25.05.2012 11:29 | Meine Presse Merkliste 0

Wieso hat sich Merkel nicht entschuldigt?

18.07.2009 | 18:17 |  von Alaa El Aswany (Die Presse)

Wenn ich sehe, wie gleichgültig die deutsche Kanzlerin mit dem Leben von Arabern und Muslimen umgeht, muss ich unweigerlich an unsere nubischen Vorfahren denken, die in den Käfigen von Berlins Zoo gefangen waren, während Deutschesie vergnügt betrachtet haben.

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Carl Hagenbeck wurde 1810 in Hamburg geboren und liebte Tiere seit seiner Kindheit. Dank seines Vaters konnte er eine beträchtliche Sammlung an Tieren sein Eigen nennen und als Carl Hagenbeck heranwuchs, traf er die Entscheidung, sich seinen Lebensunterhalt durch das Organisieren von Tiervorführungen zu verdienen. Mit seiner Kollektion von seltenen Tieren tourte er durch alle Zoos im Westen und verdiente viel Geld. Doch nach einigen Jahren in diesem Gewerbe entschied er sich für eine neue Aktivität: Er sendete Mitarbeiter zu fernen Orten in der Welt, wie Samoa oder Lappland, um Gruppen indigener Völker zu „sammeln“, sie in Käfige zu stecken und dann in den Tiergärten Europas und der Vereinigten Staaten auszustellen.

Dies bringt uns zu einem unbekannten Kapitel in den ägyptisch-deutschen Beziehungen.

1876 schickte Hagenbeck seine Männer nach Südägypten, ließ sie eine Gruppe Nubier einfangen und in Käfige stecken und begann mit diesen durch europäische Städte zu ziehen. Die Nubierausstellung war ein großer Erfolg – und mit ihm begründete Hagenbeck einen neuen Typ der Attraktion: den menschlichen Zoo. Diese entsetzlichen Ausstellungen wurden 60 Jahre lang erfolgreich in Europa durchgeführt, bis man sie ab 1930 mehr und mehr einstellte.

Für die Popularität der Darbietungen gab es drei Gründe: erstens, das Bedürfnis der Europäer, ihr Gefühl der Überlegenheit zu behaupten, indem sie andere Völker wie Tiere in Käfigen zur Schau stellten.

Zweitens war der westliche Kolonialismus auf seinem Höhepunkt – und die Kolonialherren brauchten eine moralische Rechtfertigung für ihre Morde, Diebstähle, Vergewaltigungen und andere Straftaten. Die Zurschaustellung der Kolonialisierten in Käfigen zeigte, dass diese nicht vollkommen menschlich waren, was ihnen das Recht auf menschliche Behandlung und Gerechtigkeit entzog.

Der dritte Grund war, dass zu dieser Zeit europäische Wissenschaftler von den Evolutionstheorien des englischen Naturforschers Charles Darwin betört waren und – Sie werden es nicht glauben – die Bewohner der Kolonien in den Käfigen studierten, um das fehlende Glied zwischen Mensch und Affe, von dem Darwin sprach, zu finden.

Als ich über diese abscheulichen rassistischen Aktivitäten las, die Millionen im Westen über Jahre praktiziert hatten, ohne die geringste Verlegenheit oder ein Schuldgefühl zu empfinden, fragte ich mich: „Wie konnte irgendjemand, aus welchen Gründen auch immer, akzeptieren, dass ein menschliches Wesen wie er selbst gefangen, in einen Käfig gesteckt und wie ein Affe zur Schau gestellt wird?“

Die Frage blieb unbeantwortet, bis ich das „Berliner Literatur Festival“ besuchte und eine schwarze Frau mit afrikanischen Wurzeln namens Grada Kilomba traf, die Vorlesungen an der psychologischen Fakultät der Universität Berlin hält. Ich fragte sie, ob sie als Schwarze in Deutschland mit Problemen zu kämpfen habe. Grada lachte und sagte: „Sie haben die richtige Person gefragt.“ Dann überreichte sie mir ein Exemplar ihres ausgezeichneten Buches „Plantation Memories. Episodes of Everyday Racism“, in dem sie über ihre Erfahrungen mit rassistischen Deutschen berichtet und erzählt, wie sehr sie unter diesen litt.

Sogar als sie sich an der Universität zum Doktoratsstudium anmelden wollte, wurde sie ersucht, Dutzende Papiere und Dokumente vorzuweisen, die von offizieller Seite nicht verlangt werden und die weiße deutsche Studenten nie einreichen mussten. Aber Grada war dickköpfig, fleißig und schlau. Sie reichte alle Dokumente ein und bestand alle Prüfungen. Zu guter Letzt traf sie auf eine deutsche Professorin, die sie gedankenlos fragte: „Sind Sie sicher, dass Sie hier ein Doktorat machen möchten? Wieso machen Sie keines dort (in Afrika)?“

Grada Kilomba befragte für ihr Buch etliche afrikanische Frauen, die in Deutschland leben, und die Resultate waren erstaunlich. Es stellte sich heraus, dass sie alle Diskriminierungen aus rassischen Gründen und ständigen Erniedrigungen ausgesetzt waren. Eine der Frauen berichtete, dass sie als Jugendliche Bauchschmerzen hatte und in der Gegend, in der sie lebte, zu einem deutschen Arzt ging. Sie bezahlte die Gebühr für eine Untersuchung und wartete auf den Arzt. Dieser untersuchte sie, verschrieb ihr ein Medikament und als sie gerade gehen wollte, hielt er sie zurück und bot ihr einen Job als Dienstmädchen in seinem Haus an. Die Frau meinte, sie sei krank gewesen und habe die Arztgebühr bezahlt wie alle anderen auch. Nur weil sie schwarz ist, nahm der Arzt an, dass sie als Bedienerin arbeite.

Das Wichtigste, das Grada Kilomba in ihrem Buch erklärt, ist der Unterschied zwischen rassistischen Praktiken und rassistischem Bewusstsein. Rassistische Praktiken sind Verhaltensmuster oder diskriminierende Handlungen oder auf rassistischer Einstellung basierende Gewalt. Rassistisches Bewusstsein schlummert sogar in den liebenswürdigsten „Gutmenschen“. Es äußert sich immer in dem einem Satz: „Sie sind anders als wir.“

Rassistisches Bewusstsein setzt voraus, dass andere Menschen – andere als Weiße aus dem Westen – eine andere Kultur und Denkweise haben und anders empfinden. Das impliziert für rassistisch Denkende, dass diese anderen nicht dieselben Rechte verdienen. Nach Kilombas Theorie waren diejenigen, die Tickets kauften, um den Anblick von Afrikanern in Käfigen zu genießen, nicht böse, sondern bloß gewöhnliche Menschen mit rassistischem Bewusstsein. Dieses Bewusstsein mache die Menschen glauben, dass fremde Völker anders und unbedeutender wären. Der deutsche Arzt, der seine Patientin fragte, ob sie als Dienstmädchen arbeiten wolle, war möglicherweise ein „anständiger“ Mensch – doch sein rassistisches Bewusstsein veranlasste ihn, die afrikanische Frau als vollkommen anderes Wesen anzusehen als etwa seine Tochter.

Ich betone hier, dass ich nicht alle Deutschen des Rassismus beschuldige, weil die Deutschen brillante und nachhaltige Beiträge zum Wohl der Menschheit erbracht haben. Ich kenne viele Deutsche, die tolerant sind und Respekt für alle Völker zeigen. Es stimmt zwar, dass rassistische Straftaten in Deutschland in einer beängstigenden Art und Weise zugenommen haben – allein im Jahre 2006 wurden 12.000 Fälle aufgezeichnet. Es stimmt aber auch, dass sich überall in Deutschland eine starke Antirassismusbewegung ausbreitet.

Daher war ich bestürzt und aufgebracht über die Art und Weise, wie die deutsche Regierung auf den schrecklichen Mord an Marwa el-Sherbini und das Baby in ihrem Mutterleib reagierte.

Der Kriminelle, der Marwa el-Sherbini ermordete, war ein deutscher Terrorist – und natürlich sind Regierungen nicht verantwortlich für die Straftaten ihrer Bürger. Doch dieses Verbrechen geschah in einem deutschen Gericht und wir haben das Recht zu fragen, wie der Mörder in der Lage war, das Gebäude mit einem Messer zu betreten. War es ein empörendes Versagen der Sicherheitskräfte?

Der Killer stach 18 Mal im Laufe von acht Minuten auf Marwa ein und niemand griff ein, um sie zu retten. Kommt dieses Versagen nicht einem Verbrechen gleich – einem Verbrechen aus Nachlässigkeit, das zum Mord an einer unschuldigen Frau und ihrem ungeborenen Baby geführt hat? Noch dazu vor den Augen ihres Kindes und ihres Mannes? Nachdem auf Marwa mehrmals eingestochen worden war, tauchte endlich ein deutscher Polizist auf – doch er feuerte auf Marwas Mann statt auf den Killer. Ist es nicht eine gesetzliche und politische Pflicht, diesen Polizisten strafrechtlich zu verfolgen?

Er hat zwei Verbrechen begangen: Er versäumte, Marwa zu Hilfe zu kommen, und er versuchte, ihren Ehemann zu töten, weil dieser arabisch aussah.

All dies macht die deutsche Regierung direkt für den Mord mitverantwortlich – nach dem Gesetz, der Moral und der Logik. Eine ganze Woche lang schwieg die Regierung jedoch beharrlich und der Regierungssprecher gab dann allgemeine Kommentare ab, ohne spezifische Maßnahmen zu nennen, die Sicherheitsbeauftragten im Gericht zur Verantwortung zu ziehen – die sich alle durch Nachlässigkeit und Rassismus am Mord mitschuldig gemacht haben. Die Zeitungen berichteten, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel würde eine offizielle Erklärung abgeben, in der sie sich bei der Familie von Marwa el-Sherbini und bei allen Ägyptern für die Fahrlässigkeit der deutschen Regierung, an deren Spitze sie steht, entschuldigen würde.

Hat Frau Merkel etwa abgelehnt, das zu tun? Weshalb hat sie sich nicht im Namen der deutschen Regierung entschuldigt? Ist Marwa el-Sherbini als ägyptische Muslimin, die einen Hijab trägt, kein Mensch? Hat sie nicht Familie und Freunde, die sie lieben, so wie Frau Merkel ihre Familie und ihre Freunde liebt? Ist es vereinbar mit dem Status eines gewählten Oberhaupts in einem demokratischen Land, sich derart vor der Verantwortung zu drücken? Wenn ich sehe, wie gleichgültig Angela Merkel mit dem Leben von Arabern und Muslimen umgeht, muss ich unweigerlich an unsere nubischen Vorfahren denken, die in den Käfigen von Berlins Zoo gefangen waren, während Deutsche sie vergnügt betrachteten, und ich erinnere mich an das Statement meiner Freundin Grada Kilomba: „Rassismus fängt immer mit einem Satz an: ,Sie sind anders als wir.‘“

Übersetzung aus dem Englischen:
Olivier Gergely

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2009)

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32 Kommentare
 
1 2
ichmeine
23.08.2009 09:28
0 0

Wenn ich sehe, wie gleichgültig die deutsche Kanzlerin mit dem Leben von Arabern und Muslimen umgeht, muss ich unweigerlich an unsere nubischen Vorfahren denken, die in den Käfigen von Berlins Zoo gefangen waren, während Deutsche sie vergnügt betrachtet haben.

könnte ein guter Einstieg in eine Gesprächstherapie sein.

Interessant ist das deutsch-österreichische "Entschuldigungs-Syndrom" einiger "Freigeister".

Gast: matthias
01.08.2009 12:00
0 0

Feindbilder - Vergebung - Versöhnung - Frieden - Religion - Gott

es hat keinen zweck feindbilder zu schaffen, weder zu der einen noch zu der anderen seite. rassismus ist mit abstand DER DÜMMSTE ismus ! deutsche kennen die folgen aus 2 weltkriegen. doch wir sind ALLE Opfer UND Täter, haben ALLE "dreck am stecken", KEINER ist ohne Sünde. Gott liebt aber jeden Menschen, ungeachtet seiner Sünde, seiner weltanschauung und ungeachtet seiner hautfarbe sowieso. Er hat die hautfarben ja geschaffen, es ist Seine Bunte Schöpfung. die lösung für ALLE Probleme menschlichen zusammenlebens ist Vergebung und Versöhnung. in dem Buch DIE HÜTTE, englisch THE SHACK, französisch LA CABANE von william paul young wird diese Position anhand eines Romans SEHR GUT ERKLÄRT. Gottes Segen ALLEN Menschen !!! Salam - Peace - Shalom - Frieden !!!

Gast: ...der Redaktion bekannt
24.07.2009 14:46
1 2

Alaa El Aswany hat eindeutig recht!

Bei 80 % der Kommentaren kommt eindeutig Rassismus und Uneinsichtigkeit herraus! Hätte mir nie im Leben solche Reaktionen erwartet! Spielt es etwa eine Rolle von wem dieser Kommentar geschrieben wurde?????

Ein besonders dummes Argument ist dies: In einem anderem Land passiert das Gleiche mit einem Deutschen und niemand entschuldigt sich....warum sollen wir uns dann entschuldigen! hä...nur weil andere Länder arrogant und uneinsichtig sind, muss es Deutschland nicht doch auch sein!

Antworten Gast: Gast
25.07.2009 17:40
1 0

WER entschuldigt sich dafür?

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,637192,00.html
Schweigen im Walde?

Warum soll sich Deutschland entschuldigen? Was kann Merkel (und mit ihr die deutsche Bundesregierung) für das Verbrechen? Was können die deutschen Bürger dafür?
Oder gehts nur ums Zelebrieren einer Opferrolle und ums Instrumentalisieren eines traurigen Verbrechens für politische Zwecke?

WER entschuldigt sich für die Taten des berüchtigten Kölner Komaschlägers? Oder für die 80% Intensivtäter best. Hintergrunds in Berlin?
Ich höre und lese keine Verurteilungen seitens des Zentralrat der Muslime oder angesehener türkischer Verbände in Deutschland.

"Ein besonders dummes Argument ist dies: In einem anderem Land passiert das Gleiche mit einem Deutschen und niemand entschuldigt sich....warum sollen wir uns dann entschuldigen! "

Nein, das ist kein dummes Argument. Wenn die ägyptische Regierung von Deutschland eine Entschuldigung fordert, dann soll sie gefälligst selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Anlässe gäbs nach der Logik genug.

1997 sind an die Dutzende Schweizer Touristen in Ägypten umgebracht worden, gabs eine offizielle Entschuldigug bei der Schweiz?

Antworten 4x4
25.07.2009 17:15
1 0

Re: Alaa El Aswany hat eindeutig recht!

"nur weil andere Länder arrogant und uneinsichtig sind,"

Nein, nicht nur.
Weil Deutsche, Österreicher, .... fast immer Opfer, und nur ganz, ganz selten Täter sind!

An den Kommentare ist ersichtlich, was in vielen Menschen vorgeht. Von denen gibts mehr als von den immer weniger werdenden Gutmenschen!

Wenn's so weitergeht, kocht's irgendwann über

"Was lange gärt wird endlich Wut"


4x4
22.07.2009 17:53
0 0

Das Positive ist,

dass sich ALLE Kommentare GEGEN dieses abstruse Geschreibsel dieser/dieses Alaa El Aswany wenden.

Gast: gast
22.07.2009 10:41
1 0

Jo so sans

großzügig beim Austeilen, wehleidig beim Einstecken .
Und Europas Politiker spielen brav mit ..

Gast: NOhammed
22.07.2009 01:45
1 1

Unfertige Religion

An erster Stelle sollten sich die in Europa eingedrungenen Anhänger gesteinigter Frauen und abgehackter Hände für ihre unfertige Religion entschuldigen, mit der sie den Europäern eine Dauerdiskussion über ihre unappetitlichen Denkweisen und Rituale aufzwingen. Europa hätte wahrlich Besseres zu tun, als sich mit solchen Zurückgebliebenen zu beschäftigen!

Gast: gast
21.07.2009 18:02
1 0

pt. Alaa El Aswany

scheint in einer Parallelwelt zu leben ..

4x4
21.07.2009 16:24
0 1

Einfach UNWÜRDIG

für die Presse, ein derart unsinniges Geschwafel zu bringen.

Gast: donald
21.07.2009 10:43
1 0

das einzige was sich deutschland

vorwerfen lassen muss ist, dass es möglich ist einen gerichtssaal mit einem messer in der hosentasche zu betreten. und dafür kann frau merkel nichts...

franzmann
21.07.2009 10:24
1 0

was soll das?

ein kültürkämpfer ist aktiv. warum interessiert sich dieser herr nicht für die MILLIONEN afrikanischer sklaven, die in MOSLEMISCHEN ländern BIS HEUTE gehalten werden?!!

Gast: gast
21.07.2009 07:25
0 0

Wieso hat sich Merkel nicht entschuldigt?



Die Reaktionen deutscher Politiker auf den Mord, der unfassbarer Weise in einem Dresdener Gerichtssaal stattfinden konnte,
hat Henryk M. Broder in gewohnt scharfsinniger Weise unter die Lupe genommen.

Ein ganzes Land wird unter den Generalverdacht der Fremdenfeindlichkeit gestellt.
Und die Politik verbittet sich nicht etwa die dreiste Einmischung in die inneren Angelegenheiten Deutschland, sondern beugt demütig und zustimmend das Haupt.

Das „Berlin“ unternahm nicht einmal den Versuch, die Anschuldigung zurückzuweisen
und sich jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten zu verbieten,
wie es Rechtgläubige weltweit bei jeder Gelgenheit routinemässig tun.


http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/extremisten_und_opportunisten/

Gast: U. Peipe
20.07.2009 19:55
0 0

Alaa Beinhart

Echt beinharter Beitrag des Nubiers. Ich jedenfalls gehe nicht mehr in den Zirkus Hagenbeck. Nubier in Käfigen, das gehört sich nicht. Dann geht es weiter mit Grada Kolomba, sie hat festgestellt, dass selbst eine Klaudia Roth, Gutmensch, insgeheim rassistisch ist. Wusste ich schon vorher, habe das aber immer auf ihre Landsleute bezogen. So kann man sich irren. Und last, but not least Kanzerin Merkel, hat ihre Freunde und Familie nicht lieb. Sauer lässt grüßen, jetzt weiss ich auch, warum der immer so ein langes Gesicht zieht.
Herr Aswany, danke für den informativen Beitrag!

tarrant
20.07.2009 18:37
2 0

Gegenfrage

Warum haben sich keine islamischen Geistlichen oder saudi-arabischen Politiker für den 11. September entschuldigt?

Selbe Logik der kollektiven Schuld. Oder gilt das nur für bestimmte Opfergruppen?

Gast: Karl Freydank
20.07.2009 17:23
0 0

ruup42@gmx.de

Scheint da bewirbt sich jemand für die nächste Wanderaustellung.....

Gast: holgerdanske
20.07.2009 16:39
0 0

WOW!

Endlich mal einer der es sagt wie es ist.
"Sie sind anders als wir" ja so ist es- und für meinen Bruder gilt das auch, ebenso für meine Frau und meine Kinder. Alle, alle sind anders.
Ist das nicht Wahnsinn?!

ZITAT: "Rassistisches Bewusstsein setzt voraus, dass andere Menschen – andere als WEISSE aus dem Westen – eine andere Kultur und Denkweise haben und anders empfinden."
Also für mein empfinden ist DAS rassistisch. Ausgrenzung/ Abwertung als strikt "weißes" Phänomen- Wie war das nochmal mit den arabischen Sklavenjägern?

Was bitte soll diese Art von "Aufrechnung" bringen, was beweisen? Ich sehe nur eines: In seiner Verschiedenheit war und ist der Mensch überall gleich. Gleich hasserfüllt, gleich liebevoll, gleich genial und eben auch gleich rassistisch.

Wofür ein Artikel wie der obige gut sein soll, außer dass ein weiterer Spalter versucht seine schräges Weltbild zu verbreiten entgeht mir.

Antworten Gast: Giaur
21.07.2009 06:48
0 0

Re: Wofür dieser Artikel gut sein soll, außer dass ein weiterer Spalter versucht seine schräges Weltbild zu verbreiten entgeht mir

Wenn 2 das gleiche tun ist es nicht dasselbe!

Schon wieder ist eine Muslima ermordet worden.
Allerdings werden weder Moslemfunktionäre noch Rechtgläubige
in fernen Ländern darüber ein Wort des Mitleids verlieren.
Denn der Mörder
war erstens, wie meist,
wenn so etwas passiert,
kein Ungläubiger.
Zweitens berief er sich bei der Tat laut SPIEGEL auf den Koran.
Und drittens lässt sich die Geschichte deswegen nicht politisch im Sinne der Moslemfunktionäre instrumentalisieren.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,637192,00.html

Gast: miO
20.07.2009 16:36
1 0

Typisch

"Wenn ich sehe, wie gleichgültig Angela Merkel mit dem Leben von Arabern und Muslimen umgeht..."

Wenn ich sehe, wie gleichgültig in islamischen Staaten mit dem Leben von sog. "Ungläubigen" umgegangen wird....
Erst heute wurde ein deutscher Tourist in der Türkei abgestochen. Kann man von der türkischen Regierung erwarten, das sie sich entschuldigt?

"Der Killer stach 18 Mal im Laufe von acht Minuten auf Marwa ein und niemand griff ein, um sie zu retten."

Laut Presseberichten stach er 18 mal innerhalb einer halben Minute auf sie ein.
Lächerlich zu behaupten, er hätte 8 Minuten Zeit gehabt um sie zu töten.
Aber Menschen ihres Schlages verdrehen die Tatsachen immer zu Gunsten ihrerseits. Würden wir solche Forderungen stellen, was wäre die Antwort?
Fordern, Beleidigtsein und Fordern...

Gast: MAIER
20.07.2009 16:24
1 0

Entschuldigense bitte

Gestern wurde ein Deutscher in Instanbul erstochen.

Wird Erdogan sich entschuldigen ?

Wird es Lichterketten geben ?

Werden türkische Spitzenpolitiker kondolieren ?

Wir in Istanbul eine Straße nach dem Opfer benannt werden ?

Tschuldigung, ich frach ja nur ...

Antworten geheimrat
20.07.2009 18:24
1 0

Re: Entschuldigense bitte

Unter Berufung auf Augenzeugen berichtete CNN-Türk, der Krankenwagen für das Opfer sei erst nach einer halben Stunde am Tatort gewesen, obwohl das nächste Krankenhaus nur zwei Minuten entfernt sei.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,637150,00.html

Zur Erinnerung: Der von den türkischen Bewohnern durch kriminelle Manipulationen selbst verschuldete Hausbrand in Solingen führte zu Attacken auf die deutschen Feuerwehrleute, die angeblich zu spät eintrafen.

Wird sich Erdogan öffentlich für den Mord an einem Deutschen und (vermutlich) Christen entschuldigen?

Wird es in der Türkei Lichterketten geben?

Werden alle deutschen Medien in großen Aufmachern und heller Empörung darüber berichten?

Wird es in Deutschland “Tod der Türkei”-Aufmärsche geben, auf denen türkische Fahne verbrannt werden?

Wird das auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Türkei erlassen?

Wird Deutschland einen Staatsanwalt in die Türkei entsenden, um den türkischen Behörden bei der unvoreingenommenen Aufklärung des Falles zu helfen?

Antworten geheimrat
20.07.2009 18:09
0 0

Re: Entschuldigense bitte

Na klar!
Lichterketten, Mahnwachen, Trauerarbeit........ die fahren sicher das volle Programm.

Gast: Voxx
20.07.2009 16:12
0 0

18 mal in 8 Minuten???

Glaubst die wirklich selbst diesen völlig unglaubwürdigen Tathergang, der hier behauptet wird?
18 mal in 8 Minuten!
Ein deutscher Terrorist!
Der Polizist wollte den Ehemann töten, weil er arabisch aussah!

Dem Tenor nach (Deutschland ist mitschuldig, Alle sollen sich entschuldigen etc. pp.) und der unglaublich verlogenen Tatbeschreibung ist dieser Artikel einzig Hetze vom untersten Fach!

Heute wurde ein deutscher Tourist in Istanbul am hellichten Tag, vor den Augen seiner Frau, erstochen! Ich erwarte die Entsendunge eines Staatsanwaltes, den Kotau der gesamten Türkei, die Anklage vor der Uno usw.!
Merkt hier eigentlich noch jemand was?

geheimrat
20.07.2009 14:44
1 0

Der Autor ist Ägypter,

war der Häuptling der NY 9/11 Attentäter Mohammed Atta nicht auch Ägypter. Hat dieser Kerl nicht über 3500 Menschen am Gewissen. Ist der ägyptische Präsident bei all den Staatsoberhäuptern und Regierungschefs der Länder die Opfer zu beklagen hatten durch den Türspalt gekrochen und hat um Vergebung gewinselt. Ich habe nur auf den Straßen tanzende, den Tod anderer Menschen bejubelnde, Anhänger der Friedensreligion in Erinnerung.

Gast: Anfrage
20.07.2009 11:52
1 0

Wann hat sich die türkische Regierung

für die Gewalt- und Sexualverbrechen - und das sind nicht vereinzelte, sondern Tausende -, die ihre Bürger an Deutschen und Deutschland begehen, entschuldigt???

 
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