21.05.2013 15:03 Merkliste 0

Keine Zwangsanleihen, wohl aber Vermögensteuern für Österreich

MARGIT SCHRATZENSTALLER (Die Presse)

Für Deutschland und Österreich haben Zwangsanleihen keinen Sinn. Für Griechenland, Spanien, Portugal oder Italien aber schon.

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Ganz neu ist der Vorschlag nicht, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) letzte Woche vorgelegt hat: Zwangsanleihen für Vermögende, um sie an der Refinanzierung der Staatsschuld zu beteiligen, die gegebenenfalls in eine einmalige Vermögensabgabe überführt werden. Dann, wenn der Staat die Zwangsanleihen nicht bedienen kann oder mit dem Geld den Schuldenstand abbauen will. Schon im Herbst 2011 hatte die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) das Konzept einer europaweiten Vermögensabgabe auf Finanz- und Immobilienvermögen in die Debatte um den Abbau privater und öffentlicher Verschuldung eingebracht.

Unter dem Eindruck der Entwicklung der europäischen Schuldenkrise und der letzten Entscheidungen auf EU-Ebene zu weiteren Rettungsmaßnahmen für hoch verschuldete Eurozonen-Mitgliedsländer hat der DIW-Vorschlag aber weit heftigere Reaktionen ausgelöst. Zweifelsohne haben Zwangsanleihen und/oder einmalige Vermögensabgaben in beträchtlicher Höhe – das DIW bringt einen Satz von zehn Prozent ins Spiel – ein erhebliches Polarisierungspotenzial. Die eine Seite lehnt solche Vorschläge pauschal und generell ab, da sie die Dispositionsfreiheit und den Schutz des individuellen Eigentums in einem mit einer freien Marktordnung nicht vereinbarten Ausmaß einschränkten. Die andere Seite begrüßt solche Verstöße, da sie endlich die starke und steigende Ungleichverteilung der Vermögen sowie die Notwendigkeit eines Beitrags der hohen Vermögen und Einkommen zu den budgetären Kosten der Krise thematisierten.

 

Österreich zahlt Niedrigzinsen

Eine sachliche Diskussion scheint kaum möglich: auch auch deshalb, weil BCG wie DIW die wichtigste Differenzierung selbst zu wenig vorgenommen haben. Jene, dass Zwangsanleihen und einmalige Vermögensabgaben für manche Länder ein sinnvoller Ansatz zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte sein können, während für andere Länder wesentliche Voraussetzungen des Einsatzes dieser drastischen Instrumente nicht gegeben sind. Um es deutlich zu machen: Für Deutschland und Österreich haben Zwangsanleihen und einmalige Vermögensabgaben keinen Sinn – für Griechenland, Spanien, Portugal und Italien aber durchaus, und dies aus mehreren Gründen.

Erstens hat weder Deutschland noch Österreich mit Zugangsbeschränkungen auf den Kapitalmärkten und damit Refinanzierungsproblemen bei der Staatsschuld zu kämpfen – im Gegenteil: Sie profitieren in Form historisch niedriger Zinsen von der schlechten Reputation der Krisenländer. Kurzfristige Anleihen können teils mit negativen Zinssätzen begeben werden, für zehnjährige Staatsanleihen zahlt Österreich einen Zinssatz unter zwei Prozent, Deutschland gar nur gut ein Prozent. Italien werden dagegen sechs, Spanien sieben, Portugal zehn und Griechenland 25 Prozent abverlangt. Niedrig oder nicht verzinste Zwangsanleihen können in diesen Ländern daher einen Beitrag zur Begrenzung der laufenden Zinsausgaben leisten.

Zweitens weisen die Krisenländer höhere und steigende Schuldenstände auf: Die Europäische Kommission erwartet in ihrer jüngsten Frühjahrsprognose bis 2013 einen Anstieg der Schuldenquote in Spanien auf knapp 90 Prozent der Wirtschaftsleistung, in Italien und Portugal auf fast 120 Prozent und in Griechenland auf fast 170 Prozent. Es ist wahrscheinlich, dass die Krisenländer weitere Konsolidierungsprogramme auflegen müssen: und zwar solche, die auf Steuererhöhungen bauen, aber auf Steuern, die Konjunktur und Wachstum nicht noch mehr belasten als die bisherigen Maßnahmen.

 

Vermögens- statt Lohnsteuer

Spielraum für Steuererhöhungen besteht in Griechenland, Portugal und Spanien durchaus, wo die Abgabenquoten 2012 mit Niveaus zwischen 32 und 34 Prozent des Bruttoinlandsprodukts weit unter dem EU-Schnitt von 40 Prozent liegen werden. Gleichzeitig ist der finanzielle Beitrag von Vermögenden und Beziehern hoher Einkommen zur Sanierung der öffentlichen Haushalte in den Krisenländern bisher begrenzt. Spanien hat seine 2008 abgeschaffte Vermögensteuer wieder eingeführt, aber nur befristet bis 2012. Italien, Griechenland und Spanien haben die Grundsteuer erhöht. Der Einkommensteuerspitzensatz wurde – teils befristet und/oder in Form von Zuschlägen für sehr hohe Einkommen – in allen vier Krisenländern angehoben und beträgt nun zwischen 47 Prozent in Italien und 52 Prozent in Spanien. Allerdings unterliegen die Kapitaleinkünfte in der Regel weiterhin proportionalen Steuersätzen, die immer noch höchstens bei der Hälfte der Spitzensteuersätze auf Einkommen aus unselbstständiger Arbeit und unternehmerischer Tätigkeit liegen. Die Steuerhinterziehung, die in allen Krisenländern eine Rolle spielt, findet wohl zum erheblichen Teil im Bereich hoher Einkommen und Vermögen statt.

Eine Vermögensabgabe für hohe Vermögen ist daher eine verteilungs- wie wachstumspolitisch sinnvolle Alternative. Verteilungspolitisch, weil die Konsolidierungsmaßnahmen bisher vor allem die breite Masse der Bevölkerung stark belastet haben: etwa die Erhöhung der Mehrwertsteuer, die zwischen zwei (Spanien) und vier Prozentpunkten (Griechenland) angehoben wurde. Eine Vermögensabgabe könnte die schwindende soziale Akzeptanz der Konsolidierungsprogramme in den Krisenländern erhöhen. Wachstumspolitisch ist sie vorteilhaft, weil sie – anders als Mehrwertsteuererhöhungen oder die Kürzung von Beamtengehältern und von Transferleistungen – den privaten Konsum nicht belastet. Zudem hat sie gegenüber einer regelmäßig erhobenen Vermögensteuer den Vorteil, dass sie keine unerwünschten Ausweich- oder Anpassungsreaktionen auslöst – wenn ihrer Einführung keine lange Diskussion vorausgeht.

Wird die zum Stichtag festgesetzte Steuerschuld über einen längeren Zeitraum verteilt, wird eine Substanzbesteuerung de facto vermieden, und die Steuerschuld kann aus laufenden Erträgen entrichtet werden – und es besteht ein wachstumsförderlicher Anreiz, das Vermögen produktiv anzulegen, um so die effektive Steuerlast zu senken.

Für Deutschland und Österreich kann man kaum mit einer fiskalischen Notlage für eine einmalige Vermögensabgabe argumentieren. Die deutsche Schuldenquote wird bis 2013 auf 80 Prozent zurückgehen, die österreichische wird sich bei 74 Prozent stabilisieren.

Das soll aber nicht heißen, dass eine Debatte über vermögensbezogene Steuern nicht auch in Österreich und Deutschland erforderlich ist. Allerdings nicht als Krisenbewältigungsinstrument, sondern als Baustein einer wachstums- und beschäftigungsförderlichen Abgabenstrukturreform. In beiden Ländern ist der Beitrag der Vermögen zur Staatsfinanzierung weit unter dem internationalen Durchschnitt und rückläufig. Die Steuer- und Abgabenlast auf Arbeitseinkommen liegt dagegen weit über dem Schnitt. In beiden Ländern sollten Steuern auf Finanztransaktionen, Grundsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie Steuern auf Kapitaleinkommen erhöht und dafür Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben reduziert werden.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zur Person

Margit Schratzenstaller, Jahrgang 1968, ist Referentin für Öffentliche Finanzen am Wifo. Die Makroökonomin beschäftigt sich mit europäischer Wirtschaftspolitik und der Reform des öffentlichen Sektors. Zuletzt war die gebürtige Deutsche als Gastwissenschaftlerin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. [Bruckberger]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2012)

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16 Kommentare
Gast: antikomm
31.07.2012 10:50
0 0

Wie ein fernes Echo einer glücklicherweise vergangenen Zeit, so kommt mir dieses Gerede vor


Hat das Gedankengut der Dame nicht vor gut 20 Jahren elend Schiffbruch erlitten? Oder hat sich diese Tatsache nur noch nicht zu ihr durchgesprochen?

Gast: gertrudenora
25.07.2012 22:21
1 0

seltsam

Seltsam, dass sich Frau Schratzenstaller zu den Zwagsanleihen in Österreich noch reserviert zeigt. Ihr Gatte, Prof. Altzinger, geht schon ganz öffentlich mit der Idee herum, mittels Zwangsabgaben die österreichischen öffentlichen Haushalte zu sanieren. Gibt es das Streit zwischen Eheleuten? Oder werden wir nur ein weiteres Mal von der Politik ins Gesicht gelogen?
Moody´s wird Österreich in zwei Monaten herabstufen, der ESM wird bald höhere Geldforderungen einfordern, wenn der ESM (was jetzt schon gefordert wird) bald aufgestockt wird, noch viel mehr - dazu brauchen wir doch Zwangsanleihen, wie sollen wir sonst noch den von ihnen selbst nicht bezahlten Konsum der Griechen, Spanier, Portugiesen etc. finanzieren?

Wobei...

.... mit natürlich schon klar ist, warum die Stadt Wien für solche Leute Einiges lockermacht:

"Für uns ist es selbstverständlich, dass alle Menschen gleichen Zugang zu Produktionsmitteln und Produkten haben müssen. Eine wirkliche Lösung kann nur die Abschaffung von Privatbesitz an Boden und Produktionsmitteln sein. Die dazu notwendige umfassende Neugestaltung der Gesellschaft erfordert die Zerschlagung des kapitalistischen Regimes!

Pank ist keine Mode, sondern eine Lebensweise. Wir sind linksradikal und hedonistisch, d.h. wir sind gegen Alles und haben Spaß dabei!"

www.pankahyttn.at

Nachhilfe

Damit es auch die Frau Dr. Schratzenstaller begreift:

Wie wäre es mit sparen?

In ein Fass ohne Boden einfach nur nachzuschütten ist keine Lösung.

Es kann sich jeder mit wenig Aufwand selbst informieren, für welche kuriosen Einrichtungen etc. in diesem Staat noch Geld da ist.

Hopfen

Leider sind da bereits Hopfen und Malz verloren. Das Gehalt der Dr. Wirschaftswissenschafter wird vom Staat oder semi-staatlichen Institutionen bezahlt. Natuerlich sind die fuer Zwangs- redistribution.

"Legal Plunder can be committed in an infinite number of ways" - F. Bastiat

Gast: kt45#hh!!33
25.07.2012 10:17
6 0

zwischen den Zeilen lesen!

1) "noch" hat Österreich, Deutschland und Co. nicht mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Das ist aber nur eine Frage der Zeit. D.h. dann Zwangsanleihen auch bei uns.

2) Warum wurden in vielen Ländern Europas die Vermögensteuern abgeschaft? Weil ihr Beitrag zum Budget im Verhältnis zum Aufwand recht bescheiden war.

3) Mit dem Besteuern "der Reichen" (wie auch immer, Geld hat bekanntlich kein Mascherl) kann man kein Budget sanieren. Dafür müsste die Schwelle zum "Reichtum" mindestens bei 100.000 Euro/Haushalt angesetzt werden. In einer schweren Wirtschaftskrise bei 10.000 Euro.

4) Politik, Großkonzerne, Banken und wirklich "Reiche" sind eins! Das sind die "Nehmer" im System. Ca. 60 % der Bevölkerung besitzen nichts. Jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, wer die "Geber" sind und ob er dazugehört und entsprechende Scshutzmassnahmen treffen.

Ahoi!

Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 09:03
6 1

Falsche Daten um noch höhere Staatsausgaben für die komischen EU Planwirtschaften zu rechtfertigen?

Es ist eine manipulative und einseitige Darstellung, welche den Staaten noch größere Staatsausgaben sichern soll, den Staaten also den Ausbau deren Planwirtschaften ermöglichen sollen.

Wenn jemand bei Abgabenquoten zwischen 32% und 34% noch Spielraum nach oben sieht, dann geht das doch Richtung Planwirtschaft. Eine komische Planwirtschaft der Staatlichkeiten, welche die Realwirtschaft nur zur Finanzierung des eigenen Misthaufens ausrauben will.

Dazu kommt noch, dass die genannten Abgabenquoten auch eine geschönte Darstellung sind. Das CIA World Fact Book nennt folgende Daten:

Land: BIP Mrd. USD / Staatseinnahmen in Mrd. USD / Abgabenquote in %.
GR:...303,1 / 129,5 / 42,7%
P:.....238,9 / 110,8 / 46,4%
ESP:. 1.494 / 545,5 / 36,5%

Die genannten Daten im Artikel sind also schon geschönigt. Die Abgaben sind überall mehr als ausreichend um der Staatlichkeit die Verwaltung und das Soziale zu ermöglichen!

Wie man betreffend Ö überhaupt von Änderungen am Steuerrecht sprechen kann ohne erst die irren Staatsausgaben unter Kontrolle zu bringen, hat doch eine Nulllogik. Wie kann es nur zu Staatsausgaben von 44.000.- Euro pro Haushalt kommen?

Nur Kommunisten denken, dass Vermögenssteuern deren planwirtschaftliches Verwirtschaften kompensieren können. Es wird aber niemals möglich sein, weil die Planwirtschaften Europas zu irren Mangelwirtschaften geworden sind, welche nur noch irre Mittelzufuhr der Anderen zum Überleben brauchen.

Gläubige endlich in die Gebetshäuser!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 10:49
4 1

Wo bleibt der Aufschrei von Wirtschaftsforscher bei den irren Staatsausgaben?

Es ist doch eindeutig ein Ruf nach noch mehr Staatlichkeit. Der Ruf wird nach Vermögensabgaben wird mit dem Kauf von Wachstum und einer Krisenbewältigung begründet.

Es gibt aber in der Realwirtschaft kaum eine Krise die Produktionsdaten (A+D)deuten eher auf eine gute Konjunktur hin. Die Krise haben alleine die Staatsfinanzen, weil die staatlichen Planwirtschaften immer schon die Leistungen der Anderen verbraucht haben, zu viel verbraucht haben. Die einzige Krise in der Realwirtschaft sind die geringen Einkommen, weil die Staatlichkeit einfach überall (auch beim Konsum!) zuviel frisst.

Die Staatlichkeit kann sich auch kein Wachstum kaufen. Das ist auch nicht notwendig, die gewaltige Unterdrückung von realen Leistungen müsste nur genommen werden. Frühruhegenießer, geschützte Bereiche und der Förderwahnsinn bringen ja kaum / keine Leistungen! Für Wachstum würde es einfach viel weniger Abgaben brauchen, eine Umschichtung von Abgaben bringt gar nichts.

Der Ruf nach Vermögenssteuern zur Finanzierung der Staatlichkeiten bedeutet aber auch, dass es ein Ruf ist, die Staatlichkeiten noch fetter zu machen. Es ist also ein Ruf in Zukunft noch mehr Ruhegenüsse bis über 100.000.- EUR pro Jahr unter Soziales zu buchen und damit noch mehr Menschen in Armutsgefährdung zu administrieren.

Die Aussagen in diesem Artikel sind schwer menschenrechtswidrig, weil der Staat bei den Ausgaben menschenrechtswidrig ist. Hat der korrupte Inseratenkanzler dafür Provision bezahlt?

Gast: Tingulv
24.07.2012 21:43
4 1

Beispiel aus der Geschichte wie die Reichensteuer zur Verarmung der Massen führt

Im Jahr 1919 wurde das Reichsnotopfer in der Weimarer Republik im Rahmen der Erzbergerschen Finanzreformen als allgemeine außerordentliche Vermögensabgabe eingeführt. Ab 1923 wurde das Reichsnotopfer durch die allgemeine Vermögensteuer ersetzt. Parallel zur Einführung der Vermögensteuer erhob das Reich 1922/23 eine Zwangsanleihe. Zeichnungspflichtig waren alle am 1. Januar 1923 vermögensteuerpflichtigen Personen mit einem Vermögen über 100.000 Mark. Im Zuge der Hyperinflation im Jahre 1923 wurde die Zwangsanleihe zu einer Vermögensabgabe, soweit sie angesichts der sich stark beschleunigenden Inflation nennenswerte Belastungswirkungen auslöste. Deshalb verarmte gerade der Mittelstand mit Immobilienbesitz massiv, was unter anderem den Boden für den Nationalsozialismus bereitete.

ah, also die böse, böse vermögensabgabe wars...


...die hat die demokratie zerstört, a.h. an die macht gebracht und somit auch weltkrieg und gen.o.zid verursacht- danke für diese interessante information!

Gast: Vivia
24.07.2012 21:40
4 1

Da wird sich ja der Gründer des WIFO Prof. von Mises im Grabe umdrehen …

wie wenn man Wachstum durch noch mehr Steuern fördern kann. Der Staat ist durch die überbordende Abgabenlast der größte Wachstumshemmer. Der Staat schafft kein Wachstum in dem er den Einen Geld wegnimmt und den Anderen Geld gibt. Damit wird nur das Marktgefüge verzerrt und es kommt zu Fehlallokationen. Es ist die Intelligenz der Massen und des freien Unternehmertums, dass wahre Werte schafft. Nur die Reichen können Arbeitsplätze durch Sparen (= Konsumverzicht) und anschließende investiere ihres Vermögens in Unternehmen schaffen. Kreditfinanzierter Unternehmensaufbau führt nur zum periodischen Zusammenbruch der Wirtschaft.

1 0

Re: Da wird sich ja der Gründer des WIFO Prof. von Mises im Grabe umdrehen …

Teilweise haben Sie Recht - allerdings müssten die "Reichen" (sparen können hoffentlich nicht nur die) dafür einen Anreiz haben ihr Geld tatsächlich in Unternehmen zu stecken anstatt es in der Finanzwirtschaft zu vermehren...

wenn der Höchststeuersatz 40% ist,

warum nicht auch Vermögenssteuer bezahlen.

waaaaaaas????!!!!


das ist ja...

...sozialismus...enteignung...konfiskatorisch...reichsfluchtsteuer (copyright chr. s. ortner)...und überhaupt...unerhört einfach...japs.

vermögende sollen mehr steuern zahlen? ein waaaaahnsinn! so darf man ja nicht einmal denken, geschweige denn es aussprechen!

Re: ein hemd

jeder der einen euro hat ist ein vermoegender

wenn einer keinen euro hat kann man hemd und unterhose wegnehmen

hat's das vielleicht schon gegeben in Austria, Russland, anderswo?

wie viele sind in der Ukraine verhungert oder gemordet worden?

nix neues unter der Sonne, der staat braucht geld!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 09:21
5 2

Gutverdiener und Vermögende brennen nachweislich ordentlich in Österreich!

Die realen Steuerleistungen der Spitzenverdiener sind doch gut dokumentiert. Die durchschnittlichen Steuerleistungen am Einkommen können aus der integrierten Lohn- und Einkommensteuer entnommen werden.

http://www.statistik.at/web_de/static/integrierte_lohn-_und_einkommensteuerstatistik_2009_-_haupterhebungsmerkma_025135.xlsx

Einkommensgruppen und deren durchschnittliche Steuerleistung in EUR pro Steuerfall und Jahr:

15.000 - 20.000.- EUR = 717,71
20.000 - 25.000.- EUR = 212,13
25.000 - 30.000.- EUR = 3.426,88
30.000 - 40.000.- EUR = 5.576,55
40.000 - 50.000.- EUR = 9.109,71
50.000 - 70.000.- EUR = 14.023,19
70.000 - 100.000.- EUR = 22.925,37
100.000 - 150.000.- EUR = 37.732,46
150.000 - 200.000.- EUR = 59.896,74
Über 200.000.- EUR = 127.021,21

Es ist eindeutig, dass die Gut- und Spitzenverdiener viel mehr zur Finanzierung der Staatlichkeit beitragen als die Masse der Österreicher. Die Liste zeigt doch eindeutig deren hohe Abgabenleistungen. Leider hat Österreich sehr wenige Spitzenverdiener und diese vor allem in den geschützten Bereichen (Notare, Zahnärzte, Manager Staatsunternehmen, Politiker, hohe Beamte).

Geht es um das Vermögen der Österreicher, dann existieren auch ordentliche Steuern.

Immobilien werden laufend besteuert und vergebührt.
Sparguthaben auch bei realen Verlusten mit der Zinsensteuer belegt.
Unternehmen mit der Köst, dann noch mit der Dividendensteuer (damit auch Unternehmensbeteiligungen mit Aktien).

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