11.02.2012 07:43 | Meine Presse Merkliste0

Ein homogener Islam als Mittel zum Zweck

GASTKOMMENTAR VON THOMAS SCHMIDINGER (Die Presse)

Der Religionsunterricht muss aus der Verantwortung der Religionsgemeinschaften genommen werden.

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Noch erschreckender als die Daten, die Mouhanad Khorchide in seiner Dissertation zur Einstellung islamischer Religionslehrer in Österreich erhoben hat, ist nur die Reaktion des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), Anas Schakfeh, darauf. Es handle sich dabei um „Privatmeinungen“ und die Fragen des jungen Soziologen, Imams und Islamwissenschaftlers Khorchide wären falsch gestellt worden und hätten die Lehrer irritiert. Seit Jahren laviert sich Schakfeh mit mehr oder weniger großem diplomatischen Geschick durch die Probleme seiner Glaubensgemeinschaft, mit dem Ziel, Konflikte und Probleme zu verdecken, anstatt diese zu lösen.

Die österreichische Politik, quer durch die Parteienlandschaft hinweg, zollte diesem Bemühen Respekt. Schließlich musste man sich damit nicht selbst mit den Problemen beschäftigen. Ein homogenisierender Blick auf den Islam ermöglichte den rassistischen Parteien am rechten Rand, gegen „die Moslems“ zu hetzen, und dem linksliberalen Spektrum, „die Muslime“ als wunderbare Bereicherung im Multikultizoo willkommen zu heißen.

Immerhin dürfte nun einigen auffallen, dass es durchaus auch innerhalb der muslimischen Communities in Österreich Kritik am Einfluss fundamentalistischer und erzreaktionärer Gruppierungen innerhalb der Glaubensgemeinschaft gibt und dass es nicht egal ist, welches Bild vom Islam im islamischen Religionsunterricht vermittelt wird. Gerade jene islamischen Religionslehrer, die einen humanistisch ausgerichteten Islam vermitteln wollen, der sich mit Demokratie und Menschenrechten in Einklang bringen lässt, verdienen es, dass ihre wichtige Arbeit nicht mehr durch die Vertreter eines politischen Islam zunichte gemacht wird.


Nicht willens, Reformen anzugehen

Die (Nicht-)Reaktion Anas Schakfehs beweist einmal mehr, dass die derzeitige Führung der IGGiÖ nicht willens und in der Lage ist, die dringendsten Reformen aus eigenem Antrieb zu setzen. Damit muss der Staat, konkreter das Bildungsministerium, seiner Aufgabe als Verantwortlicher für den Schulunterricht nachkommen und kann die Auswahl der Religionslehrer und die im Religionsunterricht vermittelten Inhalte nicht mehr allein den Religionsgemeinschaften überlassen. Dies muss – nicht nur aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes – den gesamten Religionsunterricht betreffen. In Zeiten, in denen der römisch-katholische Papst die fundamentalistischen Schismatiker der „Priesterbruderschaft Pius X.“ ohne Bedingungen wieder in die katholische Kirche aufnimmt, und nicht einmal in der Holocaust-Leugnung führender Mitglieder ein Hindernis für ihre Wiederaufnahme in die Kirche sieht, sollte man sich auch bei anderen Religionsgemeinschaften nicht zu sicher sein, dass hier immer Lehren verbreitet werden, die mit Demokratie und Menschenrechten in Einklang zu bringen sind.

Wirklich lösbar wäre das Problem jedoch nur, wenn der Religionsunterricht völlig aus der Verantwortung der Religionsgemeinschaften genommen und durch einen interkonfessionellen Religionskundeunterricht ersetzt werden würde. Ist das in Österreich eine Utopie?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2009)

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21 Kommentare
kobold
02.02.2009 09:09
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Traum

Es ist eben ein langer unerfüllter Traum, der Sekularen, dass sie die Gedanken anderer kontrollieren können. Schmidinger soll ruhig weiter träumen.

Gast: Gast2
01.02.2009 18:40
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teilweise..

stimme ich diesem Artikel zu. Allerdings finde ich überkonfessionellen Unterricht erst in höheren Schulstufen für angebracht. Zuerst soll man das Eigene kennen, um dann das Andere damit vergleichen zu können.
Das Problem liegt im guten Willen, einen islamischen Unterricht anzubieten, allerdings ohne vorher eine entsprechende qualitativ hoch stehende Lehrerausbildung zu sichern. Diese kam erst viel zu spät und ist auch noch bei weitem nicht ausgereift.
Ich hoffe, dass dieser Skandal zum Guten führt, nämlich genaueren Kontrollen der gelehrten Inhalte, einer besseren Organisation der Lehrerausbildung und einer selbstkritischeren Haltung der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie Repräsentanten, die bestehende Probleme rechtzeitig erkennen und nicht erst beleidigt aufwachen, wenn Andere es wagen, dies für sie zu erledigen

Gast: Gast2
01.02.2009 18:40
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teilweise..

stimme ich diesem Artikel zu. Allerdings finde ich überkonfessionellen Unterricht erst in höheren Schulstufen für angebracht. Zuerst soll man das Eigene kennen, um dann das Andere damit vergleichen zu können.
Das Problem liegt im guten Willen, einen islamischen Unterricht anzubieten, allerdings ohne vorher eine entsprechende qualitativ hoch stehende Lehrerausbildung zu sichern. Diese kam erst viel zu spät und ist auch noch bei weitem nicht ausgereift.
Ich hoffe, dass dieser Skandal zum Guten führt, nämlich genaueren Kontrollen der gelehrten Inhalte, einer besseren Organisation der Lehrerausbildung und einer selbstkritischeren Haltung der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie Repräsentanten, die bestehende Probleme rechtzeitig erkennen und nicht erst beleidigt aufwachen, wenn Andere es wagen, dies für sie zu erledigen.

Gast: Gast2
01.02.2009 18:39
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teilweise..

stimme ich diesem Artikel zu. Allerdings finde ich überkonfessionellen Unterricht erst in höheren Schulstufen für angebracht. Zuerst soll man das Eigene kennen, um dann das Andere damit vergleichen zu können.
Das Problem liegt im guten Willen, einen islamischen Unterricht anzubieten, allerdings ohne vorher eine entsprechende qualitativ hoch stehende Lehrerausbildung zu sichern. Diese kam erst viel zu spät und ist auch noch bei weitem nicht ausgereift.
Ich hoffe, dass dieser Skandal zum Guten führt, nämlich genaueren Kontrollen der gelehrten Inhalte, einer besseren Organisation der Lehrerausbildung und einer selbstkritischeren Haltung der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie Repräsentanten, die bestehende Probleme rechtzeitig erkennen und nicht erst beleidigt aufwachen, wenn Andere es wagen, dies für sie zu erledigen.

Gast: defti
01.02.2009 00:32
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der linksradikale schmidinger muss als sozialistischer

fundamentalist natürlich seinen kampf gegen die religionen führen.
dass er dafür in der presse raum bekommt ist reichlich verwirrend.
dass aber der staat sich in die religionen einmischen soll, ist eigentlich nur noch verrückt.
aber egal, die privaten konfessionellen schulen werden dann noch mehr werden, als sie schon sind.

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Re: der linksradikale schmidinger muss als sozialistischer

ich bin froh, dass der kampf gegen die Religionen endlich geführt wird, war schon längst überfällig. und nein, ich bin kein linksradikaler sozialist.

woizi
31.01.2009 15:30
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Das ist in Österreich vorstellbar.

Ein Kreis sitzt um einen Biologen, der erklärt, dass alles Zufall ist und die Religionen, das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte sind.
Macht Sex, wie es euch Spaß macht. Treue ist egal, wenn es keinen Spaß mehr macht, dann sucht euch jemand Neuen.
Dumm sind alle, die an Gott glauben, denn das ist falsch.
Alles was ihr tut, geschieht zufällig, aufgrund von chemisch-physikalischen Prozessen. Ihr könnt alles machen, was euch in den Kopf schießt.
Wenn euch ein Kind passiert. So einen Schaden kann man "wegmachen" lassen.
Wenn euch eure Alten nerven, dann könnt ihr sie auch "Wegmachen" lassen. Was du jetzt tust hat keine Bedeutung nach dem Tod. Nach dem Tod ist alles aus. Du bist nur ein physikalisch-chemischer Ablauf.
So ungefähr schaut die aufgeklärte Religion so mancher gegenwärtiger Österreicher aus.

Kein Wunder, dass Österreich kraftlos ist und Links, Rot, Wirtschaft, Islam, Esoterik fast alle Österreicher rekrutieren.

Antworten heduda
31.01.2009 19:18
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Re: Das ist in Österreich vorstellbar.

@woitzi
auch ohne einer religion anzugehören ohne an einen gott zu glauben,kann ich diese kritik anbringen,verhaltensweisen verachten,dazu braucht man keinen gott.doch habe ich NICHTS dagegen wenn ein gottgläubiger HUMANISTISCHE ziele verfolgt.im gegenteil.

Antworten Antworten Gast: Hussein
01.02.2009 13:40
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Re: Re: Das ist in Österreich vorstellbar.

Einen "sozialistischen Fundamentalismus" konnte ich aus seinem ausgezeichneten Buch über den politischen Islam nicht herauslesen. Vielmehr eine konsequete, aber eben nicht durch Vorurteile gegen Moslems belastete, Verteidigung des säkularen Staates. Lesen Sie zuerst mal sein Buch und urteilen Sie dann über seinen "Fundamentalismus":
http://www.amazon.de/Zwischen-Gottesstaat-Demokratie-Handbuch-politischen/dp/3552060839/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1233491890&sr=8-1

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woitzi

wars das dann? und glaubst du allen ernstes was du da von dir gibst?

wenn ja könntest du einmal anfangen dich mit den phänomenen atheismus agnostizismus, aufgeklärter humanismus usw. etwas genauer auseinanderzusetzen, glaub zwar nicht, dass du das tust, aber man sollte die hoffnung nie aufgeben.


woizi
31.01.2009 15:07
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Aufklärung im Islam

Die "Hoffnung" der Zukunft ist ein aufgeklärter Islam.

Kommt ein neuer Mohammed, einer der keine Juden umgebracht hat, einer der Frauen nicht als minderwertig ansah, einer der keine Kriege geführt hat und nicht einem aus seiner Verwandtschaft die Frau ausspannt? Wird der Koran mit seiner Judenhetze und Frauenverachtung umgeschrieben?
Wird die mohammedanische Kriegsgeschichte umgeschrieben?

Kommt ein neuer Mohammed, dem die Fanatiker nicht mehr nacheifern?

So ein "Softie" wie der Jesus der Christen vielleicht, der sich geißeln und hinrichten ließ und dann seinen himmlischen Vater noch bat: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."?

Problem: Die Basis hinter die keiner zurückkann ist Mohammed. Und solange es den Islam gibt, wird es Leute geben, die das Morden Mohammeds und sein Verachten anderer nachahmen.

Das Problem im Islam ist nicht die fehlende Aufklärung, sondern Mohammeds Gewalttätigkeit und Menschenverachtung. Die Basis stimmt nicht.


Gast: Tja
31.01.2009 09:30
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Folge der Fehlkalkulation

Die islamische Massenzuwanderung wurde ja nicht von den bösen Islamisten durchgesetzt, sondern von der sogenannten Zivilgesellschaft, die "westliche" Interessen und Dekadenz vertritt.

Und jetzt steht man vor dem Problem, daß Muslime in Europa keine rot-grüne Mentalität vertreten und sogar mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch sind, anstatt aus Dankbarkeit für die Einwanderung in den politisch korrekten Kurs der Lobby einzustimmen.

Tableau!

Sie sind nicht bloß erwünschtes Fußvolk, um uns Europäer aus der Evolution zu schmeißen, als excessus mandati nehmen sie eigene Interessen wahr.

Also nicht nur destruktiv, sonden auch kontraproduktiv.

Da jammern dann just die Betreiber fremder Massenzuwanderung über "Eurabien", das ihnen auch nicht paßt.

Wenn es das alles nicht just auf unsere Kosten in unserer Heimat abspielen würde, hätte es einen gewissen Unterhaltungswert.


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Re: Folge der Fehlkalkulation

So ein Schwachsinn....Wer hat denn die Zuwanderung zu verantworten?? Richtig: Rot und Schwarz haben die zu verantworten, auch Blau war jahrelang in der Regierung und hat nichts dagegen getan. Die Grünen waren zumindest in den letzten Jahren immer für die Einführung eines Punktesystems, was jetzt von der Innenministerin zaghaft angedacht wird.

Die wahre Zivilgesellschaft zeigt sich übrigens auch darin, Menschen zu akzeptieren, die ihre Meinung nicht hundertprozentig teilen.

Antworten Antworten Gast: Bioblech
31.01.2009 14:42
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Also abzustreiten, daß die sogenannten Grünen

die radikalsten Befürworter fremder Massenzuwanderung bis zum Bevölkerungsaustausch sind, ist wohl der heitere Teil des Abends.

Und die sogenannte Zivilgesellschaft erkennt man am einfachsten daren, daß die stundenlange Vergewaltigung einer Schülerin durch vier Marokkaner bestenfalls eine Fußnote im Lokalteil wert war, während ein RFJ-ler, der es gewagt hat, derartige Taten zu kritisieren, prompt mit großem Geseires wegen Verhetzung verurteilt wurde.

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Re: Also abzustreiten, daß die sogenannten Grünen

so jetzt kann ich endlich antworten, das hat schon den ganzen Tag nicht funktioniert:

das is weder heiter noch sonst etwas sondern eine Tatsache: mit dem Punktesystem nach kanadischem Vorbild hat Van der Bellen bei der Wahl 2006 geworben.
Dass die Grünen uneingeschränkte Zuwanderung wollen ist übrigens ebenso ÖVP Propaganda, wie dass die FPÖ alle Ausländer abschieben will.

Was deinen letzten Absatz betrifft ist das ein klarer Fall von Tunnelblick. Zeig mir doch bitte die Medienanalyse wo das (wissenschaftlich fundiert) untermauert wird, so glaub ich dir kein Wort.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Bioblech
02.02.2009 11:26
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Re: Re: Also abzustreiten, daß die sogenannten Grünen

Tatsache: Die Alibipunktesystemideen bestehen bei den Grünen ZUSÄTZLICH zur unbegrenzten Aufnahme von Asylbewerbern, Duldung illegalen Aufenthaltes, ja sogar von Kriminellen und unbegrenztem Familiennachzug.

Mediaanalyse: Lies ganz einfach die Internet-Ausgaben, zB des harngelben Fremdenblattes und vergleiche Ausmaß und Aufmachung der Themen Winter/Graz (míßliebige Meinungsäußerung von Inländern) und Marokkaner/Innsbruck (schwerste Drogen- Gewalt- und Sexualverbrechen von Ausländern).

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Re: Also abzustreiten, daß die sogenannten Grünen

Behaupten kann man viel, zeig mir die Medienanalyse die das beweist, das is höchstens dein subjektiver Eindruck. Außerdem hat das mit dem Thema rein garnichts zu tun, da kann ich genauso dagegen argumentieren, dass Josef Fritzl ein Österreicher war und dann geht das ewig so weiter. Toll, oder??

Und noch einmal ganz langsam: die Grünen wollen keine fremde Massenzuwanderung (genauso wie die FPÖ nicht alle Ausländer rauswerfen will), da hat die ÖVP Propaganda (Josef Pröll) wieder ganze Arbeit geleistet.

Van der Bellen hat bei der Wahl 2006 mit einem Zuwanderungsmodell nach kanadischem Vorbild geworben.


Stephanos
31.01.2009 00:03
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Utopie

ist es zu glauben, dass durch einen interkonfessionellen Religionskundeunterricht allein die Probleme beseitigt werden könnten. WER kontolliert, was in den Moscheen an Hetze verbreitet wird?

Gast: Austrotürke
30.01.2009 20:16
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Interkonfessioneller Religionsunterricht - Utopie!!

Muslimische Gemeinschaften (Milli Görüs, Süleymaniye, Diyanet, Salefisten ...) sind nicht einmal mit der momentanen Gestaltung des Islamischen Religionsunterrichts zufrieden, und wollen deshalb mit aller Macht das Ruder in der IGGÖ an sich reißen.

Es geht hauptsächlich um krisensichere, anspruchslose, relativ gut bezahlte Jobs, die eine fortdauernde Existenz mit Aussicht auf die österreichische Staatsbürgerschaft mit sich bringen. Deshalb wollen alle am Kuchen mitnaschen. Natürlich mit der Durchsetzung der eigenen Methoden.

Die innere Zerstrittenheit ergibt sich aus Frustration über Benachteiligungen am Futtertrog der IGGÖ.
Auch M. KCHORCHIDE ist einer dieser Frustrierter, die sich mehr von der IGGÖ-Führung erhofft hatten.

Es muß befürchtet werden, daß sich der Islamische Religionsunterricht in die Hinterhöfe der radikalen Gemeinschaften verlagert und noch mehr menschliche U-Boote produziert, die weltfremd durch die Gegend geistern...

Antworten heduda
31.01.2009 19:31
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Re: Interkonfessioneller Religionsunterricht - Utopie!!

@austrotürke
ich glaub sie gehören genau zu denen die ich eigentlich unterstütze.die österreichischen bonzen sollten sich von ihnen ein bisserl aufklären lassen.ich hab eingrosses interesse das grosszügige(nicht demütige) muslime den vorzug gegenüber den erzkonservativen bekommen, da scheint mir ein dauerhafter frieden besser aufgehoben.oder hab ich sie missverstanden?

Antworten Antworten Gast: Austrotürke
31.01.2009 20:52
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Re: Re: Interkonfessioneller Religionsunterricht - Utopie!!

@ heduda

Hier wird maßlos übertrieben.

Zum einen treten die Muslime in Ö alles andere als organisiert und gemeinschaftlich auf.
Zum anderen geht es den allermeisten von ihnen um eine gesicherte Existenz und um ein lebenswertes Leben.

Die 1. Generation der Gastarbeiter kam mit der Überlegung nach Ö, einige Zeit zu arbeiten, und dann, mit dem ersparten Geld in der Türkei ein neues Leben zu beginnen. Jedoch schreckten die zunehmend sich verschlechternden Lebensbedingungen die Leute vor einer Rückkehr ab.

Später war es für die im Ausland aufgewachsenen Kinder praktisch unmöglich, sich in die türk. Gesellschaft zu integrieren. Deshalb wurden ganze Generationen hier seßhaft. Es ist ein soziologisches Problem, kein religiöses.

Wenn ich hier immer wieder lese, daß Muslime in Ö kurz vor der Machtübernahme stünden, dann frage ich mich oft, ob ich im falschen Film bin...


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