Sind Maria Vassilakous Grüne ver-rückt (nach links)?

Kommentar Die Wiener Tagträume eines Lebens jenseits des Kapitalismus. Großzügig gesponsert vom Steuerzahler.

"Dolce far niente – Leben jenseits kapitalistischer Produktion“: So lautet der vielversprechende und gleichzeitig -sagende Titel einer Veranstaltungsreihe in Wien. Laut Angaben der Initiatoren soll mit Alternativen der kapitalistischen Produktionsweise „gespielt“, nach „neuen, visionären Arbeitskulturen“ gesucht, Arbeit von „ökonomischen Regimen“ entkoppelt werden.

So what? Der skurrilen Veranstaltungen gibt es genug. Wird in Wien auch nicht die Rathaus-Grundfeste erschüttern. Interessant ist aber, dass sich die von den Grünen initiierte „Wienwoche“ dieser Themen annimmt. Wir erinnern uns dunkel, dass die Grünen dem roten Koalitionspartner als Gegenpart zum SPÖ-Donauinselfest und zum ÖVP-Stadtfest die Budgetierung eines eigenen Festivals herausschlagen konnten. Abseits von Parteipolitik sollte es sich thematisch bewegen. Wenngleich die Initiatoren der "Wienwoche" ein wenig gewunden bekennen: "Eine Konvergenz mit den Ideen der Grünen lässt sich nicht leugnen."

Zusammenarbeit mit dem KPÖ-Volksstimmefest

Geplant sind heuer auch Gespräche über eine Zusammenarbeit mit dem KPÖ-Volksstimmefest. Den Grünen sei ihr Festival (unzynisch) gegönnt – auch wenn ungefragt der Steuerzahler die Rechnung dafür zu bezahlen hat. Eine politische Frage stellt sich dann aber schon: Wie weit sind die Grünen unter Maria Vassilakou nach links ver-rückt?

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