Von Sommermärchen und Winternachtsträumen

Kommentar Die Erfolge von Österreichs Fußballerinnen bringen nicht nur diese, sondern auch das Wort „Sommermärchen“ in die Schlagzeilen.

 Verena Aschauer und Manuela Zinsberger bejubeln den Sieg der ÖFB-Frauen im Viertelfinale.
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 Verena Aschauer und Manuela Zinsberger bejubeln den Sieg der ÖFB-Frauen im Viertelfinale.
Verena Aschauer und Manuela Zinsberger bejubeln den Sieg der ÖFB-Frauen im Viertelfinale. – APA/HANS PUNZ

„Ein Sommermärchen“ titelte der „Kurier“ knapp am Montag; der „Standard“ schrieb ausführlicher: „Sommermärchen der Fußballfrauen nimmt kein Ende“; „Die Presse“ hatte schon am Sonntag prophezeit: „Das unverhoffte Sommermärchen geht weiter.“

Das Archiv lehrt: Das Wort wird ab und zu in anderem Zusammenhang gebraucht (so schrieb ein Kommentator vom „Refugees-welcome-Spätsommermärchen“), meist aber in Artikeln über Fußball, das erste Mal im Juni 2006. Begonnen hat damals „Der Spiegel“, mit einem rauschhaften Bericht über die „vorläufig größte WM-Ekstase“ in Deutschland, mit Sätzen wie: „Das Land vibriert, es summt.“ Oder: „Das Land ist netter denn je.“ Anfang Dezember lief der Dokumentarfilm „Deutschland. Ein Sommermärchen“ in den Kinos an.

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