22.11.2009 14:05 | Meine Presse Merkliste0

Ein Hund namens Ali verletzt Gefühle

DETLEF KLEINERT (Die Presse)

In England erlauben Supermärkte muslimischen Verkäufern, den Kunden Alkohol oder die „Pille danach“ zu verweigern. Aber auch Österreich ist keine Insel der Seligen.

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In Österreich sind Muslime, von ein paar Scharfmachern abgesehen, längst nicht so aggressiv wie anderswo. Und es scheint, als sei hier der Unterschied zwischen Muslimen (Gläubigen der Weltreligion Islam) und Islamisten, kämpfenden Ideologen im Gewand einer Religion, noch im täglichen Leben erkennbar.

Im restlichen Europa gibt es täglich Beispiele dafür, wie im Namen der Toleranz in Europa vor jeder noch so frechen Provokation gekniet wird: Da dürfen zum Beispiel in der britischen Supermarkt-Kette Sainsbury's dort angestellte muslimische Kassierer sich weigern, den Kunden Schweinefleisch und Alkohol zu verkaufen. Nun gibt es eine weitere Variante: Ein Pärchen wollte dort die „Pille danach“ kaufen. Der muslimische Verkäufer hatte diese zwar, weigerte sich aber unter Hinweis auf seine Islam-Ideologie, diese zu verkaufen. Das sei so vollkommen in Ordnung, ließ das Management von Sainsbury's mitteilen. Die Gefühle der Angestellten gehen vor den Gefühlen der Kunden.

Weiteres Beispiel: Chris Langrige war Hundeführer im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Er hat einen Labrador, der seit langem „Ali“ heißt. Ein in Belmarsh inhaftierter Moslem glaubte, anstelle von „Ali“ den Namen „Allah“ gehört zu haben – und beklagte die mutmaßliche Beleidigung seiner religiösen Gefühle. Die Folge: Hundeführer Langrige und „Ali“ wurden in das Sheppey-Gefängnis in die Grafschaft Kent versetzt. Noch ein Beispiel aus England (alles passiert in den letzten Wochen): In Birmingham hinderte die Polizei unter Drohungen christliche Prediger daran, auf der Straße für ihren Glauben zu werben und Faltblätter zu verteilen. Sie bezichtigte die Laienprediger des Rassismus.


Anti-Aggressionstraing nach Ehrenmord

Der bisherige Gipfelpunkt (über den auch die „Presse“ berichtete): In Belgien wird gewählt, die Politiker der beiden großen Parteien wetteifern um die Stimmen der Moslems im Land. Ausgerechnet Philip Heylen von den christlichen Demokraten in Antwerpen schlägt vor, einen Teil der 80 christlichen Kirchen in Antwerpen abzureißen oder gleich Moscheen daraus zu machen. Und noch einmal Belgien: Hier gilt Malika al-Aroud als Terrorverdächtige, die aus ihrer Bewunderung für Osama bin Laden kein Hehl macht. Im Internet fördert sie den Dschihad – und inspiriert eine neue Generation von Frauen, die am Heiligen Krieg teilhaben möchten. Derzeit wird sie von den belgischen Behörden verdächtigt, einen Anschlag in Belgien zu planen – vorläufig ungehindert.

Schließlich Deutschland: Da schlägt Erdinc S. aus Ostheim einen Menschen zum Krüppel. Der Jugendrichter Hans-Werner Riehe stellte seine Schuld fest, verhängte aber keine Strafe. Komaschläger Erdinc muss nur ein Anti-Aggressionstraining mitmachen. Selbst der Verteidiger hatte eine härtere, nämlich eine Bewährungsstrafe erbeten. Wenige Tage davor ein „Ehrenmord“ in Hamburg: Ein mehrfach vorbestrafter Scharia-Henker hatte seine Tat angekündigt, die Behörden aber schliefen.

Für Islamisten – wohl gemerkt, damit sind nicht alle Anhänger des Islam gemeint – bedeutet Integration, dass sich die westliche Kultur in den Islam zu integrieren hat. Wer dies ignoriert und die bisher geübte Art der Toleranz beibehält, befindet sich auf geradem Weg in den islamistischen Totalitarismus. Ach ja, in Österreich verpasst der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft Al-Rawi einer angesehenen Wissenschaftlerin einen Maulkorb, weil er sie aufgrund eines Klappentextes der Islamophobie verdächtigt. Und kein Politiker regt sich auf. Österreich, eine Insel der Seligen – wohl doch nicht ganz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.06.2008)

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21 Kommentare
Gast: hartmut
07.06.2008 21:05
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presse wieder beim üblichen

muslim-bashing. ein hoch auf den kulturkampf, zeigen wir es den muslimen und verweisen wir diese unedlen auf ihre plätze.
wir finden noch genug einzelbeispiel die wir verallgemeinern können.
wir finden aber noch keinen muslimischen staat, der mit lügen einen krieg gegen einen christlichen vom zaun gebrochen hat, umgekehrt schon, zweimal den irak zum beispiel.. eine insel der seligen?
nein, schon lange nicht mehr.

4x4
09.06.2008 16:00
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Re: "wir finden aber noch keinen muslimischen staat"...

in dem es sowas wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, ... gibt.

ÜBERALL wo der Islam herrscht, ist es darum ganz schlecht bestellt.

Antworten Gast: Korrektur
08.06.2008 08:49
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Re: presse wieder beim üblichen

Die USA sind kein christlicher Staat, sondern ein Staat mit vielen Christen. Der Irak-Krieg ist kein Krieg des Christentums gegen den Islam.

Antworten Gast: KeinMoslem
07.06.2008 23:23
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Re: presse wieder beim üblichen

ach wie lieb, ein alles verstehender, alles tolerierender gutmenschleinIn.

erfreulich ist, dass ihresgleichen immer weniger werden, da die realität auch nicht mehr vor den "besseren" vierteln halt macht.

und das ist gut so.

stefania
06.06.2008 17:29
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Elias Canetti :

<Mohammed>, sagt einer der besten Kenner des Islams, <ist der Prophet des Kampfes und des Krieges…Was er zunächst in seinem arabischen Umkreise getan, das hinterlässt er als Testament für die Zukunft seiner Gemeinde: Bekämpfung der Ungläubigen, die Ausbreitung nicht so sehr des Glaubens als seiner Machtsphäre, die die Machtsphäre Allahs ist. Es ist den Kämpfern des Islams zunächst nicht so sehr um Bekehrung als um Unterwerfung der Ungläubigen zu tun.> Der Koran, das von Gott inspirierte Buch des Propheten, lässt keinen Zweifel darüber. <Wenn die heiligen Monate vorüber sind, tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet; ergreift sie, bedrängt sie und setzt euch in jeden Hinterhalt gegen sie. (9:5 At - Tauba, - A.G.)>” [Elias Canetti)

Gast: Bösewicht
06.06.2008 16:55
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15.6.1927

Also in Österreich könnte es nicht passieren, dass ein Gewalttäter frei gesprochen wird. Dafür sitzt den Richtern das Bewusstsein um die Ereignisse anno 1927 zu gut im Gedächtnis.

Gast: B.H.O.
06.06.2008 14:04
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Integration ...

... ist nun mal keine Einbahnstrasse. Die Annäherung muss gegenseitig sein. Die Scharia und die christliche Ethik müssen zusammenwachsen, Toleranz ist auf beiden Seiten erforderlich. Die Ehre der Frauen muss und wieder genau so wichtig werden wie ihre Gleichbehandlung. Wir können es, wenn wir nur wollen!

Antworten Gast: Auge
08.06.2008 09:14
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Re: Integration ...

Integration ist zuerst eine Einbahnstrasse. Was Sie sich wünschen, ist keine Integration sondern eine gegenseitige Annäherung. Aber der Islam, wie er jetzt aussieht, ist leider nicht so attraktiv für Bürger der freien Demokratie. Für viele ist der Islam wie ein häßlicher Vergewaltiger.Will der Islam geliebt werden, muss er zuerst liebenswert werden. Wann wird der Islam (besser gesagt: die Islamisten) diese einfache Wahrheit endlich kapieren?

Antworten Gast: Maria Stueckler
07.06.2008 12:20
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Re: Integration ...

Dem Islam fehlt das für eine Ethik, die den Namen verdient, zentrale Gebot: die Nächstenliebe. An ihre Stelle tritt das absurde und barbarische Regelwerk der Scharia.

Eine Annäherung ist ausgeschlossen!!!


Antworten Antworten Gast: B.H.O.
07.06.2008 13:36
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Re: Re: Integration ...

Die Scharia ist weder absurd noch barbarisch. Sie haben in Wirklichkeit keine Ahnung von der Scharia. Informieren Sie sich doch bevor Sie den Mund so weit aufreissen. Und der tieferstehende "Realist", für den die Scharia nur Steinigung bedeutet, ist in Wirklichkeit kein Realist sondern ein elendiger Ignorant.

Antworten Gast: Realist
06.06.2008 18:30
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Re: Integration ...

Von Gast: B.H.O. am 06.06.2008 um 14:04

"Die Annäherung muss gegenseitig sein. Die Scharia und die christliche Ethik müssen zusammenwachsen, Toleranz ist auf beiden Seiten erforderlich."

---- Ich bin fassungslos ob solcher von manchen Zeitgenossen gemachten Aussagen, die an suizidaler Fahrlässigkeit kaum zu überbieten sind.

Das muß man mehrmals lesen um zu begreifen was im Zitat nonchalant geschrieben steht:

Annäherung von christlicher Ethik und "Scharia" - wie muß man sich das Vorstellen ? Steinigung nicht bis zum Tod, sondern nur bis zur Bewußtlosigkeit ? Statt Kopf ab nur Kopf halb ab ?

Antworten Gast: Zwischenrufer
06.06.2008 15:45
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Re: Integration ...

"Die Scharia und die christliche Ethik müssen zusammenwachsen..."

Oh NEIN! Die Scharia hat in Europa nichts verloren! SO und nicht anders!

generator
06.06.2008 18:17
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Re:Re: Integration

Ganz recht. Alles andere wäre paradox.

SCHARIA: Steinigung

JESUS: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" (Johannes 8:7)

Gast: KeinMoslem
06.06.2008 13:58
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Nicht die Menschen, die Ideologie ist das Problem

"... – wohl gemerkt, damit sind nicht alle Anhänger des Islam gemeint – ..."

Richtig, viele sogenannte Anhänger sind nur "auf dem Papier" echte Anhänger - so wie es halt auch viele Taufscheinkatholiken gibt.

Wie heißt es so schön: Irren ist menschlich. Und man sollte den Menschen, die ohne konkret über eine Ideologie Bescheid wissen, Hilfsangebote machen, um sich von dieser Ideologie zu lösen.

Für die Anhänger, die sich mit den Zielen und Werten der Ideologie Islam tatsächlich identifizieren, sollte man großzüge Angebote zur Weiterreise in islamische Traumdestinationen (Iran, Saudi-Arabien, Türkei) machen.

Warum krampfhaft versuchen etwas zu integrieren, was nicht integrierbar ist. Niemand würde beispielsweise so töricht sein, zu versuchen, einem Fisch das Leben in der Wüste schmackhaft zu machen... Und um bei der Analogie zu bleiben, kein Wüstenbewohner würde freiwillig die Wüste überfluten, um dem Fisch ein Leben zu ermöglichen... schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb.

Gast: Randolph
06.06.2008 10:07
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Die Wahrheit bricht sich Bahn

Sg Hr Kleinert,

vielen Dank für ihre Klarstellungen. Immer mehr Menschen betrachten die Entwicklung mit Besorgnis, dass sie bald in ihrem eigenen Land den Mund bezüglich jener Barbarei, die sich Islaam nennt, nicht mehr aufmachen dürfen.

Anzumerken wäre noch, dass die Trennlinie zwischen Islam und Islamismus [b]nicht.[/b] klar gezogen werden kann. Der Islam ist im Rahmen räuberischen Kriegsgeschehens entstanden und bis zur Eroberung der gesamten Welt zur Expansion mit allen Mitteln verpflichtet (Stichwort: Kalifaat). Daher bedeutet Islaam auch nicht Frieden, sondern (Frieden durch) Unterwerfung.

Jedes Entgegenkommen wird daher nicht als Zugeständnis aufgefasst, sondern als Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft. Dass besoldete Lügner das Gegenteil behaupten, ist Teil der Strategie. Man nennt das Taquia oder zu deutsch Vernebelungstaktik.

Randolph

Ophicus
06.06.2008 13:09
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Re: Die Wahrheit bricht sich Bahn

Es gibt nur zwei Ansatzpunkte den Islam zu verstehen.
Die andere die Unterwerfung der Ungläubigen (unter Gott) durch den Gläubigen.
Der eine wäre die (Selbst-)unterwerfung des Gläubigen selbst unter Gott.

Das Christentum hat bei Variante 2 angefangen, ist dann zu Variante 1 übergegangen und jetzt wieder (im Wesentlichen) bei Variante 2 angekommen. Zumindest in Europa.

Der Islam hat direkt bei Variante 1 angefangen. Es gibt zwar auch im Islam eine Strömung hin zu Variante 2, diese ist aber erstens noch relativ klein und zweitens gibt es Viele Anhänger der Variante 1 die sich durch Variante 2 tarnen wollen, was eine Differenzierung für Außenstehende so schwierig macht.

schwejk
05.06.2008 22:44
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die ziele der moscheebetreiber

kleinerts liste des schreckens ist ein spiegel der offiziellen ziele: diyanet, jene staatliche (!!!) türkische religionsbehörde, die direkt ATIB, also den verein, der in der regel eine moschee in österreich betreibt, unterstützt, hat ein paar interessante sätze auf ihrer homepage veröffentlicht: u.a. die forderung von steinigungen für ehebrecher, die definition von "zungenehebruch" und vieles mehr.
http://www.stopislam.info/2008/06/05/die-ziele-der-moscheebetreiber/

prosto
05.06.2008 23:12
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Re: die ziele der moscheebetreiber

Wüüst a Fatwa, Oida?
Trau di aussi, am Reimaunnplodz!
Murgen, um Viadl vua zwa, beim Zeidungsinder.
Mia san fünfe, da Ozwickte midn Schlogring bin i...

Ser's!

Prosto bin Mo

Antworten Antworten Gast: Raven
07.06.2008 10:25
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Re: Re: die ziele der moscheebetreiber

hahahahahahaha! :-) selten ein besseres und gleichzeitig treffenderes posting gelesen. mit vorzüglicher hochachtung an "prosto"

Antworten Antworten Gast: Dolomitengeist
06.06.2008 15:14
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Re: Re: die ziele der moscheebetreiber

"Islam ist Frieden"
Auch in Südtirol!
Wers nicht glaubt, dann hier lesen
http://dolomitengeisteu-dolomitengeist.blogspot.com/


Fragender
05.06.2008 19:26
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Wie kann man die Menschen vor religiösen Fanatikern schützen?


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