Outdoor: Auf die harte Tour

Salzkammergut Berge-Seen-Trail

Drei Bundesländer, 350 Kilometer, über 14.000 Höhenmeter. Das Salzkammergut hat diesen Sommer einen Weitwanderweg eingeweiht, den einheimische Bergfexe schon vor seiner Eröffnung zur „kultigen Gschicht“ erhoben haben. Die Region reiht für den Berge-Seen-Trail bestehende Wanderwege und -routen schlau aneinander, in 20 leichten (blaue) und mittelschweren (rote) Etappen, kombinierbar mit alpinen (schwer & schwarz) und regionalen Varianten.

 

BergeSeen Trail

Von Hintersee in der Fuschlseeregion nach Strobl am Wolfgangsee geht es in zwei Etappen (gesamt: 30km, rund 12 Std. reine Gehzeit). Eine praktische Beschreibung des Weitwanderweges samt Einkehrmöglichkeiten und Tourenkarte bietet der Kompass-Wanderführer "Salzkammergut BergeSeen Trail".

BergeSeen Trail

Myrafälle

Es muss kein entlegenes Tal im hintersten Tirol sein, manchmal reicht der Blick vor die Haustür, um einen magischen Platz zu finden. Etwa die Myrafälle bei Muggendorf in den Wiener Alpen. Wildes Wasser, das die Hintergrundgeräusche für unser aktuelles Schaufenster Männermode-Wanderlust-Shooting lieferte. Die Wiener Alpen soll man wegen ihrer geringeren Höhe nicht unterschätzen – hier kann man weit, sehr weit wandern: Der Weg am Wiener Alpenbogen ist 300 Kilometer lang, beginnt in Katzelsdorf und endet in Bad Fischau-Brunn.

Philipp Jelenska

Transtirol

Nicht jeder Streckenabschnitt am Adlerweg ist so anspruchsvoll und ausgesetzt wie im Karwendel oder in der Glocknergruppe, aber schon die Länge des Höhenweges quer durchs Land Tirol mit einem Schlenker nach Osttirol hat es in sich: 413 Kilometer verteilen sich auf 31.000 Höhenmeter, der Motivierte hängt mehrere zusammen. 

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Großglockner

Gehört eigentlich nicht mehr in die Sektion Wandern, sondern eher zum Bergsteigen – aber am Großglockner sollte man schon einmal gewesen sein. Bloß nicht im Hochsommer, wo sich die Gruppen um ein Platzerl auf dem Gipfel dieses majestätischen Bergs anstellen. Und auf jeden Fall sollte man sich einem Kalser Bergführer anschließen.

Tirol Werbung (Jens Schwarz)

Großvenediger

Noch so ein formschöner Gipfel: Der Großvenediger steht im Blickfeld von zwei Höhenwegen in Osttirol. Im Virgental startet man  entweder auf dem Lasörling oder dem Venediger Höhenweg, auf denen man mehrere Tage unterwegs ist und immer auf einer Höhe zwischen 1800 und 2750 Metern dahinwandert.

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Karnische Alpen

An wenigen Stellen lässt sich der geologische Aufbau der Alpen besser studieren als in den Karnischen Alpen im Süden Kärntens – und dort wiederum in der Garnitzenklamm, die Teil des GeoParks ist. Südlich von Hermagor geht’s in diese Schlucht, 4,5 Kilometer folgt der Weg dem wilden Wasser. Wenn Kondition vorhanden: Unweit verläuft der Karnische Höhenweg, ein traumhafter Mehrtagesmarsch an der Grenze zu Italien, für die es alpine Kompetenzen braucht.

Kärnten Werbung

Gletscher abwärts

Klingt, als ginge es immer abwärts, punktet aber mit der Weite und lässt sich auch schneller absolvieren als veranschlagt: „Vom Gletscher zum Wein“ führt eine extralange Tour durch die Steiermark. Startpunkt ist der Dachstein, Ziel die Buschenschank bei Bad Radkersburg. Gibt’s als Nord- und Südroute.

Steiermark Tourismus (Ikarus)

Kreuzeck

Wenig überlaufen ist das Kreuzeck, ein Kärntner Gebirgsstock, der zwischen dem Drautal und dem Mölltall liegt und Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist: Stille, Schotter, Steine prägen die Kreuzeckgruppe, durch die ein Höhenweg führt, den man gut in viert Tagen bewältigt. Einstieg ist in Kolbnitz, Endpunkt kurz vor Lienz. Über weite Strecken trifft man niemanden. Aber ja: Hütten gibt es.

Instagram (mountainviews_bergfarb)

Via Alpina

Könnte ein Lebensprojekt werden: 5000 Kilometer lang führt die Via Alpina durch den gesamten Alpenbogen – und zwar von Triest mit einen Riesenschlenker nach Norden, Westen und schließlich wieder Richtung Süden nach Monaco. Eine schöner Etappentipp: Von Bischofshofen in vier Tagen nach Maria Alm oder Saalfelden.

 

 

SalzburgerLand Tourismus

Alta Via, Italien

Die Dolomiten im Nordosten Italiens gehören zum Weltkulturerbe. Der Alta Via delle Domiti führt 120 Kilometer durch die Alpenlandschaft.

Alxander Fuchs

South West Coast Path, Großbritannien

Die südenglische Küste entlang führt der South West Coast Path. Der beliebte Wanderweg ist über 1000 Kilometer lang und diente ursprünglich der Küstenwache, um in Seenot geratene Schiffe oder Piraten zu erspähen.

Baz Richardson

Der "kleine Weg des Königs" in Malaga ist seit seiner Wiedereröffnung im März 2015 sicher: Davor bezahlten einige Abenteurer den Besuch des zuvor schwer verfallenen Wanderweges mit dem Leben.

Dorte Fjalland

Trolltunga, Norwegen

Die Trolltunga, eine der Legende nach versteinerte Trollzunge, ragt über einen Seitenarm des Hardangerfjordes in Norwegen. Der Weg dorthin führt über unweges Gelände.

Sanne Boertien, Herbert Schröer

Chamonix-Zermatt, Alpen

Die Haute Route verbindet Mont Blanc und Matterhorn. Der hübsche Höhenwanderweg kann im Sommer oder Winter - als Skitour - besucht werden.

Herbert Schröer

Der Fernwanderweg Annapurna Circuit führt um die spektakulären Gebirgsketten zwischen Annapurna I und Annapurna II im Himalayagebirge - oft entlang des Flusses Kali Gandaki, der das tiefste Durchbruchstal der Welt bildet.

Alex Carpentier

Der Chadar Trek führt über den 105 Kilometer langen, fast vollständig gefrorenen Zanskar-Fluss im hohen Norden Indiens. Für diese Wanderung muss man länger im Voraus planen: Der Fluss kann nur im Jänner und Februar geführt begangen werden.

(c) Manish Lakhani

Wadi Rum, Jordanien

Surreal wirkt die Landschaft des im Süden Jordaniens gelegenen Wadi. Seit 2011 gehören die zerklüfteten Täler zum Weltkulturerbe. Man fühlt sich - wie schon viele Abenteurer vor einem - auf den Mars versetzt.

Max Münch

Western Arthurs Traverse, Australien

Die Western Arthurs Traverse in Tasmanien ist eher anspruchsvoll und führt über 12 Kilometer durch die Arthurs Range. Meist geht es entweder steil bergauf oder bergab.

Viktor Posnov

Chilkoot Trail, Kanada

Der Chilkoot Pass in Kanada lag auf einer Tlingit-Handelsroute, ist aber eher als Durchgang zu den Goldminen des Yukon bekannt. Der 53 Kilometer lange Weg führt durch ein sagenumwobenes Gebiet.

Karin Eibenberger

Diese internationale Auswahl stammt aus dem neu im Gestalten Verlag erschienenen Bildband "Wanderlust". Im folgenden schließen wir noch einige andere Highlights für Outdoor-Freunde an.

Gestalten Verlag

USA

Der tiefste Canyon liegt nicht dort, wo der Europäer ihn vermutet, sondern in Idaho. Der Hells Canyon wird seinem Ruf wirklich gerecht. Der Snake River windet sich 113 Kilometer durch und ist Ziel von Abenteuersportlern. visitidaho.org

(c) Visit Idaho

Norwegen

Eine Seilbahnfahrt kann hier zum echten Thrill geraten – wenn es die steilste der Welt ist. Vor Kurzem hat mit dem Loen-Skylift auf den Hoven in Fjord­norwegen eine spektakuläre Bergbahn ihren Betrieb aufgenommen. In sieben Minuten geht’s von null auf 1000 Meter. www.hovenloen.no, www.fjordnorway.com

(c) Bård Basberg/Loen Skylift

Neuseeland

Unorthodox übernachten? Lässt sich machen in einem Fernziel wie Neuseeland. Nebst Baumhäusern und Leuchttürmen gibt es auf der Banks-Halbinsel die Gelegenheit, in einem Silo zu wohnen. www.newzealand.com

(c) Schwörer Pressefoto

Schweden

Was vielerorts verboten ist, darf in Skandinavien sein. Das „Jedermannsrecht“ erlaubt Campieren in der freien Wildnis, freilich nicht auf Privatbesitz oder in Nähe zu einem Wohnhaus. Das erklärt die Verbundenheit der Schweden mit allem Outdoorsport. Tagelang wandern und Feuer machen in der Botanik.
www.visitsweden.de

(c) imagebank.sweden.se

Slowenien

Die slowenischen Alpengewässer und die Formationen sind traumhaft, beim Canyoning wird man aber nicht so viel Zeit haben, sie zu bestaunen: Man hat in dem Wasserfall bei Bohinj alle Hände voll zu tun. www.slovenia.info

(c) Bogdan Kladnik