Noch nie zuvor hat jemand gewagt, was Felix Baumgartner am 8. Oktober wagen wird. Mit einem Stratosphärenballon, an der eine Art Raumkapsel befestigt ist, steigt der Salzburger in eine Höhe von 36,57 Kilometern oder 120.000 Fuß auf. Dann öffnet er die Luke, stößt sich ab und springt zurück zur Erde. Etwa drei Minuten dauert der freie Fall, dabei wird Felix als erster Mensch erstmals mit Schallgeschwindigkeit unterwegs sein; in der Höhe sind das rund 1150 km/h. Über seinem Handgelenk, außen am Spezialanzug, mit einem überlangen Klettverschlussarmband befestigt, trägt er den Chronografen Zenith „Stratos“. Für eine Armbanduhr stellt dieser rasante Flug zur Erde ebenso eine Weltpremiere dar. Noch nie zuvor hat eine Uhr in der exponierten Form die Schallmauer durchbrochen. Nach rund drei Minuten freiem Fall öffnet Felix dann seinen Fallschirm und schwebt in ungefähr neun bis zwölf Minuten zurück zur Erde.
Wir trafen Baumgartner letzte Woche in Paris. Zu dem Zeitpunkt war er noch ziemlich entspannt. Am 1. Oktober fliegt er wieder zurück nach Roswell, New Mexiko. Hier hat das Red-Bull-Stratos-Team seine Zelte aufgeschlagen, und von Roswell wird der Stratosphärenballon auch starten. „Der Chronograf an meinem Handgelenk ist wichtig“, erzählte uns Baumgartner, „ich benötige während des rund zweistündigen Aufstiegs laufend die genaue Zeit, muss diverse Vorgänge zeitlich genau erfassen, und auch während des Sprungs ist der Chronograf mein Back-up-System in Sachen Zeit.“ Der Zenith-Chronograf hat die zuletzt durchgeführten Testsprünge ohne Blessuren überstanden, selbst die großen Druck- und Temperaturunterschiede konnten ihm nichts anhaben. Wir sind schon gespannt, wie die Zenith mit der Schallgeschwindigkeit umgehen und was uns Baumgartner nach seinem Abenteuer erzählen wird. Eine Fortsetzung dieser Story folgt . . .
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)
Zenith: „Stratos“-Chronografen



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