25.05.2013 06:17 Merkliste 0

Die Europäische Republik ist im Interesse der Bürger!

KARL KOLLER (Die Presse)

Schafft Europa nicht den Sprung zum europäischen Staat, verabschiedet sich der Kontinent endgültig von der Weltgeschichte.

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Unlängst sorgte ein „Kurier“-Interview mit Vizekanzler Michael Spindelegger für Aufsehen, in dem er statuierte, man sollte Defizitländer aus der Eurozone „rausschmeißen“ können. Andererseits mehren sich auch Stimmen Intellektueller, Ökonomen und Politiker, die die Lösung der Eurokrise in einer Vorwärtsstrategie sehen: in einer Ergänzung der Währungsunion durch eine Fiskalunion, in Vereinigten Staaten von Europa, einer Europäischen Republik.

 

Ein „Grexit“ bringt nichts

Dass in der Bevölkerung der Weg zurück zum Nationalstaat populärer wird, liegt vor allem daran, dass selbst verantwortungsbewusste Politiker damit überfordert sind, die Komplexität der ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen, geschweige denn, sie zu erklären. Griechenland etwa aus dem Euroraum zu drängen, bringt letztlich nichts, birgt aber erhebliche Risken: Bankenrun, Zusammenbruch der Wirtschaft, Anheizen der Spekulation auf das Ausscheiden eines nächsten Eurolandes oder überhaupt das Ende der Währungsunion. In den nördlichen Euroländern dagegen gebe es einen gigantischen Wertberichtigungsbedarf, haben doch die griechischen Bürger längst gewaltige Summen auf ausländische Bankkonten transferiert oder Bargeld (Forderungen gegen die EZB) abgehoben.

Den Einlagen bei den Banken des Nordens und dem Bargeld stehen somit Forderungen der Europäischen Zentralbank etwa gegen griechische Geschäftsbanken beziehungsweise innerhalb des Eurosystems Forderungen der Notenbanken des Nordens gegen die Notenbanken des Südens gegenüber. Aktuell belaufen sich die Forderungen der deutschen Bundesbank (Target-2) innerhalb des Eurosystems bereits auf über 700 Milliarden Euro.

Doch selbst wenn man die Eurozone problemfrei auflösen könnte – es wäre nicht im Interesse gerade des Normalbürgers in Österreich oder Deutschland. Eine zunächst wahrscheinliche Aufwertung des neuen Schilling würde zu Exporteinbruch und steigender Arbeitslosigkeit führen, aber auch ein späterer Währungsabsturz ist denkbar, wenn sich auf den Finanzmärkten wieder die Angst vor der exponierten Position österreichischer Banken im Osten breitmacht.

 

Kleinstaaterei schadet den Kleinen

Schließlich wären Europas Nationalstaaten – auf sich allein gestellt – dem Standortwettbewerb schutzlos ausgeliefert – mit möglicherweise sogar real sinkenden Löhnen, einem Steuersenkungswettlauf bei Kapital- und Gewinnsteuern und in Folge einem steigenden Spardruck bei Ausgaben für Infrastruktur, Bildung und sozialen Ausgleich. Gerade den kleinen Leuten schadet die Kleinstaaterei!

Schafft Europa nicht den Sprung nach vorn, hin zum europäischen Staat, ist nicht nur die soziale Marktwirtschaft passé: Europa wird generell kaum mehr „Einfluss auf die Agenda der Weltpolitik und die Lösung globaler Probleme“ haben, wie es der deutsche Ökonom Peter Bofinger, der Soziologe Jürgen Habermas und der Philosoph Julian Nida-Rümelin jüngst formulierten. „Der Verzicht auf die europäische Einigung wäre auch ein Abschied von der Weltgeschichte.“ Die USA und China wären die Player, Europas Staaten bloß Bauern auf dem Schachbrett der Weltpolitik.

 

Keine Angst vor Inflation

Es sind solche Argumente, mit denen die Bürger für die Europäische Republik gewonnen werden können. Nova EUropa hat den Weg dorthin in einem „Dreistufenplan“ konkretisiert – unterfertigt vom früheren Nationalratspräsidenten Heinrich Neisser, Altvizekanzler Josef Riegler und dem Industriellen Josef Taus.

In einem ersten Schritt ist jetzt die Stabilisierung der Eurozone gefordert. Da die „Märkte“ darauf spekulieren werden, dass den europäischen Rettungsschirmen die Mittel ausgehen, bedarf es eines gar nicht so radikalen Schrittes: einer Bankenlizenz für den ESM, wie von Wifo-Chef Karl Aiginger gefordert, oder besser einer EZB-Statutenänderung, die dieser den Kauf eigener Staatsanleihen auf dem Primärmarkt gestattet, wie dies auch von den Notenbanken der USA, Großbritanniens oder Japans laufend praktiziert wird, und wie dies auch die deutsche Bundesbank in den 1970er-Jahren vorexerziert hat. Die EZB müsste erklären, so lange spanische und italienische Papiere zu kaufen, bis die Zinsen etwa drei Prozent erreichen.

Die Angst, dadurch eine Inflation auszulösen, ist mehr als absurd, schon aufgrund der Relation zwischen Geschäftsbanken- und Zentralbankgeldschöpfung: „Die Bilanzsumme der europäischen Banken beträgt 34.000 Milliarden Euro, davon finanziert die Europäische Zentralbank 1100 Milliarden Euro. Die Risken für eine Deflation sind aktuell um ein Vielfaches höher als die Gefahr einer Inflation“, erklärte UniCredit-Chefvolkswirt Bruckbauer am 22. 6. im „Wirtschaftsblatt“.

 

EZB-Finanzierung als Akutmedizin

Unbegrenzte EZB-Finanzierung ist eine Akutmedizin, kann aber keine Dauermedikamentation darstellen, denn auch bei Notenbankfinanzierung kann und darf die Staatsschuld nicht ins Uferlose steigen.

Die Währungsunion muss daher gemäß Stufe 2 des Plans durch eine echte Fiskalunion ergänzt werden – einer „Europäischen Föderation“ der Eurostaaten innerhalb der EU, an welche sie ihre Kompetenzen in der Wirtschaftspolitik übertragen, ansonsten aber, insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik, souverän blieben. Institutionell würde eine Wirtschaftsregierung, gemäß den realen Machtverhältnissen, bestehend aus der deutschen Kanzlerin, dem französischen Präsidenten und einem Regierungschef der Eurozone sowie einigen Fachministern, die Exekutivgewalt innehaben. Ein Zweikammernparlament – mit einer Bürgerkammer, bestehend aus den EU-Parlamentariern der Eurostaaten, und einer Staatenkammer nach dem Muster des deutschen Bundesrates – würde als Gesetzgeber fungieren.

Eurostaaten, die nicht mitmachen wollen – etwa Finnland –, scheiden aus der Währungsunion aus.

 

Weltmacht Europäische Republik

In der Europäischen Föderation müssten die Steuern harmonisiert, Steuerflucht effizient bekämpft und Staatsschulden – in Form von Eurobonds – gemeinsam bewirtschaftet werden. Da volkswirtschaftliche Ungleichgewichte in einer Währungsunion nicht durch den Wechselkursmechanismus ausgeglichen werden können, bedarf es eines schnelleren Lohnwachstums in jenen Ländern, die Leistungsbilanzüberschüsse aufweisen können, sowie einer Industrialisierung schwacher Regionen und vorübergehender Transfers. Die Austerity-Politik, die zu tiefer Rezession und erst recht ausufernder Staatsverschuldung führt, muss gestoppt werden.

Die Europäische Föderation kann freilich nur ein zeitlich befristetes Konstrukt sein, das letztlich – gemäß Stufe 3 des Plans – zur Gründung der Europäischen Republik führen muss, in der die beteiligten Staaten als Bundesstaaten aufgehen und an diese ihre Restsouveränität übertragen. Das EU-Mitglied „Europäische Republik“ wäre eine Weltmacht mit ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat, den sie von der Französischen Republik übernimmt.

 

Karl Koller ist Obmann von „Nova EUropa – Sammlungsbewegung für eine Europäische Republik“ (www.nova-europa.eu)


E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2012)

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79 Kommentare
 
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Gast: radius
29.08.2012 09:13
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Wenn Naivität einen Namen hätte, hieße sie KOLLER.


Gast: Ms. Guglhupf
27.08.2012 15:14
0 3

Werte Herren!

Als treuer ÖVP-Wähler würde ich - nachdem ich das Forum jetzt schon einige Zeit beobachte - gerne von den werten Herren, die offenbar aus diversen ÖVP-Kreisen kommen, wissen, worum hier eigentlich gestritten wird? Umd des Kaisers Bart?
Herr Koller hat - unter klarer Bezugnahme auf Hrn. Vizekanzler Spindelegger - in seinem Artikel zum Ausdruck gebracht, dass er in der Sache des Griechenland-Austritts anderer Meinung ist, und das meiner Ansicht nach auch nciht schlecht begründet. Das werden wir wohl aushalten. Wenn ich alle verstanden habe, hat sich hier ja niemand wirklich gegen das Projekt Europa ausgesprochen.
Ich würde die Herren daher mahnen, das Gezänk einzustellen.

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Re: Werte Herren!

Ihr Wort "in Gottes Ohr"!

Sind halt alle schon auf den Lopatka-Ton gestimmt . . .

Gast: t_konrath
27.08.2012 15:01
0 4

Endlich Vernunft!

Sämtlichen Politikern, öffentlich wirksamen Personen und auch Journalisten ist doch schon längst der Mut abhanden gekommen, die Wahrheit auszusprechen:

Die Zukunft des Kontinents liegt allein in einer Europäischen Republik!

Wer davor die Augen verschließt ist entweder politisch und wirtschaftlich minder beschlagen, oder kapituliert vor dem Stammtisch und den (euphemistisch formuliert) verhaltensoriginellen Postern des "Presse"-Forums.

Dank an die "Presse" für den Abdruck von Kollers hoch spannendem Artikel - Pflichtlektüre!


Re: Endlich Vernunft!

Sie fallen leider auf genau den gleichen Denkfehler rein, den die Politik immer ausnutzt.

Ich sehe es auch so, dass ein europäischer Bundesstaat der sinnvollste Kurs für Europa wäre.
Aber das heißt noch lange nicht, dass JEDE denkmögliche Gestaltung eines solchen Bundesstaates eine positive Entwicklung wäre. Der Ton macht die Musik.

Kern eines vernünftigen europäischen Bundesstaates wäre das Prinzip der Subsidiarität. Jede Aufgabe soll auf der niedrigsten möglichen Ebene behandelt werden. Auf Bundesstaatsebene kommen nur die Kompetenzen, die sich sinnvoll nicht auf niedrigerer Ebene regeln lassen (theoretisch schon jetzt ein Grundprinzip der EU).
Das würde heißen, dass man Außenpolitik, Verteidigung, Zollwesen usw. jedenfalls nach oben reichen muss. Glühbirnenverbote und Gender-Richtlinien sind dagegen so ziemlich das Letzte, wofür man einen Bundesstaat braucht.

Außerdem braucht man in einem vernünftigen Föderalismus finanzielle Autonomie der Organisationseinheiten. Wer über Ausgaben bestimmt muss auch die entsprechenden Einnahmen selbst verantworten. Schuldenunion hat mit so einem Bundesstaat nichts zu tun.

Genau das ist das Problem. Die EU entwickelt sich zwar in Richtung eines Bundesstaates, schafft es aber trotzdem so ziemlich das genaue Gegenteil meiner Idealvorstellung eines Bundesstaates zu werden.

Gast: Offizier
27.08.2012 14:34
0 2

Muss ja für Linke ein Gräuel sein - für Rechte aber auch

Hans Werner Sinn will die Vereinigten Staaten von Europa, wie man im Handlsblatt lesen konnte:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/beitrag-in-franzoesischer-zeitung-sinn-fordert-die-vereinigten-staaten-von-europa/6948496.html

Er will eine europäische Nation und eine europäische Armee ... nichts für linke Pazifisten und rechte Nationalisten und Kleingeister. Bürgerlich und konservativ eben!

"Ich empfehle dringend, dass wir uns am amerikanischen Modell orientieren, um die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen.“ Dafür müssten die Europäer eine gemeinsame Nation bilden, die den Gläubigern garantieren könne, dass ihnen bei Bedarf Hilfe zukomme.

Die europäische Nation brauche „eine Verfassung, eine gesetzliche Struktur, eine gemeinsame politische Macht und eine gemeinsame Armee.“ Ohne die Vereinigten Staaten von Europa, so Sinn weiter, würden Politiken zur Umverteilung die Stabilität des Kontinentes gefährden. Leider lasse sich die europäische Nation aber nicht schaffen, wenn einige Länder wie Frankreich sich weigerten, Souveränitätsrechte abzutreten, bedauert Sinn."

Für die europäische Republik

Ich bin sehr für die Entstehung eines europäischen (Bundes)Staates. Die Weltmacht EU wäre ein schönes Ziel.

Aber es ist recht seltsam, wenn man bei der Integration ausgerechnet in den Bereichen anfangen will, die kaum ein erfolgreicher Bundesstaat zentralisiert hat, und die naheliegendsten, nämlich den Auftritt nach Außen, erst am Schluss. Die Weltmacht USA, zu der wir sonst angeblich den Anschluss zu verlieren drohen, funktioniert ja seltsamer Weise ohne Steuerharmonisierung und Schuldenunion.

Gast: Roter Ritter
27.08.2012 14:21
0 2

Lieber Taran!

Sprechen Sie mich jetzt an als "Genossen", oder als "Schwarzen"? Immer schön die Nerven bewahren und nicht vom eigentlichen Thema ablenken!

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Re: Lieber Taran!

lLieber Roter Ritter!

Spreche ich Sie jetzt als ebendiesen an, oder nicht doch besser als Ökonom33 ? Immer schön die Nerven bewahren und nicht die (vielen?) Gastnamen, unter denen Sie hier posten, verwechseln!

Geschwafel !!!!


Föderalismus nach schweizer Art mit kantonaler Finanzhoheit- u. Konkurrenz ist VÖLLIG AUSREICHEND !!

Der grosse Nationalstaat "Vereinigtes Europa" ist UNNÖTIG !!

Transparenz und Verantwortung reichen.

Doch statt nachhaltig und transparent zu wirtschaften flüchtet man in den den "Superstaat".

Warum nicht griechisches Land u. Inseln für Eurokredite ??

Das vereinigte Europa wird KEINE Strukturfehler wie fehlend Wertschöpfung u. mangende Konkurrenzfähigkeit lösen !!

Gast: Offizier
27.08.2012 12:08
1 6

Patrioten?

Vielleicht sollte man mal tatsächlich die Frage stellen, wessen Interessen die aggressiven Europagegner hier vertreten. Die Russlands, Chinas oder der Araber, die an einem schwachen Europa interessiert sind? Oder die der Spekulanten, weil man nach dem Zerfall der Eurozone wieder mehr mit Währungsspekulation verdienen kann?
Patrioten sind das keine, und auch keine Vertreter des "kleinen Mannes". Schämen sollten Sie sich vielmehr!

Gast: Roter Ritter
27.08.2012 11:05
2 5

Sachlich, sachlich...!

Echtes Elend sehe ich noch nicht über unserem Kontinent, Sümpfe eventuell schon - v.a. auf nationaler Ebene (da schließe ich Griechenland durchaus nicht aus - möchte es aber auch nicht allein an den Pranger stellen), und schämen sollten sich die Demagogen. Worum es geht, ist dass die Marke "Euro" einen Glaubwürdigkeitsverlust erlitten hat. Ein Konzern, der eine GmbH in seinen Konzern- und Markenverband aufnimmt, kann die GmbH später nicht ohne weiteres in Konkurs schicken, ohne dass das Ansehen seiner Marke insgesamt und der Kurs seiner Aktien Schaden nimmt. Vielleicht war's damals eine Fehlentscheidung - aber ein Rausschmiss jetzt wäre eine noch viel größere.

2 0

Re: Sachlich, sachlich...!

Kleine Korrektur:

Nicht Ihr Vorposter 'radius' hat von einem "Rausschmiss Griechenlands" gesprochen (keine Spur davon in seinem Text) - sondern das war der Vizekanzler und Außenminister Spindelegger.

Wenn Sie die Aussage stört, dann kann ja einer der prominenten Schwarzen in Ihrer Truppe einmal ein ernstes Wort mit ihm reden.

Gast: radius
27.08.2012 10:45
8 4

Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

Hätte es im Mai 2010 eine ordentliche Lösung gegeben und wären die Verträge nicht rechtswidrig gebrochen worden von den "Granden", dann hätten wir auch kein Targetproblem, Herr Koller.

Wahnsinn, wie man Rechtsbrüche auch noch verteidigt, schämen sollten sich diese Herrschaften, die Elend über den Kontinent bringen.

Antworten Gast: Ökonom33
27.08.2012 12:28
1 5

Re: Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

Bofinger ist einer der besten Ökonomen des deutschen Sprachraums und auch Hans Werner Sinn hat sich jüngst für "Vereinigte Staaten von Europa" ausgesprochen.

4 0

Re: Re: Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

"Und auch Hans Werner Sinn hat sich jüngst für 'Vereinigte Staaten von Europa' ausgesprochen."

Bitte um den Link, Genosse. Danke.


Antworten Antworten Antworten Gast: Ökonom33
27.08.2012 13:10
1 4

Re: Re: Re: Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

Ihr Genosse bin ich sicher nicht und auch nicht Ihr Kamerad oder sonst was. Und als Schwarzer bin ich überhaupt niemandens Genosse, dass das klar ist!

Den Link sollen Sie aber haben: http://www.handelsblatt.com/politik/international/beitrag-in-franzoesischer-zeitung-sinn-fordert-die-vereinigten-staaten-von-europa/6948496.html

So brechen Weltbilder zusammen ...

2 0

Re: Re: Re: Re: Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

Da brechen gar keine Weltbilder zusammen, im Gegenteil. Dass Sie ein Schwarzer sind habe ich vermutet. Sonst hätte ich Sie ja auch nicht mit "Genosse" betitelt - welchen Sinn hätte das gehabt? Sozialist bin ich ja keiner.

Aber dass ein Schwarzer postet wie ein Sozialist, dass er Bofinger öffentlich "einen der besten Ökonomen des deutschen Sprachraums" nennt, und dass er eine grundsätzliche Abwägung von H. W. Sinn einem Kasten (also einem zusammenfassenden Kurzkommentar der Redaktion) von "Le Monde" ohne anderweitige Verifizierung entnimmt, kann ihm schon ein bissl Spott eintragen.

Zumal das hier eine renitente Klasse ist (Sie werden 's schon sehen), die nicht gerade erwartet hat, plötzlich ein ganzes Rudel ambitionierter Pädagogen zur Tür hereinstürmen zu sehen, und sticks of bumpf aus der Propagandakiste des Supermachtschauvinismus auf die Tische knallen.

Aber wir werden uns schon aneinander gewöhnen, hier im Forum.

Und den "Genossen" nehme ich selbstverständlich zurück. Genosse oder Links-CVer - gar kein Vergleich, da haben Sie recht.


0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wer auf Bofinger hört, disqualifiziert sich von selbst.

Korr.: Beistrich in der 6. Zeile von unten gehört gestrichen (sinnstörend).

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: radius
27.08.2012 13:31
5 1

Sie haben den Artikel nicht gut gelesen,

würden Sie zwischen den Zeilen lesen können, würden Sie andere Schlüsse ziehen.
So was nennt man Strategie und nach dem amerikanischen Modell gäbe es kein Targetproblem, die Salden müssten zwingend mit Werthaltigem ausgeglichen werden.
Ja, so schnell kann man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

Zu Bofinger, dieser Herr ist nicht der beste Ökonom, er ist der ideologischte und das kann nicht in unser aller Interesse sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ökonom33
27.08.2012 14:37
1 2

Re: Sinn will sogar eine europäische Nation

Man braucht nicht zwischen den Zeilen zu lesen sondern nur zu lesen. Sinn will sogar die Bildung einer europäischen Nation!
"Ich empfehle dringend, dass wir uns am amerikanischen Modell orientieren, um die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen.“ Dafür müssten die Europäer eine gemeinsame Nation bilden, die den Gläubigern garantieren könne, dass ihnen bei Bedarf Hilfe zukomme. Die europäische Nation brauche „eine Verfassung, eine gesetzliche Struktur, eine gemeinsame politische Macht und eine gemeinsame Armee.“

Gast: Roter Ritter
27.08.2012 10:24
1 5

Bitte um Aufklärung!

Von welchem Sumpf spricht die Resistance? Ein bisschen französische und deutsche Aufklärung wären da nicht schlecht.

Bei solch realitätsfernen Ansichten

wundert es mich nicht, dass der Karren immer tiefer in den Sumpf geritten wird.

Gast: Roter Ritter
27.08.2012 09:04
2 5

Alos ehrlich - trotzdem...:

Bei dieser Balkanisierung, die unsere Republik in den letzten zwei Jahrzehnten erlebt hat, fände ich es doch sinnvoll, dass es da einen funktionierenden, europäischen Überbau gäbe, wo ein bissel aufgepasst wird. Und das wäre wohl auch im Interesse der klein- und mittelständischen Wirtschaft, die es sich nicht jederzeit leisten kann, alle und jeden zu kaufen...

8 4

Vorschlag zur Güte:

Die Großkoalitionäre werden gebeten, ihre Propagandakampagnen in Zukunft im Inseratenteil abzuwickeln.

Gast: Kuya
26.08.2012 18:53
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Naivität, Inkompetenz und Opportunismus brachte den Euro

. . . damit unlösbare Probleme für die Wirtschaftsgemeinschaft.
Ein Verbrechen der Politiker, die Flucht in Diktatur und Einheitsstaat.
Sebst die Ökonomen sind sich nicht einig, was besser und der Bürger bleibt uninformiert. So die Ironie, was die Politiker wollen, wünschten such die Bürger gar nicht.

Kein Mensch zweifelt an der Wirtschaftsgemeinschaft. Jeder seriöse Ökonom weiss, dass der Euro, die Einheitswährung die schwachen Wirtschaften chancenlos, arbeitslos und bankrott macht.

 
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Hinweis

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