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Goldaktien: Stiefkind der Anleger

21.07.2012 | 17:42 |  von Beate Lammer (Die Presse)

Ein Erholungsversuch der Goldunternehmen war nur von kurzer Dauer. Die Papiere gelten als günstig, werden jedoch gemieden. Gründe sind die hohen Kosten und die Risikoangst der Anleger.

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Auf Jahressicht hatten die Aktionäre von Goldminen wohl keine rechte Freude mit ihren Investments. Der HUI Gold Bugs Index, der die Wertentwicklung von 16 großen Goldunternehmen widerspiegelt, gab in den vergangenen zwölf Monaten um 30 Prozent nach und entwickelte sich schwächer als der Goldpreis, aber auch als der Aktienmarkt. Was den Papieren zusetzte, war die allgemeine Flucht der Anleger aus dem Risiko. Dabei mieden sie auch Goldaktien, da sich diese durch überdurchschnittlich starke Schwankungen auszeichnen.

In der zweiten Maihälfte sah es kurzzeitig so aus, als würden die Papiere das Comeback erleben, das ihnen Analysten seit Monaten vorhersagen. In nur drei Wochen schoss der HUI Gold Bugs Index um ein Fünftel nach oben, während die Börsen insgesamt schwächelten. Die Erholung war jedoch nur von kurzer Dauer. Seit Mitte Juni geht es wieder nach unten– auch wenn das Tief vom Mai noch nicht ganz eingestellt wurde.

Bei Craton Capital, einem auf Edelmetallminen spezialisierten südafrikanischen Investmenthaus, sieht man als Ursache für die jüngste Schwäche die Enttäuschung darüber, dass die US-Notenbank Fed die Erwartungen bezüglich einer weiteren Lockerung der Geldpolitik („Quantitative Easing3“) zuletzt nicht erfüllt hat. Eine solche Lockerung hätte sowohl dem Aktienmarkt als auch dem Goldpreis Auftrieb verleihen können.


Wachsende Förderkosten. Doch während den Aktienmärkten der steigende Ölpreis in den vergangenen drei Wochen wieder Hoffnung gab, machte er potenziellen Goldaktienkäufern Angst: Ein hoher Ölpreis bedeutet steigende Förderkosten. Wenn gleichzeitig der Goldpreis schwächelt (er ging im Juli bis dato leicht zurück), könnten die Margen der Minenbetreiber sinken.

Den Experten von Craton Capital macht das wenig Kopfzerbrechen. Die Aktien diskontierten einen Goldpreis, der mindestens 400 Dollar unter dem derzeitigen Spotpreis liege, heißt es in ihrem jüngsten Marktbericht. Eine Feinunze Gold kostete zum Wochenausklang 1582 Dollar (1299 Euro).

Erste-Analyst Ronald Stöferle verweist in seinem „Goldreport“ darauf, dass Goldminenaktien in Relation zum Goldpreis so günstig wie 2008 und davor in den Achtzigerjahren sind. Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen. Die Ergebniszahlen der Firmen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Risken zeigten sich jedoch in den stetig steigenden Förderkosten (neue Goldfunde können meist nur noch mit sehr hohem Aufwand gefördert werden) und in den politischen Risken. So könnten neue Steuern den Minen in Australien oder Brasilien zusetzen. In Mali oder im Niger gebe es Sicherheitsrisken, in Argentinien oder Venezuela die Gefahr von Verstaatlichungen. Relativ gering ist das Risiko solcher Bedrohungen in Kanada.

Langfristig korrelierten Goldaktien negativ mit dem breiten Aktienmarkt, meint Stöferle (siehe Artikel unten). Sie eignen sich daher gut zur Diversifizierung eines Depots. Allerdings nur langfristig.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2012)

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24 Kommentare
Gast: d.k.
27.07.2012 15:30
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es ist doch ein wenig absurd...

... eine günstige bewertung aus den jüngsten jahresergebnissen abzuleiten, die lediglich wegen der zuletzt gestiegenen goldpreise gut waren

Gast: Goldhamster!
27.07.2012 10:24
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Hoffentlich!

Ja, bitte verkauft euer Gold, damit der Kurs auf 700 faellt und ich noch mehr nachkaufen kann! BITTTE!


Gast: abxggnem
22.07.2012 17:22
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Goldaktien = Gold mit Zinsen

Als Argument gegen Gold wird oft angeführt: "Gold trägt keine Zinsen".
Hier gibt es Gold mit Zinsen, sogar mehr als mit Staatsanleihen.

Gast: ghhgjjjhk
22.07.2012 16:14
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GOLD WIRD AUF USD 700 FALLEN

GOLD WIRD AUF USD 700 FALLEN
Wenn die Zinsen wieder steigen und /oder

die Aktienkurse wieder steigen und / oder

der Goldhunger in China nachlässt und / oder

indische Bräute nicht mehr Gold sondern eine Eigentumswohnung bekommen und / oder

eines der drei Haupt-Gold-Hortungsländer einen Teil seiner Vorräte auf den Markt wirft und / oder

der derzeitige Preis von USD 1500 dazu führt, dass neue Minen mit USD 700 (nicht nur 300 bis 500) längst rentabel wären und daher schon erschlossen werden und bald auf den Markt kommen und / oder

die die um USD 1900 gekauft haben die Geduld verlieren und verkaufen und / oder

sonst ein Hype noch moderner wird und daher das Geld der Dummen dorthin und nicht mehr ins Gold fließt

DANN

dann ist der ganze Zauber schnell zu Ende.

Dann ist Gold einfach irgendetwas, was man

um USD 700 erzeugen (fördern) kann und

dessen einzelne technische Eigenschaften um USD 100 bis 300 durch andere Stoffe ersetzt werden können und

das daher viele nur noch verkaufen wollen, solange der Preis noch über USD 700 liegt und

DANN

WIRD GOLD AUF USD 700 (oder tiefer?) FALLEN !!

Also rasch verkaufen!!

Gast

das wird sich...

bald schon ändern..

Gast: netter gast
22.07.2012 09:34
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Manipulierte Marktwirtschaft

Die "Freie Marktwirtschaft" funktioniert längst nicht mehr .
Unsere (Finanz)Wirtschaft ist umfassend manipuliert .
Vorgegebene Schulden ,Inflation ,Werte ,...
bis zum LIBOR sind manipuliert .
Ebenso der Goldpreis .

Die Manipulation ist Machtpolitik aber auch Zeichen des Endes des Finanzsystems .

Für Gold stehen die Chancen gut ,
dass Gold auch nach diesem Zusammenbruch ,
der sich ob der Manipulations- und Kriegsmacht der Eliten noch hinziehen könnte ,
noch einen akzeptablen Wert hat

Wird´s nicht spielen. Denn wenn die Staaten Gold brauchen holen sie es sich von den Bürgern.

Und zwar zu einem festgesetzten, vermutlich schlechten, Kurs.
Begleitend wird der private Besitz von Gold verboten.
Dann kann man das Zeug nichtmal schwarz zu ordentlichem Preis verkaufen, da auch die Dealer nicht mehr als der Staat zahlen werden.
Und dann ?

Antworten Antworten Gast: netter gast
22.07.2012 13:17
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Re: Wird´s nicht spielen. Denn wenn die Staaten Gold brauchen holen sie es sich von den Bürgern.

Warum sollte Gold der einzig sichere Hafen sein ?
Wenn auch der Goldpreis für längere Zeit durch Manipulation eines Regimes
niedrig gehalten werden kann ,
ist der Zugriff auf Gold
für ein Regime kaum möglich .
Wer Gold als Langzeitsicherung verwendet hat mit Gold größere Sicherheit als mit anderen Anlagen

du bist ein völlig ahnungsloser Scharlatan !

USA 1934 - 1973 Goldbesitzverbot für Private samt Zwangswechselkurs.
Danach enteignung der Brüder Hunt (Silberspekulation).
Lern erstmal was bevor du Ratschläge absonderst !
Wenn´s verboten ist wirst du bei Nichtabgabe ein Krimineller.
Selbst im ausland hast du angesichts des Ankaufes von Datencd´s schlechte Karten.

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Re: Wird´s nicht spielen. Denn wenn die Staaten Gold brauchen holen sie es sich von den Bürgern.

Wichtige ueberlegung aber gold wurde historisch fuers durchtauchen von krisen verwendet.als zahlungsmittel galten silver tabak und rum. Letztlich ist die invrstition in gebrauchsgegenstaende und productive fertigkeiten physikalischem gold sogar vorzuziehen..vielleicht.

Das stimmt nur bedingt.

Da müsstest du dein Gold schon verbuddeln. Und ausserdem würde der Staat, wie seinerzeit in den USA, den privaten Besitz unter Strafe stellen.
Und wenn diese Regelung genauso lange andauert wie in USA, also vierzig Jahre, dann viel Spass beim durchtauchen der Krise !
Im Übrigen waren die USA auch beim silber nicht weniger restriktiv ! ( Hunt Brüder).
Also ist jeder der von langfristiger Sicherheit durch Gold redet entweder ein Scharlatan, ist gekauft, völlig ahnungslos oder er verbreitet Unwahrheiten um daran zu verdienen.

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30% abgewertet und trotzdem zu teuer.

Langsam baut sich die bisherige Überbewertung wieder ab.

Etliche Minenwerte können ruhig noch 30% fallen,
um ansatzweise günstig zu werden.

Antworten Gast: HB4242
21.07.2012 19:54
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Re: 30% abgewertet und trotzdem zu teuer.

Ist das wieder ein Insidertipp ? ! ?

Gast: Hans im Glück
21.07.2012 19:26
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Zu den niedrigen Kursen hat auch das "naked short selling" beigetagen.

Die großen Banken, die auch den Libor, den Euribor usw. manipulierten, haben sich auch mit naked short selling eine goldene Nase verdient.

Sie haben einfach Aktien aus dem Nichts geschaffen. Das Geschäftsmodell vom Papiergeld auf den Aktienmarkt umgelegt.

Heute sind viel zu viele Aktien im Markt und niemand kann sie entfernen.

Aktien die für die Großbanken nichts kosten können leicht die Preise bestimmter Aktien unter Druck halten.

Diese Spiel wird nicht nur mit Minenaktien getrieben. Die Gier und das Verbrechen sind heut zu Tage ins unermessliche gestiegen.

Re: Zu den niedrigen Kursen hat auch das "naked short selling" beigetagen.

Naked short selling funktioniert nur im Derivatehandel, aber nicht mit Aktien. Sie können daher nicht "Aktien aus dem Nichts" schaffen.

Und erklären sie bitte, wie short selling zu mehr Aktien führen soll, die man nicht mehr aus dem Markt entfernen kann?

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
22.07.2012 19:25
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Re: Re: Zu den niedrigen Kursen hat auch das "naked short selling" beigetagen.

Sicher können Sie über Derivate eine Aktie 1:1 nachbauen. Darum geht es beim naked short selling nicht.

Aktien kann man sehrwohl aus dem Nichs schaffen. So wie man ein Konto mit einem Guthaben bebuchen kann, kann man auch Aktien auf ein Wertpapierkonto einbuchen.

Wenn man Geld genug hat könnte man die Aktien sicher rückkaufen. Man hat leider den Überblick verloren und weiß garnicht wieviel Stück im Umlauf sind.

Bis vor ein paar Monaten hat man diese Darstellung in den Bereich der Verschwörungstheorien eingeordnet. Jetzt ist alles anderes und es kommen immer mehr Machenschaften der großen Jungs in die Öffentlichkeit.

Gast: HB4242
21.07.2012 19:00
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Goldaktien: Stiefkind der Anleger ...

Also wer den aktuellen Goldpreis bezahlt und sich mit einem Stück Papier "abspeisen" läßt, dem würde ich raten, sich dringend behandeln zu lassen ....

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Re: Goldaktien: Stiefkind der Anleger ...

in der tat, goldaktien sind lächerlich.
egal, ob für minen oder sonst was. wenn man schon so weit ist, sich mit gold zu beschäftigen, dann gibts natürlich nur PHYSISCHES GOLD.

Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

Das stimmt nur dann, wenn der Goldkurs mindestens über $ 2300 ansteigt. Die Kosten für die Goldgewinnung steigen enorm, da immer tiefer geschürft wird und die Ausbeute prozentuell abnimmt. Da ist man mit phsysischem Gold auf der sichereren Seite!

Re: Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

das meine ich auch - warum zum schmiedl wenn man auch zum schmied gehen kann. 1 unze ist eine unze.

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Re: Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.


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Re: Re: Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

Aktuelle risenprojekte wie Oyu Tolgoy zeigen dass deine kostenanalyse nicht relevant ist und sich der abbau dank einer vielzahl verbesserter technologien und projektgroesse wieder lohnen kann. Ausserdem hat das mit papiergold eben wenig zu tun.

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Re: Re: Re: Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

Dann investieren Sie einfach. Je weniger das sonst noch tun umso billiger wird das für Sie.

Berücksichtigen Sie auch, dass mit steigendem Goldpreis auch die Löhne etc. steigen und damit der Abbau noch teurer wird.

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Re: Re: Re: Re: Das könne einen attraktiven Einstiegszeitpunkt darstellen.

Loehne... in NW Australien laufen schon die ersten vollaitomatischen pit to ship systeme und aehnliches geschieht fuer untertags welt weit vom sprengloch bohren zum liftauswurg
Egal die pointe ist dass in den medien immer ueber virtuelle goldmaerkte die rede ist auxh wenn die obligatorischen symbolbilder physisches gold darstellen. Auch bei letzterem gibt es verschiedene maerkte und produkte von schmuckgold nuggets und muenzen zu bruchgold und bullion. Mein markt sind international bekannte historische muenzen und eheringe auf eBay und fahre sehr gut damit...als alternative zu silber ;-) Zurich Zeitgeist.

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