Billige Aktien nicht um jeden Preis kaufen

Marc Renaud von Mandarine Gestion hält Banken für attraktiver als Konsumtitel.

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dapd

Wien/B.l. Es ist eine Frage, die Fondsmanager spaltet: Soll man einen Growth-Ansatz verfolgen und in Firmen investieren, die Wachstum versprechen, aber nicht mehr billig sind? Oder einen Value-Ansatz, also Aktien kaufen, die günstig sind, weil sie der Markt (noch) nicht entdeckt hat? Letztere Strategie verfolgt Marc Renaud vom französischen Vermögensverwalter Mandarine Gestion. Er sucht Firmen, die vom Markt gemieden werden, weil sie etwa geringe Rentabilität haben.

Dabei laufe man freilich Gefahr, dass man Billiges kaufe, das billig bleibe, räumt er ein. Aktien kaufen sollte man nur, wenn es mögliche Auslöser einer Kurserholung gibt. So sollten zyklische Aktien wie HeidelbergCement oder Lafarge von einer Konjunkturerholung profitieren. Den Bankaktien sollte die Normalisierung der Märkte zugutekommen: Die Investoren haben Bankaktien so stark gemieden, dass diese nun attraktiver als etwa Konsumgüteraktien seien. Einen Teil des Rückstands hätten die Banktitel schon aufgeholt, aber längst nicht alles.

In den vergangenen Jahren hat Renaud mit dieser Strategie in steigenden Märkten überdurchschnittlich viel Geld verdient, in sinkenden Märkten, als die Risikoaversion hoch war, weniger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2013)

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