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"Debatte": Die Absahner - wer von der Krise profitiert

23.06.2012 | 18:02 |  von geoffrey geuens (Die Presse)

Wenn "die Märkte" ein Gesicht bekommen, beginnt für die Politik die Stunde der Wahrheit. Auf den Korridoren der Macht waren die Repräsentanten der Märkte schon immer anzutreffen.

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Europas Sozialisten wettern immer wieder heftig gegen das Finanzkapital und fordern schärfere gesetzliche Vorschriften, um die weltweite Herrschaft der Finanzmärkte einzudämmen. Dabei sollte man allerdings auch wissen, wovon und von wem man redet. Denn das Bild, das die Vokabel „Märkte“ heraufbeschwört, lässt uns leicht übersehen, wer genau da eigentlich von der aktuellen Krise und den Sparmaßnahmen profitiert.

„Der Kapitalist ist zu einem schwer fassbaren Phänomen geworden“, schrieb Jean Peyrelevade, der ehemalige Wirtschaftsberater von Ministerpräsident Pierre Mauroy, in seinem Buch „Le capitalisme total“. Und er stellte die Frage: „Von wem sagt man sich los, wenn man sich vom Kapitalismus abwendet? Gegen welche Institutionen geht man an, um die Diktatur des flüchtigen, global und anonym gewordenen Marktes zu beenden?“ Darauf gebe es keine klare Antwort, meint er, um dann schlichtweg zu behaupten: „Marx ist wirkungslos geworden, weil es kein klares Feindbild mehr gibt.“

Es ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass ein Vertreter der Hochfinanz, der unter anderem Vorstandschef der Investmentbank Leonardo & Co. (im Besitz der Familien Albert Frère, Agnelli und Michel David-Weill) ist und im Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe Bouygues sitzt, leugnet, dass so etwas wie eine Oligarchie überhaupt existiert. Erstaunlicher ist, dass führende Medien dieses wirklichkeitsfremde und entpolitisierte Bild der monetären Macht übernommen haben.

Das perfekte Beispiel dafür bieten die Berichte über die Ernennung von Mario Monti zum italienischen Ministerpräsidenten. Mit Begriffen wie „Technokraten-“ oder „Experten“-Regierung wird da im Prinzip nur verschleiert, dass es sich um eine Regierung der Banker handelt. Auf den Internetseiten mancher Tageszeitungen konnte man sogar lesen, in Rom seien jetzt „Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft“ an der Macht. Dass Monti auch einige Universitätsprofessoren in seine Regierungsmannschaft berief, ließ manche Kommentatoren glauben, sein politisches Programm stütze sich auf ein wissenschaftliches Fundament. Dabei übersahen sie, dass die meisten der neuen Minister aus den Chefetagen der großen italienischen Konzerne stammen. (...)

Dieselben sozialistischen und sozialdemokratischen Spitzenpolitiker, die sich gar nicht scharf genug über die Allmacht der Finanzmärkte äußern können, reagieren weitaus weniger empört auf die Tatsache, dass viele frühere Protagonisten der sozialliberalen Wende inzwischen die Seite gewechselt haben. Wim Kok, ehemals Ministerpräsident der Niederlande, sitzt heute im Aufsichtsrat von Shell und KLM wie auch des niederländischen Finanzdienstleisters ING. Exkanzler Gerhard Schröder hat ein neues Betätigungsfeld als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord-Stream AG gefunden, an dem die Unternehmen Gazprom, Eon, BASF, GDF Suez und Gasunie beteiligt sind; außerdem sitzt er im Aufsichtsrat beim Ölkonzern TNK-BP und ist Berater für das Europageschäft der Rothschild Investment Bank.

Solche slalomförmigen Karrieren sind längst zur Regel geworden. Auch andere Sozialdemokraten aus Schröders Kabinett haben den Wandel vom Staatsmann zum Geschäftsmann vollzogen. Ex-Innenminister Otto Schily sitzt heute im European Advisory Board von Investcorp, einer Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Bahrain. In diesem Gremium trifft er gleich mehrere prominente Kollegen: den konservativen österreichischen Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel, den Sozialisten Giuliano Amato, einst Ministerpräsident Italiens und Vizepräsident des Europäischen Verfassungskonvents (...). Selbst Kofi Annan, UN-Generalsekretär von 1997 bis 2006, ist mit von der Partie. (...)

Auch die wahren Erben Margaret Thatchers aus der Führungsriege von „New Labour“ haben sich der Hochfinanz angedient: Ex-Außenminister David Miliband ist heute als Berater für die Investmentgesellschaften VantagePoint Capital Partners (USA) und Indus Basin Holding (Pakistan) tätig; Peter Mandelson, Handelsminister unter Tony Blair und danach (2004 bis 2008) EU-Kommissar für Handel, berät seit 2011 die US-Investmentbank Lazard. Natürlich hat auch Tony Blair selbst eine erkleckliche Zahl von Ämtern angesammelt: Berater bei der Schweizer Finanzholding Zurich Financial Services (ZFS), Redner für den Hedgefonds Lansdowne Partners und Vorsitzender des Internationalen Beraterstabs von JPMorgan Chase – dem auch Kofi Annan und Henry Kissinger angehören.

Diese Aufzählung mag etwas dröge sein, aber sie dokumentiert, was in den Medien nicht vorkommt: die privaten Interessen des politischen Personals. Dabei soll die Liste dieser Doppelagenten nicht nur die Durchlässigkeit zwischen den Bereichen Politik und Wirtschaft aufzeigen, die sich gern als völlig voneinander getrennt (oder gar als verfeindet) darstellen, sondern auch dazu beitragen, die Funktionsweise der Finanzmärkte richtig zu verstehen.

Entgegen gängigen Vorstellungen sind die Finanzmärkte nämlich keineswegs anonym, sondern identifizierbar – durch Personen, die ihnen ein Gesicht oder beziehungsweise viele Gesichter geben. Damit meine ich nicht die der europäischen Kleinaktionäre, von denen in den Medien stets gesprochen wird, sondern die Gesichter der Oligarchen: der Anteilseigner und Verwalter riesiger Privatvermögen. Es ist ja so, dass nur 0,2 Prozent der Weltbevölkerung die Hälfte des weltweit börsennotierten Kapitals halten. Diese Portefeuilles werden von Banken (wie Goldman Sachs, Deutsche Bank, Santander, BNP Paribas, Société Générale), Versicherungsgesellschaften (wie AIG, AXA, Scor) und Pensions- und Investmentfonds (wie Berkshire Hathaway, Blue Ridge Capital, Soros Fund Management) verwaltet. Lauter Institutionen, die auf dieselbe Weise auch eigenes Kapital anlegen.

Diese winzige Minderheit spekuliert mit Aktien, Staatsanleihen oder Rohstoffen und kann sich dabei immer neuer Finanzprodukte bedienen, die sie dem unerschöpflichen Erfindungsgeist von Finanzingenieuren verdanken. Die Märkte für diese sogenannten Derivate sind keineswegs eine natürliche Folge der Entwicklung in den fortgeschrittensten Volkswirtschaften, sondern die Speerspitze eines Projekts, bei dem es allein darum geht, „den Oberschichten noch mehr Einkommen zu verschaffen“, wie es Gérard Duménil und Dominique Lévy formulieren. Die Strategie ist offenbar erfolgreich. Heute gibt es weltweit etwa 63.000 Personen, deren Vermögen 100 Millionen Dollar übersteigt. Deren Privatvermögen addieren sich auf 40 Billionen Dollar, was dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt aller Staaten der Welt entspricht.

Wenn „die Märkte“ ein Gesicht bekommen, beginnt für die Politik die Stunde der Wahrheit, denn sie kämpft nicht mehr gegen die Windmühlen eines „anonymen Systems“ wie François Hollande in seinem Präsidentschaftswahlkampf. „Ich sage Ihnen, wer mein Gegner in der bevorstehenden Schlacht sein wird“, erklärte er (...) in einer Wahlrede: „Er hat keinen Namen, kein Gesicht, gehört keiner Partei an und wird niemals kandidieren, also auch niemals gewählt werden. Dieser Gegner ist das Finanzkapital.“

Hollande war einfach nicht bereit, sich mit den Führungsriegen der Bankwelt und der Großindustrie anzulegen, denn dann hätte er die Namen der Verwalter von Investmentfonds nennen müssen, die ganz gezielt auf die zunehmende Verschuldung südeuropäischer Länder spekulieren; oder auch die Namen seiner Berater, die ein zweites Standbein in der Wirtschaft haben. Und nicht zuletzt die Namen der (Ex-)Kollegen, die von der sozialistischen Internationale zu anderen globalen Organisationen übergelaufen sind.

Dass der Sozialist Hollande zu seinem Wahlkampfmanager ausgerechnet Pierre Moscovici erkoren hatte, also den Vizepräsidenten der Lobby Cercle de l'Industrie, in der alle Führer der großen französischen Unternehmensgruppen vertreten sind, war jedenfalls ein wichtiges Signal: Der „Wandel“, von dem er sprach, sollte keinesfalls als Umsturz verstanden werden. Entsprechend versicherte Moscovici „den Finanzmärkten“, unter einem Präsidenten Hollande werde die Staatsverschuldung ab 2013, „koste es, was es wolle“, auf unter 3 Prozent sinken; dafür werde man die „entsprechenden Maßnahmen ergreifen“. Nach dem Wahlsieg Hollandes ist dafür der neue Finanzminister zuständig. Er heißt Pierre Moscovici.

Die routinemäßige Beschimpfung der Finanzmärkte ist eine von PR-Strategen ersonnene politische Rhetorik, die drastisch klingt, in der Praxis aber folgenlos bleibt. Wie schon Barack Obama, der den Verursachern der Krise in den USA die präsidentielle Absolution erteilt hat, werden auch die europäischen Politiker die „gierigen“ Spekulanten, die sie noch unlängst an den Pranger gestellt haben, ziemlich rasch begnadigen. Sie kommen nicht umhin, das Image der „ehrenwerten“ Vertreter der Oligarchie wiederherzustellen, das zu Unrecht gelitten habe.

Das geht so: Man beruft diese Leute in genau jene Ausschüsse, die mit der Ausarbeitung eines neuen Verhaltenskodex beauftragt werden. Paul Volcker (JPMorgan Chase), Mario Draghi (Goldman Sachs), Jacques de Larosière (AIG, BNP Paribas), Lord Adair Turner (Standard Chartered Bank, Merryll Lynch Europe) und Baron Alexandre Lamfalussy (CNP Assurances, Gortis) - all diese Schlüsselfiguren, die jetzt einen Ausweg aus der Finanzkrise finden sollen, waren direkt mit den großen Unternehmen der Branche verbandelt. Unterstützt von den Medien und einigen Intellektuellen, die noch vor kurzem die Selbstgefälligkeit und blinde Gier der Banker wortmächtig gegeißelt haben, mutieren die „Verantwortungslosen“ von gestern plötzlich zu neuen „Wirtschaftsweisen“.

Kein Mensch wird heute noch bestreiten, dass die Spekulanten die Krise der letzten Jahre zu profitablen Geschäften nutzen konnten. Aber bei aller Kritik am zynischen Opportunismus dieser Raubtierkapitalisten sollte man nicht vergessen, dass sie dabei von Vermittlerdiensten auf höchster staatlicher Ebene profitieren konnten.

Ein schlagendes Beispiel: Der Hedgefondsmanager John Paulson hat in der US-Immobilienkrise mit Subprime-Krediten mehr Geld verdient als jeder andere – 3,7 Milliarden Dollar allein 2007. Im Januar 2008 verpflichtete er Alan Greenspan als Berater, den langjährigen Chef der US-Zentralbank (1987 bis 2006); der hatte bereits einen Beratervertrag mit einem der wichtigsten privaten Gläubiger der USA, der Pacific Investment Management Company (Pimco, mehrheitlich im Besitz der Allianz). (...)

Ähnliches gilt für die international führenden Hedgefonds: Lawrence Summers, Finanzminister unter Bill Clinton und Präsident des Nationalen Wirtschaftsrats unter Präsident Obama, war von 2006 bis 2008 für das Finanzmanagementunternehmen D. E. Shaw tätig (dessen Hedgefonds mit 16 Milliarden Dollar operieren). (...) Was George Soros betrifft, so hatte er sich die Dienste von Lord Malloch-Brown gesichert, der 2006 kurzzeitig das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) leitete und bis 2009 als Staatsminister im britischen Außenministerium diente.

Die Finanzmächte haben also ein Gesicht. Auf den Korridoren der Macht waren ihre Repräsentanten schon immer anzutreffen.

Der vollständige Text erschien in „Le Monde diplomatique“.

Geoffrey Geuens
Dozent an der Universität Lüttich. Autor von: „La Finance imaginaire. Anatomie du capitalisme: des ,marchés financiers' à l'oligarchie“, Brüssel (Aden Editions) 2011.
privat

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.06.2012)

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20 Kommentare

Jahrmarkt-Wochenmarkt

Am Jahrmarkt und am Wochenmarkt haben diese tatsächlich ein "sichtbares Gesicht", nämlich den Verkäufer des türkischen Honigs und des billigen Regenschirmes und das Gesicht des Käufers, der glaubt ein Gut günstig erstehen zu können und sich über das Treiben am Markt freut, da er dort auch viele bekannte Gesichter trifft. Am globalisierten Markt sind die bekannten Gesichter rar geworden und im Gegensatz dazu die Möglichkeiten am Mehrwert zwischen Produzenten und Konsumenten unverhältnismäßig hoch teilzuhaben hingegen sehr groß. Auf den Finanzmärkten hat sich diese Anonymität durch den Einsatz der Elektronik und die Ausschaltung von Ruhezeiten dynamisiert. Der Druck wird immer mehr gesteigert, dies wird auch durch den Angriff auf den Sonntag deutlich, dieser ist das ersten "Sozialgesetz" der Geschichte überhaupt. AT, Amos 8:
Gegen den Wucher der Reichen
4 Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande zugrunde richtet 5 und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn feilhalten können und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, 6 damit wir die Armen um Geld und die Geringen um ein Paar Schuhe in unsere Gewalt bringen und Spreu für Korn verkaufen?

Achtung Herr....

..... Geoffrey Geuens in Kürze wird jemand auftauchen und Ihnen unterstellen, sie würden bloß deshalb derartig "böse Kommentare" schreiben, da Sie selbst noch nicht in diesem von Ihnen selbst beschriebenen "erlauchten Kreis" vorgedrungen sind. Diese Art von "Neid" wurde auch mir selbst unterstellt, als ich bereits vor Jahren in einem Gespräch auf einen damals noch amtierenden Finanzminister hinweis, der etwas merkwürdige Praktiken in seiner Amtsführung erkennen ließ. Der Hinweis auf den Psychofaktor "Neid" ist immer auch dann zu hören, wenn von mehr Steuergerechtigkeit die Rede ist. Ich selbst frage mich oft, ob wir "kleinen Leute von der Straße" wirklich immer nur "neidig sind" wenn Gerechtigkeit oder Ungleichgewicht in der Güterverteilung gesprochen wird oder nicht doch auch die Vertreter der Oligarchie das Argument "Neid" gegen Angriffe auf ihr oft nicht ganz erklärbares Vermögen ins Treffen führen. Möglicherweise sehen die Vertreter dieser Oligarchie sogar den Psychofaktor Neid beim "Armutschkerl" gegenüber, da dieser "Armutscherkl" um keine Spur weniger glücklich ist als sie selbst. Der Psychofaktor wird nicht bloß als Abwehr gegenüber Angriffen auf das horrendes Vermögen angeführt, sondern auch um sich im Wissen um dieses Ungleichgewicht und ihr eigenes erfolgreiches aber nicht zwangläufig auch glückliches Leben zu rechtfertigen.

Hmmm..

Vorweg: der Kommentar ist hervorragend geschrieben, der Mann weiß, wovon er spricht. In der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.

Dennoch kann ich seinen Schlussfolgerungen nicht ganz zustimmen. Denn "den objektiven" Politiker gibt es schlichtweg nicht. JEDER Politiker ist interessengeleitet. Das müsste man erstmal gedanklich akzeptieren und verarbeiten.
Der nächste Schritt wäre dann, versuchen zu verstehen, dass eine Umwälzung nur bedeuten würde, Arbeitnehmervertreter-Politiker an die Macht zu bugsieren. Wie zB in Österreich in Person von Muhm und Hundstorfer. Auch wenn das prima facie natürlich "besser" klingt, muss es das nicht unbedingt sein.
Einfachstes Beispiel: überhöhte Macht der Arbeitnehmer führt zu überhöhten Nominallöhnen und dadurch zu Inflation.

Der Autor hat jedoch vollkommen Recht mit einem Punkt: es gibt nicht den "anonymen" Kapitalismus...es gibt überall nur Menschen, mit Interessen. Manche legitim, manche nicht.

Gast: Be-obachter
01.07.2012 14:22
1 2

„Der Kapitalist ist zu einem schwer fassbaren Phänomen geworden“

So sehe ich das aber nicht. Der Kapitalist ist fassbar, und zwar über seine Aussagen.

Zum Beispiel:
"Es ist uns noch nie besser gegangen als heute."

Damit bezeichnet er explizit SEINE eigene Wahrnehmung. Er kennt keine Arbeitslosigkeit, kein Lohndumping, keine unbezahlten Überstunden, keinen steigenden Leistungsdruck.

Re: „Der Kapitalist ist zu einem schwer fassbaren Phänomen geworden“

Das ist nicht SEINE Wahrnehmung, sondern der Durchschnitt. Wer heute in Österreich als armutsgefährdet gilt hat eine Lebenserwartung und einen Wohlstand, für den ihn vor hundert Jahren der Großteil der Bevölkerung beneidet hätte.

Reform- & Leitfibel für Schafe

Erstklassiger Aufklärungsbericht am Gebiet des Neoliberalismus. Danke!

Gast: anderswo
24.06.2012 22:26
3 0

bester Artikel


Vielen Dank.

Gast: Gastritis
24.06.2012 19:45
5 0

Vielen Dank

für die Veröffentlichung dieses Artikels. So stelle ich mir den kritischen Journalismus in einer Qualitätszeitung vor. Menschen die der Wahrheit sich verpflichtet fühlen gehören vor den Vorhang - und nicht die maßlos überschätzten und egomanischen Politiker.
Danke nochmals.

Gast: super
24.06.2012 17:07
5 0

toller artikel...


derfens den des ?

Gast: Bürger01
24.06.2012 16:32
0 0

nicht zu vergessen sind

der staatl. norwegische Pensionsfonds , diverse Staatsfonds aus dem arabischen Raum und China .
Das Problem ist wohl eher die Gouvernance dieser Investoren , hier spielen dann die Ratingagenturen hinein . Es ist schon seltsam , wenn zwar Öl teuer an EU-Länder verkauft wird und Gewinne daraus dann in BRIC´s Länder oder dem erstaunlich gut gerateten angloamerikanischen Raum fließt . Ein Schelm , der hier böses denkt .

Re: nicht zu vergessen sind

Derivate wie blöd versteuern und Gewinne von echten Aktien so gut wie gar nicht mehr wäre der erste Schritt.

Guter Artikel

Und das Rezept dagegen? Listen erstellen, verhaften, öffentlicher Prozess, enteignen, einsperren. Neustart.

Gast: superdeabsahnerbattenbeitrag
24.06.2012 10:54
11 0

vor allem sind es die sozialisten die überall (für das gemeine wählervolk) in den medien gegen die finanzmärkte u casinobanken wettern u poltern - aber in wirklichkeit sind die sozialisten mit den banken- u. finanzmärkten sowie geheimbünden wie den bilderbergern engstens verstrickt.


Steht Euro vor dem AUS???

Steht Euro vor dem AUS oder gelingt durch Umgehung bestehender Verträge (z. B. Eurobonds) eine vorübergehende Rettung??
Im derzeitigen Rettungsschirm befinden sich noch rd. 130 Mrd. Euro zur Verfügung. Sp hat für seine Banken Euro 65 Mrd. reklamiert und Zypern wird zumindest Euro 4 Mrd. brauchen. Auch I braucht für seine Banken Geld. Hinzukommen die Euro 130 Mrd. für die Investitionsoffensive von der NIEMAND die Finanzierung kennt. Durch die Blockade (der deutsche Bundespräsident) unterschreibt ESM und Fiskalunion erst nach der Prüfung durch die Karlsruher Richter) ist fraglich, ob rechtzeitig ohne Deutschland genügend Mittel zur Eurorettung aufgebracht werden können um die zu erwartenden Spekulationsangriffe abzuwehren.

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/goodbye-euro-d201491.html

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/?em_cnt=467190&em_cnt_page=4

Gast: qwev
24.06.2012 09:47
9 1

Sehr interessant...

und erschreckend zugleich.
Dies ist aber nur die vorderste Reihe der zu nennenden Personen.

Gast: Be-obachter
24.06.2012 09:18
2 1

Auch in Österreich

haben die Märkte ein Gesicht:
Androsch, Vranitzky, Mensdorff_Pouilly, Fekter...

Gast: LegendIn
24.06.2012 05:00
2 10

Eine marxistische Tirade des blindwütigen Neides!

Hier werden die VERWALTER der Finanzvermögen als ihre EIGENTÜMER dargestellt, so als würde man Maria Fekter als Milliardärin betrachten, da sie ja Milliarden an Steuergeldern verwaltet!

Ja - auch diese Gestalten sind schuld.

Und sie leben prächtig von ihren Verwaltungsverbrechen.

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
24.06.2012 10:40
9 1

Wenn Sie Fonds-Manager in Schutz nehmen, dann lehnen Sie sich genauso gewagt aus dem Fenster, als würden Sie den Sozialismus gutheißen.


Fonds-Verwalter sind keine Eigentümer - stimmt, aber das rechtfertigt nicht,
daß Unsummen in einem virtuellen Cyber-Handel zirkulieren, welche in der
Realwirtschaft fehlen.

Fonds-Manager sind KEINE PHILANTROPEN, sondern global Players im borsatilen
Pyramiden-Spiel, bei dem am meisten gewinnt, wer am weitesten oben sitzt !
Und wenn man "Spiel-Regeln" wie "put-Optionen" , ungedeckte Scheinverkäufe, ...
in Betracht zieht, dann wird's geradewegs kriminell. Sowas gibt's nichtmal
im Casino.

Solche Praktiken ruinieren die reale Welt-Wirtschaft !

Auch senn das jetzt nach Linkem Spinner klingt:
aber de Fakto leben wir längst unter dem Diktat einer weltbeherrschenden,
börse-basierten Finanz-Oligarchie, welche keine Kaiser oder Könige mehr
braucht, weil schon ein "einfacher" Fonds-Manager vor Jahrzehnten die Macht
hatte, mit einer niedlichen Milliarden-Transaktion am Devisen-Markt die
spanische Peseta aus dem Währungs-Verbund zu katapultieren oder den
japanischen Jen in den Abgrund zu reißen. Das einzige Programm der SPÖ hieß
damals: Haider verhindern. Vogel-Strauß Politik oder blanke Dummheit ?

Große Märchen für große Kinder: der freie (borsatile) Markt reguliert alles.
Dieser Markt ist so "frei" , daß ein potenter Makler, der auf Knopfdruck ein
zig-faches vom Jahres-Budget eines durchschnittlichen Nationalstaates zur
Verfügung hat, die Nachfrage beliebig steuern kann und jeden Börsen-Kurse
hintreibt wo er will - UND dabei zweimal absahnt, beim Hausse UND BAISSE.

Gast: gastnamen
23.06.2012 20:28
9 2

thx

Super Artikel....

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