25.05.2012 19:57 | Meine Presse Merkliste 0

Wider ein „Burka“-Verbot

GASTKOMMENTAR VON INGRID THURNER (Die Presse)

Von Politikern und Medien wird ein Problem heraufbeschworen, das man vorgeblich bekämpfen will – durch ein Verbot der weiblichen Ganzkörper- verhüllung.

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Angezettelt von ÖVP-rechts-Außen Maria Fekter unter heftigem Applaus von Hans-Christian Strache hat das unwürdige Schauspiel inzwischen viele Mitwirkende, von Kanzler und Vizekanzler abwärts, die auf offener Bühne ihre jeweiligen Süppchen kochen. Da Wahlen anstehen, ist zu befürchten, dass wir in dieser Debatte, die auf dem Rücken der muslimischen Bevölkerung Österreichs und über ihre Köpfe hinwegtobt, noch viele abstruse Argumente hören werden.

Aber jenes von Herrn Strache wird kaum zu überbieten sein: Er will im Verbot eine integrationsfördernde Maßnahme sehen. Dies ist entweder Zynismus – wenn das Ziel gar nicht Integration, sondern Polarisierung der Gesellschaft ist. Oder es ist Naivität – denn die Frauen werden sich kaum enthüllen, bloß weil es ein neues Gesetz gibt, sondern eher zu Hause bleiben, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Frau Fekter hält „die Burka“ für ein „diskriminierendes Element“ und für ein Sicherheitshindernis. Welche österreichische Vollverhüllte hat ihr dies gesagt, und welche sitzt hinter dem Steuer und gefährdet die Verkehrssicherheit?


Der Begriff der Scham

Es ist richtig, dass nur Augenkontakt und Blickwechsel die Chance auf Dialog eröffnen, wie die Befürworter des Verbots anführen. Aber wenn eine Dame keinen Dialog wünscht, wird sich mit und ohne Schleier keiner einstellen – es ist in traditionsverhafteten islamischen Kulturen nicht üblich, dass Frauen in Blickwechsel mit Fremden treten, und es gilt vielerorts als schlechtes Benehmen eines Mannes, einer Frau direkt in die Augen zu sehen.

Was in dieser Debatte immer vergessen wird, ist der Begriff der Scham. Eine Frau, die von Kindheit an gewohnt ist, in der Öffentlichkeit das Gesicht nicht zu zeigen, würde sich in Grund und Boden schämen, dies zu tun. Wenn man sie zwingt, sich zu entblößen, wird sie sich nackt fühlen und ihrer Würde beraubt. So gesehen bedroht nicht die Verhüllung die Würde von Frauen, wie die Verbotsbefürworter behaupten, sondern deren Gegenteil, der Zwang zur Enthüllung. In Kulturen, in denen Gesichter der Öffentlichkeit vorenthalten werden, hat das subjektive Gefühl der Nacktheit eine andere Dimension als die, die wir gewohnt sind.

Die Proponenten des Verbots mögen sich vorstellen, man zwinge sie per Gesetz, ohne ihre Hosen auf der Straße, im Büro, vor laufenden Kameras zu erscheinen. Dabei beruht die Verhüllung in aller Regel nicht auf Zwang, den Männer auf Frauen ausüben, sondern auf gesellschaftlichen Konventionen, Normen, Gewohnheiten. Oder zwingen etwa Ehemänner, Väter, Brüder, Söhne die Frauen und Politikerinnen in Österreich, ihre öffentlichen Auftritte nur mit bekleidetem Unterkörper vorzunehmen?

Noch können wir die Hoffnung hegen, dass der ganze unselige Stoffdiskurs nur Wahlkampfgetöse ist. Denn ein Verbot der Ganzkörperverschleierung würde gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen, wie der Menschenrechtsbeauftragte des Europarats unlängst deutlich machte. Auch steht zu befürchten, dass ein Verbot genau jene Probleme schaffen wird, die man mit ihm vermeiden will. Es wird im Straßenbild die Vollverschleierten auftauchen lassen, die man bisher vergeblich sucht. Denn es ist mit Protesthaltungen zu rechnen, wie man sie in Frankreich zur Kenntnis nehmen musste. Dort wird übrigens vermutet, dass ein Viertel der Ganzverhüllten neoislamische Konvertitinnen sind. Ihre österreichischen Kolleginnen könnten ähnliche Ideen haben.

Sarkozy hat es sich angewöhnt, durch Instrumentalisierung von muslimischen Werten und Praktiken um Zustimmung von rechts zu buhlen – die innenpolitischen Folgen zynisch ignorierend. Und hierzulande folgt man seinem Beispiel. Stattdessen sollten Politiker staatsverantwortlich dafür kämpfen, durch Schulung, Bildung, Überzeugungsarbeit und im Meinungsaustausch mit verschiedenen Strömungen des Islam (und im Übrigen auch durch Lektüre des Koran) Muslime und Musliminnen anzuregen, Bekleidungspraktiken und sozialisierte Frauenbilder zu überdenken. Statt viel Porzellan im interkulturellen Dialog zu zerschlagen, sollten Parteien, wenn über neue Vorschriften und Verbote geredet wird, vielleicht einmal Muslime, Musliminnen und muslimische Verbände zu ihren Ansichten befragen und nicht nur an den rechten Flügel der jeweiligen Klientel denken.


Selbst entscheiden

Es ist auch dem Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen keineswegs förderlich, wenn Medien regelmäßig Kontroversen vom Zaun brechen, um die Onlineforen zu beleben, statt staatsverantwortlich (vierte Säule) klarstellend und informierend um Verständnis bei den einen für die anderen zu werben.

Während die Motive von Kopftuchträgerinnen inzwischen recht gut bekannt sind, gibt es einen Mangel an sozialwissenschaftlichen Untersuchungen über die Wünsche und Meinungen von Vollverhüllten zu beklagen – das Phänomen ist in Europa zu jung und in Österreich bisher nicht existent. Aber einen Einblick kann bekommen, wer auf YouTube und Google nach Hijab, Niqab, Abaya Ausschau hält. Dort erlangt man zwar keinen wissenschaftlich fundierten, aber einen überwältigenden Eindruck dessen, was Musliminnen in aller Welt ein Anliegen ist: Sie wollen selbst über ihre Köpfe entscheiden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.05.2010)

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46 Kommentare
 
1 2
Gast: Bert Ensever
01.11.2010 17:03
0 0

re: Kommentar

Ich kann das Wort "Menschenrechte" im Zusammenhang mit unseren islamischen Kulturbereicherern schon nicht mehr hören!!! Liebe Frau T., in keinem islamischen Land finden die Menschenrechte Anerkennung!!! Und uns Europäern wird unsere rückgratlose Politik in Sachen Immigration bald mehr als zum Verhängnis werden. Wann begreifen das endlich auch unsere linkslinken Eiferer? Welchen Vorteil erhoffen Sie sich, wenn Sie den Immigranten das Wort reden, anstatt der österreichischen Bevölkerung den Rücken zu stärken?? Nicht alle, die die Immigration kritisch sehen sind rechtsgerichtete Idioten, das sollten sich mal wohlmeinenden Islamfreunde ins Stammbuch schreiben.

Antworten Gast: Der Genervte
04.11.2010 16:04
0 0

Re: re: Kommentar

Hier spricht einer ein großes Wort gelassen aus - dem kann ich nur zustimmen, und zwar 100 pro!!!

Gast: Der Genervte
09.09.2010 13:07
1 0

Und wenn...

...man sich ohne Schleier so nackt fühlt, warum wandert man dann gerade in ein Land aus, in dem Bekleidungsnormen herrschen, die einem persönlich gegen den Strich gehen - um zu sudern, um das "arme Ich" raushängen zu lassen,
um zu provozieren?

Gast: Niederösterreicher
12.05.2010 12:03
0 1

Was Frau Turnher in Vorarlberg nicht gelernt haben dürfte:

1.) Wenn man mit jemandem spricht, schaut man ihm auch offen in die Augen und nimmt - zumindestens im mitteleuropäischen Kulturkreis - sogar Sonnenbrille ab - es sei denn, man hat etwas zu verbergen!!

2.) In Mitteleuropa ist es auch üblich, daß man sich zur Begrüßung die Hände schüttelt. Dieser Brauch geht auf das Bestreben zurück, dem anderen zu zeigen, daß man keine Waffen mit sich führt.
Wenn sich jemand vermummt, kann das auch ein Hinweis sein, daß der Betreffende "etwas im Schilde führt", sei es, daß er seine Identität gegenüber anderen verschleiern will, sei es, daß er Waffen am Körper versteckt. Und tatsächlich werden im Nahen Osten immer wieder Sprengstoffattentate von Vermummten begangen, die die von Frau Turnher vorgebrachten Vorbehalte für ihre verbrecherischen Zwecke ausnützten.

Übrigens auch in Österreich ist es schon passiert, daß sich eine vermummte Muslimin plötzlich als simpler Bankräuber entpuppte.

Generell würde ich sagen, man soll sich in einem fremden Land grundsätzlich an die dort herrschenden Sitten halten. Schließlich spaziere ich als Mitteleuropäer, der sich an der Freikörperkultur nichts Böses findet, auch nicht splitternackt auch nicht über eine Straßes im Nahen Osten ...

Antworten Gast: mathilde
22.10.2010 15:03
0 0

Re: Was Frau Turnher in Vorarlberg nicht gelernt haben dürfte:

Das Argument mit der Freikörperkultur finde ich komisch. Also: Ich habe noch nie jemanden einfach so splitternackt über eine Straße spazieren sehen, dafür aber sorgen z. B. Flitzer fast immer für Aufregung. Ich denke also nicht, dass Nacktheit auf der Straße zu den mitteleuropäischen "Sitten" gehört und schon aus diesem Grund wird wohl kaum ein Mitteleuropäer irgendwo im Nahen Osten nackt spazierengehen und wohl eher nicht weil er/sie sich an die dortigen Sitten anpassen will.

Aber auch den anderen Argumenten haperts ein bisserl am Realitätsgehalt. Ich kann jetzt zwar nur meine persönlichen Erfahrungen (die wohl ein bisserln verzerrt sind) anführen, aber die Sonnenbrille z. B. nehmen viele Personen nicht ab, wenn sie mit anderen Leuten sprechen.

Viel besser als irgendwelche Hypothesen über die Sitten des "mitteleuropäischen Kulturkreises" (was auch immer das sein mag) aufzustellen, fände ich ein wenig Empathie und Verständnis im Umgang mit tatsächlich oder scheinbar "anderen". Schon alleine, um "europäischen Werte" auch im eigenen Tun und Denken zu demonstrieren (Rationalität - Reflexivität), anstatt auf dumpfen Machtgebarren zu bestehen.

Aber egal ob fester Händedruck oder lascher, Sonnenbrillen oder nicht, Nacktheit oder Verhülltheit, als europäischer Wert gilt auch die menschliche Individualität und Entfaltungsmöglichkeit. Und die sollte man vehement einfordern!!! Denn nur dadurch kann man auch Misstände bekämpfen!!! Und nicht durch irgendwelche Verbote!!!

Antworten Gast: Mathilde
22.10.2010 15:02
0 0

Re: Was Frau Turnher in Vorarlberg nicht gelernt haben dürfte:

Das Argument mit der Freikörperkultur finde ich komisch. Also: Ich habe noch nie jemanden einfach so splitternackt über eine Straße spazieren sehen, dafür aber sorgen z. B. Flitzer fast immer für Aufregung. Ich denke also nicht, dass Nacktheit auf der Straße zu den mitteleuropäischen "Sitten" gehört und schon aus diesem Grund wird wohl kaum ein Mitteleuropäer irgendwo im Nahen Osten nackt spazierengehen und wohl eher nicht weil er/sie sich an die dortigen Sitten anpassen will.

Aber auch den anderen Argumenten haperts ein bisserl am Realitätsgehalt. Ich kann jetzt zwar nur meine persönlichen Erfahrungen (die wohl ein bisserln verzerrt sind) anführen, aber die Sonnenbrille z. B. nehmen viele Personen nicht ab, wenn sie mit anderen Leuten sprechen.

Viel besser als irgendwelche Hypothesen über die Sitten des "mitteleuropäischen Kulturkreises" (was auch immer das sein mag) aufzustellen, fände ich ein wenig Empathie und Verständnis im Umgang mit tatsächlich oder scheinbar "anderen". Schon alleine, um "europäischen Werte" auch im eigenen Tun und Denken zu demonstrieren (Rationalität - Reflexivität), anstatt auf dumpfen Machtgebarren zu bestehen.

Aber egal ob fester Händedruck oder lascher, Sonnenbrillen oder nicht, Nacktheit oder Verhülltheit, als europäischer Wert gilt auch die menschliche Individualität und Entfaltungsmöglichkeit. Und die sollte man vehement einfordern!!! Denn nur dadurch kann man auch Misstände bekämpfen!!! Und nicht durch irgendwelche Verbote.

LIFE DABEI
11.05.2010 16:40
2 1

INGRID UND IHR SÜPPCHEN!

Zotat: "Was in dieser Debatte immer vergessen wird, ist der Begriff der Scham. Eine Frau, die von Kindheit an gewohnt ist, in der Öffentlichkeit das Gesicht nicht zu zeigen, würde sich in Grund und Boden schämen, dies zu tun. Wenn man sie zwingt, sich zu entblößen, wird sie sich nackt fühlen und ihrer Würde beraubt."

Das als Argument im 21.Jahrhundert anzuführen ist wohl Beweis genug, dass es hier nicht um Würde oder Schamgefühl geht sondern um ein linksgrünes Politsüppchen.
Fühlen sich dieselben Frauen in ihrer Würde auch bestätigt solche Torturen wie Genitalverstümmelung über sich ergehen zu lassen?

Und um auf den Begriff von Würde zurück zu kommen: als Bürger eines säkularen und demokratischen Gesellschaftssystems fühle ich mich in Bezug auf meine kulturelle Orientierung in meiner Würde verletzt, mit einer orthodoxen, intoleranten und gewaltbereiten Ideologie in meiner eigenen Heimat konfrontiert zu werden.




Antworten Gast: Lausbub
12.05.2010 12:09
2 1

Re: INGRID UND IHR SÜPPCHEN!

T.Turnher kann man nur psychologisch interpretieren: Sie schämt sich gegenüber ihren "progressiven" Kollegen im ORF ihrer biederen vorarlberger Herkunft und versucht das hinter einer kecken provokativen Maske zu verstecken!

Antworten Antworten helfried
15.05.2010 07:36
0 2

Re: Re: INGRID UND IHR SÜPPCHEN!

Und Du bist sicher von der Herkunft ein Wiener.
Wofür schämst Du Dich?

branko
07.05.2010 13:14
4 3

Kulturrelativismus von THURNER

Was Thurner im Kern sagt ist, dass man jede Kultur zu respektieren habe, egal wie freheitsverachtend und menschenfeindlich sie ist. So als ob es keine Muslime gäbe die die Kultur des Mehrheitsislam nicht auch satt haben!

Hat Frau Thurner schon mal daran gedacht, dass die islamische Würde der Frau eine brutale Knechtschaft ist? Selbst wenn sie es freiwillig erduldet? Wieviele Kinder werden durch brutale Sitten dazu gezwungen! Wieviel Kinder, die erwachsen werden wehren sich nicht gegen so ein Stoff-Monstrum und resignieren und findeen sich damit ab?

Keinen Dialog mit antidemokratischen, die Werte der Freiheit und Gleichheit verachtenden Ideologien - wie es die heutige Ausprägung des Mehrheitsislam ist!

Antworten helfried
15.05.2010 07:38
0 1

Re: Kulturrelativismus von THURNER

Zur "brutalen Knechtschaft"
Du bist sicher kein Patriarch und putzt einmal in der Woche alle Toiletten in der Wohnung, oder ;-)

Antworten HrHuber
09.05.2010 16:45
0 5

Re: Kulturrelativismus von THURNER

Bekleidungs- und Religionsfreiheit einzuschränken - Das ist antidemokratisch!

Es gibt natürlich ein paar islamistische Hardliner, die ihre Frauen dazu zwingen, ihre Burka zu tragen, aber die große Mehrheit der Frauen tut es freiwillig und denen das Recht darauf (und somit einen wesentlichen Bestand ihrer Kultur) wegzunehmen wäre eine Schande für jedes halbwegs aufgeklärtes Land.

Antworten Antworten LIFE DABEI
11.05.2010 15:29
3 2

Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

@HrHuber

Religionsfreiheit hat eben dort ihre Grenzen wo diese gesellschaftliche und rechtliche Normen überschreitet.
Das unterscheidet uns vom 'Gottesstaat'!

Und dass die Burka nur ein Bekleidungsstück wäre, das entspringt allenthalben ihrer linksgrün eingefärbten Ideologie.

Antworten Antworten Antworten HrHuber
11.05.2010 19:05
0 3

Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

@LIFE DABEI

1. Nur weil ich Anti-Rechts bin, heißt das noch lange nicht, dass ich links bin.

2. Woher will LIFE DABEI etwas von meiner Ideologie wissen? (Die übrigens weder grün, noch links ist)

3. Kein Moslem in Österreich möchte hier die Demokratie abschaffen und einen "Gottesstaat" errichten.

4. "Kleidungsstück" wird in Wikipedia folgendermaßen definiert: "Als Kleidung wird in einem umfassenden Sinn die Gesamtheit aller Materialien bezeichnet, die als künstliche Hülle den Körper des Menschen mehr oder weniger eng anliegend umgibt."
Das trifft zu 100% auf die Burka zu.

5. Es gibt keine gesellschaftliche oder rechtliche Norm, die das Verhüllen des Gesichts verbietet.

Antworten Antworten Antworten Antworten LIFE DABEI
11.05.2010 19:48
2 2

Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

zu 1.2.: wenn Sie es sagen, wird es wohl so sein

zu3.: doch, die orthodoxen Islamisten wollen das ( Hassprediger z.B.)

zu4.: ist das ihr Ernst?
Demzufolge wäre eine Uniform ein Kleidungsstück?
Ich glaube Sie ignorieren, dass Kleidung sich an den momentanen Bedürfnissen seiner Träger definiert, sei es aus praktischen, modischen oder ganz besonderen Anlässen.
Für keines dieser Motive trifft die Burka zu.

zu5.: da liegen Sie aber völlig falsch! Noch nie etwas vom Vemummungsverbot gehört?
Dieses gilt vor allem für Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Und wenn Sie in ihrem ersten Beitrag behaupten, ein Burkaverbot wäre antidemokratisch, dann ist das wohl das schwächste Argument. Die überwiegende Mehrheit will nämlich nicht zurück ins Mittelalter!


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten helfried
15.05.2010 07:42
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

zum "Vermummungsverbot" Immer wieder stelle ich im Fasching fest, dass österreichische Gesetzte ("Vermummungsverbot") einfach ignoriert werden. Daher bin ich für die Aufstockung der Polizeikräfte, damit österreichische Gesetze auch im Fasching durchgesetzt werden ;-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten HrHuber
11.05.2010 20:28
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

Auf der Straße laufen genug Moslems herum. Fragen sie die doch mal ob sie die Demokratie abschaffen möchten.

Die Burka wird tatsächlich nicht aus praktischen oder modischen Gründen getragen, sondern aus religiösen und kulturellen. Man könnte genausogut das Tragen von Kreuzen um den Hals oder von Lederhosen verbieten.

Das Vermummungsverbot bezieht sich ausschließlich auf Versammlungen, nicht auf den normalen öffentlichen Gebrauch, und das ist nur die rechtliche, nicht die gesellschaftliche Norm.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten LIFE DABEI
11.05.2010 21:26
1 1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

Das Ziel ist der Gottesstaat, dazu brauche ich nicht den einfachen Moslem auf der Strasse zu befragen.

Das Tragen von Kreuzen und Lederhosen erfolgt freiwillig, das der Burka nicht.

Zum Vermummungsverbot erfolgt sicher demnächst eine einheitliche europäische Lösung, wie sich überhaupt Europa dazu anschickt seine gesellschaftspolitischen Errungenschaften zu verteidigen und den orthodoxen Islam in seine Grenzen zu verweisen.


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten HrHuber
12.05.2010 15:08
0 2

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

Die, die Burkas tragen sind keine Hassprediger, sondern "einfache" Moslems.

In Österreich erfolgt das Tragen der Burka sehr wihl freiwillig, bis auf wenige Ausnahmen, für die man jedoch nicht alle anderen verurteilen kann.

Eine der größten europäischen gesellschaftlichen Errungenschaften, die wir den streng islamischen Staaten voraus haben, ist die Religonsfreiheit, und die wollen sie einschränken. Das bringt uns zurück auf ein ähnliches Niveau wie dort, und genau das wollen sie doch angeblich nicht, oder?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten LIFE DABEI
14.05.2010 10:22
0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

1. Das eine lässt sich doch vom anderen nicht trennen. Entscheidend ist die Ideologie die damit verbunden ist. Der Schweizer Kovertit Nicolas Blancho fordert Steinigung als legitimes Mittel des Strafvollzugs im Islam.

2. Es gibt überhaupt keinen Grund sich mit den äusseren Symbolen dieser Gewaltideologie tagtäglich konfrontiert sehen zu müssen.

3. mit Religionsfreiheit hat das überhaupt nichts zu tun , sonst müsste man der Forderung Blanchos stattgeben.
Daher kann logischerweise nur gelten: Religionsfreiheit hat eben dort ihre Grenzen wo diese gesellschaftliche und rechtliche Normen überschreitet.
Das unterscheidet uns vom 'Gottesstaat'!




Antworten Antworten Gast: Feministin
10.05.2010 18:05
2 2

Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

Kulturelles Brauchtum wie Burkas , Steinigungen ...sind eine Schande für jedes Land !

Antworten Antworten Antworten Max1234
12.05.2010 16:02
0 0

Re: Re: Re: Kulturrelativismus von THURNER

...also das kann man nun wirklich nicht vergleichen...

4 0

Vor Khomeini gab es kaum Ganzkörperverhüllungen!

Die religiös determinierte iranische Revolution unter ihrem geistigen Führer Ayatollah Khomeini anno 1979 war die gravierendste Zäsur in der Entwicklung der islamischen Welt in der neueren Geschichte. Khomeini "entlarvte" den Westen im allgemeinen und die USA im besonderen als "großen Satan", der mit seinen "Unterteufeln" der islamischen Welt den Krieg erklärt hätte. In Wirklichkeit lief es natürlich genau umgekehrt.

Auf das Leben in den bis dahin eher liberalen und westlichem Denken durchaus zugeneigten islamischen Ländern hatte die nach streng religiösen Vorgaben ausgerichtete "Revolution" erhebliche Beeinträchtigungen, vor allem für die Frauen, zurfolge. Dabei schlug der wahabitische Eiinfluß der Hauptgeldgeber in Saudi Arabien voll durch.

Seither breitet sich diese mittelalterliche Interpretation des Koran geradezu epidemisch aus. Begünstigt wird das durch Gutmenschen-Argumentationen a la Ingrid Thurner. Da lobe ich mir schon eher Alice Schwarzer;deren Durchblick war richtig!

EduardK
06.05.2010 09:33
3 1

Menschenrecht Freiheit versus islamisches Mannesrecht

In Weiterführung Ihres letzten Satzes, Frau Thurner: Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Muslima generell "selbst über ihren Kopf entscheidet". Das tun schon in den meisten Fällen die Männer oder die von Männern gemachten Vorschriften, die den Frauen, ob es ihnen bewusst oder unbewusst ist, oktroyiert werden. Das ist ja gerade des Pudels Kern, der die Freiheit der Muslima einschränkt bis hin zur freien Entscheidung, wen die Muslima heiraten darf oder nicht. Ihr Satz, dass die verschleierte Muslima vielleicht nicht in Kontakt mit jemanden treten will, müsste korrekterweise heißen:
nicht will, sondern darf. Ob sie wollen darf bestimmt nicht sie, sondern ihr Mann.
mvg
k

3 1

Re: Menschenrecht Freiheit versus islamisches Mannesrecht

EduardK, ganz meine Meinung! Wenn es tatsächlich so wäre, daß die weibliche Bekleidung im Islam auf "Freiwlligkeit" beruht, dann würde sie nicht ständig durch "Religionswächter" kontrolliert! Und wehe, eine Dame zeigt auch nur ein Futzerl "nackter" Haut: Dann gibt es sofort Prügel oder Peitschenhiebe! Und auch den Begriff "Scham" kann man übertreiben: Jetzt weiß ich wenigstens, warum sich die Bankräuber vermummen: Weil sie sich "schämen", ihr Gesicht zu zeigen...

Stephanos
05.05.2010 22:03
2 1

Grenzenlos naiv

" Dabei beruht die Verhüllung in aller Regel nicht auf Zwang, den Männer auf Frauen ausüben, sondern auf gesellschaftlichen Konventionen, Normen, Gewohnheiten."

WER, gute Frau, hat seit jeher diese Konventionen, Normen und Gewohnheiten bestimmt und sie den Frauen aufgezwungen?
Männer, die ihre Frauen als Besitz betrachten.

Diese Geisteshaltung sollte bei uns nicht auch noch unterstützt werden.

Genitalverstümmelungen sind in bestimmten Ländern auch Norm. Möchten Sie diese auch bei uns verteidigen, weil es die Frauen von zu Hause so gewohnt sind?

In welchem Wolkenkuckucksheim leben Sie eigentlich? Verbringen Sie eine Woche in Afghanistan und schreiben Sie dann Ihre Artikel.

 
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Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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