Kreditkarte: PIN-Code statt Unterschrift

Wer gern mit der Kreditkarte auf Einkaufstour geht, muss sich auf eine Neuerung einstellen: Ein PIN-Code soll die Sicherheit erhöhen.

Schließen
Die Presse (Michaela Bruckberger)

Um die Sicherheit von Kreditkarten zu verbessern, soll künftig die Unterschrift durch einen PIN-Code ersetzt werden. "Wir alle wissen: Je nach Tageszeit oder Verfassung wechselt die Form der Unterschrift teilweise signifikant", begründet Card-Complete-Chef Heimo Hackel im Gespräch mit "Radio Wien". Im Streitfall sei es oft schwierig festzustellen, ob die Unterschrift von der berechtigten Person stammt.

Hackel merkt auch an, dass sich Konsumenten mittlerweile sehr viele PINs und Passwörter merken müssen. "Daher wollen wir in die Richtung gehen, dass die Karteninhaber die PINs selbst auswählen können", so Hackl gegenüber dem ORF-Radio.

Die Eingabe des Codes bei Kreditkarten soll genauso funktionieren wie bei einer Bankomatkarte. Für kleinere Beträge unter 25 Euro bietet Card Complete seit drei Jahren kontaktloses Zahlen (NFC) an. In Österreich sind rund 1,5 Millionen Kreditkarten von Card Complete in Umlauf. Die neuen Karten sollen in den kommenden zwölf Monaten auf den Markt kommen, die Kartennummer bleibt die alte.

Kritik von Datenschützern

Datenschutzexperte Georg Markus Kainz vom Wiener Verein quintessenz beurteilt die PIN-Einführung gegenüber Radio Wien jedenfalls skeptisch. „Wenn ich jetzt mit einer vierstelligen PIN bezahle, gibt es eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen einer Bankomatkarte und einer Kreditkarte. Da stellt sich mir die Frage, warum ich so viel Geld ausgebe für eine Kreditkarte".

>>> Bericht auf ORF.at

(Red.)

Kommentar zu Artikel:

Kreditkarte: PIN-Code statt Unterschrift

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen