Nur drei Prozent der Österreicher haben Aktien

In Österreich herrsche Unlust, sich mit finanzwirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.

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Gerade drei Prozent der Österreicher ab 16 Jahren halten Aktien. Zählt man die Investoren in einen Aktien-, Anleihe-, Investmentfonds oder ähnliche Wertpapiere dazu, so sind es auch nur zwölf Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine vom Aktienforum beim Meinungsforschungsinstitut IMAS georderte Studie zum Thema österreichische Privatanleger, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

"Dieses Ergebnis ist leider für den österreichischen Kapitalmarkt kennzeichnend", so Aktienforum-Präsident Robert Ottel zum Befragungsergebnis. "Die geringe Anzahl an Aktienbesitzern und denen die daran interessiert sind, ist erschreckend und zeigt den dringenden Handlungsbedarf. Unsere gut aufgestellten österreichischen Unternehmen sind auf den Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle angewiesen."

"In Österreich herrscht generell Unlust, sich mit finanzwirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen", schloss IMAS-Geschäftsführer Ansgar Löhner aus den Befragungsergebnissen. Nur vier Prozent zeigen starkes Interessen an Aktien & Co. Für knapp 75 Prozent hat das Thema überhaupt keinen Reiz.

Tendenziell interessierter sind demnach Männer, urbanere Menschen, Personen in leitender beruflicher Stellung bzw. Selbstständige und höher gebildete Österreicher. Dabei ist kein Altersgefälle messbar, so Löhner.

Ottel forderte einen stärkeren Fokus auf Bildung und Aufklärung zum Kapitalmarkt und "eine rasche Neubesetzung des österreichischen Kapitalmarktbeauftragten".

(APA)

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