Goldpreis fast auf Fünfjahrestief

Edelmetalle. Dollarstärke und Zinsängste setzen dem glänzenden Metall zu.

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APA/ROBERT JAEGER

New York. Eine Feinunze Gold kostete kürzlich 1173 Dollar. Damit nähert sich der Preis des glänzenden Edelmetalls seinem Zwölfmonatstief von 1130 Dollar. Noch tiefer war er zuletzt vor fünf Jahren, bevor er zu einer Rallye ansetzte, die im September 2011 in einem Rekordhoch von 1900 Dollar gipfelte.

„Als wir die starken Beschäftigungsdaten in den USA sahen, die die Erwartungen übertrafen, spielte der Dollar verrückt, und das hat dem Goldpreis mächtig zugesetzt“, sagte David Lennox, Rohstoffanalyst bei Fat Prophets in Sydney. „Der Markt sieht es so, dass zweimal sehr starke Beschäftigungsdaten deutlich über der Erwartung gekommen sind, und konzentriert sich jetzt wieder auf die Zinsentwicklung.“

 

In Euro nicht ganz so schlimm

Wenn die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöht, ist das grundsätzlich schlecht für Gold, da es dann besser verzinste Anlagealternativen gibt. Ein weiterer wichtiger Treiber des Goldpreises, die Angst vor steigender Inflation, ist hingegen weggefallen.

Für Goldanleger aus der Eurozone sieht es nicht ganz so schlimm aus. Dank der starken Abwertung ihrer eigenen Währung können sie sich seit Jahresbeginn über ein Plus freuen.

Anfang 2014 war der Preis auf ein Tief von etwa 900 Euro gefallen, inzwischen muss man für eine Feinunze wieder 1078 Euro hinlegen. In den vergangenen Wochen ging es dennoch tendenziell bergab. (Bloomberg/b.l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.03.2015)

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