22.05.2013 23:18 Merkliste 0

Der Gesinnungsterror der grünen Meinungsjakobiner

Karl Weidinger (DiePresse.com)

Eine satte linksgrüne Mehrheit der medialen Dressurelite versucht seit Jahren, der Bevölkerung ihre Alltagserfahrungen auszutreiben.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Seit Anfang Dezember haben wir es schwarz auf weiß. Es geht um den „Journalisten-Report II“. Daniela Kraus, Astrid Zimmermann, Andy Kaltenbrunner und Matthias Karmasin erstellten die „erste repräsentative Studie Österreichs“ über jene Präferenzen, welche der Stammtisch der Leserschaft schon lange zwischen den Zeilen herausliest: Journalisten stehen politisch deutlich weiter links als die Gesamtbevölkerung.

Ähnlich wie in Deutschland fühlen sich die meisten von ihnen den Grünen nahe. 34 Prozent verorten ihre Präferenzen in diesem politischen Bereich. (Und das sind nur die „Bekennungstäter“. Die Dunkelziffer der anonymen Schreibtischtäter wird noch höher sein.) Jeder Dritte stimmt laut Umfrage der Aussage zu: Es gehe darum, „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kontrollieren“.
Politik und Medien sind kommunizierende Gefäße, die sich wechselseitig bestärken. Dabei klammern sie sich wie Ertrinkende aneinander. Und werden – wenn kein gravierendes Umdenken stattfindet – gemeinsam untergehen. Aufgrund der konzertierten Aktionen gegen das Wahl- und Zahlvolk, das beide Seiten so bitter nötig haben. Doch das wendet sich mit Grauen ab. Der Vertrauensverlust sitzt bereits tief – zu tief.

Das Dogma regiert!


Eine selbst legitimierte Dressurelite gibt den Ton in der veröffentlichten Meinung vor. Und das wird immer weniger goutiert. Nur die vom eigenen Bazillus der Selbstherrlichkeit infizierten Medien glauben noch an die Inhalte. Obwohl in Zeitungsköpfen das „unabhängig“ steht, wissen viele, dass jedes Medium sowohl von der Leserschaft wie auch von Inseraten abhängig ist. Nichts geschieht aus Selbstlosigkeit, alles ist Kalkül.
Alle Parteien vertreten – angefeuert durch die harmonisierende Macht der Medien – zu den brennenden Fragen der Gegenwart wie Euro-Rettung, Genderpolitik und Frauenquote, Klima- und Energiepolitik, Zuwanderung oder Multikulturalismus eine nahezu identische gleich(geschaltet)e Meinung.

Die vorgeschalteten Non-Government-Organisationen (NGOs) bereiten das Feld auf. Ziviler Ungehorsam wird gerne als Zeichen von gesundem Demokratieverständnis gewertet – außer es handelt sich um Protest gegen Moscheebauten. Dann ist es vorbei mit dem Recht auf Bürgerbeteiligung oder Anrainer-Notwehr. Sogleich wird die Motivation ins rechte (extreme, radikale) Eck gestellt.
Meinungsfreiheit endet dort, wo von der vorgegebenen Multikulturalismus-Doktrin abgewichen wird. Dann ist es schnell vorbei mit dem pluralistischen Demokratieverständnis. Abweichende Gesinnung wird zum Verbrechen.

Rassismus ist keine Meinungsfreiheit. Die Erfüllung des Tatbestandes können nur die selbst ernannten Sitten- und Tugendwächter erkennen und folgerichtig bewerten. Jede abweichende Meinung kann als  demagogisch  und „populistisch“ diffamiert werden. Schon erhebt sich der belehrende Zeigefinger. Die Moralkeule ist bereit zum Niedersausen.

„Das Dogma ist nichts anderes als ein ausdrückliches Verbot zu denken“, lautet ein Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach. Die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof dachte weiter: „Tendenziell ist alles, was ein Prolet macht, richtig, und alles, was ein kleinbürgerlicher Intellektueller macht, falsch.“

Das hatte schon George Orwell in seiner Kommunismus-Satire „Animal Farm“ („Farm der Tiere“, 1948) festgestellt: „Vier Beine gut! Zwei Beine böse!“ – Also abgeleitet: Links ist richtig, rechts kann nur falsch sein? Ohne Ausnahme, ohne weitere Logik, ohne Anflug einer Diskussion?

Opfer erster Ordnung


Inzwischen haben sich Hierarchien in der Medien-Coverage ausgebildet. Frauen sind schützenswerte Geschöpfe. Als könnten die Powerfrauen nicht selbst auf sich aufpassen! Selbst wenn das eine oder andere „Alphamännchen“ (siehe Strauss-Kahn, Kachelmann oder Assange) mehr oder weniger ungerechtfertigt hinter Schloss und Riegel landet, trägt die männerdominierte Gesellschaft eine Mitschuld.

Eine Ebene dahinter drängen sich die Diskriminierungsopfer, bevorzugt migrantisch. Von Behinderten-, Männer- und Altersdiskriminierung war schon lange nichts mehr zu hören oder zu lesen.
Und drittens: Täterfokussiertheit. Opfer dürfen mit Bild und Namen vorkommen. Bei Tätern steht eine wahre Verhinderungsmaschinerie mit ihren Sanktionen bereit. Der Resozialisierungsgedanke scheint das allerhöchste Credo zu sein – statt Schutz der Gesellschaft im Sinne der Generalprävention.

„Alle Menschen können Täter werden“, lautet ein Stehsatz. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Jeder Mensch kann ein Opfer werden. Viel eher als ein Täter; nämlich durch die grassierende Täterversteher-Industrie in den Medien, die eine beeinflussende Wirkung erzeugt.

Gesteuerter Alarmismus


Oder anderes Beispiel: In Japan ging nach einem Tsunami ein Kraftwerk hoch, und schon brach der grüngesteuerte Alarmismus aus. Das Thema blieb wochenlang auf der Agenda. Die genaue Anzahl der Opfer konnte noch nicht eruiert werden.

Im Gegensatz dazu der „EHEC-Skandal“, der sich im verhätschelten Biobereich abspielte. Bei 852 Patienten führte die Infektion zu schweren Komplikationen (wie HUS, dem hämolytisch-urämischen Syndrom). 50 Patienten verstarben an ihrer Erkrankung. Außerhalb Deutschlands wurde EHEC bei 76 Menschen nachgewiesen. Die Infektion mit enterohämorrhagischen Escherichia coli forderte über 200 Opfer mit Langzeitfolgen, einer Dialyse aufgrund beträchtlicher Organschädigungen.

Nach diesem Hygieneskandal im grünen Bereich wurde darüber kaum weiter berichtet. Wie auch Täter mit bestimmtem Hintergrund verschwiegen werden.
Im Gegenzug wird jeder rechtsradikale Popanz aufgeblasen, als stünde die Machtübernahme der NSDAP wieder vor der Tür. Der „Kampf gegen rechts“ darf niemals ruhen; bald ist das Tragen von Thor-Steinar-Leiberln ein Straftatbestand, wenn es nach den tonangebenden Medien geht.

Ich denunziere, also bin ich


Das wichtigste Motto auf dieser Kommunikationsebene lautet: Ich denunziere, also bin ich. Nicht nur Schreibtisch- und Bekennungstäter, sondern auch noch echte Überzeugungstäter. Dem Kultursprecher der Grünen gelang es unlängst – nach Hinweis eines Qualitätsjournalisten –, einen ideologisch verwerflichen Auftritt einer derben Schmäh-Combo abzuwürgen. Trotz aller berechtigten Kritik an den Texten dennoch eine unverhältnismäßige Zensur- und Willkürmaßnahme von erheblichem wirtschaftlichem Schadensausmaß, bei 400 verkauften Karten und einer Absage zwei Tage vor dem angekündigten Termin.

Und wie sehen sich die Meinungsjakobiner selber? Aufschlussreich an dieser Studie ist auch: „Gewissenskonflikte haben 72 Prozent nie.“ Wie heißt es in der Werbung: Wir sind die Guten!

Zum Autor
Karl Weidinger (* 1962) ist Schriftsteller und Übersetzer mit Vorliebe für Gesellschaftskritik. Bisher sieben Bücher, u. a.: „Der Missbrauch des aufrechten Ganges“ (1993), „Die Verhaftung der Dunkelheit wegen Einbruchs“ (2003), „Die schönsten Liebes-Lieder von Slipknot“ (2007), Androkles Verlag. [ Privat ]


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
185 Kommentare
 
12 3 4 5

Sehr gut zusammengefasst!

Der Gesinnungsterror nimmt leider immer weiter zu. Alles was auch nur den Anschein von "Konservativität" erweckt, wird polemisch angegriffen.
Siehe auch: http://www.amazon.de/Politische-Korrektheit-Denkverbote-%C3%B6ffentliche-bestimmen/dp/1482536617/

Viel Wahres, viel Übertriebenes, und viel "aus der

Seele Gekotztes".

Man darf es sich nicht zu einfach machen, auch in der Kritik.

Beispiel (das mir sicher in paar Rote einbringen wird)

Ziviler Ungehorsam und Demonstrationen gegen Moschee-Bauten:
Ja, ziviler Ungehorsam wird gelobt und propagiert und ebenso ja: bei Demonstrationen gegen Moscheen-Bauten ist das nicht der Fall - Nur: wir leben in einer Verfassungsdemokratie, diese sieht ähnlich aus: es entscheidet das Volk mit relativer oder einfacher Mehrheit - nur bei gewissen Fragen wird der nötige %Satz hinaufgesetzt: wenn es um Minderheitenrechte geht.
Denn Minderheiten sind in reinen Mehrheitsdemokratien wenig geschützt.
Wer also die Verfassungsdemokratie generell unterstützt, muss auch akzeptieren, dass Volksaufstände gegen Minderheitenrechte nicht im gleichen Licht gesehen werden, wie solche gegen die Mächtigen...

Was ich mir wünsche: das wäre einmal ein differenzierter Artikel mit Kritik an den "Anderen" - so lesen wir Polemik von Links gegen rechts - und das sicher mehrheitlich, da hat der Autor recht - oder von Rechts gegen links.
Ist denn wirklich an den jeweils "anderen" nichts Gutes, nichts Richtiges zu finden? Sind sie wirklich alle gleich?
Gibt es wirklich nicht auf beiden Seiten Akteure und Denker, die zu weit gehen?

Ich bin Polemik-müde - bin ich da der Einzige?

Re: Viel Wahres, viel Übertriebenes, und viel "aus der

Ich bin auch polemik-müde, aber der politisch-mediale Komplex wird weitermachen, als wäre nix geschehen. Aber das System ist unreformierbar, das hat Beppe Grillo - und seine WählerInnen - erkannt.

Auch die Unterscheidung guter Protest und schlechter Protest ist so eine Vernebelungsstrategie der Meinungsjakobiner: Sie bestimmen, was gedacht werden darf. Und ohne Viktimisierung geht gar nichts mehr. So beherrscht in einer Umkehrung (Pervertierung) der Demokratie die privilegierten Minderheiten die Mehrheit des Volkes, bis...

Bis es knallt und sich der Pobel wieder Luft macht (sieht man am Wahlverhalten).

Wer alles glaubt

was Jourbalisten schreiben, glaubt auch alles, was Politiker sagen.

Wer alles glaubt


38 0

Es gibt offenbar eine tiefe Kluft zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung!

Zu diesem Artikel gibt es überdurchschnittlich viele Kommentare und ganz ungewöhnlich viele Plus- und Minusbewertungen. Daraus ersieht man, dass eine überwältigende Mehrheit Karl Weidinger recht gibt und eine einseitig nach rot-grün verzerrte Berichterstattung der Medien sieht und auch heftig ablehnt!

13 5

erfrischend

zunächst möchte ich herrn weidinger zu seinem entschluss gratulieren, einen solchen artikel zu verfassen u veröffentlichen. er gefällt mir sehr gut u ich finde ihn überaus erfrischend und unterhaltsam! dankeschön!

dies ist ein meinungsforum u somit hat natürlich jeder das recht sich zu äußern- allerdings entging mir nicht, dass (auch verständlich) bei einigen kommentatoren die gemüter wohl ein wenig überhitzten und sie beginnen sich gegenseitig an nichtigkeiten aufzuhängen u tatsächlich darüber zu streiten, wer denn "unfairer", beleidigender u "blöder" beim streiten ist!
herrschaften, reißen sie sich ein bisschen zusammen u besinnen sie sich darauf, dass dieser artikel (meinem empfinden nach) vor allem darum kämpft, vorwurfslos seine meinung kund tun zu dürfen, ohne sofort angefeindet zu werden- egal von welcher seite.
diskutieren wir über inhalte- nicht wer zuerst hingehaun hat.

Weidinger hat recht !!!!!!

Nur sein Seitenhieb auf die Atomkraftgegner gefällt mit nicht, oder ist das anders gemeint?

Dieser Gastkommentar sei dem Zensorenteam der Presse wärmstens empfohlen !!


Dieser Artikel ...

... würde frohlockend in jedem Nazi-Forum aufgenommen werden.

Und trotzdem sehe ich in der aktuellen Lage nur einen Breivik mit ähnlichen Ansichten und einen deutschen Staat der Ausländer-Mörder finanzierte, deren Angehörige erfreut verdächtigte.

Den Herrn Weidinger einfach nach Fukushima senden, dort verdient er sich dumm und dämlich, was eigentlich nicht mehr von Nöten sei.

Denn Radioaktivität ist eh nur grüner Alarmismus, nur ein Hirngespinst der Grünen.

Ja, ja der Weidinger weint dem guten alten Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit nach.

Die Sorgen vom Weidinger möchten viele haben, dann ging es uns allen gut.


Re: Dieser Artikel ...

Gibt ihnen die Bewertung ihres Postings nicht zu denken? Oder ist Denken sowieso nicht ihre Disziplin...

13 0

Re: Dieser Artikel ...

Der Zug der von der Mehrheit der Bevölkerung verachteten linken Lemminge dem Abgrund entgegen - möge ihre mittlerweilen nur mehr peinliche Antifa Keule mit ihnen entschwinden.

Sehen Sie Genosse Oitzinger, Sie haben kein Vorurteil!

Sie prügeln eben andere Meinungen sofort mit der Antifa-keule nieder! Gratulation zu Ihrem einfachen Weltbild!

42 0

Re: Dieser Artikel ...

der Stachel vom Weidinger muss verdammt genau sein Ziel getroffen haben :-))

37 0

Re: Dieser Artikel ...

Keine Panik Genosse Oitzinger, die linken Meinungsterroristen haben noch immer ihren Job gemacht und die Wahrheit umgeschrieben......

47 1

Schöner kann man Herrn Weidinger nicht bestätigen.


Klartext

Meinen Dank an Herrn Weidinger!
Er spricht mir aus der Seele.
Natürlich gefällt es vielen nicht, was er formuliert, dennoch muss es gesagt werden dürfen.
Das Recht beanspruchen, zu sagen, wie man eine Entwicklung einschätzt, unabhängig davon, ob es der je gerade angesagten Meinungsvorgabe nun gefällt oder nicht.
Sich trauen, zu widersprechen.
Dies immer wieder neu einzuüben, ist also dringend nötig!
Es gibt genug Themenbereiche, in denen Widerspruch vonnöten ist.
Und deshalb meinen Dank an Herrn Weidinger und "die Presse".

Re: Klartext

Auch mir hat der Artikel sehr gut gefallen; endlich kommt wieder der gesunde Menschenverstand in den Spalten der PRESSE zu seinem Recht! Allerdings fürche ich, daß gegen den Mainstream gebürstete Beiträge wie dieser auch weiterhin bloß eine seltene Ausnahmen bleiben dürften. Immerhin zeigt Herr Weidinger, wie es medial auch ganz anders laufen könnte!

Besonders gut hat mir sein Hinweis gefallen, daß den Tätern stets ein besonderer medialer Schutz zuteil wird, weil irgendwelche Träumer noch immer an deren erfolgreiche "Resozialisierung" glauben.

Besonders grotesk lief das in der vergangenen Woche ab: Zuerst wurde der "U-Bahn-Vergewaltiger" mittels eines klar und deutlich erkennbaren Konterfeis gesucht; was auch bald aufgrund eines aufmerksam beobachtenden Grazers rasch gelang. Doch am nächsten Tag sah man den weiterhin als "Täter" und "Monster" beschriebenen Mann nur noch mit breiten schwarzen Balken über den Augen abgebildet. Die blödsinnigen Pressegesetze sind halt leider so.

Vermutlich glauben die dafür Verantwortlichen allen Ernstes, daß die Leute keine Zeitungen von gestern daheim haben und das unmaskierte Aussehen des Betreffenden schon wieder vergessen haben! Mich erinnert das an jene Gerichtssaalszenen in Filmen und TV-Serien, wenn der Richter die Geschworenen auferlegt, "den letzten Satz des Anwalts zu vergessen", wenn der nur gegenüber von Angeklagten oder Zeugen nur in vagen Vermutungen dahin fabuliert. Aber wer könnte das schon?

33 0

Tabuthema EU-Austritt Österreichs

Bin schon gespannt, wann die österr. Zeitungen beginnen werden sich mit Thema EU-Austritt Österreichs zu beschäftigen.

Die Salzburger Nachrichten haben zumindest einen zaghaften Vorstoß gemacht und über die EU-Austrittspartei in Printform berichtet. Die Presse brachte immerhin schon ein ausführliches Interview in der Online-Version.

Naja, zum Glück gibt es das Internet
=> http://www.euaustrittspartei.at/

5 73

Wirr, unaufrichtig und polemisch.

Ich weiss garnicht, wo ich da anfangen soll, so verworren ist dieses Knäul aus Verdrehung, Kontext-Verzerrung und polemischer Meinungsmache.

Am meisten fasziniert mich der Absatz über Animal Farm: Da wird das Buch richtig als Kommunismus-Satire identifiziert, nur um dann im gleichen Absatz daraus eine Legitimation von linker Überlegenheit abzulesen. Insofern müsste dann "Das Leben des Brian" als Proklamation christlicher Werte verstanden werden? "Ohne Ausnahme, ohne weitere Logik, ohne Anflug einer Diskussion?" Hat der Schreiber das Buch auch gelesen? Und wenn ja, auch verstanden?

Ein weiteres Beispiel der Verdrehung: Täterschutz hat seinen Sinn. Wenn der Boulevard-Medien-Mob mal wieder den einen oder anderen Noch-nicht-Verurteilten in der Luft zerreisst und damit Leben ruiniert, ohne dass ein Schuldspruch vorliegt, dann sollte der Sinn dahinter augenscheinlich sein. Politiker und Medien sind keine Richter. Richter sind Richter. Fackeln und Heugabeln sollten in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen haben.

Die Aktion um die "Schmäh-Combo" ist auch in linken Kreisen umstritten gewesen, insofern jetzt hier Zensur zu schrein ist hinfällig.

Diese Liste könnte ich weiterführen, aber es reicht mir mal fürs Erste. Momentan scheinen politisch motivierte Rundumschläge gegen Gesellschaft, Medien und allgemein Menschen in Mode zu sein. Definitiv ein Trend, den ich gerne verpasse.

Re: Wirr, unaufrichtig und polemisch sind Sie, Genosse oder Grünosse Badoli!

Sie maßen sich an, für die Gesellschaft zu sprechen und wollen dabei nichts anderes, als der großen Mehrheit Ihre linkslinke Ideologie aufzwingen!!

Ideologie ist die bösartigste Abart der Dummheit !

perfekt!

bin erst durch Facebook auf diesen wertvollen Beitrag gestoßen. Derartige Worte sind ein Grund, die ,presse' wert zu schätzen.

3 68

es gibt nur eine partei die von "gesinnung" spricht,

und das sind nicht die grünen. ob ein journalist mit den grünen liebäugelt ist subjektiv, und solange die berichterstattung objektiv gehalten wird, tut das nichts zur sache, was man von diesem artikel nicht behaupten kann. dieser artikel ist nichts weiteres als ein angriff auf den freien investigativen journalismus, den man eher auf "unzensuriert.at" vermuten würde. dieses machwerk oder sollte ich es als manifest bezeichnen, erinnert mich an das schwadronieren eines strache, der von "systemmedien" spricht. der selbe strache der einen armin wolf, als inquisitor bezeichnet hat, der nie seine subjektive meinung in die berichterstattung einfliessen liess. die krönung des ganzen war das verwendete zitat von ulrike meinhof, einfach nur erbärmlich. na ja, was will man erwarten, von jemandem, der ein buch mit dem titel „Die schönsten Liebes-Lieder von Slipknot“ schreibt und sich dann in einer politisch-journalistischen analyse versucht. das buch liest sich sicher so spannend wie die diplomarbeit von stefan petzner, mit dem klingenden titel, nichts gegen udo jürgens, “Die Macht der Musik am Beispiel Udo Jürgens”. der "die presse" steht das blau ausgezeichnet.

bravissi

tadellos, nur mußte man lang suchen um diesen beitrag zu finden

DANKE

Ich kann mich den meisten Kommentaren hier nur anschliessen- ich bin erstaunt und hoch erfreut, diese geballte Wahrheit in dieser Zeit in diesem Land lesen zu dürfen. Vielen Dank Herr Weidinger, vielen Dank PRESSE.

Die Zeitungen rufen bei mir meist nur noch Abscheu und Ekel hervor angesichts der Fülle von Lügen, die man täglich vorgesetzt bekommt.


56 1

einfach wohltuend

dieser Artikel von Herrn Weidinger.
Ausweichen konnte man ja lange Zeit nur ins Ausland. Ich habe 20 Jahre die NZZ als Tageszeitung gehabt und jetzt bin ich oft auf faz.net unterwegs.
Aber immerhin, mit der Presse haben wir eine brauchbare Zeitung in Österreich und immerhin kann dort so ein Kommentar noch erscheinen.

 
12 3 4 5

Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

Mehr Gastkommentare:

Top-News