Amanshausers Welt: 482 Tschechien / Königgrätz (Hradec Králové)

Eine Zugfahrt von Wien nach Königgrätz, tschechisch Hradec Králové („Burg der Könige“), führt zunächst bis zum architektonisch eigenwilligen Bahnhof von Pardubice – hier steigt man um, und von hier ist es nicht mehr weit.

Martin Amanshauser

Auf dem Marktplatz der Beinahe-Hunderttausend-Einwohner-Stadt Nordböhmens, vor knapp 800 Jahren zur Königsstadt erhoben, stehen die alten Bürgerhäuser in perfekt renoviertem Zustand ...

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... anders gesagt, in der Staré město, der Altstadt dieses Vorzeigestädtchens, muss man lange suchen, um gemütlich abblätternde Farbe zu finden.

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Blick von der Aussichtsplattform des Weißen Turms (Bílá věž, 1574-80) auf das Stadtzentrum zwischen den Flüssen Elbe und Adler. Seine legendäre „Augustin“ ist dort zu sehen, die zweitgrößte Glocke Böhmens.

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Blick auf die Heilig-Geist-Kathedrale, in Auftrag gegeben von polnischen und böhmischen Königin Elisabeth Richza (1286 oder 1288-1335), die sie als Mitgift erhielt und sie allmählich zum Florieren brachte. Sehr lange hieß Königgrätz tatsächlich Königingrätz, in weiblicher Form.

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Der hölzerne Elb-Miniraddampfer (für Mietgruppen) wird noch mit Kohle angetrieben ...

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... und es ist manchmal recht knifflig für den Kapitän, auf Kurs zu bleiben.

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Eingangstor zum Zámek Karlova Koruna, dem Barockschloss Karlskrone (1721-32), das als Sommerresidenz diente, mit einer Ausstellung der Kinsky-Dynastie, dessen Lebensstil aus Pferdezucht und Steeplechase (Pferderennen) bestand.

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Der schlosseigene Pfau von Karlskrone, offenbar ein edles Stück aus tschechischer Aristokratie, begrüßt die Beducher auf den Eingangsstufen. Er pflegt sich zu ducken, wenn er geknipst wird.

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Im Open-Air-Museum von Podorlicko, ein Stück außerhalb der Stadt, werden alte Kulturtechniken vermittelt, Brot kann gebacken, historische Tatra-Autos besichtigt werden, und eine Schaukutsche fährt auf Wunsch im Kreis.

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Impression vom Marktplatz einer Stadt, die weltberühmt wurde, nachdem sich im Jahr 1866 in ihrer Nähe die Truppen von Preußen auf der einen Seite und jene von Österreich und Sachsen auf der anderen begegneten. Der Ausgang war aus „unserer“ Sicht fatal.

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„KHSPPS", die Kindereisenbahn, die auch für Erwachsene an Feiertagen ihre Runden durch einen kleinen städtischen Park dreht. Das ist die Abkürzung für ihren Betreiber, die lokale Gesellschaft der Freunde der Dampfmaschinen.

Die besten Martin-Amanshauser-Kolumnen aus dem „Schaufenster“ gibt es jetzt im Picus Verlag unter dem Titel „Typisch Welt, 111 Geschichten zum weiter Reisen“, 20,00 EUR.

www.amanshauser.at

Der Autor war Gast von Czech Tourism und ÖBB.

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