Anlage: Österreicher sind Aktien-Muffel

22.04.2013 | 13:42 |   (DiePresse.com)

Umfrage zu Aktien, Anleihen und Co.: Wenn es um Wertpapiere geht, ist der durchschnittliche Österreicher risikoscheu und schlecht informiert.

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Aktuelle Daten bestätigen einmal mehr: Die Österreicher sind Aktien-Muffel. Lediglich 17 Prozent des Gesamtvermögens von Privatinvestoren ist in Aktienbeteiligungen oder Investmentzertifikaten investiert, im Vergleich zu 32 Prozent im internationalen Durchschnitt. Nur drei Prozent der Österreicher sind direkt in Aktien investiert, so die Brokerjet Bank, der Online-Broker der Erste Group. Woran das liegt? Eine Antwort gibt eine Imas-Umfrage: Demnach wissen die Österreicher nur wenig über Wertpapiere. So konnten 42 Prozent auf die Frage, welche Wertpapier-Arten sie aufzählen können, keine Antwort geben:Nach ihrer Selbsteinschätzung befragt, fühlen sich 35 Prozent der Österreicher mangelhaft informiert. Genauso viele haben auch eine negative Einstellung gegenüber Wertpapieren. Nach den Gründen befragt, fürchten 40 Prozent von ihnen vor allem das hohe Risiko. Elf Prozent haben bereits persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Und acht Prozent haben schlichtwegs zu wenig Geld zur freien Verfügung.

(bl/sk)

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19 Kommentare
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Nach den Gründen befragt, fürchten 40 Prozent von ihnen vor allem das hohe Risiko. Elf Prozent haben bereits persönlich schlechte Erfahrungen gemacht. Und acht Prozent haben schlichtwegs zu wenig Geld zur freien Verfügung.

dafür blüht das Glückspiel auf anderer Ebene wie Lotto und Co ...

Interessant allerdings, dass angeblich nur 8% zu wenig Geld anführten !

Überhaupt sollte man damit aufhören, die Bevölkerung mit derart dubiosen Umfragen und Statistiken manipulieren zu versuchen, denn solche zeugen eher mehr Ärger als Nutzen in der Bevölkerung nicht nur weil sie auch sinnlos viel Geld kosten!!!

Wahrscheinlich sind die Österreicher zu gut informiert,

denn hätte der Aktienkurs noch etwas mit der performance des Unternehmens zu tun, gäbe es mehr Aktienkäufer.- So kann ich genauso gut ins Casino gehen, solange Aktien von Zockern und großen Vermögen dermaßen manipuliert werden.

Wer im Glashaus sitzt

Wer die Frage "Wie gut informiert halten Sie sich beim Thema Wertpapieren?" formuliert hat darf sich wohl kein Urteil über die Bildung anderer Personen anmaßen. Grundkenntnisse der Grammatik sind scheinbar keine Voraussetzung um Studienautor zu werden.

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nur informieren macht schlau

Wenn Herr und Frau Österreicher lieber auf ihren Vorurteilen beharren wollen, und dadurch von Anlageformen nichts wissen wollen, brauchen sie sich auch nicht aufregen, daß sie nicht verstehen, was ihnen angeboten wird.
Soweit ich informiert bin, ist die Anzahl der Analphabeten mit dementsprechenden Kapital eher gering bis verschwindend.
Ein bisserl Lesen kann da schon Wunder bewirken!

Re: nur informieren macht schlau

Woher bekommen Sie Informationen, was das nächste Ziel einer Zockergruppe ist? Die besten Bilanzergebnisse, hervorragende Geschäftsaussichten, volle Auftragsbücher machen noch lange keinen steigenden Aktienkurs aus, wenn an der Börse dagegen entschieden wird. Spielen Sie Lotto, da haben Sie die besseren Chancen;-)

Wen wundert es ?

Nach all den Pleiten und Kursverlusten/Z.B. STRABAG/kann man sein Geld auch anderswo wegschmeissen-zum eigenen Vorteil..............

Re: Wen wundert es ?

Bitte, wer investiert in Strabag?

klug

diese Tatsache zeigt, dass die Österreich zu einem grossen Teil klug sind - und das macht Hoffnung für die Zukunft; jede Volksaktie z.B. war nie für das Volk sondern für einige wenige ein Gewinn

12 11

Entweder wäre ich irre,

und kaufe eine Aktie um den Nennwert von 5,- um 50,- und warte 100 Jahre bis ich meine "Investition" amortisiert abe, oder ich bin ein spekulant und hoffe, dass es noch einen größeren Idioten gibt als mich und mir den Wisch wieder abkauft.

Re: Entweder wäre ich irre,

Wieso gibt es hier so viele rote Stricherl??

Re: Re: Entweder wäre ich irre,

steht ja schon in der überschrift des artikels: ..."schlecht informiert".

es muss auch nicht jede billa-kassiererin aktien halten.

darum haben die Österreicher auch noch etwas Geld

man muss ja nicht den Bankstern Geld in den Rachen werfen ... man kann sich die Immobilien ja auch selber kaufen und selbst vermieten :-)

Re: darum haben die Österreicher auch noch etwas Geld

immobilien selber kaufen und vermieten ist für sie risikoärmer als mit aktien zu handeln? daraus lassen sich zwei schlüsse ziehen:

sie haben weder Aktien, noch eine immobilie, die sie gekauft haben, um sie zu vermieten. ihre meldung nennt man in d "aldi-weisheit"...

11 8

Was soll dieser Artikel?

Es ist noch nicht lange her, und betrifft noch heute viele unserer Mitbürger, die leider wegen mangelhafter und falscher Beratung von den Bankfachleuten, sich solche Wertanlagen aufschwatzen ließen. Mit diesen Papieren wurden sie abgezockt und erlitten nun schmerzliche Verluste.

Damit ist ein nun gesundes Mistrauen entstanden, und dies rechtfertigt nicht die abwertende Bezeichnung im Artikels, als Aktien-Muffel.

Österreicher sind halt clever

wir wissen schon warum wir den Banken nicht trauen ...

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Re: Österreicher sind halt clever

da schliesst sich ein kreis! schon mal gehört, dass es auch aktien gibt, die nicht von banken ausgegeben werden? da solls 2 oder 3 davon geben ;-)

Re: Österreicher sind halt clever

Was hat das mit den Banken zu tun?


Schlecht informiert.

Nachdem man jahr(zehnt)elang entweder gar nicht (Wertpapiere sind den "Wissenden" vorbehalten und dienen zur Abgrenzung zum sogenannten "Unter- und Mittelschicht-Pöbel", Depot und Fondseinstiege nicht unter 100-200 tausend Schilling) oder "falsch" (Bauernfängerei, was dabei rauskam kennen wir heute) informiert wurde, wen wunderts.


10 9

nach dieser erkenntnis

macht sich niemand auf die suche nach schuldigen? die ausländer, die banken, die eu? wer muss denn diesmal für die blödheit der masse herhalten? die krone ist auch noch so ein fixstern.

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