11.02.2012 06:08 | Meine Presse Merkliste0

Abtreibung: Ein Waffenstillstand, kein Kompromiss

29.08.2009 | 18:19 |  von Michael Prüller (Die Presse)

Michael Häupl hat mit einer Feierstunde für ein Abtreibungsunternehmen ein Tabu gebrochen und den Ideologen einen Dienst erwiesen.

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Bei der Abtreibung gibt es keine endgültige Lösung. Im Kern geht es ja darum, ob ein Embryo ein Mensch ist oder nicht, und für diese Frage gibt es keine von der jeweiligen Weltanschauung, Philosophie oder Religion unabhängige, objektiv zwingende Antwort. Und wenn man nun diese Frage nach dem Menschsein bejaht (ich tue das), wird man schwer – außer mit enormen intellektuellen Verrenkungen – zu einem anderen Schluss kommen, als dass der Staat auch das Leben dieser kleinen Menschen per Gesetz schützen muss. Verneint man hingegen die Frage, gibt es wenig plausible Gründe, warum der Staat hier überhaupt irgendetwas verbieten soll. Zwischen beiden Haltungen kann es eigentlich keine Brücke geben. Die Lauteren und Ungestümeren rufen auf der einen Seite „Mord!“ und auf der anderen „Bigotterie!“ (auch wenn es für die meisten Abtreibungsgegner vordringlich kein religiöses, sondern ein humanistisches Anliegen ist), ohne vom anderen verstanden zu werden und gestehen einander auch nicht zu, dass beide immerhin für die eintreten, die sie für die jeweils Schwächsten in der Sache halten.

Natürlich gibt es auch die vielen dazwischen, die auf die Frage „Mensch – ja oder nein“ keine Antwort geben können, wollen, oder schwanken. Sie sind am ehesten zufrieden mit dem Status quo einer in seltsamem Balanceakt verharrenden Gesetzeslage – Abtreibung im Generellen verboten und im Besonderen erlaubt –, weil er sie nicht zu unangenehmer Konsequenz zwingt. Dieser Status quo ist freilich kein Kompromiss, sondern nur ein Waffenstillstand.

Den hat der Wiener Bürgermeister Häupl nun gebrochen, als er dazu einlud, das 30-jährige Bestehen der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt im Rathaus mit einem Festakt mit Musik zu feiern. Er wird gewusst haben, was er tut, sonst hätte er nicht versucht, das Ganze möglichst unter der Decke zu halten. Er hat deutlich gemacht, dass die ursprünglich auch von der Sozialdemokratie vertretene „graue“ Linie „Abtreibung ist keine schöne Sache, aber wir wollen Frauen (in Not) nicht bestrafen“ ersetzt gehört durch die eindeutige: „Abtreibung ist gut. Punkt.“ Sonst würde er nicht gerade jene Firma feiern, die schöne Profite mit der Abtreibung macht.


Häupl erweist damit vielleicht ein paar Ideologen, aber kaum den Betroffenen einen Dienst. Denn mit seiner Linie wird eine Chance, die der graue Zustand bis jetzt geboten hat, weiter verbaut: Viele Frauen sind vor der Abtreibung alleingelassen oder unter großem Druck ihrer Umgebung. Die Straffreiheit hätte es möglich gemacht, diese Frauen ansprechen zu können, um ihnen Hilfe zu leisten und eine lebensbejahende Perspektive zu bieten. Aber wer im Abtreibungsgewerbe einen Grund zum Feiern sehen möchte, kann diese Not der einsamen Mütter nicht gelten lassen. Was zählt der Mensch hier wirklich?

michael.prueller@diepresse.com diepresse.com/cultureclash

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.08.2009)

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26 Kommentare
 
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Gast: Alm-Öhi
01.09.2009 08:31
0 0

Wirrer Kommentar

Für die Frauen, die abtreiben wollen ist die Gründung der Klinik sehr wohl ein Grund zum Feiern. Viele Frauen in den Bundesländern hätten auch gerne eine Einrichtung in ihrer Nähe.

Der Kommentar macht nur aus Sicht des Abtreibungsgegners Sinn. Wenn man das Bestehen eines Krankenhauses feiert, heißt das wohl nicht, dass man für Krankheiten ist.

Antworten franzmann
02.09.2009 13:59
0 0

wirr

das einzige was wirr ist, sind ihre formulierungen. jemand der eine schwangerschaft mit einer krankheit vergleicht, dem ist in dieser welt nicht mehr zu helfen. wahrscheinlich stehen sie jede woche am stephansplatz und protestieren gegen tierfabriken! das würde ganz gut zu ihnen passen!

Antworten Gast: wirr
01.09.2009 16:37
0 0

Re: Wirrer Kommentar

Apropos wirr: "Wenn man das Bestehen eines Krankenhauses feiert, heißt das wohl nicht, dass man für Krankheiten ist."
Nachdem in einem Krankenhaus Krankheiten beseitigt werden sollen und in einer Abtreibungsklinik Embryos, könnte man Ihren Satz also so übertragen: "Wenn man das Bestehen einer Abtreibungsklinik feiert, heißt das wohl nicht, dass man für Embryos ist." Sie sind also offenbar selbst ein Abtreibungsgegner. Oder vielleicht nur wirr...

Cicero
31.08.2009 16:43
0 1

Hier reden wir über die Abtreibung, ernst genug, und nicht über die Ausländer

Die Ausländer-Gegner sind dermaßen primitiv, daß man sich fragt, was haben diese Leute eigentlich im Kopf.

Egal bei welchem ernsthaften Thema, es kommt aus diesen Kreisen nur Eindreschen auf die Ausländer, so ganz nach dem alten Studentenwitz „die Würmer teilt man ein…“ Und wer ist schuld, immer die sogenannte „SPÖVP“, die es so in der österreichischen politischen Landschaft gar nicht gibt. Da gibt es einschlägig nur Strache und der Gute klassifiziert sich sowieso selbst.

Nur, was diese Leute endlich zur Kenntnis nehmen müssen, mit dem Witz von dem unwissenden Studenten, der jede geforderte Antwort zu den Würmern hinbog, hat Nero schon die Christen gemartert. Und mit dem ewig gleichen Thema „Karthago muß zerstört werden“ ging Cato auch schon vor mehr als 2.000 Jahren spazieren, genauso wie die „Ausländer-Raus-Verfechter“ heutzutage mit ihrem (so was von falschem) Weltbild.

Also, meine Herren (?), lassen Sie sich endlich was Neues einfallen, das ewig gleiche Alte ist schon recht fad!

Antworten Gast: Bösewicht
02.09.2009 09:58
0 0

Re: Hier reden wir über die Abtreibung, ernst genug, und nicht über die Ausländer

Nun, die "dermaßen primitiven" "Ausländer-Gegner" vermeinen in den Maßnahmen, der doch hauptsächlich von ÖVP und SPÖ verantworteten Politik, ein Programm zum Bevölkerungsaustausch zu erkennen. Man läßt die eigenen Kinder umbringen und importiert massenweise Leute, die mit unserer Kultur nicht das mindeste anfangen können.

Erkennbare Zusammenhänge können Sie nicht mit einem müden Witzchen entkräften.

Die Zeitdauer, seit der eine Erkenntnis verfügbar ist, sagt nichts über die Richtigkeit einer Erkenntnis aus.

Antworten Antworten Cicero
02.09.2009 12:43
0 0

„Massenweiser Import“ und andere Unwahrheiten

Mein Gott, Bösewicht, Ihre Replik strotzt nur so von Unwahrheiten und sie ist politisch völlig falsch!

Ende der 1960er-Jahre kamen die ersten „Gastarbeiter ins Land“. Heute, vierzig Jahre später haben wir keine 400.000 „Ausländer“ im Land. Das nennen Sie „massenweiser Import von Leuten, die mit unserer Kultur nichts anfangen können“? 400.000 in 40 Jahren, also 10.000 pro Jahr bei einem 8-Millionen-Volk. In Ihrem Sinn gerechnet, denn Moslems haben wir schon seit 1912 verfassungsrechtlich anerkannt.

Der nächste Blödsinn, SPÖ und ÖVP in einem Atemzug zu nennen ist in diesen Fragen politisch völlig falsch. Zunächst einmal, es ist nicht erlaubt, Kinder umzubringen, die Abtreibung bleibt nur die ersten 12 Wochen straffrei. Das ist es aber auch schon. Die roten Feministinnen predigen die Abtreibung, die rote Burgstaller in Salzburg zwang das Landeskrankenhaus, Abtreibungen zu ermöglichen. Nur findet sich in Salzburg kein Arzt, der es auch macht, es müssen wöchentlich einmal Ärzte aus Wien anreisen, um Burgstaller zufrieden zu stellen.

Die ÖVP dagegen reißt sich einen Haxen aus, um den Familien – Kampf gegen Abtreibung ist Familienpolitik – zu helfen. Kindergeld auch für vorher nicht berufstätige Frauen und Bäuerinnen. Und das gegen den massiven Einspruch der Linken (Rot und Grün) in diesem Land. Und da bringen Sie Rot und Schwarz unter einen Hut? Warum reden Sie nicht gleich von der Umvolkung?

Meine Forderung der anonymen Erhebung von Abtreibungen, dazu fällt Ihnen nichts ein?

Antworten Antworten Antworten leokoller3
18.09.2009 18:01
0 0

Re: „Massenweiser Import“ und andere Unwahrheiten

Wo haben Sie denn Ihre Zahlen her? Soweit ich weiss, hat Oesterreich derzeit ca. 8,3 Mio Einwohner, davon ca. 7,6 Mio Staatsbuerger, das macht ca. 700.000 Auslaender. Wieviele von den 7,6 Mio in den letzten 40 Jahren eingebuergert wurden, weiss ich nicht, schaetze aber noch einmal 700.000! Oesterreich hatte Anfang der 70er Jahre 7 Mio Einwohner. Bei der Geburtenrate, die die Einheimischen vorzuweisen haben, kann ich mir ohne Einbuergerungen nur ein Schrumpfen der Bevoelkerung vorstellen. Das wuerde sich rechnerisch mit 6,9 Mio (8,3 - 1,4) ziemlich gut ausgehen.

Das heisst, Sie unterschlagen uns hier eine ganze Mio. Oder nicht?

Antworten Antworten Antworten Antworten Cicero
19.09.2009 22:18
0 0

Ja, ja, die Ausländer, die Benyas und die Vranitzkys, etc. oder reden wir von was anderem?

Gegenfrage, wo haben Sie Ihre Zahlen her?

Lesen Sie’s bitte bei der Statistik Austria nach, dann werden Sie staunen, aber nur wenn Sie das Gelesene auch richtig interpretieren können. Und da scheint es bei Ihnen zu hapern. Denn wenn Sie alle Eingebürgerten immer noch zu den Ausländern rechnen, dann brauchen Sie eine Begriffsbestimmung, was ist ein Ausländer.

Ein Ausländer ist ein Bürger, der nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.

Daraus folgt, Gastarbeiter , die in den 1960er-Jahren ins Land kamen und zehn Jahre später die Staatsbürgerschaft erhielten, also Österreicher wurden, sind inzwischen meist älter als Siebzig und haben Kinder und Enkelkinder, die bereits in Österreich geboren wurden und die von Geburt an Österreicher, also alles andere als Ausländer sind.

Folgt man demgegenüber Ihrem Verständnis von Ausländer, dann sind die Vranitzkys, die Benyas, die Kalinas, die Borufkas, etc, etc, auch alles Ausländer.

In den Jahren der Schüsselregierung wurden besonders viele Staatsbürgerschaften vergeben. Das bitte war zehn Jahre nach dem Bosnienkrieg, die Flüchtlinge, die von dort kamen, haben sich hervorragend integriert und sind jetzt Österreicher und nichts sonst.

Also, vergessen Sie bitte schnellstens Ihre dubiose Definition, was ist ein Ausländer.

Im übrigen, wenn ein solcher Neubürger des Landes etwas Schlechtes ißt, hat er genau so Bauchweh, wie Sie auch. Und seine Kinder bekommt er auf genau die gleiche Weise, wie Sie auch. Wo also ist der Unterschied?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
20.09.2009 22:27
0 0

Re: Ja, ja, die Ausländer, die Benyas und die Vranitzkys, etc. oder reden wir von was anderem?

Cicero zitiert: "Ende der 1960er-Jahre kamen die ersten „Gastarbeiter ins Land“. Heute, vierzig Jahre später haben wir keine 400.000 „Ausländer“ im Land. Das nennen Sie „massenweiser Import von Leuten, die mit unserer Kultur nichts anfangen können“? 400.000 in 40 Jahren, also 10.000 pro Jahr bei einem 8-Millionen-Volk."

Sie waren also derjenige, der behauptet, dass 400.000 Auslaender (=40 x 10.000) ins Land gebracht wurden. Die sind alle noch Auslaender??? Glaube kaum!!!

1. Leben in Oesterreich momentan ca. 700.000 Auslaender und nicht, wie Sie behaupten, 400.000.

2. Leben in Oesterreich weit mehr als 400.000 in den letzten 40 Jahren Eingebuergerte.

Daher, Sie sprechen von 400.000 Zuwanderern (=40 x 10.000) in den letzten 40 Jahren, eingebuergert oder nicht. Ich spreche von 1,4 Mio Zuwanderern in den letzten 40 Jahren, Auslaender und Eingebuergerte zusammen.

Denn wenn man 400.000 Einwanderer hat, und gleichzeitig 400.000 Auslaender, dann hat man in den letzten 40 Jahren keinen einzigen Menschen eingebuergert!!! Also bitte erst denken, dann posten!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Cicero
21.09.2009 15:14
0 0

Spitzfindigkeiten bringen nichts!

Sich mit Spitzfindigkeiten aus der Affäre ziehen zu wollen, geht daneben! Sie waren es der von Ausländern und nur von Ausländern redete und der neben den wirklichen Ausländern auch gleich noch die eingebürgerten dazurechnete. Dagegen habe ich geschrieben.

Jetzt zu versuchen, mir das zu unterstellen, was Sie selbst falsch machten, ist billig!

Außerdem, was wollen Sie mit Ihrer „Ausländer-Rechnung“? Ich bin froh, daß wir die Ausländer haben und ich beanstande, daß wir sie weithin an der geforderten Integration behindern, weil uns Kopftücher nicht passen.

Integration von Zuwanderern ist nicht nur eine Bringschuld der Zuwanderer, es ist auch eine Bringschuld der Einheimischen. Sagte ich schon, wie oft noch?

Noch etwas kann ich Ihnen entgegenhalten. Wieso Ihre 700.000 Ausländer bei mehr als 8 Millionen Inländer eine Gefahr für Österreich sein sollen, wenn die zweiten 700.000 Eingebürgerten sich brav integriert haben, denn sonst hätten sie die Staatsbürgerschaft nicht bekommen, bleibt mir schleierhaft. Das sollten Sie erklären und nicht einen Eiertanz darüber aufführen was ich gesagt oder nicht gesagt habe.

Schönen Tag noch!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
21.09.2009 23:05
0 0

Re: Spitzfindigkeiten bringen nichts!

Von was "schoenen Tag noch"??? Sie haben die Zahlen verdreht, nicht ich!!!

Ich hab' nichts gegen Auslaender, neuzeitg Eingebuergerte oder eingebuergerte Familien aus der Zeit der Monarchie. Ein Kreisky, Benya, Vranitzky oder Klima sind fuer mich keine Auslaender. Was Sie mir so eloquent unterstellen wollten. Uebrigens, der Maedchenname meiner besseren Haelfte ist Klima oder Klimakova, geboren in Ostrau oder Ostrava. Das nur so nebenbei.

Ich bin zur Schule gegangen mit Kindern, deren Name Mezarosz, Ruzicka, u.s.w. waren. Ich bin einen kurzen Fussweg vom eisernen Vorhang waehrend des kalten Krieges aufgewachsen. Ich hab' die Schuesse mitten in der Nacht gehoert und am naechsten Tag von den in den Ruecken geschossenen, auf oesterreichischen Boden gefundenen Leichen erfahren.

Mir brauchen'S von Auslaendern, Fluechtlingen und Eingebuergerten nichts erzaehlen. Und von Integration auch nicht. Ich lebe seit 20 Jahren in Canada und respektiere die Rechtsordnung und meine Umgebung.

Schoenen Tag noch!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Cicero
23.09.2009 10:33
0 0

Unklare Aussagen führen zu Mißverständnissen

Also bitte, wie haben wir’s denn?

Sie reden ausschließlich von Ausländern, erklären, wir hätten gegenwärtig 700.000 im Land und flugs rechnen Sie weitere 700.000 dazu, die bereits eingebürgert sind und kommen so zur von Ihnen genannten Zahl von 1,4 Mill. Danach werfen Sie mir vor, ich „unterschlage“ glatt eine Million. Läßt sich alles hier nachlesen.

Was anderes kann ich da herauslesen, als daß die bereits Eingebürgerten für Sie immer noch Ausländer sind.

Wenn Sie jetzt aufgeregt meinen, Sie seien ja ein Freund der Ausländer und hätten immer schon beste Kontakte zu Leuten mit „ausländischen“ Namen, dann bitte erklären Sie mir und dem Rest der Welt, was Sie mit Ihrem Beitrag – den ich offensichtlich völlig mißverstanden haben muß – eigentlich wirklich aussagen wollten. Worum geht es bei Ihnen?

Das wird hoch interessant!

Wenn Sie z.B. sagen wollen, wir können ohne Zuwanderung nicht leben, rennen Sie bei mir offene Türen ein. Wenn Sie die Abtreibung kritisieren, dann tun Sie das doch mit klaren Worten, auch da rennen Sie bei mir offene Türen ein. Gerade hier in dieser Debatte verlange ich wieder einmal, die anonyme Erfassung der Abtreibungen, in der Gewißheit, es ginge ein Aufschrei durch die Gesellschaft, würde man den echten Umfang dieser linken Volksseuche kennen.

Also, was wollen Sie?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
23.09.2009 18:42
0 0

Re: Unklare Aussagen führen zu Mißverständnissen

Zensur???

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
23.09.2009 17:48
0 0

Re: Unklare Aussagen führen zu Mißverständnissen

Tun Sie sich beim Lesen schwer oder beim Denken.

Zitat Cicero: "Ende der 1960er-Jahre kamen die ersten „Gastarbeiter ins Land“. Heute, vierzig Jahre später haben wir keine 400.000 „Ausländer“ im Land. Das nennen Sie „massenweiser Import von Leuten, die mit unserer Kultur nichts anfangen können“? 400.000 in 40 Jahren, also 10.000 pro Jahr bei einem 8-Millionen-Volk."

Sie behaupten, dass 400.000 Leute in den letzten 40 Jahren zugezogen sind. Ich sage 1,4 Mio, die Haelfte davon eingebuergert.

In den 60er Jahren hatten wir knapp unter 7 Mio Buerger und ca. 100.000 Auslaender. Heute haben wir ca. 7,6 Mio Buerger und ca. 700.000 Auslaender. Wie sich das mit 400.000 Zuwanderern ausgeht, muessen Sie mir erklaeren.

Mir geht es darum, dass wir ohne Abtreibungen heute auch ganz ohne Zuwanderung in den letzten 40 Jahren die gleich grosse Bevoelkerung haetten. Es sind ja die Politiker, die uns die Abtreibung und die Zuwanderung zu deren Kompensation aufgehalst haben. Siehe Beitrag vom 18.9. um 18:57 gleich unterhalb.

Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
18.09.2009 18:57
0 0

Re: Re: „Massenweiser Import“ und andere Unwahrheiten

Und noch was. Schaetzungen nach hat es in Oesterreich in den letzten 40 Jahren zwischen 1 und 1,5 Mio Abtreibungen gegeben. Gehen wir vom niedrigeren Wert aus, sind das schon einmal 1 Mio Buerger, die Haelfte davon Frauen. Bei einer linearen Entwicklung Waeren das 250.000 Frauen ueber 20 Jahre alt, mit einem Durchschnittsalter von 30. Da die Geburtenrate ca. 1,2 je Frau ist waeren das nochmal 300.000 Kinder, insgesamt 1,3 Mio Buerger. Ziemlich gleich viele, wie Auslaender und Eingebuergerte zusammen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten leokoller3
23.09.2009 18:40
0 0

Re: Re: Re: „Massenweiser Import“ und andere Unwahrheiten

Uebrigens, man hoert oft Schaetzungen von bis zu 2 Mio. Abtreibungen. Wie serioes diese sind, kann man bezweifeln.

Antworten Antworten Antworten Gast: Bösewicht
02.09.2009 16:13
0 0

Re: „Massenweiser Import“ und andere Unwahrheiten

Mein Posting ist sicher nicht politisch korrekt. Sachlich falsch ist es aber deswegen noch lange nicht. Jetzt zu Ihren Unwahrheiten:

Richtig ist, dass in den frühen 1960er Jahren die ersten Gastarbeiter nach Österreich gekommen sind.
Die Masseneinwanderung als Problem hat dann in den 1990 er Jahren begonnen. Der Anteil an integrationsunwilligen Zuwanderern wächst seither rapide und keineswegs linear.

SPÖ und ÖVP waren beide massiv an der Zuwanderung interessiert: Die SPÖ hat sich neue Wähler erhofft, die ÖVP wollte die (Bau- und Finanz-)Wirtschaft beleben.

Die ÖVP hat in den Siebzigerjahren den Abgeordneten Mayer hinausgeschmissen, weil dieser im Nationalrat gegen die "Fristenlösung" gestimmt hat.

Natürlich bringt man keine Kinder um- sondern "Zellhaufen". Natürlich brachte man in der Kulturrevolution keine Menschen um - sondern "Holzklötze". Auch in der NS-Zeit hat man natürlich lediglich "Parasiten, Volksschädlinge und lebensunwertes Leben" entfernt. Jeder Massenmord beginnt mit einer Entmenschlichung der Opfer.

Zu Ihrer Idee mit der anonymen Erhebung fällt mir tatsächlich nicht wahnsinnig viel ein. Ändern wird sich dadurch sicher nichts.

Antworten Antworten Antworten Antworten Cicero
03.09.2009 18:15
0 0

Innsbruck ohne Türken heißt, Innsbruck ohne Taxi

Sie ernten bei mir massiven Widerspruch.

Natürlich wird jede Partei versuchen, Wähler zu fischen auch unter den Zuwanderern. Warum also die SPÖ nicht? Was aber hat die SPÖ gemacht, damit die Zuwanderung zunimmt? Das ist ein ganz billiges Klischee, das Sie aufklären sollten. Na, und erst die ÖVP. Wenn es wahr wäre, die ÖVP hätte damit die Bauwirtschaft stärken wollen. Bitte schön, dann muß doch offensichtlich entsprechender Bedarf bestanden haben. Effekt jedenfalls, das Wirtschaftswachstum wurde angetrieben. Sozialleistungen konnten besser finanziert werden. Die rauhe Wirklichkeit ist, die Zuwanderer kamen von sich aus und wurden eben genommen.

Wie hoch immer die jährliche Zuwanderung gewesen sein mag. Wenn es zusammen nur 400.000 unter einem 8,2-Millionen-Volk sind, wird uns die Zuwanderung wohl kaum über den Kopf gewachsen sein können.

Die sogenannten „intergrationsunwilligen“ Zuwanderer stoßen hier weithin auf „integrationsverweigernde“ Einheimische. Die Anti-Ausländer-Hetze eines Strache ist ekelhaft!

Um allen Mißverständnissen vorzubeugen. Österreich ist kein Einwanderungsland. Aber ohne Zuwanderung werden wir nicht leben können. Das heißt, wir müssen uns zwar aussuchen, wen wir zuwandern lassen, aber wir müssen die Zuwanderung positiv sehen. Ein Strache ist für solche Überlegungen schlicht und einfach zu dumm!

Wenn wir etwa die Türken wieder nach Hause schicken, haben wir in Innsbruck keine Taxifahrer mehr, denn Inländer tun sich diesen miesen Job nicht mehr an.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Bösewicht
05.09.2009 11:51
0 0

Re: Innsbruck ohne Türken heißt, Innsbruck ohne Taxi

Mein detaillierter Widerspruch zu Ciceros Thesen war offenbar wieder einmal so ganz arg rassistisch, dass dieser unbedingt vom Zensor entfernt werden musste.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Cicero
05.09.2009 12:53
0 0

Der Ton macht bekanntlich die Musik

Muß ich jetzt bedauern, daß die „böse Presse“ Sie meinen Thesen nicht detailliert widersprechen läßt oder haben Sie sich einfach im Ton vergriffen.

Es ist kaum anzunehmen, daß die Darstellung von Fakten nicht durchgeht. So z.B. wollte ich Ihnen wissen, was denn die SPÖ getan haben soll, um die Zuwanderung zwecks Stimmengewinns zu befördern. Die Antwort werden Sie schuldig bleiben müssen. Es ist kein Gesetz beschlossen worden, schon gar nicht auf Betreiben der SPÖ, das die Zuwanderung gesteigert hätte.

Der Wiener Gemeindeverwaltung wird vorgeworfen, sie sei allzu freigebig mit der Verleihung der Staatsbürgerschaft. Kann schon sein, da gibt es aber gesetzliche Regelungen, wenn Wien das übertritt, dann ist Wien fällig. Das ist aber bislang nicht zutrage getreten. Also, was jetzt?

Umgekehrt aber, die Staatsbürgerschaft bekommt ein Zuwanderer nur, wenn er ausreichend Deutsch spricht, wenn er sich wohlverhalten hat, wenn er Arbeit hat, also Steuern und Sozialversicherung zahlt, über eine Wohnung verfügt, seine Familie versorgt etc.p.p. Wo ist dabei das Problem, so einer muß doch willkommen sein, auch wenn er einen Turban oder seine Frau ein Kopftuch trägt, egal ob er fünfmal am Tag sich Richtung Mekka betend auf den Boden wirft, oder ob er entgegen seinen Religionsvorschriften Schweinefleisch ißt.

Das in brauchbaren Ton zu beschreiben oder dem auch zu widersprechen, das geht sicher durch die Zensur.

Also, Sie sind noch einmal am Start. Sie sehen an meinem Beitrag, es geht!

Gast: T.H.
31.08.2009 10:47
0 0

Laut SPÖVP ist das Kindergebären durch Einheimische politisch nicht korrekt.

Das Klientel der SPÖVP trägt Kopftuch.

Einheimische werden daher in die Armutsfalle getrieben, und wenn es doch "passiert", stehen die protegierten Abtreibungskliniken schon bereit.

Cicero
31.08.2009 08:16
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Keine Lösung, solange alles geheim abläuft

Fernab jeder religiöser Überlegung, die auch kein Hirngespinst ist, muß gelten, wenn in der befruchtete Eizelle das komplette Erbgut des entstehenden Menschen enthalten ist, einschließlich aller individuellen Ausbildungen, dann haben wir es bei der befruchteten Eizelle bereits mit einem Menschen zu tun.

Richtig ist es daher, die Abtreibung ist kein Kompromiß, sondern nur ein Waffenstillstand im Krieg um menschliches Leben. Das Kriegsziel muß aber lauten, das menschliche Leben ist zu erhalten, folglich ist die Abtreibung zu minimieren, vornehmlich durch aktive Hilfe für betroffene Frauen, einhergehend mit entsprechender Beratung und insbesondere dazu verordneter Denkpausen, um Umgebungsdruck auf die betroffenen Frauen zu neutralisieren.

Das ist ein gesellschaftliches Problem, solange die Abtreibung eigentlich im Geheimen passiert.

Kreisky mußte genau, warum er sie ablehnt und Kardinal König hat es durchzusetzen versäumt, die anonymisierte statistische Erfassung der erfolgten Abtreibungen.

Würde die Regierung einen jährlichen Bericht über die Zahl der Abtreibungen vorlegen, ginge ein Aufschrei des Entsetzens durch die Gesellschaft.

Alter der Frau, erste Abtreibung oder bereits mehr, sind Kinder vorhanden oder nicht, aufrechte Partnerschaft gegeben oder nicht und das alles getrennt nach Bundesländern.

Nicht nur würde dadurch der Umfang der Abtreibungen zutage treten, es würde sich auch zeigen, die lautesten Schreier für die Abtreibung leisten den Betroffenen die geringste Hilfe.

Gast: Denkerstirn
30.08.2009 22:11
0 0

Ist es wirklich so schwierig?

Die Frage, was ein Mensch ist und was nicht, sollte sich eigentlich leicht beantworten lassen. Wenn wir sie nicht beantworten können, wozu reden wir dann eigentlich von Menschenrechten oder Menschenwürde?

Gast: bourdon-lafontaine
30.08.2009 16:24
0 0

Ausgezeichneter Kommentar.

Respekt !

LIFE DABEI
30.08.2009 14:40
0 0

IDEOLOGISCHER RACHEAKT


Politisch gesehen ein ideologischer Racheakt und nicht der Erste was Herrn Häupl anbelangt!
Solcher Aktionismus kommt bei der Bevölkerung sicher nicht gut an und wird sich als ideologischer Bauchfleck erweisen.
Der Kardinal der immerhin 66% der Bevölkerung vertritt hat nur darum gebeten von diesem geplanten Fest Abstand zu nehmen, nicht mehr nicht weniger.

Dass rabiate Kirchenhasser dies wieder zum Anlass nehmen sich ideologisch auszutoben beweist nur dass diese von den Rechten eines Christen keine Ahnung haben. Mag die Kirche auch kontrovers erscheinende Standpunkte vertreten ist das kein Grund für einen Christen aus dem Fenster zu springen. Er folgt seinem Gewissen.

Wo der Kardinal aber sicher recht hat ist wenn er die offensichtlich völlig abhanden gekommene Sensibilität in dieser kontroversen Frage hinsichtlich Abtreibung kritisiert und darum bittet sich dazu neu zu besinnen.

Wann 'Leben' beginnt ist genauso schwer zu beantworten wie die Frage was ist 'Wahrheit'.
Man kann beides wissenschaftlich philosophisch definieren aber ist es absolut ?
Gerade deshalb ist hier Konsens angesagt.
Herr Häupl agiert wie ein Steinzeitkommunist.


Gast: studiosus
29.08.2009 19:57
0 0

Abtreigung?

Was ist das denn? ;-)

 
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