Burgstuhl. Bei soviel Opulenz im Inneren war schnell klar: „Es muss etwas Geradliniges werden“, sagt Christian Horner, einer der beiden Soda Designers – die andere Hälfte ist Nada Nasrallah. „Etwas in einen traditionellen Kontext hineinzufügen ist in Wien immer eine große Herausforderung“, sagt sie. Zurückhaltung und gleichzeitig Selbstbewusstsein haben sie dem „Burgstuhl“ mitgegeben – ins Foyer und in andere Räume des Burgtheaters, in denen gerade kein Theaterstück läuft. Mit einer Mischung aus „Wohnstoff und Theaterstoff“, der leicht glänzend das reichhaltige Drumherum reflektiert, wie Horner erzählt. Nicht unterzugehen im Architekturüberschwang des Theaters, das war eine der Aufgaben. Und gleichzeitig das Ensemble nicht zu stören. Groß, stapelbar und luftig ist er geraten, und die Sitzfläche bequem und breit genug, damit sich die Komfortzonen der Sitzer nicht in die Quere kommen, wenn man den „Burgstuhl“ für eine Veranstaltung aneinanderreiht. Die niederösterreichische Möbelmanufaktur Wittmann produziert den Stuhl, auch in Varianten für zu Hause. www.wittmann.at
Text und Produktion: Norbert Philipp, Fotos: Christine Pichler
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