5400 Stiftungen von Österreichern in Liechtenstein

18.01.2013 | 13:16 |   (DiePresse.com)

Österreich verhandelt derzeit ein Steuerabkommen mit Liechtenstein, der Fiskus schätzt die Einnahmen nach dem Abschluss auf 700 Millionen Euro.

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Durch ein derzeit verhandeltes Steuerabkommen von Österreich mit Liechtenstein sollen die Schwarzgelder von Österreichern in dem Fürstentum besteuert werden. Ende 2011 gab es 32.532 Stiftungen in Liechtenstein, rund ein Sechstel davon, also etwa 5400, dürften laut Schätzungen aus Wien auf Österreicher entfallen, so der "Standard". Schätzungen auf Einnahmen für den Fiskus von bis zu 700 Millionen Euro liegen laut dem Geschäftsführer der liechtensteinischen Treuhändervereinigung Clemens Laternser "viel zu hoch", genau sagen könne das aber niemand.

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Angaben über die Höhe des Schwarzgeldvermögens in Liechtensteinischen Stiftungen gibt es offiziell keine. In Vaduz wird in einem Öffentlichkeitsregister nur dokumentiert, dass eine Stiftung gegründet wurde. Über das Stiftungsvermögen beziehungsweise den Begünstigten weiß immer nur der jeweilige Stiftungsrat Bescheid.

Zwei der Stiftungen in Liechtenstein gehören übrigens Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, nämlich "Silverland" und "Waterland". Diese haben wiederum Tochtergesellschaften auf den Britischen Jungferninseln und auf Zypern.

Bei den Steuersätzen im geplanten Abkommen Wien-Vaduz werde man sich wohl weitgehend an die Schweizer Vorlage halten, erwartet Laternser im Gespräch mit dem "Standard". Schwarzgelder von Österreichern in der Schweiz werden pauschal und einmalig mit 15 bis 38 Prozent besteuert. In Kraft treten würde das Abkommen mit Liechtenstein wohl erst mit 1. Jänner 2014. Vorher müssten noch Gesetze für die technische Umsetzung beschlossen werden.

(APA)

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23 Kommentare

dann ist doch klar gegen wen ermittelt werden muss


Der Staat bläst zur Hexenjagd

..

FL

....hat ja schon der Grasser gemacht und sicher viele andere Politiker auch....;-)

es werden

noch viel mehr österreicher ihr geld in sicherheit bringen, die griechen haben es uns ja gezeigt wie es funktioniert.

betreibt die Republik, vertreten durch Fakter,

da eigentlich nicht Beihilfe zur Steuerverkürzung ?
Wir haben doch so viele oberschlaue Juristen,
hat das einer geprüft ?

Neider

sind wieder mal an der Tagesordnung. Woher kommt der Verdacht, daß alle Stiftung mit Schwarzgeld finanziert sind oder alles Betrüger sein müssen? Ein Volk der Neider und Suderanten. Eine Stiftung in Liechtenstein ist doch OK.
Solange Steuergelder in Österreich lustig verzockt werden und die Masse immer noch wie blöd SPÖVP wählt, muss man sein hart verdientes Geld in Sicherheit bringen. Manche wissen eben wie's geht:-)

Re: Neider

warum weil die wahrscheinlichkeit dafür bei 100% liegt

Re: Re: Neider

Ach ja - bitte noch die rote Neidfarbe aus dem Gesicht wischen :-)) nicht vergessen

Re: Re: Neider

Und Sie wissen das, weil????
Sie das in der Krone gelesen oder im ORF gehört haben? Ihr Wissen vom Stammtisch nach dem 4. Bier?
Bitte weiter SPÖVP wählen. Mein Geld wird trotzdem bleiben wo es ist :-)))

aussenpolitik?

das wäre doch mal etwas für unseren aussenminister. ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht sicher wer das ist - ah ja der spindi. den lichtensteinern gehört der marsch geblasen.

Mit dem Finger auf andere zeigen

aber selbst Dreck am Stecken haben! Gerade Österreich muss zu diesem Thema demütig schweigen! Das Geschäftsmodell ausländische Gelder zu verwalten hat in Österreich jede Dorf RaiKa umgesetzt. Gerne umgesetzt. Gejammert haben nur diese Standorte, an denen zu wenige Touristen waren, um diese Sparte aktiv zu betreiben. In Salzburg und Tirol genauso wie in Osttirol, der Steiermark oder in Kärnten, selsbt in Vorarlberg war es ein Teil der Geschäftspolitik! Für die Geldbringer aus Deutschland, Holland, Russland, Italien, Ungarn, Griechenland, wurden eigens Broschüren und Merkblätter angeferigt, eigene Produkte konstruiert, Anonymität garantiert, Berater in Landessprache angeboten usw....
Es geziemt sich nicht, als Österreicher oder als östereichischer Politiker dieses Thema den Schweizern oder den Liechtensteiern zuzuschanzen. Da haben die österreicischen Finanzinstitute genügend Dreck am Stecken....

fann müssen...

... Unsere Politiker wohl am meisten aufpassen.

Lichtenstein hat weniger als 30.000 Einwohner!

Alleine die Österreicher haben dort 5400 Stiftungen. Wenn man die Deutschen und andere dazu rechnet, hat jeder Lichtensteiner mindestens 3 Stiftungen. Sowas nennt sich noch ein Fürst! Er könnte höchsten König der Diebe sein!

Re: Lichtenstein hat weniger als 30.000 Einwohner!

liechtenstein hat nichts mit licht zu tun....

Re: Lichtenstein hat weniger als 30.000 Einwohner!

na na so ist da nicht. die körnige der Diebe sind die Arbeiter und Angestellten , die sich auf kosten der Minderheit in Österreich bereichern.
es muss doch legitim sein wenn man sein sauer verdientes Geld vor dem österreichischen Mob in Sicherheit bringen will.

Re: Re: Lichtenstein hat weniger als 30.000 Einwohner!

erklär mir deine Aussage mal , ich versteh die leider nicht !! danke

Das ist ja immer noch sehr billig.


darfs a bissal mehr sein?

vielleicht isses ja auch weniger... wer kann das schon wissen in österreich!

a paar millionen auf oder ab, pfft!

aber man tuts

in vaduz duz duz duz duz duz

http://youtu.be/7zLXHZR5EUQ

Re: aber man tuts

seichte Musik fūr den ōstereichischen Mob . einfach zu verstehen und komplett ohne Sinn

Ein Projekt zum Waschen von Korruptionsgeldern?

Nach Schätzung von TI soll Ö einen jährlichen direkten Korruptionsschaden zwischen 3.000 und 6.000 Mio. Euro haben. Diese Gelder sollen vorwiegend aus den geschützten Bereichen entwendet werden.

Über die letzten 30 Jahre betracht, samt Zinsen, könnte es sich um eine Summe von gewaltigen 150.000 Mio. Euro handeln.

Die wirklichen Abkassierer, die konnten diese Gelder in Ö kaum unauffällig konsumieren und auch nicht anlegen. Da waren Konten in der Schweiz und Liechtenstein viel besser. Wenn noch mehr abkassiert wurde, dann hat sich die Gründung einer Stiftung zum Verwalten gerechnet.

Diese Abkommen, welche Österreich mit der Schweiz und Liechtenstein macht, das sind doch nur herrliche Instrumente zum Waschen der irren Korruptionsgelder.

Ich bin mir nicht klar, ob das die Typen Fekter und Schieder vorsätzlich zum Waschen machen oder ob diese Typen wirklich so unfähig sind.

Bankgeheimnis von Ö aufheben, rückwirkend aufheben und die Kontenbewegungen (Vermögen) von allen Entscheidungsträgern überprüfen. Die Dramatik bei den Korruptionsgelder würde diese bedenkliche (Rechtsstaat) Maßnahme auf jeden Fall rechtfertigen. Nur so kann der Rechtsstaat wieder hergestellt werden, ein Ausheben des Rechtsstaates ist ja schon erfolgt.

Re: Ein Projekt zum Waschen von Korruptionsgeldern?

zuerst die Gelder zurückholen , welche der oestereichische Mob den rechtschaffenen Bürgern durch Sozialdiebstahl weggenommen hat, dann kann man über den Rest reden

Re: Re: Ein Projekt zum Waschen von Korruptionsgeldern?

Ja,

auch die Ruhegenießer sollten die irren Überzahlungen genauso zurückzahlen wie die ÖBBler, die "Betriebspensionäre" und sonstige Bereicherer an den öff. Mitteln.
Ich würde diesen Schaden auch wesentlich höher sehen, so etwa bei 20-30 Mrd. Euro pro Jahr.

Die Bürger haben ein Recht alle gestohlenen Gelder zurückbekommen. Ob der Diebstahl durch den Missbrauch der Gesetzgebung passiert oder durch Korruption, das spielt eher eine untergeordnete Rolle.

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