In New York muss sein, wer am Olymp der zeitgenössischen Kunst arbeiten will, das hat sich – Globalisierung hin, Lokalisierung her– nicht geändert. Und mit Sabine Breitwieser hat die erste Österreicherin diesen Gipfel erreicht, sie wird Chefkuratorin für Medien- und Performancekunst am Museum of Modern Art. Keine schlechte Entschädigung für die Wiener Mumok-Direktion, deren peinliches, auf persönliche Chemie und zeitlichem Missmanagement beruhendes Auswahlverfahren für Staunen sorgte.
Aber egal. New York! Sicher nicht Rom. Auch wenn dort gestern das neue Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet wurde. „Maxxi“ steht drauf, ist aber nicht drin: Die mit Lokalhelden besetzten großen Eröffnungsausstellungen werden kein internationales Publikum anlocken. Eher noch die Architektur von Zaha Hadid, ein Ausstellungsstück an sich – der Entwurf der Stararchitektin stammt aus dem Jahr 1999. 2003 begann man zu bauen und, immerhin, 2010 schon wird eröffnet. Für die Italiener sowieso ein Wunder – deckt sich ihre Einstellung großteils mit der, die dem neuen Kurator des italienischen Pavillons der Biennale Venedig unterstellt wird: „Zeitgenössische Kunst ist für Vittorio Sgarbi das, was Amerika für Bin Laden ist.“ (So die Ausnahme der Regel, Francesco Bonami, Kurator in den USA.)
Symbolisch dafür die Architektur: schräge Böden, schwebende Stege, aber für Ausstellungen praktisch nicht zu gebrauchen. Das große Panoramafenster des erhöht liegenden Museums hätte einen Blick über ganz Rom und die ganze Kunstgeschichte ermöglicht. Wäre es genau auf die andere Seite gerichtet worden. Jetzt ist dort eine Betonmauer. Und durchs Fenster sieht man eben, „revolutionär und futuristisch“, so der „Maxxi“-Pressetext, auf einen x-beliebigen Parkplatz.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2010)















