25.05.2012 19:06 | Meine Presse Merkliste 0

Was muss noch passieren?

GASTKOMMENTAR VON TARAFA BAGHAJATI (Die Presse)

In Dresden wurde eine junge Frau ermordet. Der Grund: Islamhass. Doch Medien und Politik ignorieren islamfeindliche Tendenzen.

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Die Vorgeschichte: Marwa El-Shirbini, in Dresden lebende Apothekerin, Sportlerin, selbstbewusste Mutter des dreijährigen Mustafa, schwanger mit dem zweiten Kind und Ehefrau eines wie sie selbst aus Ägypten stammenden Doktoranden, wurde am 1.Juli im Gerichtssaal von Alex W. kaltblütig mit 18 Messerstichen ermordet. Der Hintergrund: Der Täter kennt die Frau nicht. Ihr „Vergehen“ ihm gegenüber ist, dass sie ihn im Jahr zuvor bat, die Schaukel auf dem Spielplatz ihrem Sohn zu überlassen. Das von einer Muslimin und Kopftuchträgerin zu hören war für Alex W. nicht aushaltbar. Er beschimpfte sie wüst als Terroristin, Islamistin und Schlampe.

Die Frau klagte auf Beleidigung und erhielt recht. Bei der von der Staatsanwaltschaft beantragten zweiten Verhandlungsrunde kam es zum Mord – offenbar und unmissverständlich aus islamfeindlichen Motiven. Es ist der im deutschsprachigen Raum erste aus Islamhass verübte Mord.


Absage an Rachegedanken

In Ägypten ist die Empörung groß. Die Nachricht ist bei verschiedenen arabischen Nachrichtenagenturen und Satellitensendern seit Tagen an oberster Stelle zu finden. Von der Märtyrerin Marwa ist die Rede, in ihrer Heimatstadt Alexandria werden eine Straße und ein Sportklub ihren Namen als Erinnerung tragen. Aber in Deutschland scheint dieser Mord nur wenige wirklich zu berühren. Hier ist höchstens der Aspekt, wie es in einem Gerichtsgebäude zu dem Mord kommen konnte, als Sicherheitsfrage von Interesse. Der nach Deutschland geeilte Bruder der Verstorbenen wurde laut seiner Aussage von keinem deutschen Politiker kontaktiert. Kein Mensch aus der hohen Politik fand es angemessen, zu den trauernden Muslimen beim Totengebet in der Berliner Salam Moschee zu kommen, was die ägyptische diplomatische Vertretung mit Befremden zur Kenntnis nahm. Der Imam der Moschee ersuchte eindringlich die trauernden Gläubigen, Ruhe zu bewahren und islamisches Verhalten im Sinne von Geduld an den Tag zu legen. Mahnend erteilte er eine klare Absage an jegliche Rachegedanken.

Und was ist mit Deutschlands Medien los? ARD und ZDF glänzten in dieser Angelegenheit durch Abwesenheit – eine Abwesenheit, die in der arabischen Welt penibel als handfester Beweis für die These der „doppelten Standards“ registriert wird. Systematisch wurde die Nachricht zuerst unterdrückt, und jetzt wird sogar versucht, eine Art Täter-Opfer-Umkehr zu gestalten. Die „Welt“ schreibt: „Tote Ägypterin: Islamisten fordern Vergeltung“ und ignoriert alle muslimischen Stellungnahmen, die zu Besonnenheit aufrufen. Die deutsche Bundesregierung wies die Kritik von muslimischen und jüdischen Vertretern an den „spärlichen Reaktionen“ zurück und will noch immer nicht sehen, dass es sich hier um Rassismus und Islamfeindlichkeit handelt. Die Frage an Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier lautet: Was muss noch passieren, damit die Politik einsieht, dass Rassismus und Islamfeindlichkeit auch töten können? Was muss der Täter noch von sich geben, damit die Politik begreift, welches ernste gesellschaftspolitische Problem sich hier aufbaut?

Renommierte Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft in Deutschland beklagen, dass über das Phänomen Islamfeindlichkeit trotz Zunahme in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit kaum debattiert wird. Auch in Österreich dürfen wir uns nicht zurücklehnen und auf Deutschland zeigen. Wir sitzen diesbezüglich im Glashaus: In Mauthausen wurde vor Kurzem professionell eine Mauer mit dem Slogan „Was unseren Vätern war der Jud', ist für uns die Moslembrut“ beschmiert. Ein ähnlicher Spruch wurde unlängst im Westbahnhof gesehen. Die Tat wurde nicht als islamfeindlich verurteilt, es wurden darin nur Antisemitismus (was natürlich hundertprozentig stimmt) und Fremdenfeindlichkeit entdeckt.

Muslime sind aber längst ein Teil Österreichs geworden und besitzen zu einem hohen Anteil die österreichische Staatsbürgerschaft. Sogar eine Integrationspolitikerin wie Stadträtin Sandra Frauenberger findet es in Ordnung, wenn Islamfeindlichkeit unter dem Titel Fremdenfeindlichkeit behandelt wird. Und gerade eine solche Verkennung der Lage ist alarmierend. Politik, Medien und Gesellschaft sind gefordert, jegliches Klima der Ausgrenzung aufzuhalten.


Klare politische Sprache

Atmosphärisch muss einiges geschehen; und hier sind alle gefordert – auch und vor allem Muslime –, sich positiv, aktiv, selbstbewusst, offen und tolerant zu zeigen. Bei den kommenden Wahlen ist eine rot-grün-schwarze klare Absage an Rassismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus von Nöten. „Daham statt Islam“ und „Abendland in Christenhand“ sowie rassistische Märsche gegen Moscheen können nicht länger halbherzig und schielend auf irgendwelche Koalitionsmöglichkeiten verharmlost werden. Auch politisch erwarten die Menschen eine klare und nicht verklausulierte Sprache. Die Spanne von verbaler zu physischer Gewalt ist nicht lang. Wer bei Ersterem schweigt, trägt bei Zweiterem Verantwortung.

Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati ist Obmann der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen und Vorstandsmitglied der „Platform for Intercultural Europe PIE“.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.07.2009)

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39 Kommentare
 
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Gast: Demian
04.08.2009 14:26
0 0

nicht den Rechten das Agenda Setting überlassen

Ich halte nichts davon, Islamfeindlichkeit gesondert zu thematisieren. Damit tut man den Extremisten einen Gefallen, weil man Ihnen eine Plattform gibt, die Möglichkeit zur polarisieren (das Agenda Setting zu bestimmen).

Islamfeindlichkeit gehört genauso bekämpft wie Rechtsextremismus, rechtsstaatlich konsequent, aber ohne großes "Trara", nur so bleiben Einzeltäter auch Einzeltäter - was letztlich jeder vernünftige Mensch wollen muss.

Gast: dd
22.07.2009 00:37
0 0

kranke Gesellschaft

die Frage, wie kann so etwas in einem deutschen Gerichtssaal passieren, leider ist soetwas ja nicht zum ersten Mal passiert, sieht man am Amoktäter vor 3? Jahren im Landshuter Gericht. In deutschen Gerichten gibt es nun mal bisher keine pauschalen Sicherheitsvorkehrungen.
Beunruhigend finde ich nun die Reaktionen, die breite Abwehrhaltung in der deutschen Bevölkerung und kein Eingestehen, daß wir uns durch den 'Krieg gegen Terrorismus' manipulieren lassen gegen Muslime.
Aber ehrlich gesagt, 'Tod den Deutschen' incl. Flaggenverbrennung im muslimischen Ausland - das ist auch nicht wirklich beruhigend.
Man ist sich einig und ich stimme zu, in Dtl gibt es institutionellen Rassismus etc., aber darf man als Gastland und Heimat nicht dennoch die Frage stellen an den Islam, was wir von solchen Bildern halten sollen? Nach Frieden und Dialog klingt das auch nicht wirklich.

modestus
11.07.2009 17:17
2 0

barbarenbande

eben kommt das urteil aus paris..lebenslänglich für youssou fofana...wenn herr baghajati meint dass frau merkel oder sonst wer von der bundesregierung beim begräbnis hätte erscheinen müssen, soschweigt er im umkewhrfall...keine nornafrikamuslime und kein muslim der elfenbeinküste war am begräbnis von halimi...
die pathologische opferneurose von baghajati & Co sieht über den tellerrand nicht hinaus.
baghajati bietet wertloses geschwätz

chengo
09.07.2009 16:24
0 2

Was muss noch passieren?

Die Empörung von Merkel&Co. und Medien läßt immer noch auf sich warten. Weiter so, super! Gratulation auch an die TrittbrettfahrerInnen von der Mehrheitsgesellschaft und Mainstream-Anheizer wie Kelek&Co.
Diese abschäuliche Tat ist die militante Version und Nebenprodukt von der Haltung dieser "aufgeklärten" pseudo-sozialen Gutmenschen, die sich mit ihrer "Islamkritik" an den herrschenden medialen Zeitgeist
anbiedern.

Antworten geheimrat
11.07.2009 11:28
0 0

Re: Was muss noch passieren?

Der kleine Nachwuchsprediger berechtigt doch zu den schönsten Hoffnungen. Oder?

http://www.youtube.com/watch?v=UbCP8-seumw


Antworten modestus
10.07.2009 14:36
1 0

Re: Was muss noch passieren?

ihr kommentar ist etwas wirr...was wollen sie damit sagen???..dass islamkritik ein tabu ist?? und wieso erwarten sie von merkel offizielle empörung??...und wieso nicht von putin??..schliesslich ist der täter RUSSE.
diese entsetzliche tat ist eine militante version von ..von was??
der täter wird soeben psychiatrisch durchleuchtet. bis zur diagnose sind alle deutungen reine scharlatanerie!!

stefania
09.07.2009 13:24
3 0

DER unsägliche Herr Baghajati


(Moslembruder ,sagt man) ergreift hier sofort die Gelegenheit aus einem Mord im Affekt einen Akt der "Islamophobie" zu stilisieren und wieder das große Opfergeheul anzustimmen.
Der Täter hätte die Frau wahrscheinlich auch umgebracht, wenn sie Anhängerin des großen Spaghettimonsters gewesen wäre.
Offenbar sind Straftaten an Moslems in Europa so selten, dass man jede als Gelegenheit zum Jammern wahrnehmen muss.---Umgekehrt ,Straftaten von Moslems an Ungläubigen sind bereits an der Tagesordnung-nicht des Erwähnens wert...

Gast: MH
08.07.2009 21:13
1 0

Hetze?

Ich hoffe doch sehr, dass diesem langen, unobjektivem Artikel eines Obmanns einer muslimischen Gemeinschaft eine entsprechende Entgegnung in der Presse veröffentlicht wird. Argumente die Wahrheit ans Licht bringen sind den Kommentaren auf diesen Artikel genügend zu entnehmen.

Es ist doch sehr realitätsfern, wenn sich Muslime stets bedauernd in der Opferrolle und angegriffen darstellen (dürfen) und Forderungen an Gesellschaft und Politik stellen und man fragt sich wozu? Zur Hetze , zur Ablenkung von so mancher Täterrolle oder nur aus mangelndem Integrationswillen?

Antworten Gast: Tipp
08.07.2009 23:03
0 0

Entgegnung?

Baghajati gibt vielmehr die Blattlinie der Presse vor.

2 0

Der Gastautor T. B.

hat leider in der Trauer über die Ägypterin - den ersten islamfeindlichen Mord, wie er sagt - vergessen zu erwähnen: es gibt schon mehr als nur den ersten Mord an Europäern, an Juden durch Moslems.
Der bekannteste ist wohl der an Theo van Gogh durch einen jungen Marokkaner!
Ein junger Jude wurde in Paris von jungen Moslems entführt, tagelang gefoltert und schließlich zu Tode gequält!
In jedem moslemischen Land sind die Christen und Andersgläubige ihres Lebens nicht sicher! Wie viele Bürger werden täglich von jungen Muslimen angegriffen, haben Sie das schon recherchiert, Herr B.?

So bedauerlich der Tod dieser Frau ist, diese Tat hat nichts mit Islamophobie zu tun, das unterstellen Sie, kommt aber Ihrer Demagogie gerade recht und wird wieder zur ideologischen Verdrehung und Vernebelung genutzt, daß immer d i e M o s l e m s die Opfer sind. Sie sehen sich gern in dieser Rolle, die bequem ist. Da kann man sich so schön bedauern und muß sich nicht anstrengen.
Der Täter ist k e i n Deutscher, vielleicht ist er ein brutaler agressiver Mensch. Über ihn weiß man nichts. Aber wegen einer Untat gleich alle Deutschen und auch d i e Europäer in Generalhaft zu nehmen, das geht zu weit!

franzmann
08.07.2009 17:17
5 0

unglaublich

wie hier eine tote instrumentalisiert wird. da bird einem übel bei diesem herrn baghajati. vei den hunderten von moslems ermordeten menschen schweigt er! noch dazu wurde der mord von einem migranten ausgeführt! einer jener migranten die laut fpö gar nicht hier zugewandert werden. kein hindernis aber für den intellektuell vollkommen unredlichen, lügnerischen herrn moslemvertreter den tod genau dieser fpö in die schuhe zu schieben. dieser artikel bestärkt mich in der ansicht, dass es islam nur ausserhalb europas geb en soll!

modestus
08.07.2009 13:49
2 0

die lüge als argument

dass das in dresden geschah genügt um die deutschen generell der islaphobie, oder wie es jetzt al-rawi und baghajati formulieren..islamhass..zu verdächtigen. gleich pauschal und als klischee weiter verwendbar.
der täter ist RUSSE!! ebenso ist über das psychogramm des täters nichts bekannt. wen kümmert das? baghajati? nein...al-rawi?? noch weniger. hier ist ein vorfall der zure instrumentalisierung des neuen totschlageargumentes "ISLAMHASS" vorzüglich geeignet ist.
herr baghajati, ihre argumente sind durchschaubar.

Gast: Renate
08.07.2009 12:54
1 0

Typische Taqqia

Einfach ignorieren - das uebliche unbalancierte Gewinsel und umdrehen der Tatsachen.

Gast: Lausbub
08.07.2009 11:51
1 0

Spieß umdrehen!

Nur die rassistischen Deutschen beim Namen nennen, bei den zahlreichen ausländischen Straftätern aber die Nationalität (u. deren oft verräterischen Namen) verschweigen!

Auch sollte man nicht erwähnen, daß Messerstechereien in letzter Zeit häufiger geworden sind, weil man in Mitteleuropa zunehmend die Tradition des Führens von Dolchen und Messern übernommen hat (kulturelle Bereicherung!!).

Antworten franzmann
08.07.2009 17:18
1 0

Re: Spieß umdrehen!

der täter ist ein russe!!! kein deutscher. kein österreicher

Gast: Reg
08.07.2009 10:53
0 0

Was soll das alles?

Warum gibt "Die Presse" solchen Leuten ein Forum für ihre Propaganda?

0 0

Dumm vs. Dümmer

Sehr geehrter Hr. DI!
Selbstverständlich ist die Tat dieses wirren Spinners aufs schärfste zu verurteilen, aber von diesem Deppen auf die Gesamtheit der Deutschen und damit suggestiv auf den W generell zu schliessen, ist nicht zulässig.
Zugegeben, die Problematik mit v.a moslem. Einwanderern (es gibt Ehrenmorde, es gibt Blutfehden, es gibt offene Frauenunterdrückung etc.) zu benennen wird sinnlos dadurch erschwert, dass noch dümmere Idioten v.a aus dem rechten aber auch aus dem pseudolinken Lager diese für ihre geistig minderbemittelten Ziele zu instrumentalisieren versuchen.
Pikanterie am Rande: v.a in den Konflikten in Sinkiang hat die Linke jetzt ein gewaltiges Problem. Für wen soll das Herz schlagen: für ein zumindest noch nominell kommunist. Regime oder für Islamisten?

Gast: Antonia
08.07.2009 10:18
1 0

Sidi Mohamed B.

Eine Frage an Herrn Baghajati:

Warum schreiben Sie - nur der Vollständigkeit halber - nichts über Sidi Mohamed B., jenen Taxifahrer, der in Amsterdam einen potentiellen Fahrgast, einen Niederländer, erschlagen hat?
Ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass weder die deutschen noch die österreichischen Medien über diesen Fall groß berichten?

Denken Sie nach und gießen Sie nicht ständig Öl ins Feuer! Die Lage ist auch ohne Ihr Zutun schon schwierig genug.

Gast: Alles relativ
08.07.2009 09:32
1 0

Leider kann ich mich nicht erinnern,

eine vergleichbare Äußerung des Herrn Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati über die - nicht vereinzelten, sondern massenhaften - Bluttaten orientalischer Migranten gegen Inländer gelesen zu haben.

War ich unaufmerksem oder ist eben alles relativ?

2 0

Was tragen die Baghajatis bei?

"Atmosphärisch muss einiges geschehen; und hier sind alle gefordert – auch und vor allem Muslime –, sich positiv, aktiv, selbstbewusst, offen und tolerant zu zeigen." So der Verfasser.
"Die Welt Online"schreibt:
..... Der Mord an der Apothekerin Marwa S. (32) im Dresdner Landgericht empört Muslime weltweit. In arabischen Medien wird offen Kritik an Deutschland geäußert. In den einschlägigen Internetforen drohen Islamisten mit Vergeltung: "Das Blut unserer Schwester Marwa wird nicht umsonst geflossen sein. ...."
Frau Baghajati würde einmal mehr mit frömmelnder Stimme sagen: Das ist nicht der Islam, das sind Islamisten.

Gast: Seneca
08.07.2009 08:41
1 0

Opfer?

Der Islam gefällt sich immer als Opfer. Zumindest solange er sich in der schwächeren Position sieht. Sobald er der Stärkere ist, kommt die Herrenmenschenmentalität heraus.
Erinnert irgendwie an die Nazis. Aber Hitler war ja auch ein großer Bewunderer des Islam. Diese Zuneigung beruht übrigens auf Gegenseitigkeit.

Stephanos
08.07.2009 01:07
0 0

So sicher wie das Amen im Gebet

musste Baghajatis einäugiger Kommentar kommen. Wenn er schon den Rassismus anprangert, was in Ordnung ist, sollte er den islam. Rassismus in Europa nicht verschweigen. Auch wir erwarten uns von den hier lebenden Moslems eine klare Absage an deren eigenen Rassismus.

Gast: morpheus
08.07.2009 01:04
0 0

Täter - Opfer

sogar in so einem moment, sprecht ihr von islamismus. sogar jetzt, wo eine solch schreckliche tat verübt wurde, schaffen es einige immer noch den islam als täter zu erwähnen. in diesem artiel geht es eindeutig darum, dass muslime zum opfer von mediengeschürten hass werden(mit steigender tendenz); trotzdem schaffen es einige unterbelichteten hassprediger hier vom islamismus zu reden. deutschland nimmt einen gefährlichen kurs ein!

unsere vergangenheit war wohl nicht schlimm genug um aus ihr zu lernen...

Antworten Ophicus
08.07.2009 11:50
0 0

Re: Täter - Opfer

Der Islamismus kommt im Artikel ausdrücklich vor, ist also sehr wohl Thema.

Wenn man von der Hetze durch die Medien spricht unterstellt man, dass das was sie schreiben nicht wahr ist. Ist es nur leider trotzdem.
Dass rassistische Hohlköpfe zwischen Islamisten und anderen Moslems nicht unterscheiden und darum auf Unschuldige wie Marwa El-Shirbini losgehen ist natürlich durch nichts zu rechtfertigen.

Aber wenn jetzt diverse Moslems gleich wieder den gesamten Islam als Opfer darstellen und den Fall ausschlachten um Stimmung gegen die Ungläubigen zu machen (wieder einmal), dann ist das eben kontraproduktiv, weil das eben genau wieder das Bild verstärkt dass die islamophoben ohnehin immer haben. Alle Moslems sitzen im gleichen Boot. Und wenn man dieses Boot beurteilt wiegt dann halt die Schuld eines Osama Bin Laden schwerer als die Unschuld einer Marwa El-Shirbini.

Antworten Gast: Bösewicht
08.07.2009 10:28
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Ja, sogar jetzt!

Ihre Darstellung ist natürlich ein klein wenig irreführend. Der Mörder wurde nicht durch Medien aufgehetzt, sondern er hat seine eigenen Erfahrungen mit Muslimen gemacht: am Spielplatz, wo sein Kind gespielt hat. Hier entstand Streit, weil man sein Kind vertreiben wollte. Die Situation vor Gericht kann man sich unschwer ausmalen: Hundert Freude als Zeugen der Kontrahentin - null Zeugen für ihn. Wer geht schon freiwillig auf so einen Spielplatz.
Nach der Verurteilung ist dieser Mann ausgerastet und zum Mörder geworden.
Wenn Sie sich die Situation noch immer nicht vorstellen können, dann setzen Sie sich in einen Park -z.B. auf den Reithofferplatz- und beobachten Sie das lustige Treiben.

Positiv ist, dass die Presse neuerdings ganzseitig über derartige Hassverbrechen berichtet. Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr hundert Verbrechensopfer, denen durch Muslime aus religiösen und rassistischen Gründen Gewalt angetan worden ist. Darf man darauf hoffen, dass ab jetzt über jedes einzelne dieser Verbrechen ganzseitig berichtet wird?

Dass Herr Dipl.-Ing. Baghajati ausgerechnet Ägypten als Vorbild für eine minderheitenfreundliche Gesellschaft darstellen will, hat aber noch einmal eine eigene, besondere Note.

Aber ob man das hier im Forum alles so sagen darf ... ?

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Re: Ja, sogar jetzt!

Herr B. schweigt auch immer zu den bedrohten c h r i s t l i c h e n Kopten in Ägypten!
Jetzt hat man vielen von ihnen sogar die Lebensgrundlage entzogen, indem man die "Schweine"grippe zum Vorwand nahm und sämtliche Schweine schlachtete. Wovon sollen diese Menschen jetzt leben, denn Arbeit ist rar in Ägypten?!

 
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Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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