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Wehrpflicht: Geopfert auf Altar der Moderne

01.09.2012 | 18:16 |  von Detlef Buch (Die Presse)

Die deutsche Wehrpflichtabschaffung war zu schnell, finanziell nicht hinterlegt und demografisch unsinnig – Österreich bleibt die Chance, es besser zu machen.

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Die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland war ein politisches Opfer. Ein Opfer, das die Regierungsparteien nach jahrzehntelangem Befürworten dem damaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg bereitet haben. Wenn in Österreich im kommenden Jänner per Volksabstimmung über die Einführung eines Berufsheeres entschieden werden soll, so bleibt den Österreichern die Chance, es besser zu machen und nicht in die „Modernisierungsfalle“ zu tappen, in die zuletzt die Deutschen getappt sind, und vor ihnen schon knapp 20 weitere Nato- und EU-Länder. Die europaweiten Erfahrungen der Bündnispartner legen diesen Schluss nahe. Dabei muss man wissen, dass so eine Entscheidung quasi Endgültigkeitscharakter hat. Denn eine Wiedereinführung würde ein hohes eskalierendes Potenzial in sich bergen und somit sehr unwahrscheinlich und politisch höchst brisant sein.


Die Modernisierungsfalle. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs haben sich inzwischen 19 Mitglieder aus Nato und EU dafür entschieden, den Wehrdienst abzuschaffen und auf Freiwilligenstreitkräfte umzustellen. Nur – glücklich geworden ist damit niemand der europäischen Verbündeten. Alle erhofften Effekte, wie Einsparungen im Verteidigungsetat, mehr finanzieller Spielraum für Investitionen oder auch eine Erhöhung der Einsatzzahlen der Soldaten für die Auslandsmissionen, wurden nicht erreicht.

Die Wehrpflicht fiel in der Regel kurzfristigen politischen Beweggründen, wie z.B. der Beeinflussung von Wahlentscheidungen, zum Opfer. Deutschland reiht sich mit seiner durch Ex-Minister zu Guttenberg forcierten Abschaffung damit im Prinzip in die Reihe der Verbündeten ein, die in diese „Modernisierungsfalle“ getappt sind. Die Kosten einer solchen Abschaffung, die von führenden deutschen Militärökonomen auf über drei Milliarden Euro beziffert werden, hat anscheinend niemand „auf dem Plan gehabt“. Wäre diese Größe von Beginn an mit in Erwägung gezogen worden, hätte schnell deutlich werden müssen, dass die vorgesehenen 8,3 Milliarden Einsparungen im bundesdeutschen Verteidigungsetat bis 2017 zusammengeschmolzen wären, wie ein Eisbecher in der Sonne.

Bis zuletzt hatten nicht nur führende deutsche Militärsoziologen und Demografen, sondern auch die militärische Führung darauf aufmerksam gemacht, dass das „Zwangspraktikum Wehrpflicht“ der Bundeswehr jährlich 8000 Freiwillige in die Kasernen spült. Damit sind die Freiwilligen gemeint, die sich aus dem Dienstverhältnis des Wehrpflichtigen heraus für ein festes Anstellungsverhältnis als Zeitsoldat bei der Bundeswehr entschieden haben. Ein Vorteil, den kein anderer deutscher Arbeitgeber hatte. Bei einem jährlichen Einstellungsbedarf der Bundeswehr von auch zukünftig um die 20.000 Soldatinnen und Soldaten mit festem Anstellungsverhältnis wäre das immerhin schon die halbe Miete gewesen. So aber muss sich die deutsche Bundeswehr bei abnehmenden Jahrgangsstärken von 15 Prozent, sinkenden qualitativen Voraussetzungen von Bewerbern und einem sich weiter flexibilisierenden und internationalisierenden Arbeitsmarkt mit allen anderen öffentlichen und nicht öffentlichen Arbeitgebern in den Kampf um die Talente begeben. Die dabei angestrebte Bestenauswahl zwischen den Kandidaten, die mindestens drei bis vier Bewerber auf eine Stelle nahelegt, würde somit ein Bewerberaufkommen von mindestens 60.000 bis 80.000 jungen Menschen pro Jahr bedeuten. Bei Jahrgangsstärken um die 400.000 zeigt das, wie unrealistisch die Berechnungen des Verteidigungsministeriums sind.


Millionenheer der Sympathisanten. Eines der wesentlichen Argumente der vergangenen Jahre, welches gebetsmühlenartig wiederholt wurde, war, dass die Wehrpflicht die „Klammer des Militärs zur Gesellschaft“ sei. Ihr wurde zugeschrieben, dass die Armee so ein Spiegelbild der Gesellschaft bleibe. Gleichzeitig sollte verhindert werden, dass die Zeit- und Berufssoldaten sich von der Gesellschaft entfernen und womöglich antidemokratisches Gedankengut entwickeln.

Dieses Argument war ein doppelter Schlag ins Gesicht. Einerseits für die in der Bundeswehr tätigen Zeit- und Berufssoldaten, als wenn diese die Wehrpflichtigen brauchten, um sich an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu orientieren; andererseits für das Führungsprinzip der Bundeswehr, die „Innere Führung“, die unabhängig von Dienstverhältnis und Rang den Soldaten verpflichtet, als Demokrat und Staatsbürger in Uniform zu handeln. Und zu guter Letzt waren es ohnehin nur noch 35.000 Wehrpflichtige pro Jahr, also ca. 0,04 Prozent der Deutschen – eine zugegebenermaßen recht schwache Klammer.

Nun, auch hier hilft der Blick auf die Erfahrungen der Verbündeten. Inzwischen, zeigen internationale Studien, ist die Akzeptanz der Streitkräfte nicht davon abhängig, ob Rekrut Meier am Wochenende bei Oma in Uniform am Kaffeetisch sitzt, sondern wie die Streitkräfte in den Medien dargestellt werden. Eine mediale Bindung mit einem Heer Millionen potenzieller Sympathisanten.


„Jahr 1“ nach der Abschaffung. Hält man sich die blanken Zahlen vor Augen, so ist derzeit die Waage noch im Gleichgewicht – beginnt aber zu kippen. Nach Abschaffung der deutschen Wehrpflicht sind insgesamt 15.000 Stellen für sogenannte „Freiwillige Wehrpflichtige“ geschaffen worden. Bis zu 23 Monaten kann so ein freiwilliger Wehrdienst dauern. Er ist besser bezahlt als die „alte Wehrpflicht“ und kann auch zur Teilnahme an einer Auslandsmission führen. Für die 15.000 Stellen gab es im „Jahr 1“ insgesamt 20.000 Bewerber, allerdings nur 12.000 geeignete, die dann auch eingestellt wurden.

Von diesen Eingestellten lag die eingegangene Verpflichtungszeit bei durchschnittlich 14–16 Monaten. Allerdings entschied sich ein Viertel von ihnen während der sechsmonatigen Probezeit, die Bundeswehr wieder zu verlassen. Dabei hat das deutsche Verteidigungsministerium von Anfang an einen klugen Schachzug unternommen und sich nicht verbindlich auf die Zahl dieser „Freiwillig Wehrpflichtigen“ festgelegt. Man spricht immer nur von „bis zu“ 15.000 pro Jahr. Wenn es eben nur 12.000 werden und 25 Prozent wieder aufhören, ist man immer noch im Plansoll und entgeht einem Rechtfertigungsdruck.


Modern rekrutieren.
Was bleibt, ist der Weg, jungen Menschen den Dienst in der Bundeswehr möglichst schmackhaft zu machen. Dafür muss man wissen und berücksichtigen, was junge Menschen wollen. Sie planen ihre Berufsbiografien bewusst; und wenn die Bundeswehr möchte, dass sich junge, gut ausgebildete Menschen für einen freiwilligen Dienst in der Bundeswehr entscheiden, muss man sie professionell und modern ansprechen. Ihnen muss konkret aufgezeigt werden, welchen Mehrwert ihr Dienst für sie hat und wie sie für ihr weiteres Erwerbsleben profitieren können. So könnte z. B. ein Auslandseinsatz schnell zu einer „fordernden Auslandserfahrung im internationalen, mehrsprachigen Management“ umgedeutet werden, ein Lehrgang an einer Schule der Bundeswehr nicht mit einem unlesbaren und mit Abkürzungen übersäten Lehrgangszeugnis bescheinigt werden, sondern vielleicht mit Credits, mit der jede Hochschule europaweit etwas anzufangen weiß. Nur so wird es gelingen, die übereilte, finanziell nicht hinterlegte und demografisch unsinnige Wehrpflichtabschaffung irgendwie noch „einzufangen“.


Worauf es in Österreich ankommt. Wenn im kommenden Jänner in Österreich über die Wehrpflicht abgestimmt wird, bleiben noch vier Monate, um sich in Politik und Gesellschaft darüber klar zu werden, dass dies einer langen und gründlichen Vorbereitung bedarf, um die Folgen einer Abschaffung „abzufedern“ und die Wehrpflicht nicht wie in Deutschland auf dem Opfertisch zu sezieren. Hierzu gehört, dass das Gesamtbild der Streitkräfte auf den Prüfstand gehört, das heißt die Wehrpflichtabschaffung niemals singulär stattfinden sollte, sondern die Konsequenzen für eine Reform des Bundesheeres mitgedacht werden müssen.

Darunter fallen beispielsweise mögliche Kasernenschließungen, Versetzungen, Umzüge, Umschulungen, Ausmusterungen von Material oder auch aufwendige und teure Werbe- und Rekrutierungsmaßnahmen. Denn die Abschaffung, so viel steht fest, kostet erst einmal. Ähnlich wie der Umzug aus einem großen, etwas abgewohnten Einfamilienhaus in eine kleinere, aber modernere Mietwohnung. Es sollten zudem innovative Konzepte entwickelt werden, wie man jungen Österreichern auch ohne Wehrpflicht den Dienst im Bundesheer schmackhaft machen kann; denn auch für Österreich gilt: Es werden nicht mehr, sondern immer weniger junge Menschen, um die alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber konkurrieren. Somit bleibt für Österreich noch Zeit, es besser zu machen als die europäischen Partnerländer, die glaubten, einfach einem Trend folgen zu müssen und insbesondere junge Wählerinnen und Wähler mit einer Abschaffungsentscheidung auf ihre Seite ziehen zu können.

Detlef Buch, Jahrgang 1974, Oberstleutnant im Generalstab der deutschen Bundeswehr, hat Pädagogik, Psychologie und Soziologie studiert. Promotion am Institut für soziale Probleme und Sozialpolitik der Universität der Bundeswehr München.

Zurzeit ist Buch Wissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin mit dem Forschungsfeld „Militär und Gesellschaft“, Schwerpunkt Wehrformen.

Zuvor war er Ausbildner von Wehrpflichtigen, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und mit der Beratung des deutschen Bundestages und der Bundesregierung befasst. Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin sowie der Humboldt-Universität.
Stiftung Wissenschaft & Politik

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2012)

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25 Kommentare
 
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Gast: regow
15.10.2012 13:27
0 0

Infrastruktur für Wehrdienst nicht schrumpfbar

Das österreichische Bundesheer wurde finanziell immer unterversorgt und halb totreformiert.
Allerdings kann man es nicht beliebig verkleinern, denn die Infrastruktur für den Wehrdienst ist nicht beliebig schrumpfbar. Fällt die Wehrpflicht weg, wird es auch hier kein Halten geben.
Oder gibt es vielleicht schon klare Vorgaben, wie das Berufsheer auszusehen hätte?

Gast: Niederösterreicher
08.09.2012 14:29
0 0

Zwei wesentliche Aspekte für die Wehrpflicht:

1.) Schule der Nation: Österreich ist unbestreitbar ein Einwanderungsland. Die Zuwanderer kommen oft aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen. Aus der 1. Generation wird man nicht so leicht "echte" Österreicher machen. Um wenigstens der 2.Generation ordentliches Deutsch und österr. Kultur und Sitten beizubringen, schuf man 2(!!) verpflichtende Kindergartenjahre. Das ist wahrscheinlich noch zu wenig. Um sie zu österr. Patrioten zu machen, ist der Militärdienst dringend notwendig.
2.) Die Staaten mit der Freiwilligenarmee sind durch die Bank Mitglieder der Nato, dh. sie haben ihre Verteidigung - arbeitsteilig - an die NATO delegiert. Diese Möglichkeit haben war nur, wenn wir unsere Neutralität aufgeben. Dabei müßte eigentlich das gleiche Argument gelten wie bei der Abschaffung der Wehrpflicht: Sie ist in Zeiten der Abrüstung und Entspannung ebenso wenig notwendig die Wehrpflicht!

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Im Zuge des Euroaustritt / EU Explosion

wäre es sicher besser das Heer zu behalten, da dann angeblich sorfort ein Krieg in Europa ausbricht.

Gast: Gast: Leser
04.09.2012 15:03
3 0

Besser machen?

Natürlich könnte es Österreich besser machen. Aber sicherlich nicht mit dieser Regierung und vor allem unter diesem sogenannten Verteidigungsminister, der sich zusätzlich als absolut beratungsresistent zeigt. Also lieber vorläufig alles so lassen, wie es ist, in der Hoffnung auf eine andere Regierung und einen fachkundigen und intelligenten zuständigen Minister.

Gast: personalspekulant
04.09.2012 14:02
0 1

Ganz Europa hat die Wehrpflicht abgeschafft.

Nur in Österreich wird es gaaaaaaaanz sicher nicht funktionieren.

Artikel gelesen?


Gast: wepa11
03.09.2012 15:04
2 0

Endlich ein obektiver Beitrag

Ein wohltuender Beitrag! im Gegensatz zu alldem populistischem Geschwafel, das viele politiker und sog. Experten von sich geben (z.B.: Panzerschlacht im Tullnerfeld (Zitat Häupl) So ein Konzept hat es m.E nie gegeben!). Das Bndesheer ist (war) seit seiner Gründung immer von der politik links liegen gelassen worden (Ausnahme: Eurofighter, für mich DER Super-Gau ((übersetze: größte anzunehmende Unnötigkeit/ größter anzunehmender Unsinn/größte anzunehmende Undurchsichtigkeit)). Jezt sieht sich die Politik nicht in der Lage, das problem zu lösen (trotz Fachleuten?) und will das Volk befragen? (Herr Pröll kennt anscheinend den Unterschied von Volksabstimmung und -befragung noch immer nicht!)Da es natürlich auf die Fragestellung ankommt, wären m.E nur 2 Möglichkeiten halbwegs korrekt: Sind Sie für
1. Aufgabe der Neutralität / Beitritt zur Nato / professionell ausgestattes Berufsheer / gut dotierter Sozial- und Hilfsdienst, oder
2.: Wehrpflicht mit drei verschiedenen Dienstvarianten: militärisch / Katastrophenhilfe / Sozialdienst.
Wenn diese Punkte nicht zur Auswahl stehen - es müssen auch die jeweiligen Kosten dargestellt werden!!!!!! kann ich mir eine halbwegs sinnvolle Befragung nicht vorstellen.

Antworten Gast: gast 44454
12.09.2012 11:29
0 0

Re: Endlich ein obektiver Beitrag


@wepa11: Ich bin genau Ihrer Meinung. Nur so kann es gehen.

Gast: myk
03.09.2012 05:24
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kurios

Kurios das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter ganz auszusparen.
Es gibt keinen Grund, warum weibliche Nationalratsabgeordnete und Töchter aus der Oberschicht weniger moralische Pflicht hätten am Schutz Österreichs mitzuwirken als ein Arbeitersohn.

Schon einmal umgekehrt gedacht, dass

die Töchter der Ober-, Mittel- und Unterschicht zum überwiegenden Großteil die Betreuung und Pflege von Kindern und älteren Angehörigen schultern?
Erst dann, wenn auch dort "Halbe- Halbe" realisiert ist, kann man über Sozial- oder Präsenzdienst diskutieren!

Kurzsichtig

Ganz abgesehen davon, daß Zwangsdienste mit einem modernen Staatsverständnis nicht vereinbar sind, wird bei diesen simplen Kosten-Nutzen-Rechnungen gern vergessen, daß auch die Wehrpflicht enorme Kosten verursacht, die von deren Befürwortern gern unterschlagen werden:

Für den Zwangsrekrutierten Bürger ist es zunächst ein verlorenes Jahr, in dem er üblicherweise große Einkommensausfälle hinnehmen muß, in dem er seine Ausbildung nicht voranbringt, in dem er wertvolle Lebenszeit an einen gierigen Staat verschenkt.

Für dessen Arbeitgeber ist es eine Zeit, in der er einen jungen Menschen, in dessen Ausbildung er Zeit, Mühe und Geld gesteckt hatte, und der gerade dabei ist, diese Investition Früchte tragen zu lassen, verliert ohne Ersatz dafür zu haben.

All diese Kosten sind aus der Sicht der Zwangsdienstbefürworter natürlich "externe Kosten", die sie gerne andere tragen lassen - es wird Zeit diese Kosten zu internalisieren.

Mir hat noch keiner erklären können

warum eine Dienstverpflichtung etwas Unmodernes sein sollte?
Kann man das gedanklich begründen?

Antworten Gast: Vogel Strauss
02.09.2012 20:23
2 2

Re: Kurzsichtig

Dann können unsere Rettungsdienste zusperrren!

Dann sollen sie vernünftige Preise verlangen.

Einem Verletzten, dessen Leben gerade gerettet wurde sind wohl ein paar 100 Euro für diese Dienstleistung zumutbar.

Jedenfalls sollte uns dies das Ende der Sklaverei schon wert sein.

Ein wirtschaftliches gegen ein moralisches Argument ist nicht unbedingt eine starke Argumentation pro Zwangsdienst.

Dann verwenden Sie nicht das Wort "Sklaverei"

Das ist schlicht falsch. So wie es leider nie begründet wird, warum ein persönlicher Dienst an einer Gemeinschaft schlecht sein muss.

Dass Wehrdienst Zwangsdienst sein und deshalb nicht modern wird immer nur behauptet, aber nie begründet.

1 5

An alle zukunftsorientierten

Unterschreibt und verbreitet diesen Link bitte an all jene, die etwas verändern wollen: http://www.avaaz.org/de/petition/Osterreichische_Wehrpflicht_abschaffen_1/?cclxmcb
Es muss endlich etwas getan werden!

Gast: Moderndenkender
01.09.2012 22:20
1 8

Ein Militaerangehoriger wird...

..natuerlich fuer die Beibehaltung der Wehrpflicht werben. NO NA. Die Wehrpflicht garantiert tausende Jobs im Bundesheer.

So ein Unsinn

Wer sich beim Heer über die Abschaffung der Wehrpflciht freut, das ist der höhere Offizier, der mit Berufssoldaten endlich welche hat, die er viel leichter "operativ einsetzen" kann. Auf zivilistisch heißt das: Es gibt in jedem Heer welche, die sich drauf freuen, wenn Schießkrieg leichter möglich ist. Genau denen reden Sie das Wort.

Antworten Gast: Vogel Strauss
02.09.2012 20:21
7 0

Re: Ein Militaerangehoriger wird...

Und das Berufsheer nicht? Dort wird sicher mehr gezahlt, sonst geht keiner hin. Irgendwie unlogisch, Ihre Logik.

Antworten Antworten Gast: Moderndenkender
03.09.2012 10:51
0 6

Re: Re: Ein Militaerangehoriger wird...

Nein. Weil das Berufsheer auf jeden Fall personell schlanker wird als das derzeitige Heer.

Gast: Vogel Strauss
01.09.2012 20:19
6 0

Ö soll es besser machen?

Na, da kennt der Hr. Oberstleutnant aber unseren obersten Zivi nicht ... OT: Wir müssen ja auch den E10 einführen, anstatt mal in D nachzuschauen, was das für ein Fiasko ist ... genauso wird es mit der Wehrpflicht werden!

Re: Ö soll es besser machen?

In der EU kann man am Beispiel Griechenlands erkennen, wie unsinnig zu viel Investitionen in die griechische Flotte und in die Wehrpflicht waren. Wenn Wehrpflicht, dann auch nach dem Prinzip der Gendergerechtigkeit! Also auch Wehrpflicht für Frauen und Männer. !? Beim Berufsheer fällt mir immer ein, die erste österreichische Republik hatte ein Berufsheer und einen Bürgerkrieg, sowie einen echten klerikalen Faschismus. Zufall? Daher besser als Wehrpflicht ein Sozialjahr für Männer und Frauen. Das Sozialjahr müsste natürlich die Feuerwehr, den Natur- und Unwetterschutz, die Kranken und Altenversorgung umfassen. Eine Wahl zwischen Wehrpflicht und Berufsheer ist zu wenig, ist eindimensional!! Ausserdem wozu brauchte Österreich bis jetzt die Überschall Flugzeuge ???

Antworten Antworten Gast: Rota
03.09.2012 13:31
2 1

Geldfux belieb bei deinen Moneten

Weil also in der 1. Republik das Berufsheer die Gemeindebauten beschoss und mit dessen Hilfe der Arbeiterklasse ihre Rechte endgültig genommen wurden brauchen wir jetzt wieder eines ?

Ist das die Logik ?
Danke - kein Bedarf!
Norbert bist Du's ?

Lieber eine Wehrpflicht für Männer und Frauen wie in Israel, jedenfalls KEIN Berufsheer dass dann im Interesse der herrschenden Klasse (welcher auch immer) wieder mal die Bevölkerung "notfalls" mit Waffengewalt unterdrückt.

Auch nicht als "Antidemo-Spezialtruppe" (Denn wenn wir die brauchen dann nur weil weit vorher Schritt für Schritt die Politik versagt hat).


Re: Geldfux belieb bei deinen Moneten

Ich bin nicht Norbert und teile Deine Meinung, ein Berufsheer ist gefährlich, aber eine Wehrpflicht ist für ein so kleines Land wie Österreich unnotwendig und zu teuer!! Daher besser irgendwelche soziale Dienste auf Männer und Frauen gleichmäßig verteilt ist vernünftiger und vor allem billiger, als ein Berufsheer mit vielen Flugzeugen und den ganzen Kriegskram, den alle Berufssoldaten sich vielleicht wünschen!

Und was passiert mit unserem Staatsgebiet

ohne Heer?
Ihnen muss ja klar sein, dass sich ab dem ersten Tag der Abschaffung des Bundesheeres andere Mächte darüber Gedanken machen, was mit diesem militärisch leeren Gebiet im Ernstfall zu passieren hat?

Als erste werden sich die Amerikaner freuen, denn die haben dann ein Stückchen Luftkorridor zur freien verfügung, sollten sie doch einmal den Iran bombardieren wollen. Sowas ähnliches hatten wir schon einmal 1958.

Rundherum fast nur NATO-Staaten. Schaffen wir das Heer ab, dann gehört Österreich denen. Zur freien Verfügung. Es gäbe wahrlich sauberere Wege der NATO beizutreten.

 
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