25.05.2012 17:41 | Meine Presse Merkliste 0

Griechische Agitation

GASTKOMMENTAR VON DETLEF KLEINERT (Die Presse)

In absehbarer Zukunft wird Griechenland seine starre Haltung im Streit um den Namen Mazedoniens sowieso aufgeben müssen – man fragt sich, warum nicht jetzt.

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Die Griechen, so meinte kürzlich im „Presse“-Interview der mazedonische Außenminister Antonio Milososki, negieren „unsere Identität“ und sind an einem Kompromiss im Namensstreit nicht interessiert. Leider hat er damit recht, die permanente Weigerung Athens, den Namen Mazedonien zu akzeptieren, ist irrational und sorgt für zusätzlichen Sprengstoff am Balkan – als ob es davon nicht schon genug gäbe!

Wenn heute Diplomaten von Mazedonien sprechen, treten sie leicht in ein Fettnäpfchen. Denn für Griechenland ist der nördliche Nachbar, zumindest dem Namen nach, nicht mehr als ein Rest: FYROM – Former Yugoslav Republic Of Macedonia, wie das Land international korrekt, also auch in der UNO, geführt wird. Griechenland fürchtet nämlich, so sagt es zumindest, dass Mazedonien Ansprüche erheben könnte auf den Nordteil Griechenlands, der sich aus den gleichen historischen Wurzeln speist und eben auch Mazedonien heißt.


„Ein nichtswürdiger Mazedone“

Und es verweist auf Alexander den Großen, der sich unzweifelhaft als Hellene fühlte, vergisst dabei aber großzügig darauf, dass für die klassischen Griechen die Mazedonier Barbaren waren und Alexanders Vater Philipp II., der gegen griechische Stadtstaaten zu Felde zog, nach Demostenes „kein Hellene“ war, „sondern ein Barbar des verworfensten Gelichters, ein nichtswürdiger Mazedone“.

Griechenland beruft sich, heute sicher zu Unrecht, zu Zeiten der Staatsgründung Mazedoniens zu Recht, auf den Anspruch der Mazedonen auf Nord-Griechenland. In einem Aufruf der Kommunistischen Partei Mazedoniens bei ihrer Etablierung am 2. August 1944 setzte sie den folgenschweren Satz in die Welt, dass man „auch die Vereinigung aller Teile Mazedoniens erreichen“ wolle, von denen die „Balkan-Imperialisten sie 1913 und 1919 getrennt“ hätten. Für die Griechen ein wunderbarer Grund für die Unterstellung, der Gedanke der mazedonischen Staatlichkeit sei von Anfang an von einer aggressiven Absicht geprägt gewesen.

Was, wenn man ein paar Extremisten außer Acht lässt, natürlich auch Unsinn ist, denn die Verfassung des Landes spricht ausdrücklich davon, dass mit dem Namen „keine Einmischung“ in die Rechte anderer Staaten verbunden ist, und legt in einem Verfassungszusatz fest, dass Mazedonien keine territorialen Ansprüche seinen Nachbarn gegenüber erhebe.

Skopje kam damit den Griechen entgegen, die sogar im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft 1991 gegen Mazedonien agiert und verlangt hatten, der neue Staat müsse sich verpflichten, keine territorialen Ansprüche zu erheben. Die gespielte Angst der Griechen war freilich ziemlich lächerlich – als ob die 10.000 Mann starke, also winzige Armee der Mazedonen gegen die hochgerüstete Armee der Griechen in den Krieg ziehen könnte, um Thessaloniki zu erobern!

Ein ziemlich absurder Verdacht, denn das kleine Land mit 2,1 Millionen Einwohnern dürfte weder jetzt noch in aller Zukunft in der Lage sein, den großen Nachbarn in irgendeiner Weise herauszufordern. Andererseits haben auch die Mazedonier ihr Provokationspotenzial entdeckt, indem sie dem Flughafen Skopje Ende 2006 den Namen „Alexander der Große“ gaben.

Was die Argumentation der Griechen jedoch endgültig als Agitation entlarvt, ist die Tatsache, dass den Griechen der Name Mazedonien im 20. Jahrhundert offenbar so egal war, dass sie erst nach der staatlichen Souveränität von „FYROM“ den historischen Namen wieder entdeckten und ihn im Jahre 1993 in ihre Verwaltung als „Ministerium für Mazedonien und Thrakien“ aufnahmen.


Im Norden lauert Serbien

Wer die Geschichte ein wenig kennt, wird deshalb für die Position der Mazedonen Verständnis aufbringen. Nach der römischen Besatzung in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung war Mazedonien byzantinisch, bulgarisch, serbisch und – seit 1389 – osmanisch. Als Durchgangsland immer begehrt und damit verwundbar, war es bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts von feindlichen Nachbarn, den sogenannten vier Wölfen, bedroht: Im Norden lauert Serbien, dessen Kirche die mazedonische Schwester nicht anerkennt, im Osten Bulgarien, das die mazedonische Sprache als bulgarischen Dialekt auffasst und darauf verweisen kann, dass die gesamte Geschichte der slawischen Mazedonier Teil der bulgarischen Geschichte ist.

Im Süden droht Griechenland, das – wie oben beschrieben – den Namen der ehemaligen jugoslawischen Republik als Anspruch auf die eigene gleichnamige Provinz ablehnt, und im Westen Albanien, mit dem das Land die Loyalität seiner albanischen Minderheit teilen muss. Drei der Wölfe, nämlich Bulgarien, Griechenland und Albanien, stellten Anfang der 90er-Jahre keine Gefahr mehr dar, der vierte allerdings eine ganz konkrete.


Sinnlose Sturheit der Griechen

Denn der serbische Diktator Milosevic unternahm Anfang des Jahres 1992 ganz ernsthaft den Versuch, den griechischen Premier Mitsotakis zu überreden, gemeinsam Mazedonien zu zerschlagen und untereinander aufzuteilen. Mitsotakis verhielt sich korrekt, er hat das völkerrechtswidrige Angebot von Milosevic nicht nur abgelehnt, sondern auch noch an die Öffentlichkeit gebracht – der serbische Diktator stand blamiert da (was ihn, dem Ehre ein Fremdwort war, natürlich nicht störte).

Warum die Nato von Mazedonien im Namensstreit einen Kompromiss verlangt, ist angesichts dieser Fakten unverständlich. Denn Mazedonien hat sich in den letzten Jahren als Stabilitätsfaktor am Balkan erwiesen. Nicht umsonst hat die EU dem Lande im Dezember 2005 den Status eines Beitrittskandidaten zugebilligt. In absehbarer Zukunft wird Griechenland seine starre Haltung sowieso aufgeben müssen – man fragt sich, warum nicht jetzt.

Prof. Detlef Kleinert begann seine berufliche Laufbahn beim Bayerischen Fernsehen. Er war unter anderem Südosteuropa-Korrespondent der ARD in Wien.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.05.2008)

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78 Kommentare
 
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Freigeist1
11.06.2010 10:15
0 0

Lächerlicher Artikel zeigt von unwissenheit der Historie

Herr Kleinert Sie sollten wirklich nach Skopie an die Universität. Dort sind genauso Geschichtsverdreher wie Sie im gange.

Nur zu Info!
Herr Kleinert Sie sollten wirklich nach Skopie an die Universität. Dort sind genauso Geschichtsverdreher wie Sie im gange.

Nur zu Info!
Die alten Makedonen waren eines von mehr als 230 Stämmen der Familie des hellenischen Volkes. Diese Stämme sprachen mehr als 200 verschiedene Dialekte. Für mehr Informationen lesen Sie bitte Herodot, Thukydides, Tito Livio, Neviim, Ketouvim, die Esoterischen Makkabäer I, 1-2.
Es wird bei Herodot erwähnt (Historie, H, 43), dass eine Reihe von Städten des Peloponnes, die bewohnt waren von Lakedämonen, Korinther, Sikyonen, Epidaurier, Troizinier, und Herminen, mit einziger Ausnahme der Herminen, alle anderen dorischen und makedonischen Ursprungs waren. Diese Völker, lebten in den Städten, die auf dem Peloponnes lagen, und dies bestätigt die Tatsache, dass die Makedonen genau so Griechen waren wie die Dorier.
«Unter Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen, der Religion und der Moral der Makedonen sind wir überzeugt, dass sie ein griechischer Stamm, und Verwandt mit den Doriern waren. Zurück geblieben und zum Teil isoliert im Norden, waren sie nicht in der Lage, an den kulturellen Fortschritt der Stämme die sich südlicher befanden teil zu nehmen» (Wilken, Alexander der Große, S. 22).
Weil die Makedonen mit nördlichen unzivilisierten Völkern in unmittelbarer Nachbarschaft lebten, wie die Illyrer, die Paionen und die Dardanen, mussten sie kontinuierlich diese Horden abwehren, so haben sie eine undringliche Mauer gebildet, und gaben somit dem Feind nicht die Möglichkeit andere hellenische Regionen des Südens anzugreifen. Das ist der Grund, warum die Makedonen als «Bastion» oder «Schutzschild» des Hellenismus bezeichnet werden.
Den Hellenismus der Makedonen begannen die Slawen aus rein expansionistischen Gründen im Jahre 1945 anzuzweifeln.

Gast: Makedonas
29.08.2009 02:04
0 0

Es ist noch eine Stelle frei an der Universität in Skopje!

Herr Detlef Kleinert,

in Skopje suchen Sie noch Profs mit Ihren Kenntnissen. Dort glaubt man Ihnen vielleicht Ihre traurigen Geschichten. Sie kennen garantiert keinen griechischen Makedonen, denn dann wüssten Sie wie bedeutsam der Name Makedonien für uns ist und immer sein wird. Alles andere brauche ich nicht zu kommentieren --- es ist einfach nur lachhafte Propaganda.

AM1975
02.08.2008 16:53
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Kriegstreiber im Hintergrund

Es ist unglaublich, das ein Professor mit so viel Unwissen und Unfug auch noch öffentlich Kommentare dieser Art schreiben darf.

Lieber Herr Professor,
Sie schließen sich mit Ihrem Beitrag den Leuten an, die in Laufe der letzten Jahre versuchen, nicht nur die griechische Geschichte zu verfälschen. Sie leisten damit einen Beitrag zur weiteren Irreführung der öffentlichen Meinung und dahin weitergehend zur Destabilisierung einer Region, die sowieso auf wackeligen Beinen steht.
Sie stützen damit Machthaber wie einen ehemaligen Milosevic oder Karadzics und gehören genau wie diese, vor ein Gericht gestellt.

AM1975
02.08.2008 16:52
0 0

Kriegstreiber im Hintergrund

Es ist unglaublich, das ein Professor mit so viel Unwissen und Unfug auch noch öffentlich Kommentare dieser Art schreiben darf.

Lieber Herr Professor,
Sie schließen sich mit Ihrem Beitrag den Leuten an, die in Laufe der letzten Jahre versuchen, nicht nur die griechische Geschichte zu verfälschen. Sie leisten damit einen Beitrag zur weiteren Irreführung der öffentlichen Meinung und dahin weitergehend zur Destabilisierung einer Region, die sowieso auf wackeligen Beinen steht.
Sie stützen damit Machthaber wie einen ehemaligen Milosevic oder Karadzics und gehören genau wie diese, vor ein Gericht gestellt.

Gast: Neu laden
19.07.2008 08:40
0 0

Der Begriff Makedonen

Der Begriff Makedonen/Mazedonien/ Makedonisch / Macedonisch gehört hier und tausende von Jahren ausschließlich den Hellenismus warum soll sich das jetzt ändern?

Andreanho
14.07.2008 22:36
0 0

Info

Bedeutung Makedonia: altgriechisch:die Hochangesehenen/gewachsenen. "Macedonian,"from Greek:Makedones, lit. "highlanders"or"the tall ones,"related to makednos "long, tall,"makros"=long,large"(see macro-).Alexandros "der Große":Alexo=beschützen,Andros=männlich->männlicher Beschützer,sein Vater Philippos:Philos=Freund,Ippos=Pferd->Pferdefreund.Mutter:Olympias v. Epirus!Quellen:www.etymonline.com. Nach der Erfindung einer anderen ‘mazedonischen’ Schriftsprache durch Kommunisten hat in Skopje (damals sozialistische Republik Jugoslawiens) ein Ent-und Umnationalisierungsprozess eingesetzt,der zu einer völklichen & sprachlichen Lüge von trauriger Qualität führte.Die (bulgarischen) Skopjaner sind Slawen.Die Identität Alexanders des Großen war nicht slawisch,sondern griechisch.Alle Versuche, das, was bis 1944 als ‘bulgarisch’ bezeichnet wurde,rückwirkend in ‘makedonisch’ wie die Bibelübersetzung Methods umzubenennen,ist eine offenkundige Fälschung!Quelle:Prof. Otto Kronsteiner, Bengstson,etc..

Andreanho
14.07.2008 22:15
0 0

INFO

Bedeutung Makedonia: altgriechisch:die Hochangesehenen/gewachsenen. "Macedonian,"from Greek:Makedones, lit. "highlanders"or"the tall ones,"related to makednos "long, tall,"makros"=long,large"(see macro-).Alexandros "der Große":Alexo=beschützen,Andros=männlich->männlicher Beschützer,sein Vater Philippos:Philos=Freund,Ippos=Pferd->Pferdefreund.Mutter:Olympias v. Epirus!Quellen:www.etymonline.com. Nach der Erfindung einer anderen ‘mazedonischen’ Schriftsprache durch Kommunisten hat in Skopje (damals sozialistische Republik Jugoslawiens) ein Ent-und Umnationalisierungsprozess eingesetzt,der zu einer völklichen & sprachlichen Lüge von trauriger Qualität führte.Die (bulgarischen) Skopjaner sind Slawen.Die Identität Alexanders des Großen war nicht slawisch,sondern griechisch.Alle Versuche, das, was bis 1944 als ‘bulgarisch’ bezeichnet wurde,rückwirkend in ‘makedonisch’ wie die Bibelübersetzung Methods umzubenennen,ist eine offenkundige Fälschung!Quelle:Prof. Otto Kronsteiner, Bengstson, etc..

Gast: Alberto
10.06.2008 13:02
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Eines Professors nicht würdig!

Prof. K.,

ihr Kommentar ist zwar rhetorisch gut überlegt, aber das genügt sicherlich nicht aus, um in der heutigen Zeit den Laien zu überzeugen. Mir fällt in Ihrem Text auf, dass Sie sich zwar der Sprache bedienen können, aber nicht der Sache u. dies ist meines Erachtens - für eine Person der Öffentlichkeit - äußerst Fahrlässig.

Sie benutzen Zitate aus der früheren griechischen Geschichte u. setzen diese wie Bausteine beliebig ein, um Ihr Ziel - zu manipulieren - einfach u. sicher zu erreichen. Ich denke, dass gerade in einem Land wie Deutschland jeder x beliebige Bürger dahinter steigt u. Ihre Absichten erkennt.

Für die Zukunft würde ich mir von einem "gebildeten Menschen" etwas mehr Objektivität wünschen, um die eingesetzte Energien - sowohl Ihrerseits, als auch meinerseits - nicht so sinnlos zu vergolden.

Die Tatsache, dass Makedonien ein griechisches Bundesland ist u. die Forderung Makedoniens u. Griechenlands, diesen Namen für sich zu beanspruchen ist absolut legitim.

Gast: Joachim
10.06.2008 11:56
0 0

Kleinert

"Die Griechen, so meinte kürzlich im „Presse“-Interview der mazedonische Außenminister Antonio Milososki,negieren „unsere Identität“ und sind an einem Kompromiss im Namensstreit nicht interessiert.Leider hat er damit recht,...".

Wäre es Ihrer Meinung nach besser wenn ein Makedone,einen Slawen der kein Makedonisch spricht und sonst auch absolut nichts mit den Makedonen zu tun hat,als Makedone ansieht?Warum,etwa weil der Slawe dadurch eine neue Identität bekommt oder weil er sich für die Taten seiner Regierungsoberhäupter so schämt (siehe Milosevic), dass er nur noch verdrängen möchte-egal um welchen Preis?

Mit dieser Logik,würden Sie es auch befürworten,wenn die Deutschen aus dem 2.Weltkrieg,eher verdrängen als das sie verarbeiten würden?

Unter "Sinnlose Sturheit der Griechen" setzen Sie selbst einen Text,welcher davon handelt,dass die Griechen mit den Plänen Milosevics NICHT einverstanden waren.Finden Sie es "Sinnlos", wenn sich jemand gegen einen Diktator entscheidet?

Gast: Denis W.
09.06.2008 19:05
0 0

Namensstreit

Ich kann absolut nicht nachvollziehen,weshalb man es überhaupt duldet wenn Namensrechte verletzt werden und man sich nicht sofort um eine Lösung bemüht.Man lässt sich auf Diskussionen mit Leuten ein,die gegen geltendes europäisches Recht verstoßen.Wenn ich meine Firma Daimla oder Lufthanza,etc. nennen würde,dann hätte ich gleich ne Klage am Hals - was auch absolut verständlich ist -,da die Namensurheber für den Namen auch viel Geld investiert haben.Mag sein das die Region arm ist und man hier eine Chance wittert die Haushaltskasse etwas aufzubessern,aber es ist unfair gegenüber dem griechischen Bundesland Makedonien u. Griechenland.Wenn wir das erlauben würden,dann würden wir uns ins eigene Fleisch schneiden.Die finanziellen versprechen an die ganzen Ex-Regionen von Jugoslawien haben die USA gemacht und warum sollen jetzt die Europäer dafür bluten.Weitere Krisen würden die Region nur noch mehr schwächen und dies hätte auf ganz Europa Auswirkungen.Es würde Europa schwächen,uns alle!

Gast: Denis W.
09.06.2008 15:49
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Neues Land ohne Namen und Identität!

Es fällt auf, dass es hier sehr viele Beiträge gibt die von Krieg und Mord handeln und ich muss sagen,dass ihr somit nur Eure Inkompetenz aufzeigt.Es ist zwar wirklich gut gemeint,wenn hier irgendwelche Leute meinten die Geschichtskeule auspacken zu müssen und in Wirklichkeit nur das Sachwissen eines Grundschülers mitbringen,aber ich denke es schadet dem ganzen mehr,als es ihm wirklich hilft.
Es geht nicht darum was vor 3000 J. war,sondern vielmehr darum,ob ein NEU-GEGRÜNDETES Land das Recht besitzt,sich wie ein bereits existierendes Land - nämlich das griechische Bundesland Makedonien - zu bennen.Griechenland hat für Produkte,wie z.B. Wein, Olivenöl,etc. die aus dem griechischen Bundesland Makedonien stammen GELD ausgegeben,um das Image dieser Produkte zu stärken!Nun ist leider Gottes Krieg in Jugoslawien und das Land verliert durch den Krieg die Stabilität und spaltet sich.Süd-Jugoslawien möchte fortan Mazedonien heißen. Das dies den Griechen nicht passt ist ja Wohl verständlich!

Gast: DER FREIE
05.06.2008 12:58
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Voraussetzungen

Damit man ueber das "mazedinische Thema" ueberhaupt eine Meinung aeussern kann, sollen erst folgende Aspekte u. Fragen studiert bzw. beantwortet werden:
Aspekte
1. Gruendung von Nationalstaaten versus Abbau des Osmanischen Reichs (OR) (1878-1922)
2. Soziale Struktur der Bevoelkerung des Osmanischen Reichs (OR) im 19. Jahrhundert
3. Rolle der Religion(en) als Faktor der sozialen Struktur beim OR (1430-1922)
4. Etablierung von Nationalstaaten in der Balkanregion (1912-heute)
5. Sitten der Bevoelkerung in der Balkanregion im Verhaeltniss zu dessen Religion(en)
Fragen
1. Wozu Nationalstaate?
2. Ist der Begriff "nationale Identitaet" ein Pseudobegriff?
3. Wozu ist die Sprache gebrauechig?
4. Wozu lernt man Nationalgeschichte und nicht "Geschichte der Menschheit"?
5. Ist die Dummheit unendlich?

Gast: SalonikiMAK
04.06.2008 08:45
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Niemand kann die griechische Identität der Makedonier als eine falsche Identität der Fyromer anerkennen

Die Fyromer sind nicht Makedonier wie sie behaupten,sondern eine bulgarische Minderheit in Ex-Südjugoslawien.Sie sollen die eigene bulgarische Abstammung einsehen und akzeptieren.Die eigene bulgarische Sprache ist der Beweis dafür.
Griechenland,sowie auch die internationale Gemeinschaft kann nicht die griechische Identität der Makedonier als eine falsche Identität der Fyromer anerkennen.

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nachtrag zum vorpost

nachtrag :

der -ich glaube-erste präsident von fyrom hat in einem original-intervew zu den fragen was die fyromer mit den makedonen zu tun haben,erwidert : " wir haben mit denen nichts zu tun und mit alexander.wir sind slawen".
im betsreitensfalle verlinke ich das.
wieso also heute in fyrom soviel tamtam um unsere grieische geschichte gemacht wird, ist faktisch nicht begründbar.
kein land würde sich seiner identität berauben lassen wie es jetzt mit GR geschehen soll. um so weniger wenn diese gar derart leuchtend ist wie der part unseres alexanders, der die bekannte welt hellenisiert hat und damit begründer der allermeisten kenntniserweiterungen und verbreitungen war. ausgerechnet das sollen wir uns streitig machen lassen ?

niemals!!

Antworten Gast: Ilo
03.06.2008 13:21
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Re: nachtrag zum vorpost

Der erste Mazedonische Präsident, Kiro Gligorov, war Bulgare und hat in Belgrad studiert, er hat sich damals der Kommunistischen Partei angeschlossen und war Befürworter der Jugoslawischen Republik. Klar dass er anderer Meinung ist als das mazedonische Volk. Tatsache ist, dass die Makedonier vor 2-3 Tausend Jahren von den olympischen Spielen ausgegrenzt wurden, da sie NICHT zu den Griechischen Völkern zählten, weil sie deren Meinung nach Barbaren waren (Anmerkung: die Teilnahme bei den Spielen war nur für Griechen gestattet). Griechenlands *Bundesland* Makedonien (wie ich mir von den Griechen immer erklären lasse), hat eine stärkere Armee als der Rest Griechenlands und zudem nimmt 'Das Bundesland' immerhin fast 50% des Griechischen Reiches ein. So ein großes Territorium und so eine Unabhängigkeit ist meiner Ansicht nach ein eigener Staat. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass sich die Makedonier und Griechen optisch unterschieden haben. Und Plötzlich sind Mazedonier Griechen xD

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Re: Re: nachtrag zum vorpost

und weiter :
was soll denn die behauptung, das er bulgare war ??!! die mazedonier sind ohnehin bulgaren bzw. bulgaroid. sie sprechen wohl einen reinen bulgarischen dialekt-ja und ?
der präsi war logischer weise bulgare-oder wählt man neurdings ausländer als oberhäupter, gerade in solchen stolz verblendeten staaten wie die unsrigen.
@ Ilo : mit ihren äusserungen nähren sie nur die berechtigten vorwürfe gegen fyrom, dass sie geschichtsklitterung u.ä. betreiben.
diese art der betätigung ist bestenfalls dazu geeignet die eigenen probleme zu potenzieren. das kann ein böses erwachen geben.

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Re: Re: nachtrag zum vorpost

oha, sie scheinen sehr viel halbwissen und unkenntnis in personalunion zu vereinen.
die makedonen waren sehr wohl teilnehmer an den olympiaden.
diverse unterschiede haben selbst heute ethnische völker.
man denke nur mal an die veräppelung der ostfriesen, die diesbezüglich wie clownies gehalten werden.
man versuche mal einen bayern oder hessen oder schwaben zu verstehen, wenn er prasselt....da kann man dann wohl denken, dass sind keine deutsche.
also dieses gefasel von diaphorismen (unterscheidungen) hält keiner probe stand.
alles in allem stehen meine kommentare dazu.
die slawen gibt es erst 1000 jahre nach alexander und die griechen schreiben und sprechen heute noch die sprache ( mit den natürlichen "modifizierungen" ).

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viel dummes zeug auf einem haufen

die aussagen des herrn kleinert zeigen eindeutig, dass zwischen erfahrung,alter und geist nicht zwingend eine korrelation bestehen muß.
die alten griechen haben je nach wettbewerbssituation so manchen griechenstaat als barbarenstaat oder barbarisch angesehen. aus den aussagen, dass man die makedonen als solche sah, ist lediglich eine wettbewerbssituation verifizierbar.
die teilnahme der makedonen an den olympischen spielen, wo unabdingbar nur hellenen teilhaben durften,ist unabdingbares merkmal. wenn scheinbar morphe leute wie der herr kleinert gar derartige generalmerkmale ignorieren, so ist das beweis dafür, dass sie entweder selbst null ahnung des vorliegenden stoffes haben, oder dass sie gar den entsprechenden propagandistischen attacken der geschichtsplasmatiker aus fyrom auf den leim gegangen sind.
die makedonen sprachen einen griechischen dialekt,hatten den identischen götterglauben und hinterliessen uns ebenfalls nur griechisches ( schriftten,aufzeichnungen usw.).

Gast: Prof. Peter Niederad
29.05.2008 16:34
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Doch was befindet sich unter dem Schafspelz?

Mazedonien als nicht Teil der griechischen Geschichte zu sehen ist lächerlich und dürfte in diesem Kommentar nicht auftauchen. Damit hat sich Prof. Kleinert schon deklasiert. Es geht doch viel mehr um die Zukunft auf dem Balkan und nicht um die Vergangenheit. Leider werden die Ultranationalisten Gruevski und Milososki, wie es aussieht, wieder gewählt. Wie soll man Ihre Äußerungen nun deuten? Wollen die beiden Herren Thessaloniki eigenhändig erobern? Was soll man von brenenden griechischen Fahnen, die mit Hakenkreuzen beschmiert werden halten?

Es bestürzt mich solche Entwicklungen zu beobachten und noch mehr Kommentare a la Prof. Kleinert zu lesen. Auf auf Herr Prof. Kleinert, zur Eroberung Thessalonikis. Herzlichen Glückwunsch!

Antworten Gast: Mazedonier
30.05.2008 18:57
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«Don't you f.y.r.o.m. me» – also «Fyrome mich nicht, ich bin Mazedonier!»

1. Diesen Namen "FYROM" hatte Athen 1995 auf UN-Ebene durchgesetzt, nachdem sie die Republik Mazedonien durch ein 18-monatiges Handelsembargo unter Druck gesetzt hatte.
2. Bei den NATO-Gipfel in Bukarest, obwohl alle Bevölkerungsgruppen die Nato-Aufnahme Mazedonien¿s unterstützten, hatte Athen den NATO-Beitritt Mazedoniens und damit den grossen Stabilitätsfaktor auf dem Balkan verhindert.

Das ist FAKT Herr Prof. Peter Niederad und alles andere sind negative Propaganda, Unterstellung und geschickt eingefädelte Skandale der Athener...

Übrigens ein sehr guter Text, Herr Prof. Detlef Kleinert...

Antworten Antworten Gast: Gast
31.05.2008 14:22
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Re: «Don't you f.y.r.o.m. me» – also «Fyrome mich nicht, ich bin Mazedonier!»

1. Durchaus richtig.

2. Auch Griechenland ist ein starker Befürworter der Aufnahme Skopjes in die NATO und in die EU. Aber wir wollen doch bei der Realität bleiben: Viele andere NATO-Staaten haben sich der Position der Griechen angeschlossen. Und Skopje als einen großen Stabilitätsfaktor auf dem Balkan zu bezeichnen - kommt man sich da nicht lächerlich vor?

#Das ist FAKT Herr Prof. Peter Niederad und alles andere sind negative Propaganda, Unterstellung und geschickt eingefädelte Skandale der Athener...#

Mir scheint, dass das Volk der Skopjaner unter Paranoia leidet.

Gast: Prof. Peter Niederad
29.05.2008 16:21
0 0

Doch was befindet sich unter dem Schafspelz?

Irrational ist bekanntlich immer nur das, was man nicht versteht oder nicht verstehen will. Milososki hier als beispielhaften Demokraten aufzuführen ist sicherlich nicht glücklich gewählt. Herr Milososki ist trotz seiner jungen Jahre von gerade mal 30 Mitglied einer ultra nationalistischen Bewegung in seinem Lande. Ich rate Herrn Prof. Kleinert sich der Ultra nationalisten Gruevski und Milososki nicht zu bedienen. Ich weise hier gerne nochmals auf die letzten Äußerungen von Gruevski und Milososki, ach ja und des Bischofs von Skopje hin, die Thessaloniki in öffentlichen Äußerungen diese Woche kurz mal zu Ihrer Hauptstadt erklärt haben. Vertreter der Politik und Kirche, die solch unverantwortliche Äußerungen machen gehören nicht zur friedlichen Wertegemeinschaft Europa.

Gast: Prof. Peter Niederrad
29.05.2008 16:12
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was befindet sich unter dem Schafspelz?

Lieber Kollege Kleinert, liebe Kommentatoren dieses Beitrags,

ich bitte hier auch um etwas Verständnis für die Person Prof. Kleinert. Herr Prof. Detlef Kleinert lehrt an der Universität Graz Internationale Medienorganisation.

Aus diesem Grund bedient sich Prof. Kleinert allgemeiner aggressiver Platitüden, die provozieren aber nicht informieren sollen. Er versucht in diesem Kontext ja zu überzeugen, auch wenn seine Argumente sehr schwach und einseitig sind. Man kann nur vermuten wo sie herkommen. Sie können aber hier keinen tiefen Sachverstand von einem publizistisch gebildeten Menschen verlangen. Herr Prof. Kleinert muss sich mit vielen unterschiedlichen Themen befassen, von den alt 68ern, die nach seiner Meinung alles Verbrecher sind, bis hin zu seinen slawischen Freunden aus Mazedonien, die sich als die unschuldigen Lämmer Europas, gar der ganzen Welt aufspielen.

Doch was befindet sich unter dem Schafspelz?
Siehe meinen zweiten Beitrag

Andreanho
26.05.2008 15:06
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Verdammter Lügner Kleinert

für diese Slawen wäre Päonien historisch und geographisch gesehen richtig,. Ethnisch sind die Slawen, vorwiegend bulgarisch aber auch serbisch. wer ein wenig Ahnung von Geschichte und Sprachen hat, wird die Identität der "Slawomazedonier" leicht erkennen und dass können gebildete Politiker ganz leicht. Nicht nur Bulgarien sieht "mazedonisch" als bulgarischen Dialekt und die 1,2 Mio als Bulgaren. Sondern alle Wissenschaftler. Die sind doch Slawen: siehe mazedonisch in Wikipedia.
Allein die Namen Gruevski, .ovski, Milossoski. Übrigens haben Italien, Spanien, Frankreich, England, Russland, Rumaenien, etc. und einige andere ebenfalls zum Veto von Griechenland zugestimmt. Das was dieser Kerl schreibt ist gegen alle Vernunft und Historiker, Archaeologen und andere Wissenschaftler (die ueberwältigende Mehrheit) sehen Makedonien und die Makedonen sowieso als Teil der griechischen Geschichte und Identitaet. Die Slawen kamen erst 1000 Jahre spaeter auf den Balkan.

Andreanho
26.05.2008 14:59
0 0

Verdammte Lugner

für diese Slawen wäre Päonien historisch und geographisch gesehen richtig,. Ethnisch sind die Slawen, vorwiegend bulgarisch aber auch serbisch. wer ein wenig Ahnung von Geschichte und Sprachen hat, wird die Identität der "Slawomazedonier" leicht erkennen und dass können gebildete Politiker ganz leicht. Die sind doch Slawen: siehe mazedonisch in Wikipedia
Allein die namen Gruevski, .ovski, Milossoski. Übrigens haben Italien, Spanien, Frankreich, England, Russland, Rumaenien, etc. und einige andere ebenfalls zum Veto von Griechenland zugestimmt. Leider hat Deutschland eine neutrale Position gehabt, weil sie die Skopjaner in der NATO (und EU) haben wollen, aus wirtschaftlichen Gruenden. Das was dieser Kerl schreibt ist gegen alle Vernunft und Historiker, Archaeologen und andere Wissenschaftler (die ueberwältigende Mehrheit) haben Makedonien und die Makedonen sowieso schon immer zur griechischen Geschichte und Identitaet gezaehlt. Slawen kamen erst 1000 Jahre spaeter auf den Balkan.

Andreanho
26.05.2008 14:52
0 0

Unsinnige Skopjer

Skopje, Vardar, Mazedonien(slawisch), und FYROM, aber für euch waere Paionien historisch und geographisch gesehen richtig,. Ethnisch seid ihr Slawen, vorwiegend bulgarisch aber auch serbisch. wer ein wenig Ahnung von Geschichte und Sprachen hat, wird die Identität der "Slawomazedonier" leicht erkennen und dass können gebildete Politiker ganz leicht. Übrigens haben Italien, Spanien, Frankreich, England, Russland, Rumaenien, etc. und einige andere ebenfalls zum Veto von Griechenland zugestimmt. Leider hat Deutschland eine neutrale Position gehabt, weil sie die Skopjaner in der NATO (und EU) haben wollen, aus wirtschaftlichen Gruenden. Das was dieser Kerl schreibt ist gegen alle Vernunft und Historiker, Archaeologen und andere Wisschenschaftler (die ueberwältigende Mehrheit) haben Makedonien sowieso schon immer zur griechischen Geschichte gezaehlt. Verstehe die Dummheit der Skopjaner nicht. Die sind doch Slawen: siehe mazedonisch in Wikipedia.

 
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Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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