21.05.2013 08:34 Merkliste 0

Reiche sollen für die Krise zahlen! Wieso um Himmels willen?

MICHAEL HÖRL (Die Presse)

Gastkommentar. Das DIW fordert Zwangsanleihen für Reiche. Dass es genug davon gibt, dafür hat schon die staatliche Billig-Geldschwemme gesorgt.

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Nun macht selbst das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beim Reichen-Bashing mit, die SPÖ zeigt Sympathien. Sind Haus, Wohnung oder Firmenanteil mehr als 250.000 Euro wert, soll man als Strafe zehn Prozent als Zwangsanleihe an den Staat zahlen. Dabei hat der mit seiner Geldschwemme Haus- und Firmenwerte erst aufgeblasen. Dass die Reichen an (je)der Krise schuld sind, ist stammtisch-wissenschaftlich längst bewiesen. Doch von Österreichs Schuldenberg sind nur drei Prozent auf Bankenrettungen zurückzuführen – 97 Prozent nahm man zur Subvention des Lebensstandards „kleiner Leute“ auf. So 2008: VOR den Nationalratswahlen versprach man billigere Arzneien und höhere Pensionen für Kleinverdiener. NACH der Wahl nahm man dafür (wie seit 40 Jahren) neue Schulden auf und erhöhte Steuern – für die „oberen 55Prozent“. Die 45Prozent an „Kleinen“ sind schon lange steuerfrei gestellt.


Ohne Euro keine Eurokrise

Spanische und irische Banken hätten sich verspekuliert? Es war der Euro als Gemeinschaftswährung, der den besagten Ländern gemeinsam mit Deutschland den Euro-Einheitszins von zwei Prozent bescherte. Zu dem Zinssatz konnten sich „normale“ Banken Geld bei der staatlichen EZB in Frankfurt borgen, um es an Kunden weiterzuverleihen. Der Zins wurde künstlich gesenkt. Denn das rot-grüne Sorgenkind Deutschland war in einer Krise, und selbst das mit zwei Prozent verzinste Eurogeld war zu teuer. Gleichzeitig hatten Deutschlands milliardenschwere EU-Zahlungen Spanien und Irland künstlich boomen lassen. Bei 3,5Prozent Inflation war das niedrig verzinste Eurogeld dort viel zu billig – aus Bürgern wurden Spekulanten. Sie kauften auf Pump was ging – fraß die Inflation doch ihre Zinsen auf.

Ohne Euro hätte Deutschlands Bundesbank den Zins der Mark auf ein Prozent gesenkt. Spanier und Iren hätten den für Peseten und für Pfund auf sechs Prozent gehoben. Die billigeren Kredite hätten in Deutschland für Konsum gesorgt, die teureren in Spanien oder Irland selbigen gebremst. Und gar nichts wäre passiert. Als aber die mit Staatsgeld aufgepumpten Immobilien- und Börsenblasen platzten, erklärte man es mit der Schuld von Banken oder Spekulanten.


Immoblase mit billigem Geld

Der Euro trieb auch Österreichs Haus- und Aktienpreise: Zwei-Prozent-Kredite verführten viele, Wohnungen und Aktien auf Pump zu kaufen. Weil Österreich ein Land von Mietern und Angestellten ist, profitierten vor allem Immobilieneigentümer und Aktionäre von der Staatsgeldschwemme. Aber nur, weil das 150.000-Euro-Haus von Familie Müller am Papier jetzt 300.000 Euro zählt, hat der „reiche“ Papa Müller niemandem was weggenommen. Warum soll er sein Haus verkaufen, um 30.000 Euro „Strafe“ zu zahlen?

Pikanterweise drängten vor allem SPD-Politiker um Lafontaine und Schröder die EZB zu Zinssenkungen. Mit der Kombination aus hartem Euro und Billigzins wollten sie weiter Wahlgeschenke billig finanzieren – Beispiel Griechenland. De facto schwemmten die Staatsmilliarden zum Diskontzins aber die fiktiven Werte eines Landes auf. Nun will das SPD-geführte DIW die Menschen für die Folgen der SPD-Forderungen enteignen.

Schulden gab es schon vor der Eurokrise. Die Idee, alte Schulden mit neuen zu finanzieren, ist aber ausgeträumt. Warum soll ein Leben ohne neue Schulden nur in Schweden oder in der Schweiz gelingen? Europa braucht die „Aufklärung 2.0“, also Wirtschaftsbildung für die Masse. Wir brauchen BWL und VWL auch in Gymnasien – und die Erkenntnis, dass Europas Sündenböcke seit dem Mittelalter nicht für jede Blödheit zu belangen sind.

Michael Hörl ist Wirtschaftspublizist. Jüngst erschienen ist sein Buch „Die Gemeinwohl-Falle“.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2012)

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23 Kommentare
Gast: chrematistikus
27.08.2012 21:09
0 0

Der Euro war ein Fehler!


Bin neugierig was geschieht, wenn Sie das in Gymnasien lehren?

Nehme an, Ihre Schlussfolgerungen werden bei einer Zentralmatura wohl mit Nicht genügend beurteilt!

Denn die Erfahrungen der Frau BM als Bankerin waren eher andere. Oder?

Gast: dsfgd
17.07.2012 21:25
2 2

Guter Kommentar

Gratulation !

Gast: Be-obachter
17.07.2012 21:23
3 1

Wieso um Himmels willen?

Ganz einfach:
Weil die Armen und der Mittelstand vom EU-Beitritt ncihts profitiert hat, sondern im Gegenteil sogar noch draufgezahlt.

Die Reichen haben den Rahm abgeschöpft, nun sollen sie auch für die Krise zur Verantwortung gezogen werden.
Wie hiess der Spruch noch: Wir (die Reichen) haben von Eu-Beitritt und Osterweiterung doch nur profitiert.

Gast: Luzifer
17.07.2012 15:53
4 1

Mit G. Grass würde ich sagen:

"Was gesagt werden muß"!

Wann finden sich endlich genügend Europäer/Mitteleuropäer zusammen, die dem aberwitzigen Treiben der "linken Sanierer" Einhalt gebieten, ehe es zu spät ist?

Gast: Franzl
17.07.2012 15:22
2 0

er hat recht, aber

Guter Artikel - interessanterweise kam der Druck, die Notenpresse anzuwerfen bei uns in Österreich weniger von den Gewerkschaften als von der Wirtschaftskammer!
Nach dem die Blase geplatzt ist, erinnert man sich dort nicht mehr so gerne daran

Hier wird klar gezeigt, dass wir die Probleme der Eurozone nur der widersinnigen Euro-Einführung zu verdanken haben!

Dass die dümmlichen Ausreden der Politiker von Vielen noch geglaubt werden, ist nur darauf zurückzuführen, dass alle Medien bei der Wählertäuschung mitmachen!

Der gestern bei "Meistgelesen" an der Spitze stehende Artikel über den ESM ist heute in der Online-Presse unauffindbar! Ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass ich einen Kommentar über die Unsinnigkeit der "Retterei" geschrieben habe? Auch "Die Presse" macht fleissig bei der Wählertäuschung mit!

Zu den Zwangsanleihen für "Reiche": Als ich seinerzeit meine Eigentumswohnung gekauft habe, kostete sie umgerechnet ca. 34.000 Euro. Wegen der Angst der Menschen, dass der Euro dramatisch an Wert verlieren wird, flüchtet, wer kann, in Immobilien. Das hat die Preise derart in die Höhe getrieben, dass meine Wohnung nun etwa 350.000 Euro kosten würde. Plötzlich gehöre ich auch zu den "Reichen", die 10 Prozent ihres "Reichtums" für den Staat opfern sollen. Dieses Geld habe ich aber nicht. Um es aufzutreiben, müsste ich die Wohnung verkaufen und stünde auf einmal auf der Straße!

Das ist die "Gerechtigkeit", die den Sozialisten vorschwebt!


Gast: Austrianer
17.07.2012 13:48
3 0

Demokratie oder Kommunismus?

Zwangsanleihen sind einer Demokratie einfach unwürdig und inakzeptabel. Und aus.

Gast: gertrudenora
17.07.2012 13:17
1 0

wir brauchen noch viel höhere zwangabgaben

Nachdem jetzt die europäische Bankunion unterwegs ist, die die Schulder Südländer (dreimal so hoch wie die Staatsschulden) sozialisieren will (Bankenaufsicht bei der EZB angesetzt - kennen wir schon, Durchführung beim ESM!) werden bald SEHR hohe neue Schulden auf Österreich zukommen, wir wären dann de facto pleite - eine Vermögensabgabe kann das natürlich verhindern. Die SPÖ schwärmt schon dafür, Merkel bricht beim nächsten Treffen der Regierungschefs wieder ein und der brave Bürger wehr sich nicht und stimmt ab, ob der das Parkpicker will. Wir sind selbst schuld, wenn wir das mit uns machen lassen! Die FInnen machen da nicht mit!

Stimmt

aber wie ich weiter unten sehe überwiegt immer noch der Stammtisch dass nur die Reichen an allem Schuld sind.

Solange man den Menschen die Möglichkeit gibt faul, dumm und träge zu sein werden sie diese auch nutzen. Das liegt schon fast in der Natur des Menschen.

Wir sind faul, dumm und träge weil wir so sein wollen und wir wählen die Politiker die uns genau das ermöglichen.

Deswegen nocheinmal. Sowas kann man auch durch Bildung nicht reformieren denn wie unten zeigt ist der Mensch bildungsresistent wenn er nicht unbedingt muss. Unser System muss vollends zusammenbrechen damit die Menschen durch den extremen Schmerz den dies verursacht endlich aufwachen und tun was getan werden muss.

Wie sagt man so schön: wo ein Trog ist finden sich sehr schnell Schweine ein.

Gast: Univ. Lektor Dr. Ch Sitte
17.07.2012 11:42
2 1

Ökonomie ist kontrovers..und die Schule zeigt das auch...

Dass uns Ökonomen kontroverse Artikel liefern ist gut - vermittelt doch in allgemeinbildendenen Schulen der (G-)Wirtschaftskundeunterricht weit mehr als isolierte BWL bzw. VWL, eindimensionale "Führerscheine" etc. Die Fachdidaktik spricht schon lange diesbezüglich von der Trias "Konsumökonomie - Arbeitsökonomie - Gesellschaftsökonomie". Dort kommen solche Fragen - siehe unsere GW-Oberstufenschulbücher (in unterschiedlicher Qualität - zugegebenermaßen) durchaus vor. (als Journalist sollte M.Hörl da mal +LPe - recherchieren)
Dass bei Befragungen zu ökonom. Bildung immer wieder Defizite zutage gefördert werden, ist - wie in anderen Bereichen leider normal, wenn auch bekämpfenswert - Nur ist das dort "abgefragte Wissen" - durchaus etwas anderes als das von vielen dann doch gezeigte "wirt.Verhalten" - Wie in vielen Bereichen spielt hier das Lebensumfeld, die Familie als Vorbild etc + eine wichtige Rolle (man vergl. Gesundheitserziehungsbemühungen und die österr. Raucherquote bei Schülern -auch bei Medizinern, Lehrern...). Insofern geben solche Artikel gutes Unterrichtsmaterial für die notwendige kontroverse Durchn. komplexer Prozesse. Wichtig ist dabei herauszuarbeiten, dass es a) kontroverse Lösungen, die diskutiert gehören gibt, b) nie einfache L. (darum Achtung vor solches vorgakelnden Propheten) mögl.sind

Gast: Leserauswien1010
17.07.2012 11:28
0 1

Schön, dass diskutiert wird... ABER:

Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft... und es gibt (siehe ihre Perzeption der Krise) unterschiedliche Meinungen - etwa wie sie auch d.grazer Ökonom Kurz formulierte (vgl.
http://derstandard.at/1324501561659/Vermoegenssteuern-als-Rettungsgasse-in-der-Schuldenkrise : "Die Zinszahlungen führten langfristig zu einer immer stärkeren Belastung der breiten Masse der Steuerzahler zugunsten der Inhaber von Staatspapieren, also tendenziell zu einer Umverteilung von unten nach oben. So weit, so bekannt. ... Die Summe der Schulden ist stets ident mit der Summe der Guthaben. Darauf weisen Ökonomen zwar immer wieder hin, doch wird ihnen offenbar wenig Gehör geschenkt. Dabei muss man über keine ausgeprägten mathematischen Fähigkeiten verfügen, um zu sehen, dass jedem Euro Schulden irgendwo ein Euro Guthaben gegenüberstehen muss."
Dass die gesellschaftliche Schere auseinandergeht - vgl. CSOKA Bettina: Verteilung der Priv.vermögen in Österreich,
Wiso 4/11 : 77-94 - kann man natürlich politisch akzeptieren oder gegensteuern - Eindeutige "Rezepte" hat kein Ökonom, ebenso wie auch nicht die alleinige Wahrheit - auch Bilanzen kann man "gesellschaftlich unterschiedlich" interpretieren (vgl. die Sache mit der ErsteBank heuer im Herbst...) - Dass Wirtschaftspolitik sich seit LASSWELL H. D sich um das"who gets what, when, where, and how.“dreht, zeigt ja dass in einer Demokratie essentielle Fragen demokratisch ausgehandelt werden müssen
PS.: die Presse hätte da die DIW-Studie anlinken können...

Antworten Gast: dngsdf<a
17.07.2012 21:38
2 0

Schon die liberalen Vordenker des 19. Jhdts erkannten

Das Hauptproblem ist das weitervererben großer Vermögen, daher forderten sie logischer weise 100% Erbschaftssteuer.

Der Ordo-/Neoliberalismus der 20er/30er war ein Versuch das auf anderem Weg zu bewirken, vieles davon wurde nach WKII als "soziale Marktwirtschaft" eingeführt.
Solange man sich daran hielt gab es breiten Wohlstand.

Erst die "Rückabwicklung" durch die Reaganomics, Thatcherismus, "Globalisierung" brachten dieselben Ergebnisse wie im Europa der Gründerzeit.

Wer durch Leistung und faire Bedingungen zu Wohlstand gelangen kann braucht weniger Wohlfahrtsstaat, das wird auch gerne übersehen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist nimmt z.B Glücksspiel überhand, Kriminalität, Abhängigkeit vom Sozialsystem, etc.
das ist aber die Folge zunehmend sinkender Aufstiegschancen auf Grund schlechter Politik und Gesetze.
Ein Studium dass die Eltern zahlten, eine Firma die man erbte ist nur zum Teil "selbst erarbeitet", jeder der sein Studium selbst erarbeiten mußte kennt den Unterschied.
Letztlich: Nach der "Generation Erben" und "Generation Blender" herrscht jetzt die Generation Gender" - auch sie wird ihre Spuren hinterlassen.

Aufklärung 2.0

"Europa braucht die „Aufklärung 2.0“, also Wirtschaftsbildung für die Masse."

Das ist wohl der wahrste Satz, den ich im 21. Jahrhundert irgendwo gelesen habe. Die pingeligen Anpatzversuche der "Gäste" hier können nichts daran ändern, dass die Ursache des ganzen Trauerspiels daran liegt, dass Otto-Normal-Bürger keinen blassen Dunst davon hat, wie eine Volkswirtschaft funktioniert. Und dementsprechend auch Politiker wählt, die keinen Dunst davon haben,...eh schon wissen.

Und in Zeiten von Google und Co ist das ALLEIN SEINE SCHULD! Jeder ist motiviert genug, sich über torrent & co zu informieren und illegale Filme herunterzuladen. Aber sobald es an Wirtschaftswissen und Dinge geht, die unser tägliches Leben entscheidend beeinfluss, stellt sich jeder Taub. "Die böse Politik lässt uns Dumm sterben". Ja von wegen, die Leute sind einfach nicht willens, sich zu informieren.

Es braucht hier ein globales Umdenken, um die intellektuelle Degeneration und das geistige Proletentum grundlegend einzudämmen. Absolutistische Diktaturen sind das Problemd er 3. Welt. Inkompetente Bürger, die inkompetente Politiker wählen, das Problem der 1. Welt. Ich sehe nicht ein, warum ich mir mein Leben von Leuten ruinieren lassen muss, denen der Wille fehlt, eine informierte Wahlentscheidung zu treffen. Das kann so nicht weitergehen.

Re: Aufklärung 2.0

Hinweise auf Ungenauigkeiten sind also "pingelige Anpatzversuche"?

Re: Re: Aufklärung 2.0

Ja.

Die Fehler sind unbestreitbar, das alleinige Hervorheben derselben ändert aber nichts am Wahrheitsgehalt der Grundthese.

Oder würden Sie jemandem, der sagt: "grauenhaft, die in Krieg xyz sind 1 Million Menschen gestorben" auch korrigieren mit "sorry, aber es waren nur 935.665, wie aus Quelle abc eindeutig hervorgeht. "

Es ist eine beliebte (un)wissenschaftliche Technik, die ich aus meinem Fachbereich leider nur zu gut kenne. Wenn man zentrale Kernargumente nicht antasten kann, kann man immer noch versuchen, den Autor in Details zu widerlegen, um dadurch für den uninformierten Leser den Eindruck zu erwecken, der Autor hätte ja eh keine Ahnung davon, was er schreibt. Also glaubt der Leser auch die Kernargumente nicht (mehr), obwohl es dem Kritiker - mangels argumentativer Basis - nicht einmal im Ansatz gelungen wäre, diese zu entkräften.

Re: Re: Re: Aufklärung 2.0

JA, die Fehler sind unbestreitbar, und mehr als auf die Fehler hinzuweisen haben die "pingeligen Anpatzer" nicht getan. Soll also, so lange "die Grundthesen richtig sind", solche Ungenauigkeiten erlaubt sein?

Ich denke, auf Fehler sollte hingewiesen werden, Punkt.

Gast: Peter Hofmueller
17.07.2012 09:24
1 9

Reiche sollen für die Krise zahlen...

No jo,habe mir von "Der Presse" ja nichts anderes erwartet,daß sich die "armen" Reichen sich nicht beteiligen wollen....
Tut "weh",oder?
"Nur" von "Grasser bis Strasser"nHerr Hörl?

Gast: derökonom
17.07.2012 08:26
3 8

Hörl beweist nur eines:

Er hat die Arbeit vom DIW nicht gelesen.

Aber wieso sollte man das auch, wenn man in der Presse einen Gastkommentar schreiben soll/darf? Wieso sich mit der Arbeit auseinandersetzen, über die man dann wortkarg richtet?

Einige Klarstellungen:

1) "Die 45 Prozent an "Kleinen" sind schon lange steuerfrei gestellt".
Die sind noch lange nicht und sollen auch nicht steuerfrei gestellt werden. Wenn dann zahlen sie keine Lohnsteuer. Sie zahlen aber sehr wohl Umsatzsteuer, usw. usw. Das ist einfach unredlich in Ihrem Kommentar.

2) Wieviele Leute kennen Sie die sich einen Kredit genommen haben umd Aktien zu kaufen? Und wenn Sie welche kennen, sollten Sie über Ihren Bekanntenkreis nachdenken.

3) Wenn es eine Familie Müller gibt, dann gibt es vermutlich nicht nur den reichen Herrn Müller, sondern auch Frau Müller und 2 Kids. D.h. erhöht den Freibetrag auf 700.000 Euro, heisst der reiche Herr Müller zahlt genau Null!
Aber dazu hätte man halt die Arbeit vom DIW lesen müssen. Das gleiche gilt für das Betriebsvermögen. Der Vorschlag des DIW sieht Freibeträge von EUR 5 Mio. vor.

Einfach nur schwach. Sie sollten sich mal selbst aufklären........

8 1

Re: Hörl beweist nur eines:

Trotzdem bleibt die Frage warum die Reichen für die Krise zahlen sollen. Sie haben die Krise nicht verursacht. Ginge es nämlich nach dem Verursacherprinzip müsste man die Politiker bis aufs Existenzminimum pfänden. Da käme auch genug zusammen.

Antworten Antworten Gast: derökonom
18.07.2012 09:57
1 0

Re: Re: Hörl beweist nur eines:

sie gehören also auch zu den ganz schlauen. politiker-bashing ist ja wirklich schwierig.

schon mal dran gedacht, dass sie in einem reichen land leben?
das hat aber mit den politikern natürlich gar nichts zu tun.

sie sollen zahlen, damit sie weiterhin in frieden leben können. oder wollen sie wie es in chile üblich ist stacheldraht um jede villa. ist das die gesellschaft in der sie leben wollen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Die Wahrheit macht frei
19.07.2012 19:24
0 0

Re: Re: Re: Hörl beweist nur eines:

>Schon mal dran gedacht, dass sie in einem reichen land leben?
das hat aber mit den politikern natürlich gar nichts zu tun.<

Sie sollten Ihren Nick ändern!!!


Gast: Weller
16.07.2012 23:55
2 4

Folgendes ist richtigzustellen:

der DIW-Vorschlag sieht vor, dass 10 Prozent des 250000 EUR ÜBERSTEIGENDEN Vermögens zu leisten wären! (vgl. das Interview: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.405703.de/12-28-2.pdf" target="_blank">http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.405703.de/12-28-2.pdf oder ausführlicher den Artikel: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.405701.de/12-28-1.pdf" target="_blank">http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.405701.de/12-28-1.pdf in Verbindung mit http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366543.de/diwkompakt_2010-059.pdf).
" target="_blank">http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366543.de/diwkompakt_2010-059.pdf).


Hr. Müller hätte also 5000 EUR zu leisten und nicht 30000.

Sollte eigentlich nicht vorkommen, dass der Leser die elementarsten Infos selbst recherchieren muss!

Re: Folgendes ist richtigzustellen:

Passiert aber immer wieder.

Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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