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Hohe Lebenshaltungskosten machen Österreicher Sorgen

17.01.2013 | 14:10 |  (DiePresse.com)

Jobangst verspüren nur wenige Verbraucher. Bei größeren Investitionen hingegen wollen sich die Österreicher heuer zurückhalten.

Österreichs Verbraucher blicken relativ zuversichtlich in das Wirtschaftsjahr 2013. Die Jobangst geht trotz zuletzt gestiegener Arbeitslosenzahlen kaum um. Eher treiben ihnen die hohen Energie- und Lebenserhaltungskosten die Sorgenfalten auf die Stirn. Bei größeren Anschaffungen wollen sich die Österreicher heuer zurückhalten, ergab eine Befragung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young bei 500 Personen.

Eine Verbesserung der österreichischen Konjunktur erwarten nur 16 Prozent. Eine Verschlechterung befürchtet jeder Fünfte, zu Jahresbeginn 2012 war noch jeder Dritte pessimistisch gewesen. 83 Prozent der Verbraucher sehen aber gelassen in die Zukunft.

Österreicher wollen Polster anlegen

Dennoch gibt es Entwicklungen, die den Österreichern Sorgen bereiten: Das wären die stetig steigenden Energiepreise, die zunehmenden Lebenserhaltungskosten sowie die Umweltverschmutzung. "Um für negative Entwicklungen in diesen Bereichen gerüstet zu sein, ist für viele Österreicher Zurückhaltung bei größeren Investitionen angesagt", so Markus Jandl von E&Y. 44 Prozent wollen für Autos und Co. weniger ausgeben als 2012. Auch bei Renovierungsarbeiten und beim Urlaub möchten die Befragten sparen. Nicht jedoch beim täglichen Luxus: Bei Lebensmitteln rechnen 27 Prozent mit Mehrausgaben, nur sechs Prozent wollen sich das Essen weniger kosten lassen.

Bei persönlicher Wirtschaftslage guter Dinge

Was den eigenen Arbeitsplatz, lassen sich die Österreicher wenig von den Nachrichten über die trübe Wirtschaftslage in Europa beeinflussen. 91 Prozent der Berufstätigen haben kaum Zweifel an der Sicherheit ihrer Jobs, 65 Prozent schätzen ihren Job sogar als sehr sicher ein. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Befragung im Jahr 2008, teilte E&Y am Donnerstag mit.

Auch die Erwartungen an die eigene finanzielle Situation sind positiver. 22 Prozent glauben an eine Verbesserung ihrer Wirtschaftslage im Jahr 2013. Das sind um zwei Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Eine finanzielle Verschlechterung erwarten 15 Prozent. Besonders guter Dinge sind laut E&Y junge Leute unter 35 Jahren.

 


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