Gläser als Geschichtenerzähler. Valentin Vodev sitzt im Waschcenter „Top“ in der Ottakringer Straße 52. Ursprünglich kommt er aus Sofia. An der Universität für angewandte Kunst in Wien studierte er Industriedesign, danach am Royal College of Art in London bei Ron Arad. Bei Produkten mag er vor allem „ihre unerwartete Seite“. Einem Lastenrad traut man ja auch nicht zu, problemlos ins Vorzimmer zu passen. Seine Eigenentwicklung, das „Vienna Bike“, schafft das und fährt gerade in die Zielgerade der Patentierungsprozedur – nur ein Hersteller fehlt noch. Die Vienna Design Week verkuppelte Vodev nun mit der Tradition: dem Glashersteller Lobmeyr. Dabei wollte Vodev bewusst nicht mit Wasser und anderen Assoziationen spielen, die bei solchen Aufgaben gern ins Hirn schwappen. Sondern die Geschichten transparent machen, die sich hinter dem transparenten Material verstecken. Manche Gläser wurden für den Gebrauch auf Jachten produziert. Andere hat Elton John gekauft. Vodev markiert die Gläser mit Symbolen, ähnlich wie jene in der Waschanleitung. Das dazugehörige Politurtuch liefert die Erklärung mit. Bei J & L Lobmeyr, Kärntner Straße 26.
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