22.11.2009 07:09 | Meine Presse Merkliste0

Khol, Donnerbauer und der liebe Gott

HARALD WALSER (Die Presse)

Klar ist: Deserteure aus der Wehrmacht haben richtig gehandelt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Über die seit letzter Woche im Nestroyhof zu sehende Ausstellung „Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ wird heftig und kontroversiell diskutiert. Das ist gut so: Die Ausstellung regt somit im positiven Sinn auf.

Auch Andreas Khol regt die Menschen auf. Auch das ist ein gutes Zeichen, denn der Mann hat klare Positionen. Sein „Presse“-Kommentar zu dieser Ausstellung gilt den einen als „vermeintliches Liberalsein“, andere bezeichnen ihn als „Seine Scheinheiligkeit“ etc. Das ist ungerecht. Khols Ausführungen sind konsequent, logisch, auf dem Stand der historischen Forschung und getragen von einem politisch-gesellschaftlichen Grundkonsens. Aus welchen Gründen auch immer junge Männer sich damals dem Dienst in der Wehrmacht oder der Waffen-SS entzogen haben – sie haben objektiv das „Richtige“ getan. Und um auch das klarzustellen: Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass die Kriegsteilnehmer im Nachhinein zu Verbrechern erklärt werden.

In zwei Punkten aber muss die Diskussion eröffnet werden. Zum einen: Wegen des damaligen Unrechts heute gleich einen „Gottesbezug“ in die europäische und österreichische Verfassung schreiben zu wollen, ist nicht nachvollziehbar: Gerade mit religiösen Argumenten wurde nämlich in der Vergangenheit und wird in der Gegenwart viel Unrecht gesprochen! In Österreich hatten wir zuletzt so eine Formel in der Verfassung des austrofaschistischen Ständestaats, als „im Namen Gottes, des Allmächtigen“ eine Diktatur eingeführt wurde. Das wollen wir doch nicht mehr, Herr Khol – „oder“?


Umdenken gelingt nicht allen

Die zweite Ebene ist die gesetzliche. Da ist vor allem Khols ÖVP säumig. Als Andreas Wabl und Terezija Stoisits 1999 das Thema öffentlich machten, war die Zeit angeblich „noch nicht reif“. Seit aber der deutsche Bundestag die Rehabilitierung vollzogen hat, ist der Schritt „überreif“.

Khol erklärt in beeindruckender Weise, dass er in den letzten Jahren durch objektive Prüfung der Sachlage in Sachen Rehabilitierung umgedacht habe und jetzt ganz eindeutig dafür sei. Anderen in seiner Partei gelingt dieser Nachdenkprozess nicht. Darunter ist mit ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer leider ein wichtiger parlamentarischer Akteur. Für den „verbalen Tollpatsch“ (© Rainer Nowak) ist die Antwort auf die Frage, warum Deserteure aus der Wehrmacht richtig gehandelt haben, noch unklar. Dabei ist sie ganz einfach: Weil die Wehrmacht einen verbrecherischen Krieg geführt hat. Weil speziell die Österreicher in dieser Wehrmacht objektiv in einer fremden Armee dienen mussten (viele wollten das natürlich auch). Weil die Moskauer Deklaration Österreich zwar ausdrücklich als erstes Opfer des deutschen Nationalsozialismus bezeichnet, gleichzeitig aber darauf verweist, dass unser Land „für die Teilnahme am Kriege an der Seite Hitler-Deutschlands eine Verantwortung trägt, der es nicht entrinnen kann, und dass anlässlich der endgültigen Abrechnung Bedachtnahme darauf, wie viel es selbst zu seiner Befreiung beigetragen haben wird, unvermeidlich sein wird“. Deserteure waren somit auf der richtigen Seite.

Zudem ist klar: Die NS-Militärjustiz war verbrecherisch. Allein im deutschen Heer wurden 19.800 Soldaten zum Tode verurteilt. Historiker gehen von bis zu 50.000 Hingerichteten aus. Ähnlich barbarisch ging nur die Sowjet-Militärjustiz vor. Zum Vergleich: Die amerikanischen Streitkräfte exekutierten 146 eigene Soldaten, die französischen 102, die britischen 40.

In Deutschland hat man die Konsequenzen gezogen und die Opfer der NS-Justiz rehabilitiert. Dank der Donnerbauers hinken wir in Österreich wieder einmal hinterher.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2009)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

18 Kommentare
Gast: Niederösterreicher
16.09.2009 01:59
0 0

So einfach ist die Beurteilung des Verhaltens der Deserteure auch wieder nicht:

Meiner Auffassung nach sollte ein politischer Kampf auch politisch geführt werden und nicht in einem Krieg, wo bereits ein kleiner Fehler zum Tod vieler Kameraden führen kann. Man denke nur an den vermutlich häufig eintretenden Fall, daß sich der Deserteur bei einer besonders günstigen Gelegenheit, nämlich bei einer Wache, davonmacht und seine nichtsahnenden Kameraden der Gefahr aussetzt, im Schlaf von den gegnerischen Soldaten überrumpelt bzw. schwer verletzt oder getötet zu werden. Nicht zuletzt auch aus diesem Grunde genossen Deserteure bei ihren Kameraden nicht gerade großes Ansehen. Denn der Tod durch die Hand eines "Befreiers" ist wohl nicht "süßer"!
Ein weiterer Aspekt liegt wohl auch darin, daß sich im 2.WK Recht und Unrecht nicht immer so klar unterscheiden lassen. Ohne auf Renner zu referieren, der auch den WK 2 als "imperialistischen Krieg" bezeichnet hat (was sich durch die Nachkriegsgeschichte immer mehr erhellt), galt der Kampf der Deutschen und vieler anderer europ. Nationen auch der Abwehr des Stalinismus (der 2. Menschenschlächterei des vorigen Jahrhunderts). Sollte man Frau und Kind einfach der roten Soldateska aussetzen?
Und letztlich: Leider wird auch jetzt noch das Widerstandsrecht unterdrückter Völker in der Weltpolitik als Terrorismus diffamiert. Gerade die USA betreiben hier Rechtspositivismus! Solange man sich auch hier nicht zu einer einheitlichen Rechtsbetrachtung durchringen kann, bleibt daher ein schaler Nachgeschmack!

Arethas
13.09.2009 14:59
0 0

Conclusio

Deutsche Soldaten in Afghanistan, besorgt euch Heimflugtickets, ihr seid durch einen Präzedenzfall gerechtfertigt.

Arethas
10.09.2009 23:57
0 0

Wo Walser recht hat

"Gerade mit religiösen Argumenten wurde nämlich in der Vergangenheit und wird in der Gegenwart viel Unrecht gesprochen!" -
Bitte diese Ansicht nicht immer nur gegenüber den Christen, sondern namentlich gegenüber den Muslimen endlich auch einmal zu vertreten -das hülfe der arg in Mitleidenschaft gezogenen grünen Glaubwürdigkeit.
"Weil die Wehrmacht einen verbrecherischen Krieg geführt hat." - Das stimmt. Alle Verlierer führen verbrecherische Kriege, seit alters her.

Antworten Gast: Niederösterreicher
11.09.2009 23:38
0 0

Re: Auch der Krieg im Irak war verbrecherisch, weil gegen gültiges Völkerrecht!

sind jetzt die US-Deserteure die Helden?

0 0

Re: Wo Walser recht hat

Aber ganeu das geschieht durch das Präsens ("wird in der Gegenwart"): Natürlich habe ich da vor allem islamische Staaten gemeint - oder kennen Sie "christliche Gottesstaaten"?

Arethas
11.09.2009 16:55
0 0

Re: Re: Wo Walser recht hat

Den Vatikan.
Christlicher gehts nicht. ;o)
Konkret angesprochen haben Sie aber doch den Ständestaat auf christlicher Grundlage, und nicht den Iran, Saudi-Arabien oder die Taliban.
Das zeigt eben die grüne Stoßrichtung.
Nur weil grün die Farbe des Propheten ist, würde ich mir als Grüner in einer muslimischen Mehrheitsgesellschaft keine allzu großen Chancen ausrechnen.
Aber Sie haben recht, das war nicht das Thema. Obwohl es weiß Gott (!) aktueller ist als diese Deserteursgeschichte.

0 0

Re: Re: Re: Wo Walser recht hat

Also, um es klar und eindeutig festzustellen und auch für äußerst selektiv Wahrnehmende deutlich zu machen: Gottessstaaten islamischer Prägung lehne ich ab. Zufrieden?
Den Hinweis auf den Vatikan nehme ich schmunzelnd zur Kenntnis ;)

Arethas
11.09.2009 21:04
0 0

Re: Re: Re: Re: Wo Walser recht hat

Mit Grünen zufrieden?
Ich weiß nicht recht. Grundsätzlich teile ich viele grüne Standpunkte, wenn auch aus anderen Motiven.
Auch mit der Rehabilitierung von Deserteuren könnte ich durchaus leben, wenn nach Einzelfallprüfung feststeht, dass jemand durch die Umstände entschuldigt ist. Ich weiß ja nicht, ob Sie das gelesen haben:
"Am 10. Mai 1945 verurteilte das Kriegsgericht der 6. Gebirgsdivision fünf Soldaten zum Tode durch Erschießen, weil sie beim Versuch, nach Schweden zu desertieren, ihren Batteriechef und einen Leutnant erschossen hatten. Die Urteile wurden vom nächsten britischen Brigade-Kommando in Tromsö bestätigt, die Delinquenten durch Angehörige der Divisions-Nachrichtenabteilung hingerichtet." (Wikipedia)

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wo Walser recht hat

Die Geschichte ist so alt wie falsch. Das profil vom vom 25.04.2005 beschreibt den Fall. Ein fanatischer Offizier wollte die Kapitulation nicht akzeptieren und befahl die Weiterführung des Krieges. Daraufhin beschlossen Unteroffiziere und Soldaten einzugreifen und versuchten, mit ihm zu verhandeln. Das gelang nicht, es kam zur Schießerei. Die zwei Offiziere wurden getötet. "Aus unserer Gruppe von rund sechzig Mann haben elf es nicht über die schwedische Grenze geschafft, vier von ihnen sind am 10. Mai, also zwei Tage nach der Kapitulation, von einem deutschen Feldgericht zum Tod verurteilt und hingerichtet worden."

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wo Walser recht hat

Die Geschichte ist so alt wie falsch ("profil" Nr. 17/05 vom 25.04.2005 zitiert Sektionschef Wilhelm Grimburg, ):
"Der Batteriekommandant war fanatischer Nazi und NS-Führungsoffizier. Es kann keinen Frieden geben, bevor wir nicht den letzten Juden ausgerottet haben.' Nach Hitlers Selbstmord musste in der Feuerstellung ein Hitler-Denkmal errichtet werden ... Als am 8. Mai 1945 vom Oberkommando die Nachricht von der Kapitulation kam, erging Stunden vor dem In-Kraft-Treten der Kapitulation mit 24 Uhr für uns der Konterbefehl: Die 6. Gebirgsdivision anerkennt die Kapitulation nicht und setzt den Kampf fort.' Unsere Unteroffiziere waren in höchster Aufregung ..., man einigte sich auf mich und den Geschützoffizier als Kommandoführende und auf Liquidierung des Batteriekommandanten, falls der Kampfbefehl bis zum Wirksamwerden der Kapitulation nicht widerrufen werde. Die Anordnung zum Weiterkämpfen war laut Oberkommando der Wehrmacht Befehlsverweigerung, gegen die mit Waffengewalt vorgegangen werden sollte. Nach Mitternacht sind wir zu seiner Unterkunft gegangen, haben die Tür aufgerissen und beide auf ihn geschossen. ... Bevor er abziehen konnte, habe ich ihn niedergeschossen. Aus unserer Gruppe von rund sechzig Mann haben elf es nicht über die schwedische Grenze geschafft, vier von ihnen sind am 10. Mai, also zwei Tage nach der Kapitulation, von einem deutschen Feldgericht zum Tod verurteilt und hingerichtet worden."

Arethas
13.09.2009 14:57
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wo Walser recht hat

Man sollte also Wikipedia nicht alles glauben.
Was in Ihrer Darstellung noch fehlt, ist allerdings der Umstand, dass das Urteil durch die Alliierten bestätigt worden sein soll oder eben nicht. Und "profil" glaube ich wiederum nicht alles, zumal in dem Interview offensichtlich ein Beteiligter seine Handlungsweise rechtfertigt (leider finde ich auf die Schnelle keinen Link).
Im übrigen wäre der Sachverhalt nach Ihrer bzw. der "profil"-Darstellung nicht als Fahnenflucht zu werten, da Entfernung von der Truppe nach der Kapitulation erfolgt bzw. aufgrund eindeutig rechtswidrigen (auch nach NS-Recht) Verhaltens des Vorgesetzten.

0 0

Re: Wo Walser recht hat

Aber ganeu das geschieht durch das Präsens ("wird in der Gegenwart"): Natürlich habe ich da vor allem islamische Staaten gemeint - oder kennen Sie "christliche Gottesstaaten"?

Ophicus
11.09.2009 07:55
0 0

Re: Wo Walser recht hat

Es geht ja noch weiter.
Gleiches wurde im Namen der Vernunft, der Brüderlichkeit und der Solidarität gemacht.
Es ist kaum möglich ein Wertesystem zu finden dass nicht irgendwann schonmal benutzt wurde um viel Unrecht zu sprechen.
Aber was schließen wir daraus? Kein Sozialstaat, wegen der Gräuel des Sozialismus? Keine Demokratie wegen dem Terror der demokratischen Volksrepubliken? Keine Religiosität wegen der Inquisition?

So einfach ist es eben nicht.
Ob und in welcher Form man Demokratie oder auch Religionen toleriert muss man aus heutiger Sicht betrachten. Die Erfahrung aus der Geschichte kann dabei helfen die heutige Situation zu beurteilen. Die Beurteilung ersetzen kann sie aber nicht.
Die bloße Erwähnung des Unrechts greift mir daher als Argument zu kurz - vor allem da ja nichtmal dabei steht worauf er sich bezieht.

Arethas
11.09.2009 17:22
0 0

Re: Re: Wo Walser recht hat

Eigentlich wollte ich nur zynisch (Zynismus - Waffe der Wehrlosen) sein. Diese ganze Rehabilitierungsdebatte ist lächerlich. Wen kümmert das heute noch wirklich? Betroffene Nachkommen von Deserteuren können in Einzelfällen ohnehin Rehabilitierung beantragen. In spätestens zwei Generationen interessiert die Einwanderer die "braune Vergangenheit" der autochthonen Minderheit ohnehin überhaupt nicht mehr.
So hat alles sein Gutes.

Ophicus
10.09.2009 10:26
1 0

Der (fiktive) Soldat Meier

Die Wehrmacht erobert Europa, schändet die Zivilbevölkerung, raubt und plündert. Soldat Meier gefällt das nicht so ganz (ist ihm eigentlich zu gefährlich), aber man ist nunmal Soldat und als Sieger hat man auch so seine Vorteile.

Das Kriegsglück wendet sich dann aber irgendwann. Die rote Armee marschiert in Deutschland und Österreich ein - ebenfalls plündernd, raubend und Zivilisten schändend (um das heikle Thema der Bombenteppiche auf Wohngebiete nicht zu erwähnen...).
Die Wehrmacht ist in die Rolle des Verteidigers gerutscht - und zwar nicht nur Verteidiger des Regimes sondern durchaus auch Verteidiger der Bevölkerung (was sich leider zu dem Zeitpunkt nicht mehr wirklich trennen lässt).
Und genau jetzt kommt der altgediente Soldat Meier auf die Idee die Zeit wäre reif ein wenig zu desertieren. Nicht weil er die Ziele oder Methoden seiner Vorgesetzten jetzt für falsch hält, sondern schlicht und ergreifend weil er seinen Hals retten will.

Mir will es nicht wirklich gefallen so etwas als "objektiv richtig" zu bezeichnen.

0 0

Re: Der (fiktive) Soldat Meier

Natürlich mach er auch in dieser Situation das Richtige. Niemand wird ihn deshalb gleich zum Helden machen.

Gast: Gast
10.09.2009 06:54
0 0

Schön wenn die 86iger Gehirnwäsche funktioniert hat....

aber Deserteure waren und bleiben eben nur was sie sind - Deserteure.
Da können die dahinsiechenden Linken machen was sie wollen - Gesetze, Rehabilitieren oder sonst was - es ändert an den Tatsachen nichts.
Und das Beste daran - das hat nicht mal was mit dem damaligen Regime zu tun.
Deshalb wurden die Militärrichter ja auch nach dem Krieg von den Alliierten nicht angeklagt wegen ihrer Urteile. Aber wer erwartet bei der politisch korrekten Verdummung noch irgendetwas.

heinz.pohl
10.09.2009 17:54
0 0

Wenn schon...

...dann 68 (die heute 86-jährigen waren Kriegsopfer - auf welcher Seite auch immer sie standen!!!)

Mehr Gastkommentare:

Top-News

  • EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen
    Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.
    Aufstand in den Kindergärten
    Die Kindergärtnerinnen wollen nicht mehr lieb, nett und geduldig sein: Sie gehen für bessere Artbeitsbedingungen auf die Straße. Die Forderungen der Pädagoginnen sind ebenso umfassend wie klar umrissen. „Die Reichen sollen zahlen.“
    Wettskandal: "Wo Geld ist, da ist auch Korruption"
    Für den DFB-Präsidenten ist der Wettskandal ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. In Deutschland laufen Ermittlungen gegen Spieler von drei Vereinen und einen Schiedsrichter.
    Grünen-Chef Özdemir: "Das Türkische ist keine In-Kultur"
    Seit einem Jahr ist Cem Özdemir Chef der Grünen Deutschlands. Mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Integration, Bildung und seine Elternzeit: "So modern, wie wir immer tun, sind wir in Mitteleuropa nicht".
    0:3 gegen Mattersburg: Kärntner Trauerspiel
    Frankie Schinkels' Team unterlag in Klagenfurt gegen Mattersburg mit 0:3, der Trainer trat daraufhin zurück. In Kapfenberg mühte sich Tabellenführer Salzburg zu einem 2:0-Sieg.
  • Hofburg-Wahl: Gerüchte über Fischers Wiederkandidatur
    Angeblich will Bundespräsident Fischer am Donnerstag seine Wiederkandidatur bekanntgeben. Aus der Präsidentschafts-Kanzlei kam bloß: "Kein Kommentar".
    Was wurde aus... dem Waldsterben?
    "Der Wald stirbt", wurde uns in den 1980er-Jahren erklärt. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr Wald als je zuvor. Warum eigentlich? Haben die Warnungen die Bäume gerettet – oder hat man damals einfach nur heillos übertrieben?
    Herr Jürgens, werden Sie unterschätzt?
    Udo Jürgens, derzeit mit seiner "Best-Of"-CD an der Spitze der Hitparaden, beschließt seine große Tournee mit drei Österreich-Konzerten. "Die Presse am Sonntag" traf den Charismatiker.
    Hahn: "Ein Teil der Kritik ist berechtigt"
    Wissenschaftsminister Johannes Hahn lädt kommenden Mittwoch zum Hochschuldialog. Mit dabei sind auch die seit fünf Wochen protestierenden Studenten. Wäre er nicht Minister, wäre es »naheliegend« gewesen, ins besetzte Audimax zu gehen, gibt Hahn zu.
    Strache: "Hass gegen demokratische Bewegung"
    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte die Friedlichkeit des Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Rund 500 Personen demonstrierten am Ring.
  • Rapid-Fans droht Großprozess
    Nach schweren Zusammenstößen zwischen Rapid-Fans und der Polizei ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Landfriedensbruchs. Es gibt 171 (!) Verdächtige.
    Resistente Schweinegrippe-Übertragung trotz Tamiflu
    Erstmals haben sich fünf Patienten mit einem Stamm angesteckt, gegen den Tamiflu nicht mehr wirkt. Der Erreger soll aber nicht sonderlich aggressiv sein. Zwei Patienten sollen sich bereits erholt haben.
    Doping: Radprofi Pfannberger lebenslang gesperrt
    Die österreichische Dopingagentur hat Christian Pfannberger aufgrund seines zweiten Vergehens lebenslang gesperrt. Pfannberger wurde positiv auf EPO getestet.
    Fall Zogaj: Grazer Bürgermeister fordert Ausnahmen
    Der Grazer Bürgermeister Nagl spricht sich für einen Verbleib der Familie Zogaj in Österreich aus. Generalsekretär Kaltenegger stellte hingegen wieder die Position der ÖVP in dieser Causa klar.
    Banker auf der Kanzel: "Wir leisten Gottes Arbeit"
    Mit Vorträgen versuchen britische Banker, das Image ihres Berufsstandes auf Vordermann zu bringen. Ort des Geschehens: englische Gotteshäuser. In der Londoner City feiert man die Rückkehr der Megabonuszahlungen