11.02.2012 11:14 | Meine Presse Merkliste0

Straches Serben, die SPÖ und der Islam

Gastkommentar von Thomas Schmidinger (Die Presse)

Wie österreichische Parteien dazu beitragen, internationale Konflikte zu importieren.

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Strache versucht es derzeit mit den Serben. Mit der von Konstantin Dobrilovic geführten neuen FPÖ-Vorfeldorganisation „Christlich-Freiheitliche Plattform für ein freies Europa souveräner Völker“ (CFP) sollen nationalistische Serben in ihrem Kampf gegen den Islam unterstützt werden.

Außerdem hat die FPÖ eine weitere Zielgruppe ausgemacht: die Kurden. Schließlich gibt es auch hier einen gemeinsamen Feind. Schon zu Newroz 2009 organisierte ein Funktionär des Dachverbands der PKK-nahen Kurden aus der Türkei (FEYKOM) eine Solidaritätsreise für den FPÖ-Europaparlaments-Abgeordneten Andreas Mölzer, samt Entourage. Ende Mai 2010, zu diesem Zeitpunkt längst Gemeinderatskandidat der SPÖ, organisierte besagter Funktionär erneut die Kontakte für eine FPÖ-Delegation nach Türkischkurdistan. Und Ewald Stadler vom BZÖ versucht es in der armenischen Szene und begab sich dafür auch schon auf Gedenkfeiern der armenischen Gemeinde.

 

Mobilisierung gegen Israel

Wahltaktisch klüger, weil mehr Wählerstimmen versprechend, dockt die ÖVP schon seit Längerem bei türkischen Nationalisten an, die sich die Leugnung des Genozids an den Armeniern auf ihre Fahnen heften. Zu den Nationalratswahlen 2006 affichierte der ÖVP-Bezirksrat Mustafa Iscel Plakate in türkischer Sprache, mit denen er versprach, dass sich die ÖVP gegen eine Anerkennung des Genozids an den Armeniern einsetzen würde. Iscel ist immer noch Bezirksrat und wurde bei den letzten Wirtschaftskammer-Wahlen als prominenter Kandidat für die türkischen Unternehmer plakatiert. Ansonsten versucht die ÖVP in der türkischen Szene, vor allem bei den Anhängern Fethullah Gülen türkische Wähler zu mobilisieren. Das darin sehr stark vertretene islamische Kapital passte besser zur ÖVP.

In der SPÖ hält Gemeinderat Omar al Rawi, der in Personalunion als Integrationsbeauftragter der offiziellen Islamischen Glaubensgemeinschaft fungiert, die wichtigste Position als Kontaktmann zum politischen Islam aufrecht. Seine freundliche Fassade bröckelt immer dann, wenn es um sein wahres Herzensanliegen, die Mobilisierung gegen Israel, geht. Schon in der Vergangenheit trat er immer wieder als einpeitschender Redner auf Demonstrationen arabischer und türkischer Islamisten auf, die sich der Solidarität mit dem Hamas-regierten Gaza verschrieben hatten. Zuletzt kam ich vergangenen Freitag zufällig gerade aus der Nationalbibliothek, als mir schon von Weitem die wutentbrannte Stimme al Rawis entgegenschlug. Vor einer aufgepeitschten Menge schimpfte er über das „Freiluftgefängnis“ Gaza, in dem „eineinhalb Millionen Menschen eingesperrt sind“, huldigte ein bisschen dem Märtyrerkult, indem er donnerte, dass die palästinensischen Opfer „nicht umsonst gestorben“ wären und deren Kampf weitergeführt werden sollte. Unterbrochen wurde er nur durch antiisraelische Parolen einer aufgebrachten Menge, die Israel als „Terroristen“ und „Kindermörder“ bezeichneten. Al Rawi war sich seiner Sache sicher, konnte er sich doch explizit auf den einstimmigen Beschluss des Wiener Gemeinderates beziehen, der Israel einseitig verurteilte.

Aber auch die Grünen schielen auf dieses Wählerpotenzial. Alev Korun besuchte in ihrer Zeit als Gemeinderätin dieselben Moscheevereine auf der Suche nach grünen Stimmen, wie Omar al Rawi. Im Nationalrat versucht sie es mit der Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs der Glaubensgemeinschaft und bewirbt gemeinsam mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien Farid Hafez' Buch über „Islamophobie“, in dem sämtliche säkularen Kritiker des politischen Islam, inklusive ihres eigenen Parteikollegen Efgani Dönmez, mit der FPÖ in einen Topf geworfen werden und die Verteidigung vor Pauschalvorwürfen zur Pauschalverteidigung vor Kritik benutzt wird.

Diese Form der politischen Mobilisierung ethnischer und religiöser Communitysnimmt zumindest billigend in Kauf, dass ethnisierte und religiös aufgeladene Konflikte nach Wien importiert werden und hier zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas beitragen. Für einige vermeintlich billige Wählerstimmen werden nationalistische Ressentiments benutzt und verfestigt.

Es ist beschämend, dass erst 2008 die erste Abgeordnete mit Migrationshintergrund aus der Türkei in den Nationalrat eingezogen ist. Beschämend ist aber auch, dass damit immer noch kein Nachkomme der in den 1960er-Jahren angeworbenen „Gastarbeiter“ im Nationalrat sitzt, sondern nur eine Abgeordnete aus der türkisch-kemalistischen Oberschicht.

Wer Migranten ernst nimmt, darf sie allerdings nicht nur zur Mobilisierung von Wählerstimmen aus den Communitys missbrauchen, sondern muss ihre politischen Einstellungen ernst nehmen. Dazu gehört es auch, nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Mobilisierungen politisch entgegenzutreten, anstatt diese klammheimlich zu fördern.

 

Ein Spiel mit dem Feuer

Während sich die österreichische Außenpolitik schon seit Jahren fast vollständig aus der internationalen Politik verabschiedet hat, tritt auf Gemeinde- und Länderebene eine ganze Reihe von Hobbyaußenpolitikern auf, die Konflikte der internationalen Politik offenbar mit einer billigen Spielwiese für die eigene Wählermobilisierung verwechseln.

Die Folge dessen ist, dass es hierzulande zu einer Ethnisierung von Politik kommt. Gerade in Zeiten zunehmender Verknappung von Ressourcen und einer multiplen Krise von Ökonomie, Politik und Ökologie ist dies ein Spiel mit dem Feuer!

>> Leserbrief von von Al-Rawi: Arroganz des "Fachmanns"

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10. Juni 2010)

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61 Kommentare
 
1 2
luda2010
21.09.2010 21:59
1 0

so blöd sind Migranten nicht = Vorurteile

das größte Vorurteil: das die Menschen so dumm sind + auf Politiker-schmeichelie hereinfallen.
aber Vorurteile sind eine folge dessen, das man denkt alle Menschen sind so wie man selbst gern wäre, wenn man sich nicht zam reißen würde.

*gehen sie in die Herkunftsländer + fragen sie die Leute dort für welche Politiker sie Sympathien haben. linksliberale eingestellte Menschen werden sie in wenigern südlichen (östlich, nicht westlich)) Ländern finden.vereinzelt höchstens. wenn doch dann würde es mich echt interessieren - bitte um info, ich habs selten erlebt...

Gast: Mladen Savic
16.06.2010 23:17
0 0

fischen braucht zeit, aber sie vergeht ja doch

die parteipolitik war immer, im gegensatz zur sauberen schuldefinition von politik an sich, ein schmutziges geschäft, bei dem die sozialdemokratie geschichtlich wohl am schlechtesten aussteigt - im sinne einer immanenten kritik, die am selbstverständnis mißt, was an der praxis fehlt... da könnten christlich-soziale andererseits selbst ein liedchen davon singen.

die ethnisierung der politik hat aber mit dem medial-plakativen zugang während der zerstückelung jugoslawiens begonnen, und seither eingang gefunden ins parlament und nun auch in die parteien selbst! damals, und nicht jetzt erst, hat man angefangen, in die guten und die bösen zu trennen, die „gerechte sache“ zu beschwören und so statt gerechtigkeitssinn den nationalen hass zu schüren, immerhin, im namen der demokratie und nationalen selbstbestimmung, und zwar von außen, als selbstgerechter anwalt fremder interessen...

daß in der kombination beider übel nur ein unding erwachsen hat können, beweist die gegenwart, die aus einer solchen nahen vergangenheit kommt und deshalb ihre instrumentellen zeichen trägt. doch dort, wo feinde gesucht werden, um freunde zu gewinnen, stehen eigentlich absichten im vordergrund, die wiederum ganz andere folgen haben: zuerst konflikte und dann die konfrontation.

die warnung des obigen artikels, man spiele dabei mit dem feuer, ist ein appell an den verstand, dinge vorsichtig und differenziert zu betrachten, vom standpunkt des zusammenhangs und der folgen aus, ohne die geistige gewalt der schnellen, kurzen antworten. mögen also die politischen meisterfischer auf hoher see vergeblich auf die beute warten!

p.s.: einzige kritik am artikel ist eine beiläufige aussage zum schluß. außenpolitisch ist das "neutrale" österreich nämlich sehr wohl aktiv gewesen, allem voran am balkan, als ehemalige kolonialmacht und späterer besatzer, heute noch präsent, wirtschaftlich, politisch und auch polizeilich-militärisch

Gast: gast
15.06.2010 11:30
2 0

Jerusalem Post über Kommentar von Thomas Schmidinger in der Presse

http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=178436

modestus
15.06.2010 10:28
2 0

al-rawi schwachsinn

herr al-rawi hat zurückgeschlagen
ein leserbrief mit überlänge hat letzten freitag die republik erschüttert.
das "I" bei al-rawi steht ausschliesslich für den islam....für intellektuell wohl kaum.
die taktik sich nicht mit schmidingers kritik auseinanderzusetzen und stattdessen dr. schmidinger dikekt und infam zu diffamieren zeugt von wenig hirn und viel emotion...typisch für blindgänger

Antworten MALSI
16.06.2010 21:26
2 0

Re: al-rawi schwachsinn

Kein einziger von Österreichs Islamisten
hat sich J E M A L S mit konstruktiver
Kritik auseinandergesetzt.

Die reflexartige Reaktion ist stets diesselbe: Anstatt auf die Kritik zu antworten, wird der Kritiker diffamiert und beleidigt.

Es ist der alte Trick der Islamisten: Immer
sind die anderen schuld! Nur, der Trick zieht schon längst nicht mehr. Die Ablehnung gegen die Islamideologie und ihre fundamentalisten Vertreter
in Österreich wird größer und größer...

Tom93
11.06.2010 23:44
0 6

eine heuchelei sondergleichen ist dieser artikel

einerseits werden die einzigen real existierenden migrantenvertreter in gesetzgebenden körperschaften, wie al rawi, korun und indirekt auch yilmaz (die mit der "bösen" resolution des wr. gemeinderats!) heruntergemacht. herr schmidinger erregt sich mit einer verve, die man sonst nur von fpö-vertretern kennt, darüber, dass migranten sich erdreisten, auf die straße zu gehen und zu demonstrieren! nein, das darf nicht sein, das ist gefährliche "ethnisierung von politk" ein "spiel mit dem feuer" gar! da denkt man schon an gefährliche islamisten, die mit der brandfackel durch unsere schöne innenstadt ziehen, vieleicht sogar zur ÖNB, wo herr schm sich gestört fühlte von diesem "mob"? lieber hackeln und zu hause bleiben, aber nicht demonstrieren, ihr zuwanderer!

aber in der praxis jegliches politische engagement von migranten zu verdammen, hindert herrn schm nicht daran, in der theorie mehr politische aktivität und partizipation von migranten zu fordern. ein widerspruch? aber nein. schließlich dient schm's forderung nach mehr "gastarbeiterkindern" in der politik nur dem zweck, abzulenken vom wahren gehalt von schmidingers ausführungen: zuwanderer sollen den mund halten und nur reden wenn sie gefragt werden. ihre aktivität, ihre anliegen und ihre vertreter sind gefährlich. warum kommt mir das so bekannt vor?

Antworten Gast: Bektas
12.06.2010 09:43
3 7

Re: eine heuchelei sondergleichen ist dieser artikel

Herr Tom93,
Sie müssen schon sehr fixiert sein um ihre absurden Anschuldigungen gegen Schmidinger hier ständig zu wiederholen. Bei aller Leidenschaft, die sie hier an den Tag legen, von der gebetsmühlenartigen Wiederholung werden ihre Unterstellungen wohl auch nicht wahrer, sondern nur langweiliger...

Gast: friedensaktivist
11.06.2010 23:42
0 6

quo vadis hr. schmidinger?

und wenn 9 menschen grundlos von einem statt ermordet werden, findet ein politikwissenschaftler nichts anderes, als sich über demonstrationen dagegen zu empören? anscheinend macht philozionismus den schmidinger blind und stumm gegen mord.

Antworten Tante_Mitz
16.06.2010 22:01
4 0

Re: quo vadis hr. schmidinger?

Blind und stumm gegenüber Mord werden immer Österreichs Islamfunktionäre, wenn es um die Mordbuben der eigenen Religion geht. Dann hört man kein Wort von Ihnen!
Dann hat alles NICHTS mit dem Islam oder mit Moslems zu tun!

Wie kommen Sie dazu zu behaupten die bewaffneten Islamisten seien "grundlos"
getötet wörden. Haben Sie Infos aus Geheimquellen oder sympathisieren Sie mit
islamischen Gewalttätern grundsätzlich?

3 0

Re: quo vadis hr. schmidinger?

"Friedensaktivist" ist süß, aber ganz so unschuldig an der Gewalteskalation waren die so bezeichneten "Friedensaktivisten" nicht. Nach neuerem Erkenntnisstand befanden sich auf dem türkischen Schiff der "Friedensflotte" ganz schöne Wüteriche. "Graue Wölfe" und Islamisten mit Märtyrerphantasien - bereit und gewillt zum Kampf bis aufs Messer! Keineswegs nur liebliche Hippies mit ins Haar eingeflochtenen Blumenkränzen.

Antworten Gast: Bektas
12.06.2010 12:15
5 1

Re: quo vadis hr. schmidinger?

Hat Herr Schmidinger hier auch nur in einem einzigen Satz etwas über die Stürmung des Schiffes geschrieben? Ihr geifernder "Philozionismus"-Vorwurf sagt mehr über Sie aus, als über Herrn Schmidinger oder die Politikwissenschaft.

Gast: mechaniker
11.06.2010 23:12
3 0

untergriffig

achja, der al rawi, der weiß genau, wie er wo auftreten kann. wo es notwendig ist, frißt er kreide.
oft genug erlebt.

Gast: Wirbelwind
11.06.2010 20:17
5 0

Gratulation

Ein brillianter Artikel, v.a. in seiner Langfassung, die auf Schmidingers Website nachzulesen ist: http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/ethnisierung.pdf
Die panischen Reaktionen hier in diesem Forum, aber auch der untergriffige und Gift sprühende Leserbrief von Al Rawi in der heutigen Presse, sprechen Bände und geben dem Autor in seiner Kritik recht. Die SPÖ sollte sich wirklich schämen solche Demagogen wie al Rawi in den Gemeinderat zu entsenden. Gratulation Herrn Schmidinger zu so viel Rückgrat!

Gast: gast
11.06.2010 14:37
3 0

Texte lesen, noch dazu ziemlich spannende, wie wärs mal damit?

ich empfehle einen blick auf die homepage von thomas schmidinger, wo einiger seiner wissenschaftlichen und journalistischen beiträge abzurufen sind:
http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/texte.php

unter "publikationen" dann auch eine reihe von büchern, sammelbändern, buchbeiträgen,
weiters "filme", "radiosendungen", "interviews" etc.

vielleicht kann dann so manch ein poster, oder posterin, endlich kapieren, dass es schmidinger NICHT darum geht, dass migrantInnen keine politik machen sollen. ist seine kritik, wie er sie im gastkommentar formuliert, wirklich so schwer zu verstehen, oder ist es so, dass hier die objekte seine kritik sich einen wettkampf liefern, wer ihn öfters und am penetrantesten missversteht, seine argumente verdreht, etc.?


Antworten Tom93
11.06.2010 15:49
0 2

ich bekenne mich schuldig!

ich habe es tatsächlich gewagt, einen artikel zu lesen, und ihn dann hier zu kritisieren...OHNE sämtliche werke des selbstverständlich unerreichten und genialischen verfassers zu lesen! unentschuldbar!

wie wäre es, wenn wir fürs erste mal bei dem obigen artikel blieben, und nicht werbeeinschaltungen für "radiosendungen" und "Interviews" schalten würden? wenn der rest von schm.'s werken nämlich so ist, wie der obige artikel, kann ich gern darauf verzichten. wollen sie nicht lieber was zum thema beitragen?


Gast: Gast
11.06.2010 04:53
1 0

Auch eine Art von Xenophobie

sich vor Berührungspunkten mit internationalen Konflikten zu scheuen

Da haben wir hunderttausende Serben, Kroaten, Türken, Kurden usw. im Land, aber die sollen nur mit den Zechen spielen, damit sie die Schrebergartenidylle nicht stören

Lieber geben wir allen Organisationen aus fremdbesetzten Gebieten die Schuld dafür, daß sie extremistisch sind (no na), und pfui pfui, lieber Wegschauen wenn's Tote gibt und ja nicht anecken und schon gaaar nicht allzu deutlich sagen, was man davon hält, Pfiat Gott Maria Hülf bewahre.

Gottseidank wächst eine junge Generation heran, die nicht 50 Jahre lang vor dem Eisernen Vorhang gesessen ist, sondern die Welt versteht wie das Internet: ohne Grenzen im Kopf und auf der Landkarte.

Antworten Gast: Gast 1
11.06.2010 11:13
3 0

Herr Schmidinger spricht das Problem an

Ich bin mir sicher dass Herr Rawi sich unwohl fühlt, aber irgendwann muss Herr Rawi und andere Politiker aus dieser Art verstehen, dass sie mit ihrer Doppelmoral nur Unheil stiften und die Zukunft der Migranten für ihre eigene Interessen riskieren. Es kann nicht sein, dass Herr Rawi als ein Politiker eine besitmmte Religion in der Gemeinde vertritt und sich für eine Terororganisation einsetzt. Hamas ist nicht nur eine Terororganisation gegen Israel, sondern auch gegen sein einges Volk. Durch Hamas haben die Palest. keinen Schritt vorangekommen, nicht weil Israel das verhindert, sondern weil Hamas selbst ein Hindernis vor einer gesellschaftlichen Entwicklung ist.
Es ist ein Armutzeugnis für die österr. Politik, dass ein Hamas-Aktivist im Namen österr. Politik die Menschen gegen Israel und für Teror mobilisiert. Herr Rawi wird sicherlich keine Raketen gegen Israel feuern, er wird auch keine Anschläge planen, er wird nur diese Aktionen finanzieren. Das ist sein Job in Österreich. Wenn er durch die Tätigkeit noch mehr Stimmen bekommt, dann hat vor Gott und vor Menschen nicht zu verlieren. Weiter so Herr Rawi, Österreich hat leider keinen anderen Politiker verdient. Mit tut nur unsere Demokratie leid, weil wir durch diese Politik auch die Zukunft unseres Landes aufs Spiel setzen.

Gast: facebooker
10.06.2010 22:43
2 1

richtigstellung

Originaltext mit richtigem Schluß
Der Text ist am Ende durch die Kürzungen der Redaktion inhaltlich stark entstellt. Der Autor hat den Text im Original auf seiner Websit online gestellt: http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/ethnisierung.pdf
Dort lautet der Satz "Die Folge dessen ist nicht, dass es hierzulande zu einer Ethnisierung von Politik kommt." folgendermaßen:
"Die Folge dessen ist nicht, dass Österreichs Außenpolitik weniger „hinternational“ (Zitat Helmut Kramer) würde, sondern dass es hierzulande zu einer Ethnisierung von Politik kommt."

Tom93
10.06.2010 16:52
3 5

außer ressentiment gegen al-rawi und korun hat dieser artikel nichts zu bieten

mir konnte z.b. noch niemand beantworten, was so empörenswert an al-rawis auftritt war. herrn schmidingers live-bericht nach seinem aufenthalt in der önB in ehren, aber das was er zitiert, ist nichts worüber man sich aufregen müsste - al-rawi hat einfach die dinge beim namen genannt.

ich kann herrn schmidinger überdies nur einladen, be der nächsten nr-wahl frau gemeinderätin nurten yilmaz seine vorzugsstimme zu geben. wenn das mehr täten, wäre endlich ein "Nachkomme der in den 1960er-Jahren angeworbenen „Gastarbeiter“ im Nationalrat" und nicht "nur eine Abgeordnete aus der türkisch-kemalistischen Oberschicht" wie die alev korun. nicht nur jammern, schmidi, handeln!

Antworten Gast: Burgfräulein
11.06.2010 12:04
1 4

Re: außer ressentiment gegen al-rawi und korun hat dieser artikel nichts zu bieten

Wir wissen nun, dass sie offenbar etwas gegen den Autor dieses Gastkommentars haben, sonst würden sie sich wohl nicht so intensiv um dessen Verteufelung bemühen. Eine inhaltliche Antwort wäre allerdings wesentlich interessanter, als ihre Anwürfe. Was ist denn Ihrer Meinung nach falsch an der in diesem Gastkommentar geäußerten Kritik? Ich halte es jedenfalls auch für gefährlich die MigrantInnen auf diese Art und Weise zu instrumentalisieren - ein Spiel das offenbar alle Parteien treiben und das zu Recht kritisiert wird. Schließlich schadet es den MigrantInnen selbst am meisten!

Antworten Antworten Tom93
11.06.2010 13:50
0 3

Re: Re: außer ressentiment gegen al-rawi und korun hat dieser artikel nichts zu bieten

aha, jetzt muss ICH also erklären, wieso ich von schmidinger zitierte aussagen al rawis für keinen grund halte, den stab über ihn zu brechen?

also bitte: ich finde al rawi hat einfach recht mit seinen aussagen. und ich halte politisches engagement von migranten für gut und richtig und notwendig, und glaube nicht, dass es das "klima vergiftet", wenn zuwanderer von ihren politischen rechten gebrauch machen und gegen israelische politik protestieren. wofür die sich interessieren, muss man schon ihnen überlassen. es obliegt nicht herrn schm den zensor zu spielen, und migranten von oben herab mitzuteilen, wofür sie zu demonstrieren haben.

wie wäre es, wenn herr schmidinger im gegenzug
1.) endlich erklären würde, was ihn eigentlich stört an al rawis aussagen, einen hauch von argument könnte dieser artikel ja schon vertragen
2.) herausgeberschaften von büchern, die er kritisiert, korrekt und vollständig angeben würde.

wie wärs mit etwas niveau und wissenschaftlichen standards, herr schmidinger?

4 10

Wovon lebt "Tom93"?

Und was arbeitet er? 10 Postings zu EINEM Gastkommentar! 9 davon unnötig, da seine Meinung bereits im ersten bekannt gemacht.
Ein sturer Bitzler. Tom, sie bekommen Magengeschwüre!

Antworten Antworten Gast: Vogel?
11.06.2010 04:31
1 1

Re: Wovon lebt

Sind Sie da der Arbeitkontrollor oder wofür halten Sie sich ?

Gast: AAD
10.06.2010 13:40
3 2

interessant

an sich finde ich den artikel wirklich interessant, weil er aufzeigt, dass internationale konflikte zur annährung an ethnien genutzt werden.

was aber grundsätzlich nicht heißt, dass ich es schlecht finde, dass ethnische minderheiten als wählerschaft entdeckt werden. jahrzehntelang wurden sie vergessen und verdrängt und auch wenn die parteien jetzt noch die ethnischen minderheiten mit international-emotionalen konflikten anlocken - die leute werden irgendwann sich dagegen wehren als stimmenfang ausgenützt zu werden und eigene forderungen stellen - zb: auf partizipation, politische teilhabe, anteil an macht.
UND das ist eigentlich eine sehr gute sache - die ehtnischen minderheiten werden sich dann mit politik in österreich auseinandersetzen - auch wenn sie mit ethnischen konflikten angelockt wurden. sie werden in die strukturen kommen und es wird zu einer entwicklung führen.

sehr schade dass thomas schmidinger aus so einer einfachen und einseitigen sichtweise geschrieben hat und vieles ausgeblendet hat.

und zum thema alev korun: ja, was erwartet er denn, dass ein arbeiterkind - womöglich mechaniker - als erster ins parlament kommt? entwicklung beginnt halt oft nun mal in der elite. frau korun ihr studium und ihren sozialstatus zum verhängnis zu erklären und dann total zusammenhanglos auch noch farid hafez reinzunehmen und das thema islamkritik - das macht einen sehr verwirrten eindruck und schwächt den artikel sehr

Antworten Gast: mechaniker
11.06.2010 23:07
0 0

Re: interessant

jaja, die eliten und ihre entwicklung, was für eine froide aber auch.
g'tt mög abhüten, ein "arbeiterkind" käme "als erste(r)s" - sie sind ein elit? - ins parlament, schrecklich, am end noch eines, das so schreibt wie elit.

Antworten Gast: nineth
10.06.2010 14:30
3 2

Re: interessant

stimmt doch gar nicht, dass er frau korun einen vorwurf macht wegen ihrer herkunft, können sie nicht lesen?

und wenn sie den zusammenhang zwischen den vertreterInnen des politischen islam und ihrer art politik zu machen und der aussage des gastkommentar nicht erkennen können, dann versteh ich nicht, warum sie den artikel interessant finden. sie haben doch gar nix verstanden?

strange things happen...

 
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Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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