Firmenanleihen: Hohe Zinsen, hohes Risiko

15.10.2012 | 18:17 |  von Josef Urschitz (Die Presse)

Mit dem Baukonzern Alpine wackeln auch drei überwiegend von Privatanlegern gezeichnete Unternehmensanleihen. Das bringt eine boomende und vermeintlich sichere Anlageklasse ins Gerede.

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Wien. Für den wankenden Salzburger Baukonzern Alpine schlägt diese Woche die Stunde der Wahrheit: Nachdem der in spanischem Besitz stehende Bauriese zuletzt offiziell eingestanden hat, dass für dieses Geschäftsjahr „erhebliche Verluste“ (in wahrscheinlich dreistelliger Millionenhöhe) zu erwarten seien, sind Lieferanten und finanzierende Banken nervös geworden.

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Noch für diese Woche sei ein weiteres Krisentreffen mit den Banken geplant, wie es gestern, Montag, hieß. Dabei solle in groben Zügen eine Rettungsstrategie festgelegt werden, wobei unter anderem ein größerer Eigenmitteleinschuss durch den spanischen Eigentümer und Eigenleistungen in Form des Verkaufs von Unternehmensteilen zur Diskussion stehen werden. Dann könne darüber geredet werden, wie viel Geld die Banken noch lockermachen können und ob und wie Zahlungsfristen erstreckt werden.

(c) DiePresse

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Verständliche Nervosität

Die Nervosität der Banken ist verständlich: Alpine steht bei den großen österreichischen Instituten mit 660 Mio. Euro in der Kreide.

Etwas unrund wird sich jetzt aber auch eine Reihe von kleinen Privatanlegern fühlen. Denn die Alpine hat im vorigen Jahr und heuer insgesamt drei Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von 290 Mio. Euro emittiert. Gut verzinst (die Coupons lagen zwischen 5,25 und sechs Prozent) und kleinanlegerfreundlich mit 1000 Euro gestückelt. Tatsächlich wurden den Salzburgern die Papiere überwiegend von Kleinanlegern aus der Hand gerissen. Die letzte Sechs-Prozent-Anleihe im vergangenen Sommer war dramatisch überzeichnet, obwohl das Volumen von 70 auf 100 Mio. Euro angehoben worden war. Diese Anleihen stehen jetzt natürlich an der Kippe: Schafft das Unternehmen die Sanierung nicht, dann ist das Geld weg.

Wie dramatisch die Lage ist, sieht man an den Kursen: Wer seine Papiere wegen der schlechten Lage des Konzerns jetzt verkaufen will, bekommt nur etwas mehr als die Hälfte des eingesetzten Betrags. Denn die Kurse der drei Anleihen sind nach Bekanntwerden der finanziellen Probleme auf rund 50 % abgestürzt und haben sich seither nur leicht auf Werte um die 60 Prozent erholt. Wer sein Kapital zurückhaben will, muss also wohl die drei bis fünf Jahre verbleibender Restlaufzeit „aussitzen“ und hoffen, dass es die Alpine dann noch gibt.

Boomende Anlageklasse

Das rückt jetzt eine Anlageklasse in den Mittelpunkt, die heuer boomt wie noch nie: die Unternehmensanleihen. Allein bis zum Sommer war das Volumen der emittierten „Corporate Bonds“ schon größer als im gesamten Vorjahr. Und die Welle ebbt bis zum Jahresende nicht ab. Mit einem erwarteten Volumen von mehr als fünf Mrd. Euro werden heuer alle Rekorde fallen.Seit Ende September haben etwa die Voestalpine, die Cross Industries, Spar, die Kärntner Kelag und die OMV Anleihen emittiert. Die Zinscoupons lagen zwischen 2,6 und 4,6 Prozent. Mit Ausnahme der OMV, deren 100.000-Euro-Stückelung eindeutig auf institutionelle Investoren zugeschnitten war, gingen alle Emittenten (mit Stückelungen von 500 und 1000 Euro) eindeutig auf Privatanleger los. Und fanden dort auch geöffnete Geldbörsen vor.

Denn so wie große Institutionelle befinden sich auch Privatanleger derzeit im „Investitionsnotstand“: Wer Geld hat, muss entweder auf dem Aktienmarkt viel riskieren oder auf reale Renditen verzichten. Denn Sparprodukte oder sichere Staatsanleihen rentieren abzüglich Kapitalertragssteuer und Inflationsrate meist unter null. Da erscheinen Coupons von drei, vier oder, wie bei der letzten Alpine-Anleihe, sechs Prozent lukrativ.

Beliebte Finanzierungsform

Auf der anderen Seite ist die Bereitschaft der Unternehmen, Anleihen zu emittieren, stark gestiegen: Wenn Banken mit Krediten geizen, bietet sich der Kapitalmarkt als Ausweichgelegenheit geradezu an. Wobei Anleihen, im Gegensatz zu Aktien, den Vorteil haben, dass die Anleger keine Miteigentümerschaft erwerben – und deshalb auch keine Mitwirkungsrechte kaufen.

In der allgemeinen Euphorie ist allerdings das Kleingedruckte in den Emissionsprospekten ein wenig in Vergessenheit geraten: Dass nämlich Unternehmensanleihen Risikopapiere sind und im Extremfall – der Insolvenz des emittierenden Unternehmens – zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Und dass man während der Laufzeit nur mit großen Verlusten herauskommt, wenn das emittierende Unternehmen in Probleme schlittert und damit der Kurs verfällt.

Für sehr risikobereite, hartgesottene Spekulanten sieht die Sache natürlich anders aus: Wer die Alpine-Anleihe in der Vorwoche zum Tiefstkurs erworben hatte (und das ist, wie man an den Umsatzstatistiken ablesen kann, durchaus geschehen), der hat zusätzlich zur Sechs-Prozent-Verzinsung sozusagen einen Hunderter um 50 Euro bekommen. Falls das Unternehmen überlebt, natürlich. Sicherheitsorientierten Privatanlegern kann man das zur Nachahmung also eher nicht empfehlen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.10.2012)

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32 Kommentare
 
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Gast: Held der Arbeit
16.10.2012 12:57
1 0

was der artikel nicht sagt

ist, dass das größte risiko bei vielen emmittenten ja erst am ende der laufzeit schlummert, wenn sie einerseits keine ausreichenden erträge erwirtschaftet haben, um die anleihe zurückzuzahlen und andererseits niemanden findet, der sie refinanziert. aber wie schon viele vorposter ganz richtig erwähnt haben, rendite gibts halt nicht umsonst.

Antworten Gast: Das Ekel Alfred
16.10.2012 19:30
0 0

Re: was der artikel nicht sagt


Sie haben recht: Nichts ist gratis.

Aber Kredite gibt es auch nicht umsonst.

Konto-Überziehungszinsen z.B. von 9 Prozent aufwärts.

Billiger sind dann Konsumkredite oder Hypothekarkredite.

Nur der vollständigkeithalber.

Gast: Nepomuk
16.10.2012 12:18
1 0

Wirtschaft ist nun ein Auf und Ab


Das liegt in der Natur der Sache.

Ewigen Gewinn gibt es nicht. Warum sollen Baufirmen in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten keine Einbrüche haben?

Und da ist ganz und gar nichts Besonderes dabei.


Gast: Halbwissen
16.10.2012 10:03
0 1

Wenn schon Schweinefleisch, dann muß es triefen ( jüdisches Spichwort ) !

6 Prozent bei vollem Verlustrisiko ?

Bauindustrie


Wir sprechen hier von der Bauindustrie. Die Bauindustrie, die durch Dumpingpreise das Baugewerbe ausgehungert hat.

Selbst wenn Banken Geld geben sollten,

wie will Alpine die Gelder zurückzahlen? Alpine ist international nicht konkurrenzfaehig.

Mal abgesehen davon,

dass ein 3%-Kupon einer Unternehmensanleihe nach Abzug von Steuer und Inflation auch negativ rentiert:

Es sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass der Finanzmarkt Rendite (für Private) nicht verschenkt. Ein 6%-Produkt beinhaltet nunmal auch ein höheres Risiko als ein 2%-Produkt. Wer damit nicht umgehen kann, soll bausparen.
Aber ich bin sicher, dass es auch in diesem Fall wieder Leute geben wird, die sich schlecht beraten oder betrogen fühlen. Lesen ist ja unzumutbar.

Gast: Kleinanleger
16.10.2012 08:15
1 2

Geld für Investitionen


Herr Urschitz, ich stelle der österreichischen Wirtschaft seit über 20 Jahren mittels Anleihen Geld für Investitionen zur Verfügung. Und bin damit soweit ganz gut gefahren.

Ich fühle mich dabei durchaus besser, als würde ich am Aktienmarkt mitmachen. Am Aktienmarkt bin ich nämlich den Spekulanten, die den Aktienpreis diktieren, ausgeliefert.



Gast: sepperdepperl
16.10.2012 07:24
5 0

welche Id...

arbeiten in österreichsichen Banken, dass diese ein marodes Unternehmmen nicht erkennen und trotzdem die Emission eine Ua durchführen.

Aber egal der Kleinunternehmer verliert sein Geld und die maroden BANKEN bekommen dein Steuergeld.

Und so wird man in diesem Land für dumm verkauft. Geht aber bei diesen Staatsbürgern, den die Gier siegt !

Re: welche Id...

Genau. Die Gier siegt. Zum Beispiel jener der "Kleinanleger", die ohne Ahnung vom Tuten & Blasen etwas kaufen, das die 4-fache verzinsung hat als ihr Sparbuch. Und keine Sekunde drüber nachdenken, warum´s dann überhaupt noch Sparbücher gibt, wenn ohnehin jede 6%-Anlage risikolos ist.

Die Verzinsung hats angezeigt

dass denen nicht gut geht, daher habe ich die Finger davon gelassen. Und offensichtlich auch die großen Institutionen.
Die Kleinanlegern kann man wohl mit ihrer Gier ködern, weil sie das Risiko mißachten.

Hoffentlich ein Alarm für alle, dass Besitz Arbeit und Leistung und Risiko und Investionen braucht, damit er Zinsen bringt.

Benjamin Franklin:

Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, hat weder Freiheit noch Sicherheit verdient.

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Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Geld ist keine Ware, sondern die Bestaetigung fuer geleistete geistige oder manuelle Arbeit. Die se Leistungsscheine, Geld genannt, berechtigen am Warenmarkt, frei waehlbare Leistungen jeder Art zu kaufen. Zins und Zinseszins und alle anderen arbeitslosen Gewinne, sind ein Betrug am arbeiteten Buerger.
Der Grund fuer die Finanzkriese, liegt allein am Zins und Zinseszins. Geld arbeitet nicht, sondern Menschen und die Maschinen.

Antworten Gast: Markus Trullus
16.10.2012 08:58
1 2

Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Genau umgekehrt
Zins und Gewinne sind die Erlöse aus dem Risiko. Wer höheres Risiko nimmt, hat höhere Gewinne zu erwarten. Unternehmen brauchen diese Art von Kapital dringender als je zuvor, um Arbeitsplätze zu schaffen. Und wenn dabei schöne Gewinne erwirtschaftet werden dann ist das Grund für "Finanzki(e)se!. We(h)ren wir das ab, indem wir diese "Abzocker" massiv Steuern zahlen lassen. OK. - Und wie ist das nun bei diesen Verlusten, die eben Teil des Risikos darstellen? Zahlt der Staat dann Steuern zurück? Ich weiß schon, man kann da was Steuerlich geltend machen; aber dazu muss man erst einmal Steuern zahlen, um diese zu reduziern, und das gelingt beinahe ausschließlich professionellen Anlegern. Nur; Unternehmen könnten weit mehr machen, wenn es genau den von ihnen verdammten Kapítalmarkt geben würde; denn Banken sind heute sehr unruhig und bedeckt im Vergeben von Krediten... das würgt unsere Wirtschaft total ab, ist aber sichtlich ein wichtiger Hebel der Linken, den Ast, auf dem sie sitzen, abzusägen...

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
16.10.2012 10:11
1 0

Re: Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Der Staat zahlt nicht die Steuern zurück sondern schnürrt Bankenrettungspakete !

Und da der Staat dies macht und die Steuerzahler die Verluste der Banken abarbeiten muß hat erga mit der Sklaverei recht.
Allerdings ist nicht der Zins sondern der Staat der Sklaventreiber !

Ohne Bankenrettung wäre ich natürlich voll bei Ihnen !

Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Gut. Dann verleihen Sie Ihr Geld zinslos. Hat den Vorteil, dass sich auch kein Zinseszins bilden kann. Bitte an die Alpine überweisen. Sie sind ein guter Mensch, der sein Risiko eben nicht durch Zinsen abgedeckt haben will. Das ist selten.

Das ist ein freies Land. Und deshalb dürfen Sie zur Kenntnis nehmen, dass andere eben Zinsen haben wollen. Was mathematisch zwangsweise Zinseszinsen nach sich zieht.

Antworten Gast: Zyni
16.10.2012 06:49
0 1

Dodelei

was ist ihnen lieber? Wenn Sie jemanden ein Buch geborgt haben und der soll es nach 2 Tagen zurück bringen, aber tatsächlich vertröstet er sie auf das nächste Jahr. Löst das bei Ihnen ein Wohlgefühl aus?

Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

1) Wegen genau dieser Einstellung sind unter Lenin Millionen von Menschen verreckt. Und das finden sie gut?

2) Ihre Einstellung ist der Grund für die Finanzkrise (nicht der Zinseszins).
Die Menschen die Unternehmensanleihen übernehmen in einer gewissen Höhe Risiko.
Genau dieses Risiko wird bei der Alpine schlagend.
Meine Großeltern wußten daß ihr Grundbesitz (sie waren Bauern) nur etwas wert ist, wenn man täglich sehr sehr viel arbeitet.
Dieses Wissen ist durch die Gewerkschaftsrethorik und Kreisky verloren gegangen.
Warum funktioniert das System? Weil die Notenbanken Geld druckten/drucken wie verrückt um die Staatsverschuldung zu finanzieren. Wo das hinführt sehen wir jetzt.

Ihr Post ist genau der Beweis, wie degeneriert wir schon sind.

Antworten Gast: Halbwissen
15.10.2012 23:45
3 2

Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

"Arbeitslos" sind wie deiser Fall zeigt die Verluste !

Oder glauben Sie die Alpinegläubiger haben jetzt ohne nachzudenken einen Zins kassiert ?

Um auf Dauer nicht solche Fehler zumachen muß man extrem viel arbeiten. Und noch dazu ist es eine Arbeit die die wenigsten Leute machen wollen. Und zwar NACHDENKEN !

Es kann nicht jeder seine Verluste dem Steuerzahler "aufs Aug" drücken wie die Politikerbänkster.
Die betreiben wirklich ein Versklavungssystem !


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Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Ich borge jemandem Geld zum Anbau von Kartoffeln. Nach einem Jahr gibt er mir das Geld zurück zuzüglich 10 kg Kartoffeln (Ernte 500 kg). Das wären die Zinsen. Was soll daran böse sein?
Dass "Geld" arbeitet behauptet ohnedies niemand, das macht das Kapital (z.B. Maschinen).

Re: Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

..... oder der Bauer garantiert Ihnen als Geldgeber 20 Kilo (oder mehr) zu fairen Preis kaufen zu dürfen für das Geld und den Kredit bekommen Sie zurück! muss der Bauer Zinsen zahlen muss er die verbleibenden Kartoffeln teurer verkaufen. Der Gehalt muss steigen, usw. (Anm. ausgewogener Anstieg nicht vorhanden) Motivation zum Geld borgen: ohne Geld keine Kartoffeln! Also Zinsen machen normal schon alles teurer, fatal Zinsen werden in Derivaten gehandelt, Somit teilweise verloren bevor bezahlt???? Zinsen werden zur fiktiven Ware und somit zum Pulverfass unserer Wirtschaft. (siehe "Abakus") MfG

Re: Re: Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

und noch eins:
Ich glaube Farbauty schreibt man mit "i".
Wo sollte in der nordischen Mythologie ein griechisches "i" daherkommen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Linguistin
16.10.2012 07:37
0 0

Re: Re: Re: Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Man lese:

http://de.wikipedia.org/wiki/Altnordische_Sprache

Es gab ein y im Altnordischen.

Re: Re: Re: Wehr von Zins und Zinseszins lebt, ist ein Sklaventreiber

Falsch!

Der Bauer hätte gar keine Erdäpfel angebaut, weil er nicht gekonnt hätte. Er selbst hätte etwas anderes tun müssen.

Durch sein zusätzliches Angebot senkt der Landwirt den Preis, was die Versorgung vergünstigt/erleichtert.

Wenn sie einmal nachgelesen hätten, was Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch durch ihre Spar und Kreditmöglichkeiten bewirkt haben oder pennybanks dann würden sie ihre Logik nicht so formulieren.

Ein kurzer Blick nach Russland zeigt, dass schon in kommunistischer Zeit (in den frühen 80ern) durch die "Privatisierung" von Grund und durch eine eingeschränkte Fremdfinanzierung die Versorgungslage extrem gestärkt wurde.

Gast: Halbwissen
15.10.2012 21:19
4 3

Auf dem Aktienmarkt muß man viel riskieren ?

So ein Schmarrn !

Wenn der Dow Jones auf Dauer ( 5 Jahre ) 20 oder mehr Prozent verlieren würde dann ist alles andere tot, nein Mausetot.
Also gibt es da kein Risiko, denn es ist die letzte Bastion.
Wer soll Menschen beschäftigen oder Steuern zahlen wenn nicht die größten Cashmaschinen der Welt ?
Und das ganze bei 3-4 Prozent Dividendenrendite !

Re: Auf dem Aktienmarkt muß man viel riskieren ?

1. Wenn man Indizes kauft, dann ist die durchschnittliche Verzinsung ein gut verhandeltes Sparbuch, man muß aber das Risiko nehmen. Was hat man gewonnen? Einen Zinssatz für das Risiko.

2. Der Irrglaube an die Börsen ist falsch. Wenn alles Geld von der Börse abgezogen wird, dann bestehen die Unternehmen noch immer.
Sie müssen sich dann halt so finanzieren, wie andere Unternehmen die nicht an der Börse sind.

Der "Erfolg" hängt noch immer an der Ertragskraft der Unternehmen.

Und kommen sie mir nicht mit den Steigerungszahlen des Dow Jones. Die hat der Verfall des US-Dollars aufgefressen. Warum? Weil die FED Geld druckt, wie verrückt. Die Steigerungszahlen sind eigentlich nur die Entwertungen des Dollars.
Die Situation hat sich gebessert als die EZB auch die Notenpresse angeworfen hat. Nur retten tut das gar nichts.

 
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