Kommentar

Martin Kušej weiß, dass man Menschen nicht wegschüttet

Gut, dass der designierte Direktor seine Aussagen zum Thema Ensemble zurechtgerückt hat.

Er gehe „mit dem Burgtheater schon schwanger“, sagte Martin Kušej: ein hübsches, quasi matriarchalisches Sprachbild. Was er sonst im Ö1-Interview (siehe unten) sagte, klang dagegen recht patriarchalisch – und erinnerte fast an verbale Kraftmeiereien seines Vorvorvorvorgängers Claus Peymann. In der Antwort auf die Frage, wie stark er das Ensemble erneuern wolle, von einem Suppentopf zu sprechen, aus dem man nach Gutdünken „mal“ die Hälfte wegschüttet, das ist eine Ausdrucksweise, die einem Mann, der beruflich mit Sprache zu tun hat, nicht passieren sollte.

Das ist drin:

  • 2 Minuten
  • 246 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen