21.05.2013 18:57 Merkliste 0

Dollfuß entehren? So nicht, Klub der Totenrichter!

GOTTFRIED-KARL KINDERMANN (Die Presse)

Die Idee einer Entehrung der Gräber wehrloser Toter bleibt moralisch und historisch unverständlich. Die Aktion zielt offensichtlich an erster Stelle gegen Engelbert Dollfuß, Schlüsselfigur des österreichischen Staatswiderstandes gegen NSDAP.

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Es klingt fantastisch, ist aber leider wahr. Eine Kommission des Wiener Stadtrates erwägt die Entehrung von solchen Ehrengräbern, deren Tote nach Meinung der Kommission keiner Ehrung wert sind. Es mag ein erhebendes Gefühl sein, zu diesem Klub der Totenrichter zu gehören. Im Ausland wäre das so, als würde man George Washington oder Napoleon posthum Ehrungen entziehen, weil Ersterer Sklavenhalter gewesen ist und der zweite Frankreichs Erste Republik mit Kartätschen zerschlug, um sich zum „Kaiser“ und Diktator zu machen.

Die letzte große Aktion zur Entehrung vormals geehrter Gräber hat im China der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“ stattgefunden!

An erster Stelle der zu Entehrenden steht Engelbert Dollfuß, der aber auch nach zeitgenössischer Meinung westlicher Demokratien die bedeutendste Persönlichkeit des österreichischen Staatswiderstandes gegen NSDAP und Drittes Reich gewesen ist.

 

Auslandsstimmen von damals

Stellvertretend für viele ähnliche Bewertungen schrieb der britische „Observer“ vom 29.Juli 1934: „Dr. Dollfuß, der heldenmütig das schwache Österreich ... verteidigte, ist der Preis, der für den Weiterbestand Österreichs bezahlt werden musste. (...) Aber damit hat Dollfuß in unvergesslicher Weise sowohl Österreich als auch Europa gedient. Dr. Dollfuß hat mehr als irgendein Mann in Europa getan, um Europa – einschließlich Deutschland – vor dem Nazi-Terror Berlins zu bewahren.“

Frankreichs Außenminister Louis Barthou hatte im Juni 1934 erklärt: „Frankreichs ganze Macht steht hinter der Unabhängigkeit Österreichs (...) wie sie durch die Persönlichkeit des Bundeskanzlers verkörpert wird. (...) Wir stehen voll auf der Seite der Dollfußregierung.“

Nach einem ersten Mordanschlag auf Dollfuß berichtete die US-Gesandtschaft in Wien u.a.: „Die übereinstimmende Ansicht von Presse und ausländischen Beobachtern ist, dass es niemanden heute in Österreich gibt, der Dollfuß bei der Fortsetzung der ... Politik in Österreich ersetzen könnte.“ Für viele Anhänger des Kanzlers sprechend, schrieb das „Wiener Jüdische Familienblatt“: „Dollfuß heißt Österreich. Der Kanzler hat uns zum Vaterland geformt.“

Schon im Mai 1933 hatte es Dollfuß als erster europäischer Regierungschef gewagt, Hitlers großdeutscher Politik mit der Gründung der Vaterländischen Front konfrontativ entgegenzutreten, woraufhin Hitler befand, dies bedeute den Beginn einer „Verschweizerung“ Österreichs.

Folglich setzte er den sogenannten „Generalangriff“ der NSDAP gegen Österreich in Bewegung. Dessen Parole hatte gelautet: „Wer Österreich besitzt, beherrscht Mitteleuropa“.

 

„NSDAP ist verbrecherisch“

Anderthalb Jahre lang überzog die NSDAP Österreich mit einer landesweiten Welle von Sprengstoffterror mit bis zu 124 Sprengstoffanschlägen pro Monat, einer Flut in Deutschland gedruckter Propaganda, Wirtschaftskrieg und Mordanschlägen auf führende Persönlichkeiten.

Als erster Chef einer europäischen Regierung erließ Dollfuß im Juni 1933 ein Totalverbot der NSDAP und erklärte, der Nationalsozialismus sei „Verbrechertum auf der Basis einer verbrecherischen Ideologie“. Österreich wurde in Europa zur wichtigsten deutschsprachigen Stimme der Kritik am Nationalsozialismus.

Dollfuß verstärkte das Heer und konzentrierte das gesamte Sicherheitssystem. Angesichts der heute oft vergessenen Tatsache, dass drei politische Parteien – Großdeutsche, NSDAP und Sozialisten – am Ziel des Anschlusses (Sozialisten erst wieder nach Hitler) festhielten, gründete er mit der Vaterländischen Front Österreichs allererste Bewegung, die gewillt war, sich militant für Österreichs permanente Unabhängigkeit und Identität einzusetzen.

 

Karl Renners „freudiges Ja“

Der geehrt bleibende Karl Renner hingegen hatte Österreich 1932 verächtlich als „verkrüppeltes Zwergwirtschaftsgebilde“ bezeichnet, dessen Heil im Anschluss liege, hatte 1938 mit einem „freudigen Ja“ für den Anschluss geworben und Dollfuß für dessen Festhalten am kleinen Neuösterreich scharf kritisiert.

Trotz Morddrohungen, eines ersten Mordanschlags und der Vorahnung seines baldigen Todes hat Dollfuß Österreichs Widerstand anderthalb Jahre lang durchgehalten, bis er als einziger Regierungschef der NS-Ära zwar sein Leben geopfert, und doch die erste Runde des Kampfes um Österreich und Europas Status quo gewonnen hat. Die bei der Niederwerfung des NS-Aufstandes im Juli 1934 gefallenen österreichischen Soldaten waren – im Grunde genommen – die ersten Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.

Wie der Historiker Golo Mann bemerkte, zeigte Dollfuß, dass es selbst einem kleinen Staat möglich sei, erfolgreich Widerstand zu leisten. Hitler brach den Kampf ab, und seine Führung gestand die Niederlage ein. Doch die Status-quo-Mächte verstanden es nicht, die gewonnene Zeit zu nützen.

Österreich blieb noch fünf Jahre lang von NS-Herrschaft frei. Die stärkere, mit zwei Großmächten verbündete Tschechoslowakei hatte schon nach fünf Monaten kampflos kapituliert.

 

Kritikwürdige Dollfuß-Diktatur

Gewiss, die von Dollfuß eingeführte Diktatur ist ohne Zweifel kritikwürdig. Doch gilt die Frage, wie man ein Land regiert, in dem bewaffnete Privatarmeen politischer Parteien einander mit Bürgerkrieg bedrohen, in dem das Parlament sich mit unverantwortlichen Tricks seiner Präsidenten und angesichts eines Stimmenverhältnisses von 81 gegen 81 selber lahmlegt, in dem das Vertrauen in Demokratie schwindet, Hitler samt NSDAP lautstark Neuwahlen fordern, um in Österreich, ebenso wie zuvor in Deutschland, mit quasi legalen Methoden zur Macht zu gelangen und in dem der landesweite Sprengstoffterror der Nazis die Bevölkerung in Schrecken versetzt.

Der von Richard Bernaschek 1934 gegen das Verbot seiner eigenen Parteiführung eigenwillig provozierte Bürgerkrieg stürzte Österreich in größte Gefahr und wurde aus Sicht der Regierung als Aktion gedeutet, die der gegen die Nazis kämpfenden Front in den Rücken fiel, bei der 430 Österreicher getötet wurden. Daher war kaum Anlass zur Milde geboten.

Obwohl die bloße Idee einer Entehrung der Gräber wehrloser Toter moralisch, historisch und ästhetisch unverständlich bleibt, wäre dennoch zu begrüßen, wenn sich der Vorschlag von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny durchsetzen könnte, die Gräber historischer Persönlichkeiten künftig wertneutral als „historische Gräber“ zu bezeichnen und zu behandeln.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zum Autor

Gottfried-Karl Kindermann (*1926 in Wien) studierte an den Universitäten Wien, Freiburg, Stanford/Kalifornien und Chicago. John F. Kennedy Fellow der Harvard Universität. Em. Ordinarius für Internationale Politik der Universität München, aktiver Professor auch für Neuere Geschichte an der Hochschule für Politik München. Publikationen u.a.: „Österreich gegen Hitler. Europas erste Abwehrfront 1933–1938“ (Langen Müller Verlag 2003). [Langen Müller Verlag]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2012)

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52 Kommentare
 
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Von Dollfuß zu 1938

Wie „Taran“ hier weiter unten dankenswerterweise feststellt, hat Dollfuß die weitere Ausbreitung des Nationalsozialismus in Österreich verhindert, darum mußte er auch sterben. Hitler erklärte in erstaunlicher Offenheit, der Juli-Putsch 1934 sei für ihn eine außenpolitische Niederlage gewesen.

Vor diesem Hintergrund muß man in aller Klarheit feststellen, das eigentliche Problem hat Kurt Schuschnigg zu verantworten. Nicht nur gab er dem Druck Hitlers zu rasch nach, etwa nahm er Seiß-Inquart in die Regierung, weil Hitler das so von ihm forderte, sondern er verweigerte dem Bundesheer den Schießbefehl. Bundespräsident Miklas machte dabei auch mit.

Die Beweggründe Schuschniggs waren durchaus ehrenwert, aber eben völlig falsch. Es darf kein deutsches Blut fließen, postulierte er.

Dadurch aber entließ er Mussolini aus dessen Garantierklärung für Österreich, wofür sich Mussolini den enthusiastischen Dank Hitlers einholte „Duce, das werde ich Ihnen niemals vergessen“ waren die Worte.

Der verweigerte Schießbefehl brachte auch die Westmächte aus der Bredouille. Die Appeasement-Politik Chamberlains lautete, wir geben Hitler, was er haben will, dann wird er Ruhe geben. Wenn Österreich sich nicht wehrt, kann Hitler es haben.

Hätte Österreich geschossen, hätten Mussolini und die Westmächte aktiv werden müssen.

Und Hitler hätte „den Schwanz eingezogen“, wie man im Volksmund sagt, da bin ich völlig sicher.

Fortsetzung folgt:

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Von Dollfuß zu 1938

Fortsetzung:

Hitler hatte am 7. März 1936, als er das Rheinland besetzte, die ausdrückliche Weisung erteilt, die Wehrmacht müsse sofort zurück, sollten die Franzosen Widerstand leisten.

Wie Taran richtig festhält, hat Hitler für Österreich auch eine vergleichsweise große Militärmacht eingesetzt, weil er sich keineswegs sicher war, wie’s laufen wird. Dazu kommt, die Generalität war noch bei Kriegsbeginn eineinhalb Jahre später der Meinung, Deutschland ist nicht ausreichend gerüstet. Hätten die Westmächte eingegriffen, wäre der Spuk sehr rasch zu Ende gewesen.

Noch einmal, die Beweggründe Schuschniggs waren ehrenwert, aber falsch.

Hätten wir geschossen, dann wären österreichische Berufssoldaten gefallen, aber wir wären ein echt besetztes Land gewesen, hätte sich Hitler gegen die einschreitenden Westmächte doch durchgesetzt.

Die heutige linke Reichshälfte könnte nicht von der Mitschuld Österreichs faseln. Ein Ernst Kaltenbrunner wurde zwar als Österreicher geboren, seine Verbrechen beging er aber als deutscher Staatsbürger und er wurde keineswegs von Österreich dazu angestiftet. Vor diesem Hintergrund von einer Mitschuld Österreichs zu reden, ist erbärmlich.

Niemand fällt es ein, den Niederlanden oder Belgien eine Mitschuld aufzuhalsen, es gab aber SS-Divisionen aus diesen Ländern.

Schuschnigg hat also österreichischen Berufssoldaten das Leben gerettet, aber es kamen danach 194.000 Österreicher zu Tode.

Gerne räume ich ein, „Was-wäre-wenn-Strategien“ sind post mortem eher dubios.

die Mumie

Ein Provinzieller Oberlehrer sucht nach Fallfehlern, beurteilt oder verurteilt den Schreibstil anderer Blogger und träumt von SF.

Was für ein Clown!!!

BTW
Servus Modesterl
Gruß Molestus

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Provozieren statt Rechtschreiben lernen

Na ja, es gibt nichts, was es nicht gibt

Mir ist klar, „modestus“ will mich provozieren. Lasse ich mich provozieren, freut sich „modestus“. Also mache ich ihm die Freude und lasse mich provozieren.

Seinen virtuellen Zwillingsbruder hat er schon am 25.10.12 erfunden, da hatte er den aktuellen Konflikt mit mir noch nicht. Schlußfolgerung, er hat mit anderen, seriösen Leserbriefschreibern dieselben Probleme wie mit mir. Hoffentlich machen die ihm auch die Freude, sich jeweils provozieren zu lassen.

Der Zwilling „molestus“ benutzt die reguläre Groß-Kleinschreibung und zeigt deutlich, daß der gute „modestus“ eben nicht die Rechtschreibung beherrscht.

„die Mumie“ ist falsch! Richtig ist, „Die Mumie“!
„Ein Provinzieller Oberlehrer“ ist falsch! Richtig ist, „Ein provinzieller Oberlehrer“!

„modestus“-Ferndiagnose, ich träume von SF. Lästig, ich weiß nicht, wovon ich träume, denn ich weiß nicht, was ist SF?

Es folgt „Was für ein Clown“. Das ist der Slang am Biertisch. In gutem Deutsch würde man sagen „Welch’ ein Clown“. Gutes Deutsch schafft „modestus“ eben nicht!

Dann kommt ein „BTW“. Üblicherweise ist das Englisch und heißt „by the way“, zu Deutsch, „übrigens“. Was ein „übrigens“ vor einem Gruß verloren hat, weiß nur „modestus“.

Cicero verkleinert er in der Regel als „cicerl“. Damit man ja merkt, daß „molestus“ gleich „modestus“ ist, kommt ein „Modesterl“.

Abschließende Feststellung: „modestus“ mit einer ganz erbärmlichen Vorstellung.

Nur um zu provozieren, statt Rechtschreiben lernen.

Re: Provozieren statt Rechtschreiben lernen

sie irren..molestus ist auch nur ein kleines aas der nachäfft..so wie sie

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Auch Unbelehrbare verdienen Respekt für ihre „Standhaftigkeit“

Na, sag’ ich’s doch. Rechtschreiben lernen, wäre für „modestus“ eine Leistung, die zu erbringen durchaus angemessen wäre.

Seine Meldung, „molestus ist auch nur ein kleines aas der nachäfft“ ist mal abgesehen vom krankhaften Kleinschreiben, schlicht mehrfach falsch.

Der Satz müßte lauten: „Molestus ist auch nur ein kleines Aas, das nachäfft“.

Wo ich auch etwas nachäffe, muß mir erst noch gesagt werden.

Wie sich problemlos zeigt, „modestus“ hat bei jeder seiner Wortmeldungen die größten Schwierigkeiten irgend etwas in brauchbarer Rechtsschreibung und vor allem inhaltlich korrekt über die Tastatur zu bringen.

Und wenn’s wahr ist, daß Molestus ein kleines Aas … etc. ist, dann ist der Beitrag von „molestus“ der blanke Hohn und Spott für „modestus“. Spätestens das sollte „modestus“ zu denken geben, ganz unabhängig von meinen Beanstandungen seiner Kleinschreiberei.

Aber bitte, wenn einer trotz vieler Hinweise unbelehrbar bleibt, muß man ihm doch glatt noch Respekt zollen für seine „Standhaftigkeit“.

Rechtsschreibung

wäre gerade in diesem Kontext ganz verkehrt. da kann die Rechtschreibung noch so perfekt sein.

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Dollfuß hat . . .

. . . (1) mit dem Notverordnungsrecht der Bundesregierung verhindert, dass Hitler in ganz Österreich in kürzester Zeit noch sicherere und größere absolute Mehrheiten hätte einfahren können als knapp zuvor selbst bei seiner Machtübernahme im Reich;

(2) mit dem vielfach bezeugten Zauber seiner Persönlichkeit im westlichen Ausland in einem Maße Sympathie erworben wie seither kein anderer österreichischer Staatsmann mehr - was Jahre später noch die Wehrmachtssoldaten zu spüren bekamen, wenn sie in den besetzten Gebieten deutlich freundlicher behandelt wurden als die Kameraden aus dem Altreich;

(3) mit seiner Standhaftigkeit hier in Österreich die erste Kriegsfront gegen den Nationalsozialismus eröffnet (an welcher er auch gefallen ist);

und hat damit (4) den großen Pokerspieler über den hiesigen Widerstandswillen derart im unklaren gelassen, dass jener nicht nur vier Jahre lang damit zögerte sein volles Blatt auszuspielen, sondern selbst noch am Abend des 11. März 1938 der Überzeugung war, dass er 135.000 Mann Wehrmacht, Luftwaffe und SS brauchen werde, um Österreich "heim ins Reich zu führen".

Requiescat in pace, und dementsprechend nicht in einem Ehrengrab der Gemeinde Wien (und schon gar nicht in einem "historischen", sprich: Museumsgrab), sondern nach Umbettung in der ursprünglichen Grablege in der Gedächtniskirche.

Anm: Schreiber des obigen ist kein Klerikaler sondern Atheist und aus einer Familie, deren Männer in wehrfähigem Alter a l l e Schutzbündler




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Re: Dollfuß hat . . .

(Fortsetzung und Schluss:)

gewesen sind, wirklich alle, in beiden Linien. Da ich der letzte unserer Familie bin, ist es vielleicht nicht zu früh, etwas zu u n s e r e r Vergangenheitsbewältigung beizutragen.

Re: Re: Dollfuß hat . . .

die christkönigkirche in fünfhaus

Re: Dollfuß hat . . .

hervorragend

brillant formulierter artikel!

die wiener stadtregierung will alles entfernen, was nicht in ideologischen kram passt.

lueger´s ring war nur der anfang!

wehren wir uns endlich gegen diese roten brigaden!

Haben wir viel zu verdanken.

Auch den segensreichen, bis heute fest im österreichischen Staatsgebilde verankerten Ständestaat haben wir Dollfuß zu verdanken. Und natürlich unserem Staat an sich, der uns alle Verantwortung abnimmt.

Langsam Langsam

Dass das Notmodell Sozialpartnerschaft sich zur Fortsetzung des Ständestaates mit erweitertem Teilnehmerkreis entwickelt hat, haben wir unseren Nachkriegspolitikern zu verdanken.

Re: Langsam Langsam

Aber wer hat's erfunden? ;)

Erfunden hat es einer

der sich in einer furchtbaren Zwickmühle sah.

Ab etwa Mitte der 1930er-Jahre wurde langsam bekannt, dass das sowjetrussische Modell Opfer im Millionenbereich gefordert hatte. Allein die absichtlich produzierten Hungersnöte in der Ukraine waren da Schrecken genug.
Dann tut sich da ein großer Bekämpfer dieses Übels hervor, der heißt Hitler. Wer seine "Werke" genau liest, der weiß, dass da Übles droht. Umgebracht hatte dieser Herr aber noch niemanden.
Dollfuß sah sich Sozialisten gegenüber, die weitgehend Moskau treu waren und Nationalsozialisten, eh schon wissen. Da war einfach nur mehr die Notbremse zu ziehen.

Als Beweis dafür kann gelten, dass selbst der Außenminister der französischen Volksfrontregierung (=Sozialisten und Kommunisten vereint) den Tod Dollfuß' öffentlich bedauerte.

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Für manche dieser Altergruppe wäre es wohl besser, den Bleistift zur Seite zu legen!

Da wurde mit Kanonen in Gemeindebauten geschossen und einen offenbar senilen Gastkommentator fällt dazu ein: "... bei der 430 Österreicher getötet wurden. Daher war kaum Anlass zur Milde geboten."

Für manche dieser Altergruppe wäre es wohl besser, den Bleistift zur Seite zu legen!

Sie sollten sich einmal kurz zurücklehnen

und alle Vorurteile auf null stellen.

Nicht nur damals wurde der bewaffnete Aufstand mit Gegengewaltt geahndet. Das machen bis heute auch gefestigte Demokratien so.

das mit den "Kanonen in Gemeindebauten" ist ein Mythos, der sich bei uns etabliert hat. Niemand hat die Schutzbündler dazu aufgefordert den Gemeindebau zur Kampfzone zu machen. Und damit Zivilisten in die Kämpfe hineinzuziehen. Nocheinmal: Wenigstens nach damaligen Maßstäben war das Vorgehen der österr. Regierung völlig normal.

Re: Für manche dieser Altergruppe wäre es wohl besser, den Bleistift zur Seite zu legen!

senil?? woher wissen sie das? lesen sie das am geburtsdatum?
ihre supranasale unterbelichtung lässt sich an ihrem text ablesen

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Kleinschreiber und Co.

Da beseitigt die Presse die Möglichkeit als Gast Leserbriefe zu schreiben und läßt nur mehr registrierte Kommentare zu, damit die Regeln des Forums besser eingehalten werden.

Und flugs findet sich ein lang Registrierter, der einem anderen vorwirft, er solle nicht eine nicht bewiesene Senilität vom Geburtsdatum ableiten, um sogleich seinerseits „supranasale Unterbelichtung“ des anderen aus dem kritisierten Text erkennen zu wollen. Wahrlich eine Leistung an Argumentation, die in Summe gar nicht vorhanden ist..

Schlußfolgerung, so sehr es richtig ist, mit der Streichung der Gastmöglichkeit das Forum zu verbessern, zeigt es sich, so einfach ist das nicht, wenn so mancher Teilnehmer nicht kapiert, worum es dabei geht.

Aber es paßt ins Bild, daß derselbe Schreiber weiter unten einen der beiden größten Verbrecher der Neuzeit als „Peppi Stalin“ burschikos und damit ach so launig beim Namen nennt. Gleichzeitig wagt er aber nicht auch den zweiten Verbrecher als „Adi Hitler“ zu nennen, den umschreibt er als „h+tler“.

Kleinschreiber muß man sein, dann schafft man derartiges. Kleinschreiber, der schamlos unser wichtigstes Kulturgut, unsere Sprache, verhunzt, nur um aufzufallen. Mit seinen Aussagen, so meint er offensichtlich, fällt er nicht genügend auf.

Er irrt, er fällt auf, aber eben negativ!

Übrigens, dem Kleinschreiber fällt nicht auf, daß der „supranasale Unterbelichtete“ mit Fallfehlern zu kämpfen hat, die besser zu kritisieren wären. Kleinschreiber können eben nicht Rechtschreiben!

Re: Kleinschreiber und Co.

die fallfehler sind im vergleich zu ihren charakterfehlern vernachläßigbar.
der aufgeblasene frosch zerplatzt..bei cicerl funktioniert das leider nicht. er bleibt und erregt weiterhin ekel.

ob ich kleinschreibung bevorzuge geht sie einen feuchten staub an. ceterum sind sie nicht der wächter der deutschen sprache, sondern ein selbsternannter wichtigtuer. dieselben sind meisten versager, die hier ausgleich suchen.
berggasse 19 wäre für sie DIE adresse

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...

Als ob es noch eines Beweises für meine Kritik gebraucht hätte.

Das Schöne an den Kleinschreibern ist ja, sie liefern völlig freiwillig jeden Beweis selbst, der für die Kritik an ihnen notwendig ist.

Wie leicht man es mit den Kleinschreibern in Wahrheit doch hat.

Geradezu geadelt darf ich mich fühlen, wenn ein Kleinschreiber mir das Attribut „ekelerregender Versager“ zuteilt!

Re: ...

Oh jeh, der Freak schon wieder. Neues Feindbild endeckt, die Kleinschreibung? Vielleicht fangen Sie mal an in England, Frankreich oder Spanien zu bekehren, diese Hundesöhne schreiben nämlich auch fast alles klein.

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Kleinschreiber verteidigen ist nicht verboten, aber äußerst blamabel

Schnabeltierfresser, auch Sie machen es ganz alleine und ganz freiwillig, sich als Verteidiger der Kleinschreiber zu blamieren.

Mehr als vierzig Jahre als beratender Ingenieur zwischen Kalkutta und San Francisco tätig, habe ich einigermaßen Englisch erlernt. Die englische Orthographie habe ich im kleinen Finger!

Die Angelsachsen haben eine andere Rechtschreibung als wir, aber sie haben ebensowenig wie wir eine reine Kleinschreibung.

Hier geht es auch nicht um den Vergleich unterschiedlicher Regeln in verschiedenen Sprachen, hier geht es um die Mißachtung der Regeln der deutschen Sprache zum Schaden der Sprache.

Außerdem irren Sie sich, wenn Sie glauben, ich kritisiere erst jetzt die Verhunzung unseres Kulturgutes. Seit ich in diesem Forum schreibe und das sind immerhin schon mehr als zehn Jahre, beanstande ich die Kleinschreibung.

Sie können aber gerne die Kleinschreiber verteidigen, die ja nur kleinschreiben, weil sie’s anders nicht können. Jeder Kleinschreiber liefert wieder und wieder ganz freiwillig den Beweis für diese Feststellung. Die Kleinschreiber bringen in aller Regel keinen klaren deutschen Satz zusammen, sondern stammeln nur herum.

So long, Sir!

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Die halbe Geschichte ist jedenfalls die falsche Geschichte

Für Sie, FritzG., wäre es besser die Tastatur beiseite zu legen.

Es sei denn, Sie können mit der gleichen Arroganz, mit der Sie von anderen die Weglegung des Bleistifts verlangen, erklären, was Kriegswaffen, wie etwa Maschinengewehre in Arbeiterwohnungen verloren haben.

Mit eben diesen Maschinengewehren, Marke Erster Weltkrieg, wurde auf die Polizei geschossen. Erst danach hat Dollfuß das Bundesheer mit Panzerabwehr-Kanonen mobilisiert.

Wie immer man die Ära Dollfuß betrachten mag, den Bürgerkrieg hat nicht Dollfuß begonnen, sondern die Parteiarmee der Sozialdemokraten. Nicht Dollfuß hat zuerst auf Arbeiter schießen lassen, zuerst haben die Roten auf die Polizei geschossen.

Die lästige Kleinigkeit für Sie, FritzG., das läßt sich nicht wegreden.

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Cicero

Ist ja schon lange her, da reimt man sich dann schon einmal sein G´schichterl zusammen. Ist aber kein Problem! Fast 80 Jahren danach wollen halt einige Greise ihr Gewissen beruhigen. Aber das gelingt nur, wenn man nicht in die Geschichtsbücher blickt und wenn die Chronologie der Ereignisse nicht mehr ganz frisch ist!

Also, zur Erinnerung:

http://www.youtube.com/watch?v=Z83kmwEUshM&feature=player_embedded

 
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Hinweis

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