch Armenier vergewaltigt und getötet wurden. Ganze Dörfer wurden im nordosten der Türkei mit Unterstützung der russ. Armee durch Killer-Kommandos der Armenier- die vom großen "Reich Armenien" träumten ausgelöscht.

Fragen sich die sogenannten Historiker nicht warum plötzlich die seit über 5 jahrhunderten friedlich nebeneinander lebenden Türken, Griechen, Kurden, Armenier, Zazas, Araber... und andere, plötzlich ausgerechnet die Armenier auslöschen sollten?

Kurden, Aleviten,Zazas waren auch Soldaten der osmanischen Armee. Selbst Griechen dienten noch in der osman. Armee.
Es ist unbeschritten, dass es zu übergriffen auf die Armenier durch die kurdische Soldaten gegeben hat, als die Armenier durch die Gebiete deportiert wurden, wo überwiegent Kurden lebten.

Es ist schlicht eine Lüge vom Genozid an den Armenier zu sprechen. Selbst die russischen Historiker , seit JAHRHUNDERTE VERFEINDET MIT DEN TÜRKEN; SPRECHEN VON EINEM LÜGENDOGMA DER ARMENIER.

Und warum gibt es in der ganzen Welt ( ENGLÄNDER; AMERIKANER; ITALIENER; AUSTRALIER; RUSSEN; DEUTSCHE) hochangesehene Historiker die diese einseitige Darstellung verurteilen?

Wenn die armenische Regierung sich vor dieser historischen Lüge frei machen will, soll Sie doch einfach die Archive öffnen. Versuchen Sie es Herr "Historiker" mal mit einer Anfrage in Eriwan.

Antworten Antworten Antworten Gast: Historiker
06.09.2009 19:44
0 0

Re: Re: welche Bücher ich lese.....?

... Sicherlich gab es auch einige wenige nicht zu rechfertigenden Racheakten der Armenier zugleich aber auch eine kleine aber berechtige Widerstand der Armenier geben einer Vernichtungsmaschinerie. Die Türken, die über die angeblichen Massakrierung von mehr als 500 000 von deren Vorfahren durch die Armenier berichten, vergessen eins: Als die Vorfahren dieser Türken aus Balkan kommend die Häuser der Armenier in deren historischen Heimat bezogen, waren die Armenier längst deportiert und vernicht worden…

Sie verweisen mich auf Eriwan: Soweit ich informiert bin, hat doch einer der wichtigsten armenischen Parteien, die Tashnaks , in 1914 ihr Kongress in Erzrum, also in der Türkei, abgehalten. Wenn wichtige „armenischen Dokumente /Archive“ gibt, die die Deportation und Vernichtung der Armenier überlebt haben sollten, müssen diese Dokumente /Archiven eher in der Türkei zu finden sein- Da wurde ich als erstes suchen. Bei der Deportation der Armenier wurde nicht nur jeder Stein umgedreht, sondern auch jeder Armenier wurde genau, vor und nach der Ermordung genauestens durchsucht! Die Tatsachen auf dem Boden in ehm. Türkisch Armeniern- Ost-Türkei- sprechen für sich!


Hören Sie auf, den OPFER zu spielen und der Welt Märchen zu erzählen. Wir sind nicht in einer anatloischen Grundschule!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
10.10.2009 01:52
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Re: Re: Re: welche Bücher ich lese.....?

Oh ja! Es ist der 1. Weltkrieg! Die Türkei ( Osman. Reich) geht unter gegen Briten-Franz.-Ital- und vor allen Russen und was machen die Türken? Sie töten 1,5 mil.! Armenier mit blossen Händen-mit wertvoller Munition organisieren eine getarnte Deportation mit Zügen und zu Fuss mitten durch Kriegsgebiet!? Und als wäre das schon nicht übertrieben genug behaupten Sie allen ernstens das "jeder! Armenier genauestens! durchsucht wurde!!! Ich meine klar.
Und immer dieses alles was aus türk. quellen kommt ist ja falsch und propaganda (ja wir werden alle bezahlt und haben die "anatolische Grundschule" in Deutschland besucht) und Ihre Quelle ist 100% immer richtig. Welche ist das?

Opfer hatten die Türken nie!
Wenn dann waren das sowieso Griechen-Armenier-Serben usw. die für die Türkei gekämpft bzw. kooperiert haben, natürlich. Seit anbetracht der Zeit ist kein Türke je gestorben deshalb sind sie ja soviele.
Auch bei uns gibts wie schon beschrieben viele Erzählungen über die "lieben" Armenier.

Antworten Antworten Antworten Gast: Historiker
06.09.2009 19:38
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Re: Re: welche Bücher ich lese.....?

... Von welchem "Frieden " reden Sie denn? Warum wollten denn die muslimischen Araber nicht mehr mit „friedlichen Muslim Türken „, wie Sie behaupte, „friedlich nebeneinander“ leben? Haben sie sich je diese Frage gestellt? Hören Sie auf, die Religion – den Islam- für die Rechfertigung der Verbrechen der türkischen Nationalisten zu missbrauchen!

Laut meiner Untersuchungen: Als die Armenier aus der Umgebung von Angora (Ankara) und Konya Richtung Syrien deportiert und massakriert wurden, haben keine groß Anzahl von Kurden in den besagten Gebieten und Deportationsrouten gelebt … Das Tragen von Waffen war in der osmanischen Türkei weitergehen legal und gebräuchlich.. Wie kommt es, dass die türkische Regierung einerseits alles tat, um erfolgreich die Armenier nahezu komplett zu entwaffnen, aber andrerseits die gleich Regierung nicht in der Lage und gewählt war, die Waffen der auf die Armenier eingesetzten Killerkommandos einzusammeln?

Als die Armenier in 1908 in Adana zu tausenden massakriert wurden, war das Verbrechen in Adana die Geburtsstunde der Brutalität des türkischen Nationalismus. Das Blutbad in Adana war der Vorbote eines noch größeren Verbrechens, das in 1915 offiziell in die Wege geleitet werden sollte- was auch geschah!

Nichts aber nichts Rechtfertige die maßen Deportation und Vernichtung eins Volkes und anschließende Beschlagnahmung seiner Gut und Habe! Versuchen Sie das zu begreifen!

Gast: bernd hobrecht
06.09.2009 00:46
0 3

...

türkei hat definitiv kein völkermord an den armeniern begangen..die türkei ist dafür die geschichte neu aufzurollen mit protokollen ect. alles drum und dran und die armenier??nein das sind sie nicht..nur mit propaganda und ähnlichem wird das nichts leute..kann gut möglich sein das viele armeinier gestorben sind..krieg ist nunmal krieg und kein kinderspiel..

 
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