Reise-Veranstalter

Winter in der Sonne oder auf dem Schiff

Ruefa verzeichnet eine Spitzensaison in einer sich verändernden Reisewelt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Urlaubsreise auf die Malediven, die Kanaren oder nach Thailand führt, ist groß. Jedenfalls, wenn es nach den aktuellen Buchungsdaten von Ruefa geht, die für diese Wintersaison ein erstarktes Interesse an Fernreisen aufweisen. Einige Destinationen verzeichnen zweistellige Zuwächse, wie kürzlich in Wien präsentiert – und tropische Eilande wie die Seychellen konnten sogar fast um 70 Prozent, Länder wie Sri Lanka und Mexiko mindestens um 30 Prozent zulegen. Hatte sich doch schon die aktuelle Saison gut angelassen: „Der Sommerumsatz liegt um zwölf Prozent über der Vorjahressaison. Und der Winterumsatz wird dieses Wachstum sogar noch übertreffen“, resümiert Verkehrsbüro-Group-Vorstand Helga Freund und geht davon aus, dass 2017 „aus heutiger Sicht eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre bei Ruefa wird“. Vorausgesetzt freilich, es brechen keine touristisch relevanten Krisen über die Branche herein.

Auch die Begehrlichkeit an Kreuzfahrten ist alles andere als enden wollend, denn mittlerweile erreiche die Idee vom Urlaub auf dem Schiff auch Familien, die dies als „gute Alternative zur klassischen Mittelmeer-Pauschalreise“ buchten, wie Ruefa-Geschäftsführer Walter Krahl betont. Speziell auf hoher See bündelt Ruefa, die mit Seetour Austria den größten heimischen Kreuzfahrtanbieter unter seinem Dach hat, weitere Kräfte: Man wird die Seereisen direkt – detailreich von Experten im Reisebüro beraten – oder auf dem neuen großen Portal buchen können. Um die Welt der Kreuzfahrten dem Kunden noch plastischer zu vermitteln, gibt Ruefa im Herbst ein erstes Magazin heraus – das dann halbjährlich erscheint.

Nüchterne Stilistik ist passé (freilich nicht der Katalog), es geht um die Vermittlung von Erlebnissen auf vielen verschiedenen Kanälen. So werden in ersten Ruefa-Filialen Virtual-Reality-Brillen für Kunden bereitgestellt. Im Sinne einer Strategie „Ruefa 2020“ werden Reisende künftig auf dem Handy oder Tablet von Ruefa laufend aktuell zusammengestellte Reiserouten abrufen und buchen können. Beziehungsweise so genaue Informationen und Daten erhalten, dass sie eine Rundreise zu zweit und mit dem Mietwagen locker allein managen können, auch in einem Land, das sonst eher ein Gruppenreiseziel ist, wie Chile oder Kuba. Damit kommt man, so Johanna Weiss, die Verantwortliche für sämtliche Fernreisen bei Ruefa, dem gesteigerten Bedürfnis nach individuellem Reisen nach. Die Verkleinerung der Gruppen betrifft auch das umfangreiche Studienreisenangebot von Ruefa.

www.ruefa.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2017)

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