"Den Sieges-Trade hätte ich real nicht gemacht"

5328 Spieler haben 2012 am Börsespiel von direktanlage.at und DiePresse.com teilgenommen. Am Freitag holte sich der Gewinner, ein Student aus Salzburg, die Schlüssel für den Hauptgewinn - einen Suzuki Grand Vitara - ab.

Sieges Trade haette real
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Sieges Trade haette real
(c) Peter Huber

Anif. Das Handeln mit Wertpapieren ist dem Sieger des von direktanlage.at und DiePresse.com durchgeführten Börsespiels 2012 nicht fremd. 2006 hat der heute 28-jährige Lukas Kleinlercher, der in Salzburg Recht und Wirtschaft studiert, seine ersten Trades mit „echtem Geld“ getätigt. Seitdem habe er viel Lehrgeld gezahlt, sagt er. Vielleicht kam ihm gerade das beim Börsespiel zugute, in dem er über 5300 Mitspieler hinter sich ließ.

Sieger ist kein Sparbuch-Fan

Am Ende des Spiels, das von 1.Oktober bis 30.November 2012 dauerte, hatte sich LGK1984, so sein Name im Spiel, ein Plus von 30,07 Prozent zu seinem virtuellen Startkapital von 25.000 Euro erwirtschaftet. Dafür erhielt Kleinlercher nun am Freitag im Autohaus Swoboda in Anif bei Salzburg den Hauptpreis überreicht – einen Suzuki Grand Vitara im Wert von 26.000 Euro. Aber auch der Zweitplatzierte aus Innsbruck und der Drittplatzierte aus Wien gingen nicht leer aus. Sie erhielten Fondsanteile von iShares im Wert von 4000 Euro bzw. Fondsanteile von Vontobel im Wert von 3000 Euro.

direktanlage.at-Vorstand Paul Reitinger zeigte sich zufrieden. „Das Börsespiel bietet die Möglichkeit, völlig risikolos in die Welt der Finanzen hineinzuschnuppern“, so Reitinger. Dieser Tatsache war sich der Gewinner bewusst. „Den Trade, der mir zum Sieg verholfen hat, hätte ich real nicht gemacht“, gibt er offen zu. Als kurz vor Spielende die Bekanntgabe der Quartalszahlen von Green Mountain anstand, wusste er: „Wenn die Quartalszahlen gut sind, wird die Aktie explodieren. Wenn nicht, dann habe ich keine Chance mehr.“ Und die Aktie explodierte.

Börsespiel: Der Gewinner erhält sein Auto

Der Sieger handelt im realen Leben übrigens nicht nur mit Aktien, sondern auch mit Derivaten. Sparbuch hat er keines. „Die Inflation ist ja höher als die Zinsen, die man erhält“, begründete er.

Für direktanlage.at-Marketingleiterin Christine Pölzl ist Kleinlercher damit ein idealer Sieger. Denn das Börsespiel soll den Menschen auch zeigen, dass es sinnvoll ist, sich mit alternativen Anlageformen zu beschäftigen. „Es gibt mehr als nur Sparbuch und Bausparen“, so Pölzl.

Meistgehandelte Aktie: Netflix

Mit 2353 Transaktionen war Netflix (ein an der Nasdaq notierter US-Streamingdienst) die meistgehandelte Aktie des Spiels. Am besten entwickelte sich im Spielzeitraum die Aktie von Green Mountain, die ein Plus von 52,6 Prozent verzeichnen konnte. Insgesamt wurden Transaktionen im Wert von über 310 Millionen Euro getätigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2013)

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