21.11.2009 17:12 | Meine Presse Merkliste0

Gastkommentar: Für Martin B. ...

Madeleine Petrovic (DiePresse.com)

Ja sicher, die überfallsartige Polizei-Aktion des Innenministers gegen 14 österreichische Tierschutzvereine war überzogen, unverhältnismäßig und unangemessen.

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Die seit 21. Mai 2008 über Martin B. und 9 weitere AktivistInnen verhängte U-Haft ohne konkrete, begründete Vorwürfe und ohne volle Akteneinsicht für die AnwältInnen ist eine rechtsstaatliche Katastrophe - ebenso wie das „Hinbiegen" der gerichtlichen Zuständigkeit nach Wr.Neustadt / Niederösterreich durch einen mittlerweile eingestandenen „Fehler bei der Benennung des Aktes".

Wir wissen auch, dass die TierschützerInnen im Gefängnis wegen ihrer Haltung und Überzeugung zusätzlich schikaniert und verächtlich gemacht werden, weil sie eben keine Kriminellen sind. Das alles ist für die Betroffenen schwer erträglich. Erst in der Krankenstation erfahren sie echte Menschlichkeit.

Dennoch: All diese Umstände und historische Vergleiche mit Widerstandbewegungen weisen deutlich darauf hin, dass die Tierrechts-Bewegung offenbar so erfolgreich wird, dass alle erdenklichen Schikanen und Fouls aufgeboten werden, um den etablierten Kräften und ihren profitablen Geschäften mit dem Leid von Tieren noch ein wenig Zeit zu geben.

Erstens werden die Widersprüche innerhalb der klassischen Sicherheitspolitik immer offenkundiger. Faustdicke Skandale innerhalb des Innenressorts bis hin zu rechtskräftigen Verurteilungen und grobe Wertungs-Widersprüche bei der Verfolgung unterschiedlicher tatsächlicher oder behaupteter Gefahrenbereiche fallen auch der Öffentlichkeit auf.

Während etwa nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen etwa ca. 10.000 Frauen als Opfer des organisierten Menschen-Handels nach Österreich geschleust und hier missbraucht werden, beträgt die Zahl der einschlägigen Verurteilungen pro Jahr weniger als 30. Auch der Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit ist ein anderer.

Während die Menschenhändler mit Diskretion und Amtsverschwiegenheit rechnen dürfen, werden gegen die TierschützerInnen gezielt Gerüchte und aus dem Kontext gerissene Akteninhalte an Medien weitergegeben.

Selbst in Bereichen öffentlich wahrnehmbarer Kriminalität wie der Steuerhinterziehung im ganz großen Stil (Schwarzgeldkonten in Liechtenstein) hält in Österreich die amtliche Verschwiegenheit der Behörden eisern, während bei den TierschützerInnen jeder noch so vage Verdacht Land auf Land ab medial gestreut wird ...

Geht es nach dem derzeitigen Innenminister, dann scheint es überhaupt nur wenige Kapitalverbrechen zu geben: den Tierschutz im Allgemeinen, der Verbleib in Österreich nach negativer Asyl-Entscheidung (Arigona und andere) oder das Eingehen einer Ehe mit einer Person ohne EWR-Zugehörigkeit, was in allen Fällen den Verdacht der Scheinehe und umfangreiche Schnüffeleien der Behörde nach sich zieht.

Dementsprechend scheinen die personellen Ressourcen verteilt zu sein. Während die Zahnbürsten-Kontrollen der Ehe-Schnüffler und die Reisetätigkeit der Asyl-Kontrollore ausufern, sinken gleichermaßen die Aufklärungsquoten bei schweren Verbrechen wie Bankrauben oder Einbrüchen und damit das Sicherheits-Gefühl der Bevölkerung.

Zweitens weist auch die Vehemenz der Vorgangsweise darauf hin, dass die Tierrechtsbewegung in zweierlei Hinsicht einen Nerv des herrschenden Systems getroffen hat.

In wirtschaftlicher Hinsicht führt der weltweit organisierte, industrialisierte und intensivierte Umgang mit Tieren, die zur Herstellung von Nahrungsmitteln dienen, zu immer größeren Schäden und Grausamkeiten (Tierseuchen wie BSE, Langstreckentransporte, Futtermittel-Importe aus Hunger-Ländern, Öko-Belastungen für Böden, Luft und Wasser), zu Förderungsbetrügereien in astronomischer Höhe und zu extrem ungerechten Verteilungsstrukturen. Die Großen und Reichen legen zu, die Kleinen müssen weichen und sterben weg. Aber genau die Großen und Mächtigen setzen alles daran, dass sich nichts ändert.
Zu allen Zeiten war die uneingeschränkte Verfügung über Produktionsmittel ein Schlüssel zu Macht und Reichtum: Grund und Boden, rechtlose Arbeitskräfte (Sklaven, Leibeigene) und Vieh-Herden waren schon im Altertum als wichtige Produktionsfaktoren rechtlich besonders hervorgehoben.

Diejenigen, die das Land und seine Nutzungen gerechter verteilen, die die Sklaven befreien und alle Menschen als volle Persönlichkeiten behandeln wollten, sind immer auf erbitterten Widerstand gestoßen.
Das haben Tiberius und Gaius Gracchus ebenso erfahren wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King oder Hans Kudlich und Ernst von Violand in unseren Breiten. Und selbst der heute als Retter des schon an einen Holzhändler verkauften Wienerwalds allseits gepriesene Josef Schöffel war zu seiner Zeit ein Rebell, der mit Morddrohungen und gerichtlichen Verfolgungen konfrontiert war.

Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen der Forderungen der Tierrechtsbewegung geht es aber auch um Grundfragen des Menschseins und um das bröselnde Selbstbewusstsein des weißen Mannes. Charles Darwin hat gezeigt, dass der Mensch nicht die einzigartige, vom Tierreich losgelöste Krone des Lebens ist, sondern das vorläufige Endprodukt einer Evolution über Milliarden von Jahren und ganz enger Verwandter der Menschen-Affen. Darwin wurde dafür verspottet und geächtet. Bei manchen Kirchen-Dogmatikern dauert diese Haltung bis zum heutigen Tag an.

Sigmund Freud hat die vorletzte Bastion der Überlegenheit des Homo Sapiens, die Dominanz kognitiver Prozesse, relativiert. Über weite Strecken steuern wir unser Leben nicht durch bewusste, rationale Entscheidungen, sondern das Un- und Unterbewusste bricht aus tieferen Schichten durch. Oftmals denken wir nicht, sondern es wird mit uns gedacht und empfunden.

Und selbst in dem zusammengeschmolzenen Bereich scheinbarer menschlicher Überlegenheit, im Bereich des kognitiven Denkens, ist der Mensch kein Solitär der Entwicklung. Martin Balluch hat die Kontinuität des Bewusstseins postuliert und damit die wohl allerletzte Begründung für das milliardenfache Leid, das Tieren zugefügt wird, als unhaltbare Ideologie entlarvt.

Dahinter stehen zwei entgegen gesetzte Grundauffassungen von Menschheit und Gesellschaft. Während die eine in Hierarchien, in Über- und Unterordnungs-Verhältnissen denkt und Herrschaft als Unterwerfung versteht, baut die andere auf dem Prinzip von ökologischen Kreisläufen ohne „oben" und „unten" auf.
In diesem letzteren Verständnis kommen scheinbare Gegensätze zusammen, steht Darwin nicht mehr im Gegensatz zur Genesis und wird echte Gewaltfreiheit möglich. Ich zweifle keine Sekunde daran, dass nach der Abschaffung der Sklaverei, nach der Formulierung der Menschenrechte und nach der Abschaffung der Vorrechte von Stand und Geburt das Postulat der Tierrechte der nächste Meilenstein der Rechtsentwicklung sein wird.

So bitter die Zeit auch für Martin B. jetzt ist: WE SHALL OVERCOME.

MP

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19 Kommentare
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einziges schwarzes schaf

wie schon viele vor mir richte ich mein kommentar an christian, der wie alt zu sein scheint-naive 17?

in diesem alter hab ich auch noch blauäuig dinge nachgeplappert. weiter scheinen Sie nicht zu kommen. schlimmer noch,-Sie stellen hier vergleiche mit internationelen vereinen, die vehemmend und mittels schockierender handlungen aufmerksamkeit errregen versuchen mit heimischen gewaltfreien Vereinen an. Die jede noch so stumpfsinnig formulierte Rechtfertigung Tierquälerei gegenüber mit nichts als Aufklärung antworten.
Wenn das schon zuviel der ¿Bösen¿ist, dann geniessen Sie weiter Ihr Schnitzel

Gast: Polis
14.06.2008 09:42
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Ahistorische Albernheiten

So gemeinhin habeich die österreichischen Grünen für eine den deutschen Grünen vergleichbare Partei gehalten, aber dieses Sammelsorium von esoterischen Gemeinplätzen ist doch wohl keine ernstgmeinte politische Äusserung! Österreich hat allgemein ein Problem mit der leichtfertig verhängten Unterschungshaft, es nimmt hierbei eine europaweite Spitzenposition ein, und deshalb sind die Tierschützer nicht die ersten, die unter diesem System leiden. Das hat aber nicht das geringste damit zu tun, dass die politischen Ziele dieser Tierschützer ziemlich absurd sind und für die "Befreiung der Tiere" jede soziale Basis fehlt. Weit über 99 % der Österreich nutzen täglich irgendwelche Produkte vom Tier. Frau Petrovic schwebt jedoch anscheinedn eine Rechtsentwicklung vor, in der Leute wie Martin B. und sie selbst, diesen 99,x% der Österreicher ihren Wertmaßstäbe aufdrücken, unter Berufung auf "die Tiere". Fräglich, ob das Rechtssystem was Frau Petrovic vorschwebt, besser wäre als das jetzige.

Antworten Gast: hudriwusch
25.06.2008 11:13
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Re: Ahistorische Albernheiten

verstehe ich richtig, dass Dinge wie Ehrfurcht und Respekt vor dem Leben (auch von Tieren) für 99 Prozent der Österreicher keine Werte sind? Ich hoffe schwer, dass Sie sich täuschen (eigentlich bin ich davon überzeugt - sh. Kronen-Zeitung-Kampagne für ein bundesweites Tierschutzgesetz..., aber was solls), sonst wäre es schlimm um unser Land bestellt. Man kann froh sein, dass es bald in den Supermärkten keine Käfigeier mehr geben wird und es wäre wunderbar, wenn wir nur mehr Fleisch essen würden, dass aus artgerechter Haltung stammt. Die wenigsten denken gerne daran, dass ihr Schnitzel geschlachtet wurde, die wenigsten würden den Hasen essen, den sie gehegt und gepflegt und gestreichelt haben...
und dann nennen Sie Tierschutzziele politisch absurd???
Mir muss etwas entgangen sein in Ihrer Argumentation.

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Politjustiz allgegenwärtig in Österreich

Wie am Beispiel der Tierschützer nun auch in den Medien deutlich wird, ist die österreichische Justiz - Richter, Staatsanwälte und die von diesen beauftragte Polizei, vornehmlich damit beschäftigt, ihre Kritiker zu bekämpfen, mit erfundenen und mühsam konstruierten Lügengebäuden und mutm. bestochenen oder erpressten Zeugen.

Es ist - wie bei den Tierschützern - immer dasselbt Strickmuster: anstelle konkreter Fakten unter die Gesetze zu subsumieren, werden in Haftbefehlen und einfach die "verba legalia" (Gesetzestexte) zitiert und will man damit offenbar vortäuschen, dass hier wirklich Tatverdacht vorliegt.

Fälle politischer Verfolgung - offenbar im Auftrag mächtiger Personen in Österreich, wie es z.B. die Bankvorstände ERSTE Bank und BANK AUSTRIA darstellen, die von Willkürverhaftung über Zwangseinliergune in Psychiatrie wie in NS Zeiten bis hin zu Polizeiterror - kann man nachlesen unter

wikilegia.org
rechtsstaat-austria.com
justizverbrechen.info

Gast: bz
13.06.2008 10:53
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es bräuchte...

ein viel größeres medienecho! ich würde mir wünschen, dass auch fernsehrsender über diese rechtsUNstaatlichkeit in unserem lande berichten! viel zu viele wissen gar nicht, was hier zur zeit vorgeht.

ebenso wäre es ein wichtiger schritt, das viele videomaterial über das unfassbare leid der tiere in unserer "zivilisierten gesellschaft" öffentlich auszustrahlen!
die vielen proteste mit videomaterial sind ein anfang - aber der große teil der bevölkerung wird eben nur durch das fernsehn erreicht!

Gast: Roland
13.06.2008 08:58
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"Radikale"

"Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt, ebenso von der Tierquälerei zur Menschenquälerei" Leo Tolstoi
Alle veganen Tierschützer, die ich kenne, sind Menschen, die keiner Fliege etwas zu Leide tun könnten, und auch keinem Menschen. Im Gegenteil, ihre Auffassung von Gewaltfreiheit beinhaltet, die Schwächsten durch gewaltfreie Aufklärungsarbeit zu schützen, sowohl Tiere als auch Menschen, zB verhungern täglich zigtausend Menschen in futtermittelexportierenden Ländern, weil die Kaufkraft unserer subventionierten Futtertröge stärker ist als die der landlosen, hungernden Mitmenschen.

Gast: Petra H.
13.06.2008 07:15
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Toll geschrieben!

Nicht nur wirklich toll geschriebener Artikel sondern zudem ein weiteres bewundernswertes Zeichen der Solidarität von Frau Petrovic mit den unschuldig Inhaftierten.Sie ist offenbar eine der wenigen PolitikerInnen in diesem Land die über Gerechtigkeitssinn verfügen!
Erschreckend,dass nicht nur viele der Obrigkeit dem unangemessen martialischen Vorgehen von Justiz und Polizei schweigend zusehen (nach dem Motto "Dafür bin ich nicht zuständig") sondern dass auch viele Bürger sich uninteressiert abwenden oder unhinterfragt annehmen,dass jene,die sich konsequent & kompromisslos für Tiere einsetzen, sowieso kriminell sein müssen. In einer Zeit,da jeder jeden nur erdenklichen Zugang zu Information hat und sich EIGENSTÄNDIG ein Bild machen kann,wird gerade in diesem Fall gern das von vielen Medien unterstützte Vorurteil von Tierschützern als gewalttätigen,missantrophischen Radikalen ohne weitere Überlegungen übernommen.Solche Vorurteile haben schon oft zu schlimmsten Ungerechtigkeiten geführt!

Ophicus
13.06.2008 00:26
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Herrlich

Auch wenn die Kritik am Innenministerium in diesem Fall (und wohl nicht nur in diesem) mehr als gerechtfertigt ist beweist doch die naiv-marxistische Einstellung, dass die Grünen keine Alternative zu dem jetzigen Establishment sind.
Wir wollen die Sklaven befreien, Land gerechter verteilen und überhaupt soll jeder jeden lieb haben. Alle sind eben gleich.
Dass man dabei auf Widerstand stößt liegt an dem bösen Establishment. Aber letztlich setzt man sich doch durch. Ghandi hat die Briten aus Indien vertrieben, woraufhin Hindus und Moslems sich in einen blutigen Bürgerkrieg gestürzt haben. Mugabe hat das Land gerechter verteilt - die Folgen sind bekannt. Von Stalin will ich garnicht erst anfangen.
Hierarchien und "Eliten" mögen nicht gerecht scheinen, sind aber oft die einzige Alternative zur Gleicheit auf niedrigstem Niveau. Nötig ist nicht Gleichheit um jeden Preis, sondern gleichwertigkeit und gegenseitiger Respekt. Der geht mir aber auch bei den Grünen/Tierschützern oft ab...

Gast: Gast
12.06.2008 23:46
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WE SHALL OVERCOME!

Das ist ein ganz wunderbarer Kommentar und eine brilliante Analyse dieser oberfiesen Angelegenheit!
VIELEN DANK!

Weniger toll finde ich das AGB, wenn man sich im Presse-Forum anmelden will. (Aber es geht auch als Gast- nach einer langen Befragung.)

"Nutzer der Plattform sind ausdrücklich damit einverstanden, dass ihre angegebenen Daten insbesondere bei Teilnahme an Gewinnspielen von DiePresse.com Onlineservice GmbH & Co KG gespeichert und zu Zwecken der eigenen Marktforschung und Werbung verarbeitet werden. Sie sind mit der Übermittlung der Stammdaten an folgende Unternehmen einverstanden: "Die Presse" Verlagsgesellschaft mbH & Co KG, Wien.
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Gast: Flix
12.06.2008 22:20
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Super Artikel! Sie haben Zeitgeist bewiesen Madleine Petrovic!

Der Kommentar von Gast Christian ist für mich absolut nicht verständlich. Wie kann gegen die Tierschützer so harte Kritik geübt werden, wo doch noch gar nicht feststeht, ob die schuldig sind oder nicht!

Lieber Christian, ich hoffe, ich hoffe sehr, dass Sie niemals in eine Position kommen, in welcher Sie über Menschen be(urteilen) müssen. Weil die wären arm bei Ihnen. Irgendwer behauptet etwas, und sie urteilen danach, ohne Überprüfung auf Wahrheitsgehalt. Würden Sie so bei sich selbst auch vorgehen??

Und 600 Tsd. EUR Schaden in rd. 10 Jahren und 28 Angeklagten.
Und wieviel würde Martin Balluch in der Wirtschaft verdienen? Mit seinem Intellekt wäre er sicher unter den mind. 1 Mio.EUR-Verdienern pro Jahr! Und darauf hat er zugunsten der Tiere verzichtet!

Also bitte lieber Christian, halten Sie sich mit unqualifizierten Aussagen zurück, wir wollen ja, dass sich Dr. Balluch auch nach der Haft weiter um die Anliegen der Tiere kümmert!
Danke Ihnen!
Schönen Abend!
Flix


Gast: Christian
12.06.2008 13:18
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M.Petrovic als Schutz-Patronin für Vandalen und Randalierer?

Jeder normal erzogene Mensch, der normal empfindet, wird Roheitsakte gegenüber wehrlosen Tieren entrüstet zurückweisen und seine Meinung darüber öffentlich oder ad hoc im kleinen Kreis kundtun.

Was sich aber in den letzten Jahren an "Protest"-Handlungen so abgespielt hat, kann man nur aufs Schäfste zurückweisen. In einer Hysterie ohnegleichen werden von selbsternannten "Tierschützern" Sachwerte in Millionenhöhe verwüstet, Trägerinnen von Pelzmäntel mit ätzenden Flüssigkeite angeschüttet etc.

Derartige Verstöße gegen die StrafG. bzw. gegen unsere Rechtsordnung dürfen - bei allem Respekt vor dem Demonstrationsrecht - einfach nicht toleriert werden, schon gar nicht von Abgeordneten, die bei jeder Gelegenheit den Rechtsstaat und verfassungsmäßig geschützte Rechte (wie es auch das Eigentum ist) in Gefahr sehen.

Tierschutz ja, aber bitte mit Augenmaß und ohne Verletzung schützenswerter Rechte von Menschen!

Antworten Gast: Friede
12.06.2008 21:55
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Re: M.Petrovic als Schutz-Patronin für Vandalen und Randalierer?

Ich denke, es wäre eine Entschuldigung angebracht!!!!

Wie können sie einen so sehr bewudernswerten Menschen, wie Frau M. Petrovic derartiges unterstellen.

Die "Gefangenen" sind keine Vandalen, sondern "Krieger des Lichtes", die keiner Fliege was zu leide tun.

Wenn sie das behaupten, dann bitte um Beweise. Da könnten sie ja der Staatsanwaltschaft helfen, denn die haben ja keine.

Ich habe noch nie einen tierliebenden Menschen getroffen, der Menschen was böses will.

Tiere sind auf die Erde gekommen um den Menschen Mitgefühl beizubringen.

Antworten Gast: Abfangjäger
12.06.2008 14:40
0 0

Re: M.Petrovic als Schutz-Patronin für Vandalen und Randalierer?

In vielen Kommentaren und Postings werden die den Tierschützern zur Last gelegten Verbrechen selbstverständlich den 10 Inhaftierten angelastet. Wieso eigentlich? Gibt es keine Unschuldsvermutung, kein Menschenrecht für Tierschützer? Nur weil die Staatsanwaltschaft Behauptungen aufstellt, die erst bewiesen werden müssen? Es bestehen doch bis jetzt überhaupt keine konkreten Anklagen. Offenbar tut sich damit die Staatsanwaltschaft sehr schwer, sonst wäre sie schon lange damit herausgerückt, wo sie doch seit Jahren die 10 Tierschützer bespitzelt (Abhören der Telefone, Handyortung, E-Mailverkehr etc.) und beobachtet. Ich finde es als Amtsmissbrauch gegenüber diesen Menschen und den betroffenen Tierschutzorganisationen, wenn schließlich bei Gericht nichts Rechtes heraus kommen sollte. Kriminelle Organisation!! Dass ich nicht lache.

Antworten Antworten Gast: Christian
12.06.2008 21:58
0 0

Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

Da werden durch Farbbeutel Pelzmäntel ruiniert, obwohl der Pelz vielleicht durch Erbschaft erworben wurde etc. Warum werden nicht gleich Lederschuhe verboten, da werden ja auch die Häute von Tieren verarbeitet. Und wie ist das mit dem Schweinsschnitzel? ist das Kanibalismus. Nein, weit denken die Randalierer nicht, wenn sie das Vermögen anderer verwüstet, ohne sich Gedanken zu machen, daß man dafür jahrlang hart arbeiten muß! Gild da keine "Unschuldsvermutung"?

Was mich bei allen diesen Vandalenakten stört, ist die Rücksichtslosigkeit der Täter gegenüber anderern! Da da endlich das Strafgesetzbuch zur Anwendung kommt, finde ich richtig!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Sabine
13.06.2008 14:32
0 0

Re: Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

Lieber Christian, mich würde interessieren, ob Sie immer alles glauben, was die Medien verbreiten. Haben Sie sich selber schon einmal über aktiven Tierschutz informiert und zwar bei den Vereinen selber UND NICHT ÜBER DIE MEDIEN? Ich bin der Meinung, dass Sie es sich sehr einfach machen, es spielt keine Rolle, ob ein Pelz vererbt wurde oder selber gekauft wurde, ihn zur Schau zu tragen, wohl wissentlich, dass immenses Tierleid dahinter steckt, darum geht es. In der heutigen Zeit kann sich keiner mehr dahinter verstecken, nichts über das Leid der Tiere zu wissen, die als "Schnitzel" auf Ihrem Teller landen oder deren Haut Sie als Handschuhe oder Jacke tragen. Es gibt überall jemanden, der aus der Reihe tanzt, und eine Verallgemeinerung ist in keinster Weise angebracht-oder sind jetzt alle Österreicher Vergewaltiger, die Frauen im Keller einsperren?Wo, lieber Christian, sind die handfesten Beweise gegen die Tierschützer, die Ihre Aussage rechtfertigen würden?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Trix
15.06.2008 11:54
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Re: Re: Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

"In der heutigen Zeit kann sich keiner mehr dahinter verstecken, nichts über das Leid der Tiere zu wissen, die als "Schnitzel" auf Ihrem Teller landen oder deren Haut"

Also liebe sabine, ihre ansicht erscheint mir schon sehr weltfremd! nur weil sie sich f. ein thema interessieren u.darüber informiert sind, ist es sicher keine selbstverständlichkeit, dass alle menschen darüber bescheid wissen.

ich empfehle ihnen, bleiben sie in ihrer kleinen geschützten welt u. überlassen sie bitte das denken u. handeln den denkern, die auch über d. eigenen tellerrand hinaus blicken können u. daher wissen, dass menschen ü. tierschutz u. zugrundeliegende prozesse informiert werden müssen. sie jedenfalls gehören nicht zu letzteren...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sabine
17.06.2008 16:05
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Re: Re: Re: Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

Lieber/liebe Trix! Mit meiner Aussage habe ich mit Sicherheit nicht das ausdrücken wollen, wie Sie es darstellen. Ja, ich interessiere und informiere mich darüber und verlange mit Sicherheit nicht, dass jeder darüber ebenso Bescheid weiß! Ansonsten wär schließlich keine Aufklärungsarbeit seitens der Tierschützer nötig.

Was ich aus meiner "kleinen geschützen Welt" hinaus meine, sind Aussagen, die einfach getroffen werden, ohne sich über das Thema zu informieren, dabei ist es gleich, um welches spezielle Thema es sich handelt.
Aber vielen Dank für Ihre "Empfehlung", so konnte ich meine Aussage wenigstens richtig stellen, bevor sie noch jemand falsch versteht!

Antworten Antworten Antworten Gast: manuel
13.06.2008 09:04
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Re: Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

christan, solche verallgemeinerungen sind eine ohrfeige für die inhaftierten tierschützer. natürlich gibt es - leider - auch im tierschutzbereich ein paar schwarze schafe, die extrem überzogen handeln, aber dies sind zum glück nur einzelfälle, die jedoch sehr gerne in den medien hochgepushed werden. was aber haben solche einzelfälle bitte mit den aktuell inhaftierten zu tun? rein gar nichts, da ja bisher keiner fähig war, trotz jahrelanger überwachung, beweismaterial gegen die inhaftierten vorzubringen. was hier geschehen ist, ist eine schande für die demokratie.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Christian
16.06.2008 01:59
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Re: Re: Re: Re: Und welche Unschuldsvermutung gibt es für die Opfer der Vandalenakte?

jedes Ding hat 2 Seiten: So wie es Tierschützer gibt, die weit über das Ziel bis in den strafrechtlichen Bereich "hinausschießen", gibt es auch Tierhalter bzw. Produzenten, die dem Leid von Tieren aus Gründen des Profits zumindestens gleichgültig gegenüberstehen. Und dazwischen gibt es "Konsumenten", die von all dem wenig wissen.
Grundsätzlich sollten wir für alle die "Unschuldsvermutung" gelten lassen. Weiters kann man davon ausgehen, daß in Österreich bei Betriebsanlagen die gesetzlichen Vorschriften bzgl. Tierschutz ausreichend sind und überwacht werden. Wenn man entgegenstehende Beobachtungen macht, dann bitte unverzüglich Anzeige erstatten.

Für Vandalenakte darf aber da kein Raum bleiben. Daß die Staatsanwaltschaft im Fall von Gesetzesverstößen wegen Tierquälerei oder wegen Vandalenakte einschreitet, finde ich richtig. Schließlich soll doch der Tierschutzgedanke durch Randale und Vandalenakte od. übertriebenen Purismus in der Öffentlichkeit nicht beschädigt werden!!

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