s Bausparkasse kritisiert "Geldschwemme der EZB"

Mit normalem Ansparen sei kein Geld mehr zu verdienen, sagen die Konsumentenschützer. Die Rendite für Bausparverträge liegt zwischen 0,5 und 0,7 Prozent.

EZB-Zentrale in Frankfurt am Main
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EZB-Zentrale in Frankfurt am Main
Nur minimale Rendite für das bausparen – APA/dpa/Arne Dedert

Die s Bausparkasse macht die Europäische Zentralbank (EZB) für die mageren Erträge der Anleger verantwortlich, deretwegen die heimischen Bausparkassen nun in die Kritik der VKI-Zeitschrift "Konsument" geraten sind. Solange die EZB Geld in den Markt schwemme, könne mit normalem Ansparen kein Geld vermehrt werden, sagte "s"-Vorstandsdirektorin Astrid Kratschmann.

"In dem Umfeld sind wir alle", meinte Kratschmann, von der APA angesprochen auf die Vorwürfe der neuen Ausgabe des "Konsument". Darin wird festgestellt, dass sich mit Bausparzinsen selbst samt der staatlichen Prämie nicht gegen den Kaufkraftverlust ansparen lasse. Die Nettorendite für variabel verzinste Bausparverträge inklusive staatlicher Prämie liege bei nur 0,5 Prozent, für Fixzinsverträge zwischen 0,6 und 0,7 Prozent, heißt es in der Zeitschrift des Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Alternativen suchen

"Ob fix, variabel oder gemischt - die Erträge sind allesamt so mager, dass man förmlich zusehen kann, wie das eigene Ersparte Jahr für Jahr weniger wert wird", schreiben die "Konsument"-Autoren. Wer trotzdem ansparen wolle, solle sich nach Alternativen umsehen. So würden einige Banken Sparbücher oder Sparpläne auf fünf oder sechs Jahre mit aktuell 1,7 Prozent fixen Zinsen vor KESt anbieten, netto also 1,275 Prozent.

 

Die Sparneigung sei derzeit niedriger als vor fünf bis sieben Jahren, aber mit rund sieben Prozent noch immer recht hoch, so Kratschmann. Allerdings gingen die Mittel hauptsächlich in täglich fällige Gelder, längerfristige Bindungen würden weniger genommen. Die Neigung, in gebundene Produkte zu gehen, wo man eventuell mehr Zinsen bekommen könnte, sei nicht so stark.

(APA)

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