Ökostrom für Privathaushalte zu teuer?

31.01.2013 | 09:11 |   (DiePresse.com)

Haushalte verbrauchen ein Viertel des Ökostroms, zahlen aber 50 Prozent der Kosten, kritisiert die AK. Minister Mitterlehner weist die Kritik zurück.

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VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner weist die Kritik der Arbeiterkammer (AK) an den zu hohen Ökostromkosten für private Haushalte zurück. Die Argumente der AK seien "unrichtig und übertrieben", sagte Mitterlehner am Donnerstag im "Ö1-Morgenjournal". Die Industrie stärker zu belasten, gehe aus Wettbewerbsgründen nicht. Und: Die Endkunden seien durchaus bereit, für sauberen Strom mehr zu bezahlen.

In Österreich seien die Zuschläge für Grünstrom "wesentlich günstiger" als in Deutschland, nämlich 53 Euro in diesem Jahr im Vergleich zu 186 Euro im Nachbarland, rechnete Mitterlehner vor. Dies sei auch der Grund für die unterschiedliche Aufteilung der Belastung auf Haushalte und Industrie.

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Belastung der Industrie kostet Arbeitsplätze

Die Industrie stehe in einem internationalen Wettbewerb. Deswegen "kann ich die Industrie nicht belasten, ansonsten würden Arbeitsplätze gefährdet", so Mitterlehner. Ob er sich da nicht von der Wirtschaft erpressen lasse? "Diese Formulierung ist weitaus übertrieben." Deutschland habe für die Industrie eine Deckelung der Stromkosten "in weitaus höherem Umfang", allein schon deshalb müsse die Belastung für Österreichs Industriebetriebe im Rahmen bleiben.

Außerdem, so Mitterlehner, seien 70 Prozent der Kunden in Österreich gewillt, einen höheren Beitrag für Ökostrom zu leisten, wie eine Umfrage ergeben habe.

AK fordert Halbierung der Kosten

Nach AK-Rechnung müssen die Haushalte 40 bis 50 Prozent der Ökostromkosten tragen, obwohl sie nur ein Viertel des Stroms verbrauchen. AK-Direktor Werner Muhm hatte daher gestern gefordert, dass sich die Belastung der Haushalte halbieren sollte. Es könne nicht sein, dass die Energiewende im Wesentlichen von den Haushalten getragen werde, kritisierte er. Auch die von Mitterlehner genannte Zahl von 53 Euro wies er zurück. Die Belastung liege heuer bereits bei 64 Euro, was rund einem Zehntel der durchschnittlichen Jahresstromrechnung von 630 Euro entspreche.

Insgesamt zahlen österreichische Haushalte mehr als der EU-Durchschnitt für Strom, wie das "Ö1 Morgenjournal" weiter berichtet. Im Gegenzug kassieren die Energiekonzerne laut diesem Bericht zu viel: Einerseits sanken die Stromgroßhandelspreise von Juli 2008 bis Jänner 2013 um Prozent, andererseits stiegen die Energiepreise für Haushalte um bis zu 20 Prozent.

(APA)

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70 Kommentare
 
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wie?

wie kann man feststellen, wer welchen Strom verbraucht?

Re: wie?

kann mann nur indirekt indem man mit sehr aufwendigen netzmodellen und vorgegeben zuständen (erzeugung, verbrauch) kann man die energieflüsse simulieren.

Es ist jedoch nicht möglich die mit aromreaktoren werzeugt energie von jener aus windkraftwerken zu unterscheiden!


ich nicht

"Die Endkunden seien durchaus bereit, für sauberen Strom mehr zu bezahlen."

woher will der Mitterlehrer wissen, ob ich dazu bereit bin?

ich nicht.

wenn man bedenkt, dass der sog. "Ökostrom" dadurch entsteht, dass kraftwerke in der nacht atomstrom kaufen aus tschechien, um das wasser raufzupumpen , um es unter tags als saubere energie zu verkaufen.

und wenn man nach deutschland schaut, sieht man, wie verkehrt es lauft für den konsumenten.

war gerade gestern ein bericht dazu auf
"Akte 2013"

"Die Industrie stehe in einem internationalen Wettbewerb. Deswegen "kann ich die Industrie nicht belasten, ansonsten würden Arbeitsplätze gefährdet","

das ist richtig und das sehe ich auch so.

aber man kann die energieunternehmen höher besteuren, damit der enorme gewinn geringer wird und dadurch etwas an die allgemeinheit zurückfliest.

denn ein kraftwerk kann man nicht schnell mal in ein anderes land verpflanzen wie eine produktinsfabrik.

Re: ich nicht

in Ö gehören fast 100% der E-Wirtschaft dem Bund oder Ländern. Hohe Gewinne sind wie versteckte Steuern. Diese sind der Steuer u Abgabenquote in Ö hin zu zu zählen, da durch sie öffentliche Ausgaben finanziert werden. Derzeit sind fast 2/3 des Strompreises nicht der Energie zuzuordnen. Strompreise werden nur dann gesenkt werden können, wenn sich die öffentliche Hand auf ihre Kernaufgaben zurückzieht. Jedes Abschöpfen von Gewinn durch den Bund reduziert für die Länder deren Erträge, die bereits verplant - teilweise schon ausgegeben- sind. Folge= Strompreiserhöhung, die von jedem zu zahlen ist.

Ökostrom für Privathaushalte zu teuer?

das Privathaushalte die Indsustrie sponsern ist schon seit langer Zeit so.
Alle Anlagen die von der Natur abhängig sind, wie Wind-, und Solaranlegen sind für die Strom -Versorgung unzuverlässig.
Wenn Wind geht produzieren alle Strom, wenn die Sonne scheint ebenso.
Also gibt es Überkapazitäten. Polen hat schon seine Netze gegenüber Deutschland zugemacht. Der Strom wird vernichtet mittels speziell dafür gebauten Anlagen sonst werden die Leitungen überlastet.
Alle propagierten Techniken wie Windkraft, die gab es schon zu Zeiten Don Quijotes oder das Holzgas, Opel hatte nach dem Krieg ein Holzgasauto produziert, sind nichts neues. Das einzig neue sind Solaranlagen die gibt es erst seit den 70er Jahren.
1974 wurde das erste Blockheizkraftwerk in Deutschland installiert.
Frage wo gibt es hier eine Weiterentwicklung von was ???????
Dadurch das die alten Generationen weggestorben sind, war es möglich den Jungen diese Ökotechniken als neu zu verkaufen.
Der einzige vernüftige Ausweg wäre die Kalte Kernfusion. Da hat Europa mit dem Italiener einen großen Vorsprung.
Erfinder aus den USA, die als Geldgeber Bill Gates haben werden den Autosektor umwälzen.

Österreich hat einen der größten Erfinder, nämlich Schauberger mit seiner Turbine, die kostenlose Energie liefert. Es ist alles da man muß es nur einfach nehmen.




Re: Ökostrom für Privathaushalte zu teuer?

Und, warum nimmt es dann keiner?

Wegen der bösen Energiewirtschaftslobby?

Re: Re: Ökostrom für Privathaushalte zu teuer?

Grandner Wasser ist ein Begriff, jeder kauft es aber keiner weiß eigentlich wie es so richtig funktioniert.
Die Russen haben eine ähnliche Erfindung in Verwendung, Energieanreicherung des Wassers.
Schaubergers Erfindungen sind so epochal dass die Amerikaner ihn nach dem Krieg nach USA geschafft haben.
Schauberger war ein einfacher Mann, ähnlich wie Grandner. Er wußte wie die Naturgesetze funktionieren. Seine Erfindungen sind, da sie auf den Naturgesetzen basieren nicht für jeden verständlich. Schauberger hat es einmal so ausgedrückt, bringt mir keinen Gstudierten der ist zu vorgepolt, mit dem kann ich nichts anfangen. Genau da ist das Problem. Nur jemand mit einem komplexen Wissen geistig wissenschaftlich nicht vorbelastet wird diese Maschinen von ihm begreifen.
Wissenschaftler spalten lieber Atome als sich mit so etwas zu beschäftigen.
Wie wir immer gesagt haben, nur mit Spinnern, das ist eine liebevolle Bezeichnung für Leute die unglaublich innovativ sind, kann man solche Anlagen für die Allgemeinheit zugänglich machen.
Wissenschaftler kommen immer erst dann zum Zug, wenn die Anlage läuft um zu sagen warum sie läuft.
Bei Grandner haben sie allerdings auch keine Erklärung gefunden.

Hier ist etwas zum lesen.
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35803/1.html


Taschenspieler Mitterlehner

vergleicht die Ökostromkosten von Ö mit jenen aus DE, sagt aber nicht dazu dass der Anteil an Ökostrom in Österreich von vorneherein durch den hohen Wasserkraftanteil höher ist.

Und Wasserkraft ist im Betrieb recht günstig (als auch in der Anschaffung.

Die Energiebranche ist Abzockerei pur. Hier wie in DE. Die Konsumenten müssen blechen damit die Politiker Ihre Leute entsorgen können und die Eigentümer sich ein schönes Körberlgeld holen können (Querfinanzierung).

Die Stromlieferanten sind meistens in Landesbesitz !


und die letzte Melkkuh für profilierungssüchtige (fälschlich soziale genannte) Landespolitiker.

Warum wollen sie ihnen das Ausplünderungsspielzeug wegnehmen ??

ja wie immer

die schwarzen beschützen die abkassierer und schädigen den kleinen bürger!

wählen sie ruhig weiter schwarz!


Re: ja wie immer

Unterschreibe ich voll!

Re: ja wie immer

Bund ist rot, Bund bestimmt was der Verbund macht, Verbund AG = größtes Österr Stromunternehmen

8

Re: ja wie immer

So kann man es nicht sehen. Wer propagiert denn die Idiotie vom Ökostrom? Aber davon lebt die Politik, dass das Ereignis als gottgegeben hingenommen wird und die Wähler Symptome zuordnen.

Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Lösen sie Ihr Stromproblem ...

Jeder den der Ökostrom viel zu teuer ist kann sich ja eine kleine Photovoltarikanlage auf das Dach schrauben, so etwas würde auch bei Mehrfamilienhäuser funktionieren.

Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Photovoltaikanlagen halte ich für unsozial. Das Feuerwehrproblem ist nur mangelhaft gelöst, die Verwertung der Altteile ist schlechter gelöst als bei den Konsumgütern. Das grösste Problem ist aber, dass die Anlage das öffentliche Netz als Puffer missbraucht und dafür auch noch gesponsert wird statt dafür zu zahlen.

Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Na, wenn meine unsoziele Photvoltarik-Stromerzeugungsanlage das öffentliche Stromnetz durch "überpufferung" belastet dann muss ich mir eben einen Warmwasserboiler bzw. eine Fussbodenheizung im Bad damit speisen, diese Anlagen sind multifunktionell einsetzbar.
Aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen dass es manchen nicht in den Kram passen könnte ....

Re: Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

es heiß asozial nicht unsozial.
lernt deutsch bevor ihr wie sonst immer über ausländer schimpft

Re: Re: Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Sagt wer?

Re: Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Warmwasser geht ohne elektrischen Umweg (15% Wirkungsgrad der Zellen) viel billiger direkt mit einer Solaranlage.

Sie haben übrigens die Freiheit, Photostrom schamlos am Netz zu puffern. Ich halte nur die Förderung für falschrum.

Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

aber leider nur als Stromlieferant. Denn der Eigenverbrauch in Haushalten geht selten mit Sonnenschein konform.

Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Man kann Geschirrspüler und Waschmasche aufs Sonnenlicht einschalten. Das Bügeln auch, wenn man/frau mittags daheim ist. Mit der Gefriertruhe wirds schon komplizierter und Kochen geht mit Flaschengas.

Re: Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Zur not gibts Akkus ...

Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

leider haben sie da unrecht.

mit einer derartigen anlage werfen sie ihr schwer verdientes geld beim fenster raus.

derartige anlagen brauchen ca. 12 bis 15 jahre um die errichtungskosten reinzubekommen, wenn sie überhaupt solange halten...

aber es gibt halt viele ahnungslose und viele verkäufer-dampfplauderer!

Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

10-15 Jahre sind doch kein langer Zeithorizont für eine Investition mit überschaubarem Risiko, welche laut Finanzamt eine Abschreibedauer von 20 Jahren haben können. Außerdem wird nicht gleich die gesamte Anlage kaputt, sondern man kann Einzelteile reparieren. Oder schmeißt man sein Auto weg, wenn die Fensterheber eingehen?

Aber 15 Jahre sind ja heut schon ewig.

Es gibt Versuche mit Affen. Entweder sie nehmen sofort eine Banane oder bekommen nach ein bißchen Warten 5 Bananen. Egal wie oft man das Experiment macht, die Affen nehmen immer die eine sofort.

Re: Re: Kleine Anlage mit 2,5KW um 6500€ entlanstet die Stromrechnung

Warum sollen Sie nicht so lange halten?

Es gibt bereits viele Anlagen, die über 25 Jahre alt sind und noch produktiv sind.
Viele neue Module haben eine Leistungsgarantie von 80% nach 25 Jahren. Einzig der Wechselrichter könnte in dieser Zeit mehrmals zum Wechseln sein.

Re: Re:

Wenn man die Inflation anschaut, dann sind die 6500€ in 10 Jahren eh nur mehr ca. 4500 wert, und wenn man noch den Strompreisanstieg, so wie eine möglichen Überproduktion bei guter Bewirtschaftung des eigenen Stromhaushaltes mit kalkuliert, ist es auf jeden Fall spekulativ zu betrachten, da gebe ich Ihnen recht.

 
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