26.05.2013 02:58 Merkliste 0

Die Religionsfreiheit darf nicht beschnitten werden

NIKO ALM (Die Presse)

Das deutsche Beschneidungsurteil ist richtungsweisend. Nun müssen weitere Bräuche hinterfragt werden – etwa die Beichte.

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Das deutsche Urteil zum religiösen Beschneidungsverbot von Minderjährigen ist richtungsweisend. Die Religionsfreiheit wird hier nicht beschnitten, sondern auf jene ausgeweitet, die sich noch nicht wehren können. In einer Abwägung der freien Religionsausübung der Eltern und der Religionsfreiheit sowie körperlichen Unversehrtheit des Kindes wurde dem Schutz des Kindes der Vorrang eingeräumt.

Das Urteil bedeutet kein generelles Verbot der Beschneidung, sondern nur, dass sie ausschließlich mit dem Einverständnis des Betroffenen erfolgen darf. Das Verbot ist auch auf religiöse Beschneidungen eingeschränkt, womit sich jede Diskussion über medizinische, therapeutisch notwendige Maßnahmen erübrigt.

Religionsfreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, geltendes Recht zu umgehen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Trennung von Staat und Religion, zum Abbau exklusiver (!) Sonderrechte von Religionsgesellschaften.

Denn auch im Rahmen der freien Religionsausübung ist die Beschneidung in Österreich nicht legal. Der Blick ins Staatsgrundgesetz führt zu einer eindeutigen juristischen Beurteilung: „Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung [ . . . ] gezwungen werden, insofern er nicht der nach dem Gesetze hiezu berechtigten Gewalt eines anderen untersteht.“ (Artikel 14, Staatsgrundgesetz).

 

Keine Deckung für Verletzung

Ein Beschnittenwerden als kirchliche Handlung zu definieren ist logisch nicht möglich, auch wenn der Beschnittene der Gewalt eines anderen untersteht. Die Körperverletzung findet im Rahmen der Religionsfreiheit keine gesetzliche Deckung. Sie ist illegal. Sie steht im Widerspruch zu Grund- und Menschenrechten.

Dass Männer durch diesen Eingriff ihr Leben lang körperlich „markiert“ (© Sybille Hamann) sind, wird gar nicht thematisiert. Die Möglichkeit, dass dem unfreiwilligen Religionseintritt ein frei gewählter Austritt folgt, weil man einfach Atheist ist oder ein Jude oder Muslim gar ungläubig wird, scheint auch aufgeklärten Europäern denkunmöglich. Dass die Vorhaut nicht nachwächst, ist da noch das geringere Übel im Vergleich zu der Sanktion, die den Murtadd, den Abtrünnigen, in einigen Ländern islamrechtlich erwartet: nämlich die Todesstrafe.

Unsere demokratische Gesellschaft darf und muss aber auch andere religiöse Bräuche hinterfragen. Warum wird Kindern die Beichte abgenommen? Dieses Aufladen von Minderjährigen mit dem katholischen Schuldkomplex ist gängige Praxis.

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht in einer Gesellschaft, die Menschenrechte respektiert, außer Streit. Das Recht auf psychische Unversehrtheit ist schwerer zu gewährleisten, aber dort, wo die Indoktrinierung mit Schuldgefühlen evident ist, wie im Fall der Beichte, müssen ähnliche Verbote greifen.

Noch dazu, da in vielen Fällen die Beichte von Männern abgenommen wird, die besser selbst vor der staatlichen Gewalt und nicht der Klasnic-Kommission Zeugnis ablegen sollten.

Die katholische Kirche hat schon vielen Generationen vor uns einen Rucksack umgehängt. Um ihn wieder loszuwerden reicht der Kirchenaustritt oft nicht. In Österreich sind Menschen ab 14 religionsmündig. Dann können sie selbst entscheiden, ob und welcher Religion sie angehören wollen.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.07.2012)

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41 Kommentare
 
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Nächster Stopp: WHO

Herr Alm sollte mal ein ernstes Wörtchen mit der WHO reden. Diese prämoderne, fundamentalistische Organisation wagt es doch tatsächliche männliche Beschneidung als einen Pfeiler der Strategie gegen AIDS zu empfehlen. Igitt!

Antworten Gast: iaia
14.07.2012 22:32
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Re: Nächster Stopp: WHO

Mein Gott! Sofort auflösen!

Vielen Dank an Herrn Alm

Vielen Dank an Herrn Alm für seinen Hinweis, dass auch die Beichte ein Manipulationsinstrument ist. In meinem Schulbeichtspiegel stehen folgende Sünden: "an einer Glaubenswahrheit (an welcher?) freiwillig gezweifelt", "glaubensfeindliche Schriften gelesen", "Sekten-Versammlungen besucht", "kirchliche Vorschriften betreffs verbotener Filme, Theater, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften übertreten". So wird einem die Parteilichkeit zugunsten der vorgegebenen Weltanschauung vorgeschrieben und unvoreingenommene Nachforschung gezielt abgewöhnt.

Vielen Dank an Herrn Alm

Vielen Dank an Herrn Alm für den Hinweis, dass auch die Beichte ein Manipulationsinstrument ist. Folgende Sünden stehen in meinem Schulbeichtspiegel: "kirchliche Vorschriften betreffs verbotener Filme, Theater, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften übertreten", "an einer Glaubenswahrheit (an welcher?)freiwillig gezweifelt", "glaubensfeindliche Schriften gelesen", "Sekten-Versammlungen besucht".
So wird einem die Parteilichkeit für die vorgegebene Weltanschauung anerzogen und jede unabhängige Nachforschung gezielt abgewöhnt.

offenbar will niko das schaffen, was seinen vorfahren nicht ganz gelungen ist...


...nämlich jenen teil der bevölkerung, der sich doch tatsächlich einbildet, dass die knabenbeschneidung zu seiner freien religionsausübung gehört, endgültig aus dem land zu jagen.

dann wäre man endlich unter sich, niko und seine nichtbeschnittenen "ganzen männer", die gottlob vor dieser bösen religion dann ENDGÜLTIG und TOTAL UND RADIKAL geschützt wären.

alles im sinne der freiheit, versteht sich...

Re: offenbar will niko das schaffen, was seinen vorfahren nicht ganz gelungen ist...

War ja zu erwarten, dass es nicht lange dauern wird, bis einer die Antisemitismus-Keule schwingen wird. Ist aber wohl gerade im Fall von Niko Alm eine bösartige Unterstellung. Wenn sie auch nur einigermaßen in der Lage sind, sinnerfassend zu lesen, sollte auch Ihnen klar sein, dass es ihm nicht um eine spezielle Religion geht. Jede/r soll das Recht haben, die Religion auszuüben, die er/sie will aber erst dann, wenn er/sie in der Lage ist, das selbst zu entscheiden. Punkt.

Gast: Luzifer
05.07.2012 14:57
4 0

Die kath. "Beichte" zu hinterfragen, wäre eine gute Idee.

Man käme nämlich rasch drauf, daß sie - nicht nur in der Religion - ein höchst nützliches Instrument der Selbstkontrolle ist.

Nicht nur in China über Politiker bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit öffentlich Sebstkritik (und "übernehmen Verantwortung" für etwas, wofür sie nichts können)! Damit wird geradezu kokettiert.

Die Katholische "Beichte" gibt mit also Gelegenheit, im "stillen Kämmerlein" und nicht als Teil einer "Polit-Show" über mein sittliches Handeln Rechenschaft abzulegen und was auch wichtig ist: Fehler zu bereuen! Die ordnungsgemäße Durchführung überwacht der Beichtvater, also ein Dritter, der zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. ES bleibt aber meinem Gewissen vorbehalten, meine Sünden ganz oder zum Teil zu verschweigen.

Gezwungen, wie etwa bei der neo-westlichen oder der chinesischen Selbstkritik, wird niemand!

Ehrlich: kann man sich eine besserer Einrichtung, einen besseren "Service" einer Religionsgemeinschaft überhaupt vorstellen?

Gast: schlÄchter
05.07.2012 14:35
3 0

sg herr alm!

ihr gastkommentar leidet leider wie jener von frau hamman mmn unter einem kardinalen denkfehler:

der säkulare staat westl. prägung-unser westl. gesellschaftpolitisches system-unsere werte sind nicht religionsneutral.

die ganze aufklärung und unser weltbild hat religiöse wurzeln. die erklärung der menschenrechte in der die freiheit der religionaausübung festgelgt wurde - erstmals usa (thomas jefferson) und danach frankreich - bezog sich auf das damalige religiöse umfeld (verschiedene) christl. konfessionen und eine tochter ihrer zeit und des umfeldes in dem sie entstanden sind. der westen und seine zivilisation hat ein weltbild, aber es gibt auch andere zivilisationen mit weltbildern, die ganz andere ansätze verfolgen und die nur bedingt miteinander kompatibel sind.

mfg
s.

mfg
s.


Alternative

Man kann auch ohne Appendix leben. Und es würde keine neue Religion in Österreich mehr anerkannt, die als Initiationsritual dessen Entfernung aus der Bauchhöle forderte. Ganz abgesehen von der Beschneidungsdebatte auf die ich schon lange gehofft habe, gibt es wie Niko Alm sagt auch Privilegien, die Haaresträubend sind. Das Konkordat ist als Staatsvertrag im Verfassungsrang und könnte einseitig nur mit Zweidrittelmehrheit im Nationalrat aufgelöst werden. Dass dies nicht so bald sein wird wissen Realos. Die Alternative ist als statistisch nicht zu einer Religion zugeordneteR auch Rechte einzufordern. Und siehe da - das gibt es: www.atheistische-religionsgesellschaft.at/konzept/

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Fundamentalistischer Säkularismus

1. Der Autor ist selbst nicht betroffen. Weder ist er beschnitten worden, noch ist er gezwungen, seinen Sohn beschneiden zu lassen. Also könnte er sich bitte einfach raushalten. Seine Interessen sind nicht tangiert.
2. Der Autor vergißt offensichtlich, dass ein säkularer Staat nicht ein Staat ausschließlich der Säkularen ist, in dem Religiöse auf die Rolle des steuergeldspuckenden Esels reduziert werden. Wem die Trennung zwischen Staat und Religion wichtig ist, der sollte auch zugeben, dass sich der Staat nicht ohne guten Grund in religiöse Angelegenheiten einmischen sollte. Ein solcher Grund ist bei der Beschneidung von Knaben nicht gegeben. Anders als bei FGM, die zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann.
Normalerweise halten sich Menschen ja an Grenzen, wenn man diese vernünftig argumentieren kann. Nur Fundamentalisten glauben, dass sie sich bei jedem und bei jeder Gelegenheit einmischen können.

Antworten Gast: Gesetz oder nicht!
09.07.2012 23:16
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Re: Fundamentalistischer Säkularismus

Wem die Trennung von Staat und Religion wichtig ist muss verhindern, dass sich Religionsgemeinschaften über das Staatsrecht erheben.
Ich bin strikt dagegen, dass jemand sich anmassen kann ein VERBRECHEN als eine Angelegenheit der Religion zu betrachten das man "vernünftig argumentieren kann., wo sich der Staat nicht einmischen soll.

Antworten Antworten Gast: soller
14.07.2012 22:39
0 0

Re: Re: Fundamentalistischer Säkularismus

Das heißt, dass eine Nationalratsabgeordneter in der IKG (von Wien, Graz, Linz, Salzburg oder Innsbruck) und der IGGiÖ sitzen und mitbestimmen soll? Soll er etwa auch die Thora und den Koran umschreiben?

Antworten Gast: testus
05.07.2012 15:10
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Erzwungene Beschneidungen

Auf Mädchenbeschneidung umgemünzt klingt Ihr erster Punkt so:

"Die Autorin ist selbst nicht betroffen. Weder ist sie beschnitten worden, noch ist sie gezwungen, ihre Tochter beschneiden zu lassen. Also könnte sie sich bitte einfach aus der Debatte um Mädchenbeschneidung raushalten. Ihre Interessen sind nicht tangiert."

Die gleiche Argumentation kann man auch bei Mädchenbeschneidungen gelten lassen.

Abgesehen davon, wie genau ist denn bitte jemand "gezwungen", sein Kind zu beschneiden? Wenn Zwang hinter der Entscheidung steht, macht das die Sachlage noch brisanter als sie bei einer freiwilligen Entscheidung schon ist.

> Anders als bei FGM, die zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann.

Es gibt nicht eine Form der FGM, es gibt mehrere. Und obwohl viele Formen entwerde vergleichbar mit der MGM oder gar noch einfacher sind, sind dennoch alle illegal.

> Ein solcher Grund ist bei der Beschneidung von Knaben nicht gegeben.

Da gehen die Meinungen aber stark auseinander. Aus meiner Sicht, und anscheinend aus der Sicht des Gerichts, ist der Grund absolut gegeben.

> Nur Fundamentalisten glauben, dass sie sich bei jedem und bei jeder Gelegenheit einmischen können.

Nur Fundamentalisten glauben, dass sie nur laut RELIGION brüllen müssen, damit augenblicklich jeder wegguckt wenn sie ihren wehrlosen Kindern Körperteile absägen um sie ihren Göttern zu opfern. Sorry, Mittelalter ist vorbei.

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Re: Erzwungene Beschneidungen

Es gibt verschiedene Arten von FGM, nur werden eben leider meistens die verstümmelnden Varianten angewandt. Kein Mensch mit intaktem Realitätsbezug kann die Beschneidung von Knaben mit FGM gleichsetzen. Aber vielleicht sind Atheisten einfach besonders wehleidig. Das ist ihr Problem. Ihre spezielle Wehleidigkeit ermächtigt sie nicht dazu, sich permanent in Angelegenheiten zu mischen, die sie nichts angehen. Das war irgendeinmal im Mittelalter möglich, da waren Menschen noch unfreie Sklaven. Heute nicht mehr.

Antworten Antworten Antworten Gast: testus1
05.07.2012 21:48
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Re: Re: Erzwungene Beschneidungen

Verdammt schlecht gelaufen, für Otto Mühl, dass er seine Kommune nicht als Religionsgemeinschaft dargestellt hat, denn dann hätte er bei seinem Prozess wegen "Beischlafs mit Unmündigen" sicher Ihre Unterstützung erhalten.
Sie hätten als Verteidiger sicher gesagt, "die Gesellschaft soll sich nicht permanent in Angelegenheiten einmischen, die sie nichts angeht, schließlich ist Sexualität etwas Natürliches und Schönes" ;-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: hmmmmmmmmmmmm
14.07.2012 22:40
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Re: Re: Re: Erzwungene Beschneidungen

Schwingt da Neid mit?

Gast: selberlehrer
05.07.2012 12:40
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pauschalierdend und vorverurteilend

Beschneidung als kirchliche Handlung??? Hallo, Beschneidung ist jüdische und moslemische Praxis. Und wie Beichte bei Kindern funktioniert, da sollte der gute Mann einfach einmal nachfragen. PS: Auch Kinder sprüen einfach schon, was gut und böse ist. Es geht also mehr um Gewissensbildung als um Schuldkomplexe. Ist erzieherisch wichtig.

Re: pauschalierdend und vorverurteilend

Inwieweit Religionen den Charakter zu veredeln in der Lage sind, zeigt die Geschichte. Es ist ein Wunder, dass viele Menschen, obwohl sie von Religionsgemeinschaften gegängelt werden, trotzdem anständig werden und bleiben.

Antworten Gast: warselberlehrer
05.07.2012 13:06
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Re: pauschalierdend und vorverurteilend

Ja, auch jüdische und muslimische Organisationen üben eine (ihre) kirchliche Gewalt aus. Und wie Beichte "funktioniert" weiß auch der Herr Alm, daher ist er ja zu Recht dagegen. "Auch Kinder sprüen einfach schon, was gut und böse ist." was soll das heißen? Gesundes Volksempfinden? Kinder wissen in der Tat, was sie wollen und was nicht. Aber genau das wird bei der "Gewissensbildung" durch Sozialisierung genommen.

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Re: Re: pauschalierdend und vorverurteilend

Was wird ihnen genommen? Ihr Egoismus (sie wissen, was sie wollen)?, ihr Mangel an Emphatie (normal bei Menschen, die nur eine geringe Lebenserfahrung haben)? Kinder werden immer einen Sozialisierungsprozess mitmachen müssen. Oder ist für Sie Erziehung prinzipiell Verbildung?

niko zeigts ihnen!


ein toller atheist! fängt gleich mit der kleinsten religionsgemeinschaft an mit seiner religionsaustreibung, ein toller hecht!

woher nimmst du nur den mut zu so kontroversiellen ansichten? so dinge zu sagen, bei denen du sicher sein kannst die "krone" und das "gesunde volksempfinden" auf der seite zu haben - da braucht's echtes rückgrat, echten mut!

mit diesem kommentar pro-verbot des jud.entu.ms (denn nichts anderes bedeutet das, wenn man das wichtigste ritual dieser religion verbietet) bist du endgültig der voltaire des 21. jahrhunderts, der dawkins von österreich geworden, ich gratuliere. denn darum gehts doch beim atheismus: einprügeln auf die schwächste und bedeutungsloseste reliogionsgemeinschaft.

ps: schächtverbot wär als nächstes auf der tagesordnung! ich schwörs, du kriegst noch eine kolumne in der krone-tierecke!


Antworten Gast: Gesetz oder nicht!
09.07.2012 23:08
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Re: niko zeigts ihnen!

Wenn ds Abschneiden eines Stücks vom Penis eines Kindes das wichtigste Ritual des Judentums ist, werden halt die Schwanzabschneider sich ins Ausland verziehen.

Beschneidung ist ein Verbrechen (Schwere Körperverletzung). Das gilt für männliche Opfer genauso wie das Wegschneiden der Schamlippen bei den Mädchen.

Antworten Antworten Gast: neein
14.07.2012 22:42
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Re: Re: niko zeigts ihnen!

Nein, es ist nicht das Wichtigste.

Antworten Gast: asterixdergallier
05.07.2012 21:59
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Re: niko zeigts ihnen!

Und was macht charles james fox, wenn "das wichtigste Ritual" die Entfernung der Klitoris ist?
Sowas solls ja geben. Aber da kann man sich beruhigt zurücklehnen, weil es keine, der in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaft betrifft.
Wie schön, dass james charles fox - dank des Etiketts "anerkannte Religionsgeminschaft" - nicht über die Unversehrtheit eines Kinderkörpers nachdenken muss.

Re: Re: niko zeigts ihnen!


tja, noch so ein freund der männlichen vorhaut. du musst ja ganz fuuurchtbare angst haben vor der bösen religion, die an deinen... will. schlimm...aber leuten wie dir kann seit dr. freud geholfen werden. man muß die hilfe aber auch annehmen!

es geht hier nicht um weibliche genitalverstümmelung, die selbstverständlich verboten ist, und es auch sein sollte, falls irgendeine religion sie als "wichtigstes ritual" deklarieren sollte.

hier ist das thema aber die medizinisch völlig unbedenkliche beschneidung jüdischer männlicher kinder. dies führt zu keinerlei schäden und ist, wie ich schon ausgeführt habe, das für das judentum konstitutive ritual - ob einem das jetzt passt oder nicht. dass den juden jetzt vorschriften gemacht werden sollen à la "na dann wartets halt bis 18" ist einfach degoutant, weil ein klarer verstoß gegen die religionsfreiheit - und steht in einer ziemlich üblen tradition.

von katholen à la niko, die ihren neuentdeckten atheismus an religiösen minderheiten erproben wollen, werden sich weder juden noch moslems vorschriften zu ihrer religion machen lassen, und sollten es auch nicht. und das sage ich als atheist!


 
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