25.05.2012 19:33 | Meine Presse Merkliste 0

Niveauloser Umgang mit Sexualität

GASTKOMMENTAR VON JOHANNES BONELLI (Die Presse)

Die Rezeptpflicht für die „Pille danach“ soll aufgehoben werden. Es ist erschreckend, wie Politikern jedes Verantwortungsgefühl für junge Menschen abhandengekommen ist.

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Fakten, nicht Weltanschauungen sollen entscheiden, ob ein Medikament aus der Verschreibungspflicht entlassen wird. Möchte man meinen und als Arzt für selbstverständlich halten. Doch die Ankündigung des Sozialistischen Gesundheitsministers, er wolle die Rezeptpflicht der „Pille danach“ in Österreich aufheben, belehrt uns eines Besseren – und ruft zum Widerstand. Aus ärztlicher Sicht ist dieser Vorstoß nämlich höchst alarmierend. Die Erfahrungen aus anderen Ländern bestätigen alle Vorbehalte. Gynäkologen warnen inzwischen davor, dass die „Morning After“-Pille ohne Verschreibung und damit ohne umfassende Aufklärung über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Nebenwirkungen über den Ladentisch gehen soll; auch der Deutsche Berufsverband der Frauenärzte läuft derzeit Sturm gegen eine rezeptfreie Abgabe der Hormonbombe.

In der Propaganda wird damit geworben, dass dieses Präparat keine abtreibende Wirkung hat und weitgehend unbedenklich eingenommen werden kann. Dies ist eine verantwortungslose Verharmlosung eines hochwirksamen Hormonpräparates (Levonorgestrel), die so nicht hingenommen werden kann.


Vorzeitige Abbruchblutung

Aufgrund der neuesten Literatur kann davon ausgegangen werden, dass die Wirkung dieser Substanz auf mindestens drei unterschiedlichen Mechanismen beruht, die, je nachdem, ob das Präparat vor oder nach dem Eisprung eingenommen wurde, im besten Fall verhütend, in vielen Fällen jedoch sehr wohl abtreibend wirkt. Die hohe Dosis des Hormonpräparats verhindert dann nicht die Befruchtung, sondern das Einnisten des frühen Embryos durch eine vorzeitige Abbruchblutung oder die Lähmung des Eileiters. An diesen Fakten sollte man sich in der Diskussion nicht vorbeischummeln.

Wenn nun ein solches Präparat rezeptfrei nach Belieben abgegeben werden sollte, so stellt diese Freigabe nicht nur eine Verharmlosung einer für den Embryo in Wirklichkeit potenziell tödlichen Substanz dar, sondern suggeriert darüber hinaus den vor allem jungen Kundinnen einen leichtfertigen Umgang mit dieser Substanz. Es handelt sich, wie gesagt, bei der „Pille danach“ um ein hoch dosiertes Hormonpräparat, das keinesfalls unkontrolliert an Frauen abgegeben werden kann, ohne sie dadurch hochgradig zu gefährden. Eine einzige Dosis von 1,5mg Levonorgestrel entspricht der Dosisbelastung einer ganzen Monatspackung eines konventionellen Kontrazeptivums.

Es wäre daher nicht nachvollziehbar, warum die „Pille davor“ rezeptpflichtig sei, die „Pille danach“ mit extrem hoher hormoneller Belastung für die Frau jedoch zum freien Verkauf – wie ein Hustenzuckerl – in den Apotheken abgegeben werden dürfte. Auch im „Austria-Codex“, der offiziellen Fachinformation der Apothekerkammer, wird wiederholt darauf hingewiesen, dass Frauen, die sich die „Pille danach“ verordnen beziehungsweise ausfolgen lassen, dringend eine ärztliche Beratung benötigen. Es wird ausdrücklich betont, dass dieses hoch dosierte Hormonpräparat höchstens einmal im Monat angewendet werden darf, weil sonst schwere Zyklusstörungen auftreten können.

Bei Frauen mit vorangegangener Salpingitis (Eileiterentzündung) ist die Pille laut „Austria-Codex“ wegen der Gefahr einer Eileiterschwangerschaft kontraindiziert. Ebenso ist die Einnahme bei Leberschäden oder bei Laktoseintoleranz verboten. Wie soll hier ein Missbrauch zum Schaden der Kundinnen verhindert werden, wenn die Schutzbarriere durch ärztliche Überprüfung wegfällt? Jedes andere Medikament, das nur annähernd ein derartiges Schadenspotenzial in sich birgt, unterliegt mit Selbstverständlichkeit der Rezeptpflicht, wie zum Beispiel Cortisonpräparate oder auch Antibiotika, obwohl auch für diese Substanzen die Dringlichkeit in Notfällen durchaus gegeben sein kann. Es gibt eine ganze Reihe von rezeptpflichtigen Medikamenten, die nicht annähernd an die Gefährlichkeit einer hoch dosierten Hormontherapie herankommen, wie Hustentropfen oder Blutdruckmittel, und dennoch verlangt niemand die Aufhebung ihrer Rezeptpflicht.


Abtreibungsrate senken?

Eines der Argumente für die Freigabe der „Pille danach“ ohne Rezept lautet, dass das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft und damit die Abtreibungsrate durch das Angebot des Präparats gesenkt werden könnten. Rezente Studien in zehn Ländern, darunter in Großbritannien, haben jedoch gezeigt, dass die Zahl der Abtreibungen seit der rezeptfreien Abgabe der „Pille danach“ nicht, wie erhofft, ab-, sondern zugenommen hat, was die Autoren im „British Medical Journal“ sehr nachdenklich stimmte.

Die Bemührungen um eine möglichst unkontrollierte Freigabe der sogenannten „Notfallpille“ wirft ein bezeichnendes Licht auf den niveaulosen Umgang unserer Wohlstandsgesellschaft mit dem Thema Sexualität. Es ist erschreckend und unverständlich, wie gewissen Politikern und Behörden aus offensichtlich ideologischen Gründen jedwedes Verantwortungsgefühl gerade für junge Menschen abhandengekommen ist und sexuelle Promiskuität offenbar als Idealkultur vermittelt werden soll. Es ist und bleibt die Aufgabe des Staates, durch seine öffentlichen Instanzen dem Auftrag für Gesundheit und Bildung der Österreicher treu zu bleiben und seine Kräfte für das Leben und die Achtung der menschlichen Würde gerade auf dem Gebiet der Sexualität einzusetzen. Die Aufhebung der Rezeptpflicht für die „Pille danach“ verkehrt diesen Auftrag ins Gegenteil.

Univ.-Prof. Dr. Johannes Bonelli, Facharzt für Klinische Pharmakologie, Direktor des IMABE-Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik, Wien.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2009)

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21 Kommentare
Gast: Ahriman
23.11.2009 18:23
0 0

Die Pille danach -. rzeptfrei

Nein, man sollen doch die Mädchen jedes Kind austragen. Wichtig ist nur, daß es katholisch getauft wird.
Dann kann es ruhig verwahrlosen oder gar verhungern.

Gast: Pfaffensattel
21.11.2009 16:02
0 0

Die Kirche kann es nicht ertragen

aber - Sexualität ist ein Trieb - schon vergessen?

Gast: Eleasar
18.11.2009 16:30
0 0

Danke

Ich kann Dr. Bonelli nur vielmals für den Artikel danken!

Ich denke wir müssen wieder anfangen, mit großem Respekt die menschliche Sexualität zu behandeln.

Ich finde es schade, dass sie -von der Entstehung neuen Lebens gänzlich losgelöst-scheinbar zum Modeaccessoire verkommen ist.

Gast: Zustimmung
18.11.2009 09:01
0 0

Dank an Dr. Bonelli

Was nicht passt im "Staate Dänemark" muss man sagen. Ich danke Hr. Dr. Bonelli für die umfassende naturwissenschaftliche, ethische und gesellschaftliche Sicht einer so heiklen Frage wie der "Pille danach". Ich bin kein Mediziner, lasse mich hier beraten; aber nachdenken über den Beginn des Lebens, über verantwortungsvolle Partnerschaft, über den rechten Umgang mit der Sexualität, das versuche ich den Kindern in der Schule schon weiterzugeben. Warum braucht sich ein Minister nicht daran zu halten? Was sollen überhaupt unsere ganzen Gesundheitsmaßnahmen, wenn so auch agiert werden darf? Mit ein paar Lügen wie "der Verantwortung der Frauen das überlassen", "Abtreibungen verhindern" kann man so ein Rezept doch nicht rechtfertigen?
Wenn irgendein Parlamentarier zur Geschichte eine zweideutige Bemerkung macht, hat er einen Misstrauensantrag; wenn man Ethik, Naturwissenschaft, gesellschaftliches und partnerschaftliches Leben missachtet, gibts im Parlament von der SPÖ und den Grünen Zustimmung und die anderen ....?
Wir leben in einer krankmachenden Gesellschaft, d. h. nicht alle; aber an die Regierung darf man sich nicht halten.

Gast: Emma
17.11.2009 23:27
0 0

Danke Dr. Bonelli

Der Gesundheitspolitik ist das Wohl der Menschen abhanden gekommen. Statt das Wohl zu fördern werden die Egoisten durchfinanziert. Warum werden uns Statistiken verweigert? Warum verschweigt man die psychischen Folgen? Warum erhöht man den Druck (auf etliche, aber das reicht) auf Frauen noch weiter?

Gast: hlsebastian
16.11.2009 22:05
0 0

Ich bin Herrn Bonelli

sehr dankbar für seine Einschätzung - leider wird sie im liberal-verseuchten Österreich nicht gehört werden.

Gast: Zustimmung
16.11.2009 13:41
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Erde an Mond, bitte kommen!

Herr BM Stöger - wo sind Sie?? Können Sie bitte lesen? Bei soviel Indifferenz serösen Kritikern gegenüber kann man schon mal verzweifeln als Otto Normalwähler :-(( !!

Gast: wickie
16.11.2009 12:43
0 0

Danke für die Klarstellung

Die tatsächliche Wirkungsweise der Pille danach aufzuzeigen und den verharmlosenden Sprachgebrauch unseres Ministers und auch vieler Journalisten aufzudecken, war hoch an der Zeit. Danke für die klaren Worte

Gast: Mag.Dietmar Fischer
16.11.2009 12:26
0 0

Wer ist glaubwürdiger - GM Stöger, ein Schlosser oder 1500 Frauenärzte ?

Stögers Aussagen sind frauenverachtend. Es ist ein riesiger Skandal, wenn sich der SPÖ-Gesundheitsminister über die Fachmeinung von über 1500 Frauenärzten aus Österreich und der Österr. Ärztekammer hinwegsetzt. Man muss hier wirklich die Frage stellen: Wer ist denn als Experte für die Gesundheitsfragen zuständig und mehr glaubwürdig? Erfahrene Ärzte und Gynäkologen mit einer hoch qualifizierten universitäreren Fachausbildung oder ein SPÖ-Minister, der von der Berufsausbildung her Schlosser ist und offensichtlich keine Ahnung von den Zusammenhängen und Wirkungen der sehr hoch dosierten Hormonbombe "Pille danach" hat. Dass sie eine Abtreibungspille ist, wird von Herstellern in ihren Beschreibungen zur Wirkung offen zugeben und sogar als Vorteil propagiert wird . Die Pille danach verzögert den Transport durch den Eileiter und verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle und damit des 4-5 Tage alten Kindes in der Gebärmutter. Wir werden zu einem Boykott der Herstellerfirma aufrufen, sollte sie den Antrag auf Rezeptfreiheit stellen. siehe dazu das akuelle Interview in kath.net
http://kath.net/detail.php?id=24563
Mag. D. Fischer, JA zum Leben/HLI Österreich, Österr. größter Pro-Life-Bewegung mit über 130.000 Adressaten

Antworten Gast: Paul
17.11.2009 07:50
0 0

Re: Wer ist glaubwürdiger - GM Stöger, ein Schlosser oder 1500 Frauenärzte ?

Wenn einen bewusst ist, wieviele befruchtete Eizellen ganz natürlich nicht einnisten, wäre man hoffentlich nicht so schnell beim "Abtreibung!" schreien. Warum die Rezeptfreiheit in Österreich so ein Problem darstellt und in vielen europäischen Ländern nicht kann ich nicht nachvollziehen.

Antworten Antworten Büchler
17.11.2009 15:55
0 0

Re: Re: Wer ist glaubwürdiger - GM Stöger, ein Schlosser oder 1500 Frauenärzte ?

Tolle Logik! Da passt dann auch: "Wenn einem bewusst ist, wie viele Menschen täglich eines natürlichen Todes sterben, können wir uns auch mit Mord und Krieg abfinden."

Antonio
15.11.2009 16:47
0 0

Gratuliere zu diesen klaren Worten!

Die politischen "Seitenhiebe" wären nicht notwendig gewesen, sind jedoch zutreffend.

Gast: frau
14.11.2009 00:43
0 0

Wir werden noch weniger Kinder bekommen

Ich befürchte, wir werden noch weniger Kinder bekommen, auch keine "Kinder der Liebe", weil man jetzt mit ganz geringem Aufwand gegen "Pannen" etwas tun kann. Die Pille danach wird man der Partnerin eher zumuten als eine Abtreibung.
Es wird nur mehr geplante Kinder geben, doch wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Kind?- Sicher nicht nach einer "Panne"! Und ist man sich der Liebe zum Partner am Morgen danach noch so sicher? - Kommen da leichte Zweifel auf, dann ab in die Apotheke, da gibt es keine Ausrede mehr und keine Zeit zur Besinnung, die Zeit drängt .- Und das Schicksal hat keine Chance mehr.
Außerdem: Ich befürchte, dass die rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" dazu führt, dass viele Frauen diese "sicherheitshalber" einnehmen oder einnehmen müssen, vielleicht wiederholt und manchmal auch völlig unötigerweise. Ob das medizinisch ganz unbedenklich ist, wage ich zu bezweifeln.

Gast: Beobachter
13.11.2009 11:07
0 0

Umgang mit Sexualität

Abgesehen von den medizinischen Fragen, die Fachleute beantworten müssen, sehe mit Herren Dr. Bonelli schon ein Problem im sehr unbedachten Umgang mit der Sexualität, der offensichtlich eine Reaktion auf die Rigidität ist, die noch unter unseren Großeltern vorherrschte. Diese Rigidität muss natürlich im Zusammenhang mit den Problemen der Frau im Umgang mit dem "aggressiveren" Sexualverhalten des Mannes gesehen werden, da ja die Frauen die Folgen der vielen Schwangerschaften zu tragen hatten. Die zahlreichen Methoden der Steuerung der Reproduktion - so heisst die Entstehung neuen menschlichen Lebens in der Fachsprache unserer Tage - haben offensichtlich dazu geführt, dass diese Möglichkeiten auch zu einem freizügigeren Umgang mit Bindung und Treue genutzt werden. Wenn wir aber Bindung und Treue auf dem Festplatz von Lust und Spass - Freude ist etwas anderes und viel mehr als Spass - verbrennen, werden wir dort landen wo alle Gesellschaften gelandet sind, die in den Hochblüten ihrer Kulturen die Fundamente ihres Aufstiegs vergessen haben. Das zeigen viele alte Schriften, nicht nur die Bibel. Vormalige Christen die sich bewusst den wesentlich rigideren Regeln des Islam unterwerfen und hier ein festeres und breiteres Fundament für ihre Leben sehen, reagieren auf diese Weise bereits auf das Wanken der Säulen unserer Leitkultur und das ist - da können die Kritiker noch so dagegen anrennen - nun einmal das Christentum.

Gast: Paul
13.11.2009 06:48
0 0

Leitkultur

Inwiefern die Zugänglichkeit von Verhütungsmittel (auch Notfallpräparaten) die "sexuelle Promiskuität offenbar als Idealkultur vermittelt" ist mir ein Rätsel. Verhütungspannen können auch in langfristigen Beziehungen, und sogar Ehen, passieren, und für solche Fälle ist die "Pille danach" gedacht. Dass sie nicht für die regelmäßige Verhütung geeignet ist merkt glaub ich jede die sie schon mal nehmen musste.
Dass der gute Herr meint, nur Verkehr mit Kinderpotential ist "richtig", mag für ihn sinnvoll sein, dem Rest der Österreicher sollte er diese Meinung nicht aufzwingen.

Antworten Antonio
15.11.2009 16:45
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Re: Leitkultur

"nur Verkehr mit Kinderpotential ist "richtig""habe ich hier nicht gelesen????

Steininger
13.11.2009 02:21
0 0

Eigenartig,

denn in Ländern wo dieses Medikament nicht rezeptpflichtig ist berichtet man nie von solchen extremen Nebenwirkungen.
Ausschließlich in Ländern in denen die katholische Kirche aus weltanschaulichen Gründen dagegen ist wird solches berichtet.
Sogar in Spanien ist das Medikament rezeptfrei erhältlich.
Gäbe es dort medizinische Kontraindikationen hätte man bestimmt schon davon gehört.

Grau ist alle Theorie, doch grün des Lebens güldener Baum, so spricht der Dichter.

Antworten Gast: hlsebastian
16.11.2009 22:04
0 0

Lieber Steininger

nein, so spricht nicht der Dichter, sondern der Teufel (Faust I, Verse2038-2039) - und er meint damit, dass man als Student von allen Fakultäten lieber die medizinische auswählen soll, weil man da Frauen nackt sehen und sich ungeniert an sie heranmachen darf.

Lernen Sie Ihren Goethe und dann sprechen Sie bei den Erwachsenen mit!

Antworten Antworten Halka
17.11.2009 16:28
0 0

HAHA!

Toll gekontert!! Wirklich entlarvend! Wunderbar!

Antworten joquer
13.11.2009 14:03
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Re: Eigenartig,

Genauso eigenartig, dass ich bei einem mir bekannten Fall des Einsatzes der Pille danach auch von einem Fall mit durchaus unangenehmen Nebenwirkungen weiß...

Gast: blogfrog
12.11.2009 20:53
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Ideologie sticht Gesundheit

Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Danke. Ein solches Statement hätte ich mir von einem (kompetenten) Gesundheitsminister gewünscht.

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  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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