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Verabschiedet euch vom "Modell Deutschland"!

12.05.2012 | 18:17 |  von Ian Bruff und Matthias Ebenau (Die Presse)

Großbritannien als böser EU-Bremser, Deutschland als Retter der Union: Dieses selbstgefällige Bild ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Deutschland ist genauso neoliberal wie der Inselstaat und bedroht mit dieser Haltung das europäische Projekt. Ein Blick von außen.

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Großbritanniens EU-Kurs hat viele auf dem Kontinent verschreckt: Das britische Veto gegen die Änderung des Lissabon-Vertrags zur Bekämpfung der Eurokrise hat das Ansehen des Landes in vielen Teilen Europas beschädigt, nicht zuletzt in Deutschland.

David Camerons Argument, dass eine Vertragsänderung die britischen Finanzinteressen beeinträchtigt hätte, wurde weithin als rücksichtslose Verteidigung der Krisenverursacher angesehen (...) Auch wurde den Briten vorgeworfen, sich einer „fairen“ Beteiligung an den Kosten der Krisenbewältigung entziehen zu wollen. Der Konflikt ist damit noch nicht beendet: Derzeit blockiert das Vereinigte Königreich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

Es ist zweifellos begründet, die britische Position als schädlich für die wirtschaftliche Stabilität Europas zu kritisieren. Umgekehrt ist es aber auch nicht besser: Deutschland stellt sich oft als verantwortungsvoller Förderer und Bewahrer der Union dar. Ein Selbstbild, das auf einer wackligen Basis steht. Mehr noch, die zugrunde liegende Gegenüberstellung unterschiedlicher Kapitalismusmodelle – das britische durch und durch neoliberal und latent anti-europäisch, das deutsche „menschlicher“ und vernünftig pro-europäisch – verzerrt die Tatsachen. Tatsächlich haben die Wirtschaftsmodelle beider Länder weitreichende Prozesse der „Neoliberalisierung“ durchlaufen. So vertreten nun auch beide unhaltbare Positionen in der Krise der europäischen Integration.

Aber wie ist das möglich? Zunächst heißt „Neoliberalisierung“, die politischen Ökonomien in Einklang mit dem Mythos des Marktes umzugestalten. Der Begriff steht damit im Gegensatz zur statischen Vorstellung von unterschiedlichen kapitalistischen „Modellen“. Vielmehr betont er die gemeinsame Richtung regulatorischen Wandels in Europa und darüber hinaus. Großbritannien mit und nach Margaret Thatcher ist natürlich ein Musterbeispiel: Massenprivatisierungen, Deregulierung, Angriffe auf die Gewerkschaften und Wohlfahrtseinschnitte. Die derzeitige Koalitionsregierung setzt diese Politik mit ihrer scharfen Austeritätspolitik und ihrer beinahe unterwürfigen Haltung gegenüber der kleinen, aber extrem mächtigen Finanzelite konsequent fort.

Deutschland hat sich seit der Wahl Helmut Kohls zum Kanzler 1982 und insbesondere seit der Wiedervereinigung unverkennbar in die gleiche Richtung entwickelt, wenn auch gradueller. Darüber kann auch die Rede vom Wiedererstarken des traditionellen „Modells Deutschland“ nicht hinwegtäuschen. Als prägend für dieses „Modell“ galten etwa die betriebliche Mitbestimmung und das System sektoraler Flächentarifverträge. Diese Institutionen sind heute nicht verschwunden. Aber ihr grundlegender sozialer Gehalt hat sich drastisch verändert: Bedroht mit Kapitalflucht in Niedriglohnländer unterwerfen sie sich zunehmend dem Gebot „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“.

Um die Interessen ihrer Stammbelegschaften zu schützen, sind etwa Betriebsräte immer öfter gezwungen, direkt am Standortwettbewerb teilzunehmen. Das zeigt sich in der regelmäßig aufflammenden Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmervertretungen multinationaler Konzerne. In der jüngeren Vergangenheit gab es zum Beispiel bei Opel heftige Konflikte um Werksschließungen oder die Ansiedlung neuer Produktionslinien. So hat sich die Neoliberalisierung oft durch und nicht gegen nicht-marktförmige Institutionen vollzogen.

Der Eindruck verstärkt sich noch, wenn wir zudem die staatliche Sozial- und Arbeitsmarktpolitik betrachten. Die Hartz-Reformen haben die prekäre und niedrig entlohnte Beschäftigung deutlich ausgeweitet. Sie haben die Erosion der relativen sozialen Gleichheit beschleunigt, die die historische Grundlage des deutschen wirtschaftlichen Erfolgs bildete. Die Realeinkommen aus abhängiger Beschäftigung sind seit 1993 um mehr als drei Prozent gefallen – und damit weit hinter dem fortdauernden Produktivitätsanstieg zurückgeblieben. Der Anteil der Beschäftigten am Nationaleinkommen ist somit im gleichen Zeitraum um mehr als zehn Prozent gesunken. Währenddessen haben Kapitaleinkommen entsprechend zugelegt.

Die Begründung lautet immer wieder: Deutschland müsse „Exportweltmeister“ bleiben. Nur so könne langfristig Prosperität garantiert werden. Folgerichtig hat sich die traditionell hohe deutsche Exportabhängigkeit in den vergangenen 15 Jahren weiter erhöht.

Das Gesamtresultat dieser Prozesse ist kein durch und durch neoliberaler Kapitalismus wie in Großbritannien (...) Deutschland hat heute ein hybrides Modell. Es kombiniert Institutionen, die im Sinne der Neoliberalen ausgehöhlt oder in ihrer Funktionsweise transformiert wurden, mit ein paar verbleibenden Überresten des Alten.

Die Veränderungen im „Modell Deutschland“ wirken sich auch auf die Rolle des Landes bei der europäischen Integration und der Bearbeitung ihrer derzeitigen Krise aus. Neu ist, wie kompromisslos die Bundesregierung deutsche Interessen durchsetzt. Ein Beispiel dafür ist der überaus restriktive Fiskalpakt, der den schwächeren Euro-Ländern einen harten Sparkurs aufzwingt. Teilweise lässt sich das mit der traditionellen deutschen Besessenheit bezüglich der Währungsstabilität erklären. Aber der Eifer und die fast absolute Inflexibilität sind jüngeren Datums und spiegeln die Dominanz neoliberaler Ideologie und die wachsende Weltmarktorientierung der deutschen Exportindustrie wider.

Die Maßnahmen der Merkel-Regierung und ihrer „Troika“-Verbündeten werden die Krise vertiefen, nicht lösen. Denn sie vergrößern die Ungleichgewichte zwischen Zentrum und Peripherie der Union. Schon zuvor waren diese Asymmetrien groß und zunehmend: Zur Einführung des Euro verfügte Deutschland über eine ausgeglichene Handelsbilanz; bis 2007, also noch vor Ausbruch der Krise, wuchs der Überschuss aber bis auf 7,7 Prozent des Nationaleinkommens an. Hier zeigt sich klar, wie der deutsche Exportsektor von der relativen Schwäche der Gemeinschaftswährung gegenüber der alten D-Mark profitiert.

Mit der derzeitigen Krisenbearbeitungsstrategie will die Regierung diese Wettbewerbsvorteile noch ausbauen und langfristig konsolidieren. An der Oberfläche scheint dies freilich Deutschlands Interessen zu entsprechen. Es ist aber das bloße Gegenteil dessen, was geschehen sollte. Denn es wird die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen der europäischen Peripherie langfristig beschädigen. Im Interesse Europas müssten deutsche Exporte weniger wettbewerbsstark werden. Durch stärkere Einkommenszuwächse müsste der Handelsbilanzüberschuss verringert werden. Umgekehrt könnten höhere Löhne in Deutschland das Wachstum in der gesamten Eurozone fördern.

Stattdessen droht der Währungsraum ohne einen deutschen Kurswechsel zu zerbrechen. Die Forderungen des Sparkurses sind kaum erfüllbar, ohne dass dies verheerende Folgen für die Länder am unteren Ende der Befehlskette nach sich zieht. Das kann man zurzeit in Griechenland beobachten: Die Wirtschaftsentwicklung wird abgewürgt, die soziale Notlage verschärft. Statt Kapital in notwendige soziale Investitionen zu stecken, werden drastische Rückzahlungsansprüche bedient. Doch das zieht nur weitere Austerität nach sich. Denn durch die folgende Depression wächst das Gewicht der Schulden nur noch stärker. So beobachten wir derzeit das europäische Äquivalent zu den Strukturanpassungsprogrammen, die in den 1980er- und 90er-Jahren – mit ebenso negativen sozialen Effekten – zahlreichen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern aufgezwungen wurden.

Selbst wenn die pro-europäische Haltung des kleineren, liberaldemokratischen Koalitionspartners die britische Regierung dazu veranlassen sollte, konstruktiver an der Krisenbekämpfung unter deutscher Führung mitzuarbeiten, würde die Krise also nicht verschwinden. Ganz im Gegenteil – ein grundlegend anderer Ansatz ist notwendig.

So sollte unter anderem eine wirksame Finanztransaktionssteuer eingeführt werden, mit oder ohne britische Zustimmung. Darüber hinaus muss aber die europäische Finanz- und Währungsarchitektur grundlegend neu gestaltet werden. Der Aufruf „Europa neu begründen“ von führenden deutschen Gewerkschaftern und Wissenschaftlern macht einige gute Vorschläge: Die gemeinsame Währungspolitik muss auf ein breiteres Set von Zielen ausgerichtet werden. Sie sollte nicht nur Stabilität, sondern auch Wachstum und Beschäftigung umfassen. Transfermechanismen wie der Länderfinanzausgleich müssen auf europäischer Ebene eingeführt werden, um den wachsenden Ungleichgewichten entgegenzuwirken. Schließlich müssen die sozialen und ökonomischen Grundlagen der Integration selbst transformiert werden.

Das Ziel muss eine Umkehr der Neoliberalisierungsprozesse des „Modells Deutschland“ sein. Dafür muss sich Deutschland als erstes von seiner Besessenheit verabschieden, immer „Exportweltmeister“ sein zu wollen. Nur so kann eine tragfähige Basis für ein reformiertes europäisches Projekt geschaffen werden.

Der Text erschien in „Cicero“.

Ian Bruff ist Politikwissenschaftler an der Loughborough University, GB;

Matthias Ebenau ist Politikwissenschaftler am Queen Mary College der University of London.

Beide haben zahlreiche Veröffentlichungen in den Bereichen Internationaler und Vergleichender Politischer Ökonomie, Europäischer Integration und zur gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise vorgelegt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2012)

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15 Kommentare
Gast: radius
21.05.2012 07:55
0 0

Diese Kake raucht noch immer.


Gast: Be-obachter
18.05.2012 09:18
2 0

England hat Null-Interesse daran,

die EU zu stabilisieren, wenn kein Profit dabei herausspringt.
Die Gründung der EU (früher EWG) unter den Diktat der ehemaligen Siegermächte war ja von vornherein nur deshalb erfolgt, um Deutschland einen Klotz ans Bein zu hängen.

Der böse, böse Neoliberalismus

Die Autoren haben offensichtlich keine Ahnung, wie sich der Begriff des "Neoliberalismus" überhaupt entwickelt hat.

Kleine Nachhilfestunde: "Neo"liberal bedeutet geschichtlich begriffen "liberal" mit staatlichen Eingriffen, um das Funktionieren des Marktes (Kartellkontrolle) und ein gewisses soziales Versorgungsniveau (Gesundheit, Pension) sicherzustellen.

Mises hat seinen Schüler Hayek, der als einer DER Begründer des Neoliberalismus gilt, als "Sozialisten" beschimpft - warum? Weil Hayek, im Gegensatz zu Mises, für eine weitreichendere soziale Sicherung eingetreten ist.

Die intellektuelle Degenerationd er heutigen Zeit - auch im Wissenschaftsbereich - zeigt sich sehr schön daran, dass "klassischer" Liberalismus oder "Ordo"liberalismus heute viel positiver besetzt ist, als "Neo"liberalismus. Dabei stellt gerade das Konzept des Neoliberalismus eine Weiterentwicklung früherer Konzepte mit verstärkt sozialem Einschlag dar.

Kommunisten und Keynsianer verstehen das natürlich nicht, für die ist das ja alles irgendwie dasselbe und gleich böse.

Antworten Gast: fghsfgrd
29.05.2012 23:11
0 1

@Ordoliberalismus

Das Grundübel des herrschende "Liberalismus" ist, dass er keiner ist.
Dessen Grundforderung: Die Früchte der EIGENEN Anstrengungen soll man SELBST genießen können. Wohl gemerkt: Der EIGENEN. Im reichen Bett zur Welt zu kommen zählt nicht zur "Anstrengung" da es genauso anstrengend ist wie in einem armen, daher hat John Stuart Mill et. al im 19. Jhdt. erkannt: KEIN LIBERALISMUS OHNE 100% ERBSCHAFTSSTEUER.

Welcher der "Neoliberalen" heutiger Tag hat dass je genannt ? Der heutige "Neoliberalismus" basiert auf (persönlich unverdienter, leistungs- und innovationsfendlicher) Kapitalakkumulation über Generationen, vor allem im Bereich des Großbürgertums, weit über dem Mittelstand.
Diese und die gesamte "Globalisierung" ist nichts anderes als der aufgewärmte unselige Manchester-Liberalismus des 18./19. Jhdts. der in den Katastrophen des WKI und WKII gemündet hat. Via ungleichster Vermögensverteilung (über Erbschaft) führte er auch zu politischen Extremen, gebar so geradezu die "Sternstunden"von Kommunismus und Faschismus.
Da 100% Erbschaftssteuer nicht durchsetzbar waren hat man - um diese unseligen Auswirkungen abzumindern - in den 20/30er-Jahren des 20. Jhdts das erweiterte Modell des "Ordoliberalsimus" entwickelt. Damals chancenlos, wie heute.
Nach dem WKII - wo halb Europa in Trümern lag - und visavis des EisernenVohangs der Kommunismus seine Festung hatte ging's auf einmal als "Soziale Marktwirtschaft" des Ludwig Erhardt. S. auch: Reinhard Marx, "Das Kapital".

Antworten Gast: aha
17.05.2012 03:51
1 5

Re: Der böse, böse Neoliberalismus

Mal davon abgesehen, dass ihr Beitrag keinerlei Bezug zur Argumentationslinie des Artikels aufweist, so sollte eine "kleine Nachhilfestunde" schon konsistent sein und kein falsch wiedergegebenes Halbwissen sein.

Desweiteren ist es Ihrem ANliegen auch nicht dienlich im selben Satz in dem Sie Gleichmacherei anprangern, höchstselbst Kommunisten und Keynesianer auf eine Stufe stellen.

Hochachtungsvoll, ach was red ich...

Gast: auch so ein Neoliberaler
15.05.2012 08:47
6 0

Markt ist schlecht/Staat ist gut ?

Der Markt ist pöhse, fast schon neoliberal (was immer genau damit gemeint ist). Aber Staatseingriffe sind gut. Den beiden Herrn fällt aber auch wirklich nichts Neues ein !

Gast: Viva
14.05.2012 21:03
6 0

Der übliche VWL-Blödsinn, der uns in den Abgrund führen wird …

Dieser Artikel ist eine schöne Zusammenfassung der altbekannten linken Thesen zur Volkswirtschaftslehre könnte genauso auf einem Folder von Attac stehen. Anscheinend gehen die Autoren davon aus, dass ihre linken Thesen weitgehenden akzeptiertes Allgemeingut sind, und zwischen den Zeilen steht, dass anscheinend die Politiker zu korrupt sind das Offensichtliche umzusetzen.
Dieses linke Gewölle von Vorgestern sollte man eigentlich in der Volksstimme und nicht in der Presse abdrucken, denn am Schluss gewinnen sie noch einen weiteren Unbedarften für ihre schädlichen Ansichten.

Gast: Bauer hat Frau
14.05.2012 07:17
0 0

Umgekehrt gedacht:

Man hat die Deutschen nach dem WK II völkerrechtswidrig geteilt und ihnen die Wiedervereinigung schwer gemacht.

Recht haben sie, wenn sie ihren eigenen Kurs fahren, denn "Partner" oder gar "Freunde" haben die nicht.

Sollen die anderen europäischen Staaten schauen, wie sie ohne BRD zurechtkommen!

Böse Zungen

Die europäische Zahlfreudigkeit der Deutschen in der EU, gegen die sich zunehmend aber innenpolitisch schon Widerstand regt, ist doch seit der "zugelassenen Wiedrevereinigung" doch nur eine Schönfärbung für die guten alten, aber in Verruf geratenen Reparationen! Genau so wie etwa das neuerliche (halbe) Geschenk eines Atomwaffen-U-Boots an Israel.
Niemand getraut sich etwas in Deutschland transparent zu machen, welche ZUsagen Helmut Kohl anläßlich der Wiedervereinigung in Nebenabsprachen den "westlichen Freunden" gemacht hat.
Den Euro, das wissen wir wenigstens schon aus der Literatur (David Marsh, Euro) wurde von Frankreichs MItterand dem Deutschen abgenötigt. Frankreich wollte die "Deutsche Atombombe", nämlich die D-Mark "unter Kontrolle" haben.
Nebenbei: Welches Land war VOR den Euro in der EU das am stärksten exportoriientierte? Klar, Deutschland. So viel zum Geschwafel, nur wegen des Euro wäre Deutschland wirtschaftlich so stark...Genau so wie Österreich ja auch angeblich wegen der "Osterweiterung" wirtschaftlich so gut da stünde. Und vorher war Österreich auch das Westland mit dem stärksten Osthandel. Dafür mussten "wir" klammheimlich den Polen dann nach 1992 in zwei Etappen 2,6 Milliarden Euro aus Steuergeldern an Altschulden "nachlassen"...

Antworten Antworten Gast: sdfsdfa
29.05.2012 23:22
0 1

Wie "nett und harmlos" die Deutschen sind

merkt man an hierher exportierten deutschen Studenten und Arbeitslosen. Die kosten uns relativ gesehen pro Kopf das Zehnfache der Kosten die Deutschland damit hätte.
Unser gesamtes Universitätssystem wird dadurch regelrecht zertrümmert. Ich sehe das als eine kriegerische Maßnahme, denn Krieg führt man nicht unbedingt nur mit Waffen.

Sehr, sehr "nett", meine Gefühle für die netten Deutschen geraten mehr als ins Wanken.
Auch so kann man kleinere Nachbarn in den Ruin treiben.

Weiters ist es kein Zufall, dass sie in ganz EUropa eine Firma nach der anderen aufkauften (ebenso wie im kleineren Rahmen z.B. Frankreich und England) sondern Resultat wohlbedachter, die Großen (Staaten, Vermögen wie Firmen) begünstigender EU-Regeln, die von (ja wem wohl ? wann wohl) einst mit diesem ziel ersonnen wurden um eben dieses "zufällige" Ergebnis zu liefern.
Nur weil man das deutsche (und EUropäische) Volk für blöd verkauft bedeutet das nicht, dass es dort nicht eine Schicht gibt die seit Jahrzehnten am "Way back" bastelt. Die sind nicht weniger "nett" als deren Pendants in anderen Ländern.

Und was dann?

Die Vorschläge zusammengefaßt:

1. Einführung einer Kapitaltransfersteuer OHNE britische Beteiligung - da freuen sich primär die Banker in London, denen dann das aus Frankfurt abgewanderte Kapital zugute kommt.

2. Aufgabe des Ziels "Exportweltmeister" zu sein - also bewußte Verschlechterung der Handelsbilanz, was logischerweise mit Arbeitsplatzverlusten verbunden ist.

3. Einführung von Transfermechanismem - also (noch mehr) Geld aus "EU-Nettozahlerländern" in die "Peripherie". Nur blöd, dass Schritt 1 und 2 bereits die Leistungsfähigkeit ebendieser Nettozahler beeinträchtigt haben werden...

In Summer klingen diese Forderungen wie eine Strategie, diverse extremere Gruppierungen quer durch Europa ("wahre Finnen", Gerd Wilders, Front Nationale, UKIP, BNP...) und natürlich auch in Deutschland (oder Österreich) selbst zu stärken... Aber das wird ja wohl kaum das Ziel der Autoren sein.

The problem with socialism is that sooner or later you run out of other people's money.

Gast: Yacutorix Vivax
13.05.2012 11:18
4 0

Hoffentlich behält A.Merkel den Kurs bei, welcher nämlich goldrichtig ist !


Defizit spending, das ist was für die FED, weil von denen kann keiner was
zurück-fordern. Die können Schulden machen, bis der ganze Globus in
CDS absauft !

Gast: Martin_S
12.05.2012 22:46
9 0

Sehr viele

Worthülsen, ohne Inhalt... aber man kann damit wieder mal so schön auf den "Neoliberalismus" (hatten wir jemals einen Liberalismus in Europa ????) hinhaun...

Gast: freund?
12.05.2012 21:12
7 0

PFEIF' auf das '''europäische projekt'''



das ist nur für eine truppe von spinnern und absahnern !

deutschland war schon vorher führend, und wird jetzt nur abgeräumt von den südländern !

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
13.05.2012 11:12
2 1

Re: PFEIF' auf das '''europäische projekt'''

...abräumen ...

sieht aber eher danach aus, daß die Südländer nur als
"Brechstange" verwendet werden, mit der gewiße globale Institute
an die Steuer-Milliarden der europäischen Nettozahler
rankommen können.


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