Stock-Betten: Hotels

Siebenstern.

Der Ehrgeiz der aufstrebenden Neunziger zeigt sich im Burj al Arab in Dubai: Er steht auf einer künstlichen Insel, simuliert ein Segel. Fünf Sterne, weil es sieben offiziell nicht gibt.

(c) Burj al Arab

Machtdreieck.

Später futuristischer Brutalismus nordkoreanischer Abart. 1987 wurde der Monsterbau des Ryugyöng in Pjönjang begonnen, heute steht die Fassade. Für Touristen in der makabren Nische Schurkenstaatenreisen.

(c) EPA (YONHAP)

Zitatvorrat.

Manche Segnungen der Postmoderne müssen neu bewertet werden. Denn aus der Distanz (das Marriott Wien wurde Mitte der Achtziger von Harry Glück geplant) fällt der Blick auf Rundbogen-Pastiches milder aus. Und übrigens: In dem Bau werkte „Die Presse“ einige Jahre.

(c) Vienna Marriott Hotel

Kunststück.

Grenzen des Machbaren loten Hotelbauten um die 2010er aus, etwa die Idee, drei Türme on top mit einer Spange zu verbinden, begrünen und bewässern. Im Marina Bay Sands in Singapur badet man auf Etage 55.

(c) Beigestellt

Role Model.

Hat es seinen ersten Zyklus überlebt und wurde der Bau nicht umgenutzt oder abgerissen, hält sich ein Grandhotel als Klassiker (wie hier das Badrutt’s).

(c) Beigestellt

Themenpark.

Von Las Vegas konnten Architekten in den Siebzigern nicht nur lernen, wie man Schuppen als Enten dekoriert, sondern auch thematisch instrumentalisiert. Piraten, Paris, Pyramiden, was kann da noch kommen? Etwa Tee und Feng Shui, vor Kurzem eröffnet in Form des Lucky Dragon.




(c) Lucky Dragon Hotel & Casino

Stilikone.

Design-Hotels wie das Standard markieren die Hipness der 2000er: schillernder Eigentümer, besondere Gestaltung, städtebaulich besonderer Ort, nämlich über der begrünten New Yorker Highline. Und: prominente Gäste.

(c) Design Hotels
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