Tipps: Niedrige Zinsen

Japans Notenbank hat bei der Zinspolitik eine Vorreiterrolle übernommen. Auch den heimischen Sparern droht ein Jahrzehnt mit negativen Zinsen. Das hat auch positive Effekte.

Keine Realzinsen

Mit risikolosen Anlagen wird man in den nächsten Jahren die Kaufkraft des Geldes nicht erhalten können. Das betrifft Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherung. Mit einer zehnjährigen österreichischen Staatsanleihe wird man bis zum Jahr 2022 einen realen Verlust von 15 Prozent einfahren (bei einer Jahresinflation von zwei Prozent).

Mehr Risiko

Man kann es Anlegern nicht verübeln, wenn sie nach den Einbrüchen in den Vorjahren Aktien meiden. Über einen Zeitraum von 17 Jahren hat man mit großen Aktienindizes aber keine Verluste eingefahren. Wenn die Realzinsen negativ sind, gehen Investoren tendenziell mehr Risiko ein. Das könnte die Aktienkurse nach oben treiben.

Yen-Demontage

Japans designierter Ministerpräsident will den Yen schwächen. In den vergangenen Tagen ist das auch gelungen. Der Wert des Euro stieg zum Yen an. Für einen Yen-Kredit, der Anfang 2000 zum Gegenwert von 100.000 Euro aufgenommen wurde, hat die Kreditschuld binnen weniger Tage um fast 3000 Euro abgenommen.

 

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